Beiträge von Printus

    Zitat

    Original geschrieben von rasputin
    Wieso? Inwiefern werde ich als Bewohner eines Hauses durch Werbung belästigt?


    diger hat es "nicht weiter denken als bis zum Ende seines Arms" genannt.


    Wer es weiter nicht schafft, dem ist dann irgendwann auch nicht mehr zu helfen und es noch 10 Mal zu schreiben ändert dann irgendwann nichts mehr.


    Google ist keine Caritas, die Bilder macht um die Menschheit zu erfreuen. Das ist ein Konzern, der Geld scheffeln will. Das gilt auch für Streetview.


    Wie die erhobenen Daten dann konkret genutzt werden zeigt sich natürlich erst wenn sie tatsächlich vorliegen. Aber klar ist: Google fotografiert - neben dem 1% interessanter Bauwerke - auch die 99% Privathäuser, für deren systematische Erfassung es bislang keinen Grund gibt. Warum macht Google das also?


    Wer weiter als eine Armlänge denkt kapiert, dass Google die Daten - in welcher Weise auch immer es konkret sein wird - vermarkten will. Es ist doch sehr dümmlich immer nur mit lustigen Rundgängen an touristisch interessanten Orten zu argumentieren, denn um die geht's ja gar nicht. Gegen Street View am Brandenburger Tor oder auf dem Münchner Marienplatz hätte kein Mensch etwas.


    Wozu wird aber Familie Müllers Reihenhaus in einer total unspannenden Wohngegend im Umland von Frankfurt fotografiert? Doch nicht weil sich japanische Touristen ernsthaft für irgendein langweiliges Wohngebiet interessieren könnten... :rolleyes:


    Ihr müsst einfach nur mal einen einzigen Schritt weiter denken. Google bereitet hier einen Zwischenschritt vor um damit zukünftig Umsatz generieren zu können. Und Vielen gefällt nicht, wenn das ungefragt mit ihrem Privatbesitz gemacht wird.

    Es gab vorher auch noch nie einen Weltkonzern, der so konsequent die komplette Straßen-Infrastruktur abfotografiert hat um es dann für Marketingzwecke zu benutzen. Wer eine Webseite, einen Bildband, ein Buch über Fachwerkhäuser oder schöne alte Innenstädte erstellt belästigt die Bewohner ja nicht mit personalisierter Werbung und stellt ihre Daten nicht zur weltweiten elektronischen Auswertung zur Verfügung. Bei Google passiert aber genau das.


    Der Abmahnwahn interessierte den Gesetzgeber bisher in wesentlich harmloseren Fällen auch nicht. Massenweise wurde abgemahnt weil lächerlicherweise kein Impressum auf einer Webpräsenz stand. Oder weil sie sich jemand eine mp3-Datei heruntergeladen hat. Kaum ein Forenbetreiber, der nicht vor dem Problem steht, wie er rund um die Uhr die Aussagen von Diskutanten überwachen soll weil er für das haftet, was in seinem Verantwortungsbereich veröffentlicht wird.
    Leute suchen sich per Suchmaschine irgendein Bild zur Illustration ihrer privaten Webseite und werden dann um hunderte Euro abgemahnt weil geschickte Abzocker ihre urheberrechtlich geschützten Bilder so darstellen, dass unbedarfte Nutzer sie finden und verwenden.
    Bei all diesen Dingen, die zum Teil weit lächerlicher sind, interessiert den Gesetzgeber nicht, dass die vorhandenen Gesetze lebensfremd sind und harmlose Grundrechte (wie sich in einem Forum frei zu äußern) beschnitten werden.
    Auf der anderen Seite schafft es der Gesetzgeber nicht, Telefonabzocker oder in der Bevölkerung mehrheitlich nicht gewünschte Datenerfassung von Google auf ein erträgliches Maß zu begrenzen. Das ist ein Armutszeugnis...


    Wir reden doch nicht über Bilder von Häusern, sondern das Problem sind im Kern die Daten, die da ermittelt werden. Kaum jemand hat etwas gegen Schnappschüsse, auf denen zufällig auch das eigene Zuhause sichtbar ist. Aber viele wehren sich gegen gezieltes Fotografieren um Marketing mit meinem Eigentum betreiben zu können. Wieso habe ich ein Recht am eigenen Bild wenn es um meine Person geht, nicht aber wenn es um mein Haus geht?


    Es klappt doch bei Bildern von Personen auch problemlos: niemanden interessiert es wirklich, wenn er bei öffentlichen Veranstaltungen oder auf der Straße auf ein Foto gerät. Aber niemand muss dulden, dass er ungefragt von irgendwem fotografiert wird und das Bild veröffentlicht wird, vor allem zu kommerziellen Zwecken. Wieso kann die Regelung, die bei Personen funktioniert, nicht genauso bei Privateigentum gelten?
    Personen der Zeitgeschichte oder von öffentlichem Interesse dürfen ja fotografiert werden und niemand beschwert sich, dass wir eine gesetzliche Personen-Fotozensur hätten...


