Beiträge von Printus

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    Original geschrieben von ingo61
    warum sollte man sich das Grundrecht auf Waffen verbieten lassen?
    Sind erwachsene Bürger so unmündig?


    Es gibt kein Grundrecht auf Waffen.


    Wir sind keine Jäger und Sammler mehr und kein Mensch muss zuhause Schusswaffen aufbewahren.


    Obendrein ist es auch nicht der Aspekt um den es geht. Der Punkt ist, dass man Leuten, die durchdrehen, keine potentielle Möglichkeit lassen sollte gefährliche Waffen greifbar zu haben. Es gibt keinen trifftigen Grund für Schusswaffen in Privathaushalten.


    Zitat

    Original geschrieben von ingo61
    Weil eine abgedrehte Madame Amok läuft, die Wohnung/Büro anzündet, jemanden auch noch mit dem Messer ersticht?
    Wie willst so eine noch stoppen? Notfalls rennt die auch noch Wikingeraxt rum, das ist der in dem Augenblick egal. Die hatte alle Skrupel verloren. Die nimmt als Waffe was sie in die Finger bekommt. Egal wenn es erwischt.


    Es ist nicht eine durchgeknallte Madame, sondern es waren auch durchgeknallte Schüler in Erfurt und Winnenden, und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Die zahlreichen Situationen, in denen jemand "nur" den Partner, Nachbarn oder sonstwen umbringt weil die Waffe so leicht greifbar ist, sind dabei noch nicht berücksichtigt.


    Ein Messer etc. ist nicht vergleichbar weil...
    a) ... wesentlich weniger Menschen angegriffen werden können, der Täter muss sich jedem Opfer ganz direkt nähern
    b) ... der Angegriffene sich dann wehren kann - vielleicht nicht immer erfolgreich, aber mit weit großeren Chancen als gegen eine Schusswaffe
    c) ... Messer gehören in einen Haushalt, im Gegensatz zu Schusswaffen, für die es keinen Grund und keinen harmlosen Einsatzzweck im häuslichen Umfeld gibt.


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    Original geschrieben von ingo61
    Vor was hast Angst? Vor Sportschützen und Jäger? Sind die wirklich die Bedrohung?
    Hat Dich schon jemand von denen bedroht?
    Oder hat Dich vielmehr irgendein Angesoffener in der Disse bedroht, weilst mit seiner Freundin gequatscht hast?


    Auch das ist kein Argument gegen ein Verbot von Schusswaffen im Privathaushalt. Da gehören sie nicht hin und da gibt es auch keinen Einsatzzweck dafür.


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    Original geschrieben von ingo61
    Wären keine Schußwaffen da, dann wird man andere Tatwaffen hernehmen:
    Backstein, langes Küchenmesser, Maßkrug, angespitzter Bleistift...
    In Japan sind Schußwaffen verboten, dann versucht man halt durch Mobbing Menschen zum Selbstmord zu bewegen, oder man nimmt einfach scharfe Messer.
    Den Übel findet immer seine Weg seine Opfer zu holen.


    Wir reden hier nicht darüber, dass es natürlich weiterhin Straftaten geben wird. Aber es gilt, sinnlose Amokläufe zu vermeiden indem man Tätern nicht legal das Werkzeug an die Hand gibt, mit dem sie ganz einfach viele Menschen töten können.


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    Original geschrieben von ingo61
    Wenn was mit legalen Waffen passiert dann bemühen sich halt die Medien sehr es aufzuputschen.


    Läuft jemand mit einer illegalen Waffe Amok hört man nichts mehr davon.


    Dabei sollen nach Schätzungen ca. 6-10 Millionen illegale oder nicht registrierte Waffen in Deutschland vorhanden sein. Wer kontrolliert die?


    Das ist, sorry, Schwachsinn. Natürlich sind illegale Waffen ein Problem, aber du kannst deren Existenz doch nicht als Rechtfertigung dafür nehmen, dass man auch unnötig legale Waffen in private Hand gibt.


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    Original geschrieben von ingo61
    Ist halt immer das Treiben durchs Dorf nach solchen Ereignissen, das eine Gruppe als böse dargestellt werden soll.
    Die Bösen die aber ihre Mordwerkzeuge sowieso illegal besitzen passiert gar nichts, so lange man bei ihnen nichts findet.


    Den Illegalen werden die Waffen auch weggenommen wenn man sie findet. Und es geht in den Amokdiskussionen ja nicht um illegale Waffen ja oder nein, sondern darum, schon mal die unnötige Verfügbarkeit legaler Waffen für Durchgeknallte abzustellen.

