Hier mal ein Text von einem Mitglied aus einem anderen Forum, finde ich recht interessant, es ging allerdings vorrangig um den Irak-Krieg:
1. Der Irak war nur der erste Schritt.
2. Die Bewegung ist auf ein Binnenmeer gerichtet. Das Binnenmeer heißt Kaspisches Meer.
3. Es geht um Öl, aber nicht um das irakische Öl. Seit 20 Jahren geistert das Caspian Sea Project durch die amerikanischen Medien. Das ist auch Online nachzulesen. Seit 10 Jahren werden unter dem Meeresboden des kaspischen Meeres, die vermuteten Vorkommen sollen sich bis weit über den Aral See hinaus erstrecken, Ölvorkommen vermutet, die ein Mehrfaches der saudi-arabischen Ölvorkommen ausmachen sollen. Zweifel sind erlaubt. Schließlich war Innerasien Teil des russischen Imperiums und die Vorkommen sollen die Russen nicht festgestellt haben? Zumal die Vorkommen um Baku seit dem Mittelalter bekannt waren und es naheliegt, weitere Reserven nachzuweisen. Aber entscheidend ist, die Amerikaner glauben und vor allem hoffen es!
4. Verbündete der USA und Profiteure dieses Öls, zumindest in zweiter Linie, sind Aserbaischan und die Turkstaaten Innerasiens wie Turkmenistan, Kasachstan und Usbekistan.
Kriegsgegner sind China, Russland und der Iran, in der Reihenfolge.
5. Amerikanische Juristen haben bereits nachgewiesen, daß bei den Förderrechten unter dem Kaspischen Meer Iran und Russland nur jeweils 15 % beanspruchen können.
6. Der Iran merkt sehr wohl, was ihm blüht. Dummerweise leben im Norden des Irans Azeris, das ist das Staatsvolk Aserbaischans und ebenso ein Turkvolk wie westlich die Türken und östlich die Turkmenen, zu denen auch 8 % der iranischen Bevölkerung gehören, und die Kasachen, Usbeken und Kirgisen. Historisch gesehen sind das alles Abspaltungen des Westlichen Chanats der Groß-Türken. Über dem Iran braut sich ein Gewitter zusammen, daß ist nicht mehr feierlich. Die Farsi sprechenden Perser stellen wahrscheinlich weniger als 48 % der Bevölkerung, die Azeri mindestens 38 %, die Rest verteilt sich auf turksprechenden und indogermanische sprechende Minderheiten wie zum Beispiel die Kurden und Luren.
7. Innerasien ist nicht nur wegen seiner Ölvorkommen interessant. Die Erzvorkommen werden auch nicht ohne sein. Schließlich begann der Erzbergbau und die Verhüttung in Innerasien, ist die Region eine der ältesten Wiegen der Weltkultur, wahrscheinlich weit vor dem Zweistromenland und Ägypten, etwa gleichalt mit den Kulturen, die im Balkan mit dem Erzbergbau begannen. Auch die Chinesen haben ihre Fähigkeiten zum Bronzeguß nicht etwa selbständig entwickelt, sondern aus Innerasien übernommen. Ein frühes Beispiel für Technologietransfer. Damals gehört zu den Bewohner auch die indogermanischen, fast germanisch/keltisch aussehenden Tocharer, von den man ja Mumien in den Wüsten Sinkiangs unweit der Tarim Ebene gefunden werden. Nicht umsonst ist Innerasien der neue Schwerpunkt des deutschen archäologischen Institutes (DAI). Wir werden in wenigen Jahren unsere bisherigen Vorstellungen von der Frühgeschichte der Hochkulturen revidieren müssen. Bereits die Übersetzungen der russischen Ausgrabungsberichte lassen diese Prognose zu, die aktuellen Grabungensergebnisse bestätigen sie nur. Schließlich kamen die Sumerer als bereits hochentwickeltes Volk ins Zweistromenland. Es gibt keine Region der Welt, die im Augenblick archäologisch so interessant ist wie Innerasien.