    Wer sein Haus in Googles SV sehen möchte, könnte das Bild dann selber dort hochladen und alle Orte von allgemeinem Interesse (Sehenswürdigkeiten, Urlaubsorte etc.) könnten problemlos von Google dargestellt werden.

    Ich hätte eigentlich nicht gedacht, dass ausgerechnet von dir so flache Unterstellungen kommen. :rolleyes:


    Ich weiß nicht was daran so schwer zu verstehen ist: den Kritikern geht es nicht so sehr um die Tatsache, dass ein Bild ihres Wohnhauses gemacht wird. Das Entscheidende ist, dass Google die Daten (nichts anderes sind diese Bilder) für bisher nicht absehbare Marketingzwecke benutzen wird.


    Niemand hätte etwas dagegen wenn bekannte Boulevards oder Sehenswürdigkeiten mittels Street View in zusätzlichen interessanten Perspektiven betrachtet werden können.
    Hier werden aber auch Straßen und Häuser, die bedeutungslos und optisch uninteressant sind, an denen es überhaupt kein allgemeines Interesse gibt, fotografiert. Systematisch wird komplett ALLES erfasst und es kann nicht der Sinn sein, Spaziergänge, wie du sie letzte Nacht unternommen hast, zu machen. Die unternimmt man nämlich - wie du ja selber gesehen hast - in NYC oder an anderen interessanten Orten, nicht aber in der Bahnhofstraße von Hintertupfingen. Dort schauen sich bestenfalls mal die Bewohner der Straße um, aber du kannst nicht ernsthaft glauben, dass Google Bilder macht nur damit sich diese Leute daran freuen.


    Der Sinn - und das ist das Problem bei der ganzen Sache - ist, die Bilder und damit die erhobenen Daten in mannigfaltiger Weise kommerziell nutzbar zu machen.


    Was würdest du z. B. sagen wenn mit deinem Gesicht Werbung für Kondome oder penis enlargement gemacht würde? Wahrscheinlich wärst du not amused... deswegen schützen dich Gesetze davor, dass dein Bild ungefragt so eingesetzt werden darf.
    Bei Street View passiert aber sinngemäß genau das, nur geht's da nicht um das Gesicht, sondern das Wohnhaus des Menschen. Google erfasst, indem sie Bilder aller Häuser schießen, Daten um sie für Werbezwecke nutzbar zu machen. Der Unterschied ist nur, dass für ein Gesicht eine andere Rechtslage gilt als für ein Haus. Gefühlt kommt es aber auf dasselbe hinaus. In beiden Fällen werden Fotos für Marketingaktivitäten genutzt und ich mag mein Haus genausowenig dafür benutzt sehen wie mein Gesicht.


    Man versucht elende Telefon-Abzocker irgendwie in den Griff zu kriegen und den Verbraucher vor dieser Belästigung zu schützen. Zugleich wird aber nicht verhindert, dass seine Daten in Form von Bildern seines Zuhauses für viele denkbare Marketingzwecke erhoben werden.


    Die meisten Befürworter verstehen nach wie vor nicht, dass es nicht um die Bilder an sich geht. Die Bilder wären kein Problem. Der Haken ist was damit gemacht werden kann.


    Ist das wirklich so schwer zu verstehen? Und müssen dann solche blöden Kommentare wie der, man habe wohl einen Versicherungsbetrug zu verdecken, ernsthaft sein?

    Der Thread kommt wie gerufen! Unsere Spülmaschine zickt nämlich seit ein paar Tagen auch.


    Es ist eine 20 Jahre alte Miele und seit 1 Woche lösen sich Reinigungspulver/ Tabs nicht richtig auf, das Geschirr bleibt besifft und ist nicht richtig trocken.


    Ich habe keine Ahnung von Spülmaschinen, habe aber 2 Vermutungen, woran es liegen könnte:
    a) Wasser wird nicht richtig in den Innenraum geleitet oder nicht korrekt verteilt
    b) irgendeine Heizeinrichtung erhitzt das Wasser nicht korrekt und es kommt auch keine Hitze zum Trocknen des Geschirrs zustande.


    Hat jemand Ahnung davon? Gibt's ein Heizelement, welches man vielleicht tauschen könnte? Irgendeine bekannte Wasserverteilungs-Problematik? Vielleicht ist es ja ein bekanntes Problem, mit dem hier schon mal jemand konfrontiert war...