    So, da ist es dann mal wieder passiert. Dieses Mal in Lörrach. Was haben wir uns den Mund hier schon fusselig geredet / diskutiert, dass, wenn jemand Zugang zu Waffen hat, er sie nutzen kann - und das nicht nur im Sportverein.


    Mich wundert es also kein bisschen, dass nach Winnenden früher oder später wieder etwas passieren musste.


    Der nächste Amoklauf und der übernächste werden auch kommen wenn man sich nicht endlich mal dazu durchringt Waffen in privatem zu verbieten, solange es keinen wirklich trifftigen Grund gibt, dass sie zuhause verfügbar sein müssen.

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    Original geschrieben von polli
    ich glaub die regeln das über den Treibstoff in den Flügeln = es wird umgetankt.


    Bei vielen Flugzeugen wird Treibstoff auf verschiedene Tanks verteilt und unterwegs auch umgepumpt um immer eine möglichst große Flugstabilität zu garantieren.


    Solange im genannten Szenario das Treibstoffgewicht das Passagiergewicht egalisieren kann könnte man den Treibstoff so verteilen, dass er Magermodels und Übergewichtige ausgleicht.


    Das wäre aber sehr theoretisch weil allein schon der normale Treibstoffverbrauch weight&balance pausenlos verändert und nun müsste man auch noch einen Faktor zum Ausgleich der Asymmetrie im Passagiergewicht einpflegen...

    1. Es wird kein Gepäck mitgenommen wenn der Fluggast dazu nicht an Bord ist. Das wird sehr, sehr ernst genommen und im Zweifel alles Gepäck ausgeräumt um das Gepäckstück eines No-Show oder eines aussteigenden Passagiers aus der Maschine zu entfernen.
    Die Regel gibt es seit dem Lockerbie-Anschlag, bei dem die Bombe in einem Gepäckstück, zu dem kein Passagier an Bord war, versteckt war. Selbstmordattentäter wurden lange ausgeschlossen. Seit 9/11 und dem Schuhbomber wissen wir, dass diese Regel auch nicht mehr gilt, aber zumindest lebenslustige Täter kann man hier ausbremsen.


    2. Ob man das Ticket erstattet bekommt wenn man aussteigt weiß ich nicht, hängt vermutlich auch von der Buchungsklasse und den Konditionen ab.


    3. Definitiv wird jemand, der aussteigen will und damit Kosten verursacht (Verspätung, Crewwechsel, organisatorische Umstände) in Regress genommen. Rechtlich gilt: sobald die Türen den Flugzeugs zu sind ist der Kapitän die oberste Autorität an Bord, auch wenn das Flugzeug noch am Boden ist.


    Im Zusammenhang mit dem Spanair-Crash in Madrid 2008 wurde das Thema auch in Pilotenkreisen sehr diskutiert weil es - nach einem ersten missglückten Start mit anschließender Reparatur - Passagiere gab, die aussteigen wollten.


    Ein Kapitän wird sich bei einem Pax, der vehement darauf besteht aussteigen zu wollen, im Zweifel dafür entscheiden denjenigen tatsächlich aussteigen zu lassen wenn das Flugzeug noch am Boden ist. Es wäre Freiheitsberaubung den Passagier nicht aussteigen zu lassen und eine Gefahr für die Flugsicherheit einen unruly pax mitzunehmen.
    Dem Aussteiger muss aber klar sein, dass das richtig teuer wird, denn alle Kosten werden ihm aufgebrummt werden: Treibstoffkosten für die zusätzlichen Rollvorgänge am Boden, Passagiere verpassen den Anschlussflug und müssen umgebucht und entschädigt werden, Crew überschreitet womöglich die max. Dienstzeit und muss getauscht werden, Gepäck muss ausgepackt werden, Flugzeug muss neu disponiert werden weil der Flugplan durcheinander gerät usw..

    Ich bin erstmal neutral gegenüber den Plattformen und kein grundsätzlicher Befürworter oder Ablehner der einen oder anderen.


    Ich mag aber Neutralität und Unabhängigkeit - und kritisiere Apple und Android weil es mir nicht schmeckt wenn ein Big Brother Handys überwachen könnte.
    Ich habe dabei weniger ein Problem damit, dass Apple die Apps einer hauseigenen Qualitätskontrolle unterzieht und sie dann nur über die eigenen Systeme verfügbar macht. Es geht mehr darum, dass Apple auch später Zugriff auf das Handy hat und die Nutzung auch weiter unter der Kontrolle von Apple ist - sogar dann, wenn man nicht explizit mit Apple vernetzt ist. Dass es Hacks gibt kann keine befriedigende offizielle Lösung sein...
    Ebenso traue ich Google bei Android nicht wirklich über den Weg, auch da werden über eine Firma, die für ihre Datensammelwut bekannt ist, sämtliche Fäden vernetzt und bei Google zentralisiert.
    Insofern als eine derartige - tatsächliche oder vermutete - Daten- oder Machtkonzentration bei Samsung bisher nicht zu vermuten ist, ist mir das grundsätzlich am angenehmsten.


    Was die Auswahl an Apps angeht kommt Bada bislang natürlich nicht an die Konkurrenten heran, aber wenn immer mehr Geräte dieses Betriebssystem haben wird sich etwas entwickeln.


    Ansonsten ist ein Handy heute keineswegs mehr eine Bindung für 2 Jahre. Die Zeiten, in denen man das Handy zwangsläufig mit dem Vertrag übernahm, sind vorbei. Man kauft das Handy heute unabhängig zur SIM-Karte dazu, der eine leistet sich alle paar Wochen oder Monate ein neues Spielzeug, der andere kann oder will das nicht und bleibt seinem Gerät lange treu. Gerade bei den Preisen heutiger Smartphones halten die Menschen ihren Geräten durchaus länger die Treue, und wenn das Handy durch Apps spannend gehalten werden kann wird sich die Zeit bis zu einer Neuanschaffung eher verlängern als verkürzen. Das mag nicht im Interesse der Hersteller sein, aber du bist sicher auf dem Holzweg wenn du schreibst, dass die Leute sich keinen Gefallen täten ein Gerät zu kaufen, was ihren Vorstellungen entspricht.

    dham,


    der Vergleich ist irgendwie unpassend. Apple hat, weiß der Geier warum, einen gewissen Kultstatus und eine sektenähnliche Fangemeinde campiert bei Neuerscheinungen tagelang vor den Läden um ein neues Gerät zu bekommen.
    Auch technische Mängel (z. B. die hochnotpeinliche Peinlichkeit mit den schlechten Empfangseigenschaften beim iPhone 4, das abgeschaltete Bluetooth, dass Apple die Geräte in Big-Brother-Manier fernsteuern kann) halten die Jünger nicht ab, dem Guru blind zu folgen.


    In der Presse ist das iPhone völlig überrepräsentiert weil ein Gerät, das wahrscherinlich weltweit unter 1% Marktanteil hat, aber 40% der Aufmerksamkeit bekommt (keine validen Zahlen, nur zur Verdeutlichung).


    Insofern stürzen sich alle Anbieter und Entwickler auf Apple weil sie ein Stück vom Kuchen abhaben wollen - oder schlichtweg auch zu den Verrückten mit dem Virus gehören.


    Bada ist bisher erst auf dem - bei weitem nicht so gehypten Kultgerät - S8500 Wave im Einsatz und verbreitet sich langsam mit weiteren Modellen. Dass das nicht so flott geht wie bei Apple ist klar, spricht aber nicht gegen Samsung und schon dreimal nicht gegen Bada.


    Am Ende zählt Qualität mehr als Quantität, was nutzen tausende Apps im Apple-Store wenn kein Mensch den Überblick drüber hat und man 99% davon weder braucht noch installieren kann. Den Speicherplatz und auch die Zeit, sich damit auseinander zu setzen, hat niemand.


    Und vor allem geht es auch um ein Prinzip: Apple ist für mich ein totales No-Go weil ich mir niemals ein Gerät anschaffen würde, das der Anbieter fernsteuern und manipulieren kann.


    Wenn ich an Apple etwas bewundere dann vor allem, wie sie eine Fangemeinde gebrainwashed haben und sich die Leute bar jeder Vernunft zu jedem Preis alles andrehen und gefallen lassen. Ich bin kein Apple-Hasser, gönne jedem das, worauf er Lust hat, auch jedem sein iPhone. Ich finde es nur bedenklich wenn Menschen sich so völlig unkritisch völlig überteuerte Sachen andrehen lassen und sogar in der vermeintlichen Ansicht, etwas besonders Tolles zu bekommen, Einschränkung und Überwachungsmöglichkeiten akzeptieren, gegen die im Normalfall massiv Sturm gelaufen würde.