    Yupp, 13 Jahre auf allen Ebenen: KTW, RTW, NAW, Leitstelle und ADAC, bis ich die Branche gewechselt habe.


    Ich kenne den aktuellen Gebührensatz hier in der Gegend nicht, aber weiß auch von teilweise extremen Preisunterschieden. Es hat damit zu tun, dass die rettungsdienstlichen Strukturen und damit auch die Vorhaltungskosten sehr unterschiedlich sind.


    Was die Unterbringung von Patienten angeht war ich im ländlichen Bereich zwischen verschiedenen umliegenden Ballungsgebieten stationiert, so dass sich gewöhnlich irgendwo ein adäquates Bett fand. Die Beispiele, bei denen man Patienten "zwangsweise" irgendwo einweist weil alle sagen, dass sie kein freies Bett mehr hätten, kamen aber auch in meinem Bereich immer mal wieder vor.


    Beispielsweise war die nächstgelegene Neurochirurgie seit mehreren Jahren (!) nonstop zu gemeldet. Die haben also generell NIE ein freies Bett avisiert - was ein permanentes Eigentor für sie war weil man so grundsätzlich nicht wusste, ob die wirklich nicht aufnehmen können oder es nur die Standard-Sperrmeldung ist. Folge: man brachte Patienten sehr oft entgegen deren offiziellen Statusmeldung hin und zwang ihnen einen Patienten auf, den sie versorgen MÜSSEN wenn man vor der Tür steht.
    Da kam es auch immer sehr auf das Standing der Rettungsassistenten und Notärzte an, dass man sich nicht von Pontius nach Pilatus schicken ließ und sich gegenüber irgendwelchen Hanseln in den Kliniken durchsetzte. Patienten-Tourismus ist nicht akzeptabel weil jede Klinik auf die anderen verweist. Gerade bei zeitkritischen Patienten geht es gar nicht, dass die Hubschrauberrundflüge machen...


    Es wäre viel einfacher gewesen wenn man sich auf die Bettenmeldungen hätte verlassen können, weil bei den Häusern, wo die Angaben immer stimmten oder glaubwürdig waren, wurde das auch berücksichtigt - ist ja auch in jedem Interesse, sowohl für den Patienten, wie auch den Rettungsdienst und auch die Klinik.

    Irgendwie wird das Argument nicht verstanden...


    Der Punkt ist nicht, dass Menschen im Einzelfall mal auf irgendeiner Webseite erscheinen oder dass jemand ein öffentliches Foto von einem Privathaus machen kann (was aber in Ermangelung eines Sinns fast nie passieren wird).
    Problematisch ist die flächendeckende grafische Erhebung von Daten durch Google zum Zwecke der kommerziellen Nutzung. Dazu kommt die Gefahr des Missbrauchs weil die von Google erhobenen Daten auch Diensten zugänglich werden, von denen ich nicht möchte, dass sie mein persönliches Umfeld mit ein paar Klicks checken können.


    Dass es vergleichbar bedenkliche Datendienste bereits gibt (Schufa z. B.) ist ärgerlich. Daraus leitet sich aber nicht ab, dass weitere Datenkraken zugelassen gehören.


    Ich unterscheide da auch deutlich zwischen öffentlich interessanten und privaten Orten. Niemand hat etwas dagegen wenn Google das Brandenburger Tor darstellt, einen virtuellen Spaziergang auf der Wall Street oder rund um den Eiffelturm anbietet. Ebenso unproblematisch sind Urlaubsgegenden und Strände.


    Nicht OK ist aber, dass flächendeckend alle Straßenzüge erfasst werden - also auch diejenigen, an deren Darstellung kein ernsthaftes öffentliches Interesse angenommen werden kann. Eine Straße mit 5 Privathäusern zu fotografieren ist nicht verboten, wird aber in der Praxis heute kaum passieren weil es dafür normalerweise keinen Grund gibt. Dort aber doch Bildmaterial zu erstellen macht nur dann einen Sinn wenn das im Kontext einer flächendeckenden Datensammlung stattfindet, die profitabel vermarktet werden kann und woraus sich irgendwann eben doch Nachteile für den Einzelnen ergeben könnten.

    Zitat

    Original geschrieben von _-=voodoo=-_
    Ich sehe schon die Communities, die es sich zum Spaß machen die verpixelten Häuser ins Netz zu stellen :D


    Und ich sehe schon, wie diese Communities in Ländern mit guten Datenschutzgesetzen vor den Kadi gezogen werden. Forenbetreiber müssen für den Müll haften, den die User posten, also auch für Fotos, die die Privatsphäre verletzen.