    Nachdem ist gestern las, dass die Mietpreise in diversen deutschen Städten deutlich anziehen, wäre es ja ein interessanter Aspekt wenn Mieter das Thema "Wohnung in SV abgebildet oder nicht" zunehmend oft zum Kriterium - und ggf. zum Ablehnungsgrund - machen würden.


    Blöderweise ist Mietraum knapp, das Finden einer passenden Wohnung schwierig und so wird das in der Realität leider kaum passieren.

    Man sollte Pakistan und Chile gar nicht vergleichen weil es nicht vergleichbar ist. Es ist nicht die eine Zwangslage generell "besser" als die andere. Es hängt auch sehr stark vom subjektiven Erleben des Einzelnen ab ob man die eine oder andere Situation als schlimmer erleben würde.


    Ansonsten habe ich aber auch Verständnis für den Bielefelder.


    Ich las zuletzt eine amerikanische Studie, nach der nachweisbar Menschen traumatisiert wurden aufgrund der immer wieder gezeigten Bilder von den Anschlägen auf das WTC in New York. Insbesondere die Szenen, bei denen nicht nur Flugzeuge in Gebäude knallen oder Türme einstürzen, sondern konkret sichtbar Menschen in den Tod abstürzen.


    Ähnliche Effekte dürften auch die Bilder von der Loveparade haben. Selbst wenn man nicht dabei war - manche Youtube-Videos sind schon ziemlich schockierend. Auch wenn nicht jeder durch das Ansehen von Videos traumatisiert wird - kalt lässt es sicherlich die meisten Menschen nicht.


    Bei den Mineros dürfte sich das ähnlich verhalten. Anfangs, als man noch dachte, die könnten vielleicht in einem kleinen Raum zusammengepfercht sein und dann die Vorstellung, über Monate auf 2 Quadratmetern ohne größeren Bewegungsspielraum eingesperrt zu sein - das ist schon eine Horrorvorstellung. Nun ist es zum Glück nicht so schlimm, aber die Überlegung "Wie würde ich mich da unten fühlen?" und dass einen das schon schockiert, kann ich dem Bielefelder durchaus nachvollziehen.


    Dennoch, Bielefelder, du dramatisierst die Sache zu stark. Wie schon gesagt wurde, die Menschen sind da unten bestmöglich versorgt und ich glaube auch nicht, dass die in permanenter Lebensgefahr sind. Davon ist selbst bei der Bildzeitung nicht die Rede. Im Gegenteil, die Leute haben sogar einen Schutzraum, also in echter Gefahr sind die sicher nicht. Es ist halt ätzend da unten in der Hitze und nur bei Lampenlicht ohne Sonne zu sitzen. Aber das ist an sich nicht lebensgefährlich, sondern "nur" eine psychische und physische Herausforderung, die sie aber meistern werden.

    Ich würde den Datenschutz hier nicht so schnell vom Tisch wischen. Zum einen aus prinzipiellen Überlegungen, zum anderen:


    Generell gilt eine sehr weitgehende Schweigepflicht - und die bezieht sich auch auf andere Ärzte! Davon abgewichen werden darf nur dann, wenn das Einverständnis des Patienten zur Weitergabe von Daten vorliegt oder angenommen werden darf. Dieses ist normalerweise der Fall wenn ein anderer Arzt die Behandlung übernimmt oder fortführt. Es ist auch okay wenn es zu einem Praxisübergang kommt, dass der "alte" Arzt seiner Dokumentationspflicht bzgl. der Patientenakten nachkommt indem bei die Akten in den bestand des "neuen" Arztes übergehen.


    In dem hier geschilderten Fall liegt die Sache aber etwas anders. Es war für den TE und seine Frau nicht offenbar, dass die bisherige Ärztin abtritt, insofern gab es auch keine - zumindest konkludente, indem man nicht widerspricht - Zustimmung zur Weitergabe der Daten an einen Dritten.


    Insbesondere da es sich offenbar nicht um den Praxisnachfolger sondern einen anderen Mediziner handelt ist die Sache ganz klar unrechtmäßig. Man kann nicht davon ausgehen, dass die Patienten zu diesem anderen Arzt wechseln wollen und insofern liegt hier weder ein tatsächliches noch zu vermutendes Einverständnis vor, dass die Unterlagen zu irgendeinem anderen Arzt wandern.


    Ich würde den Vorgang daher nicht unwidersprochen lassen und durchaus die Ärztekammer informieren, denn so, wie es hier gelaufen ist, ist das definitiv nicht in Ordnung.