    Zitat

    Original geschrieben von trick17
    Ich behaupte, dass ich im Internet und durch mein Konsumverhalten persönliche Spuren hinterlasse. Bislang habe ich dadurch keine Nachteile. Ab und an vielleicht etwas personalisierte Werbung, was ich wiederum nicht schlimm finde.


    Dir fehlt, wie manchen anderen hier, schlicht der Weitblick und das Problembewusstsein. Theoretisch kann sich heute jemand auf die Straße stellen und mein Haus fotografieren. Wenn ich mich bewerbe kann der Chef auch bei mir vorbeifahren und sich mein Zuhause ansehen. In der Praxis wird er das aber nicht machen weil er dafür keine Zeit hat und der Aufwand zu groß ist. Wenn das aber mit ein paar Klicks machbar ist wird er mal nachschauen.


    Man wäre blauäugig zu glauben, dass sowas nicht genutzt wird. Viele kapieren ja nach wie vor nicht, dass sämtliche Daten im Netz böse Fallen sein können - Bewerbung bei der Bank und dann Bilder im Internet, wo man mit den Kumpelz säuft... und schon bekommt man den Job nicht. Viele sind sich der Gefahren nicht bewusst, die da entstehen KÖNNEN. Und was schief gehen KANN, geht schief - Murphy.


    Google leitet hier einen ersten Schritt ein, der langfristig dazu dient seine Datensammlung exzessiv auszubauen. Jedem muss klar sein, dass die das aus Profitgründen machen. Google ist nicht die Caritas...


    Es wäre ja nichts dagegen zu sagen wenn öffentlich interessante Straßen dargestellt würden: mal über die Wall Street spazieren oder so... Nur gibt es keinen Grund, warum die Bahnhofstraße in Hintertupfingen von Google erfasst werden muss. Daran haben so wenige Menschen Interesse, dass es für Google nicht lohnt alleine diese Straße zu erfassen. Es macht aber für Google dann Sinn, wenn sie eine vollständige Datenbank *zu welchen Zwecken auch immer* aufbauen wollen.


    Hier werden Grundlagen geschaffen um daraus später datenschutzmäßig heikle Dinge und fette Geschäfte ableiten zu können. Das nutzt dann weniger einem Nutzer, der sich mal einen Blick einer Straße anschauen kann als vielmehr diversen Geschäften und Datenhändlern für alle möglichen denkbaren Zwecke.

    Ja, ist definitiv ein supergeiles Handy!


    Congstar hat bestimmt auch ein Internet-Angebot. Ansonsten wechselst du beispielsweise zu Tchibo, kannst auch deine Telefonnummer mitnehmen.
    Was sich rechnet kommt immer darauf an wieviel Traffic man hat. da kann ich aber keiner sagen wie sich dein Nutzerverhalten entwickelt.


    Für den Einstieg brauchst du erstmal nicht viel und wenn z. B. Navi-Karten nicht über das Handy lädst sondern über KIES gehst hast du keinen hohen Datenfluss. Oder du nimmst zum Probieren die Tages-Flatrates, die zwar an sich teuer sind, aber zum Ausprobieren kann man das ja mal an einem oder zwei Tagen machen.


    Langfristig ist auch die Frage welche Apps kommen, wie intensiv man sie nutzt und was man halt so macht mit dem Wave.

    Zitat

    Original geschrieben von Sonnentau
    Also kann ich die Apps über mein Notebook installieren?


    Ja. Zum Samsung Wave gehört die Software KIES, man installiert sie auf dem Rechner und schließt dann das Handy daran an. Dann kann man Apps über den Rechner und die Software auf dem Handy installieren.


    Zitat

    Original geschrieben von Sonnentau
    Die eine oder andere App scheint recht offensichtlich eine Internetverbindung vorauszusetzen (Aikinator z.B. oder die Wettervorhersage). Geh ich da recht in der Annahme? Diese könnte ich dann praktisch nicht benutzen, oder?


    Manche Apps erfordern keine Internetverbindung, z. B. eine Wasserwaage. Andere machen aber nur Sinn wenn man eine Internetverbindung über das Handy aufbaut. Beispielsweise aktuelle Wetterdaten, die Fahrkartenabfrage der Bahn etc.


    Ich kenne die Konditionen bei Congstar nicht, aber die werden auch ein bezahlbares Angebot für Internetverbindungen haben. Musst du dort mal nachfragen oder die Webseite checken.

    diger, du hast komplett Recht.


    Streetview ist einer von diversen Zwischenschritten. Viele verstehen nicht, dass hier Weichen gestellt werden...


    Wenn man nur öffentliche Plätze oder speziell interessante Orte darstellen würde wäre das in Ordnung, aber die Erfassung sämtlicher, eigentlich völlig unbedeutender Straßenzüge, ist bedenklich.