Beiträge von Printus

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    Original geschrieben von Francois
    90% der Demonstranten haben von der wirtschaftlichen Seite keine Ahnung, das war mein Eindruck vor Ort und da erübrigt sich für mich ein Ernstnehmen dieser Gruppierungen. Es sind sehr viele Profidemonstranten vor Ort.


    Das sind die, die du siehst. Nicht jeder Gegner des Projekts ist Demonstrant, insofern gibt es viele Kritiker, die nicht vor Ort am Bauzaun sichtbar sind. Du kannst nicht aufgrund der Optik bei den Demos auf die Gegner insgesamt schließen.


    Zitat

    Original geschrieben von Francois
    Mein Gott jetzt wird bei 7Milliarden schon vom Staatsbankrott geredet.


    Wir geben aktuell für den Bereich Soziales um die 150Milliarden Jährlich aus


    150 Milliarden (falls die Zahl stimmt, hab's nicht überprüft) für 82 Millionen Bürger in Deutschland. 7 Milliarden für ein paar hundert, höchstens ein paar tausend Nutzer des Stuttgarter Bahnhofs... da sind die 7 Milliarden weit schlechter angelegt!


    Ansonsten solltest du die Geschichte mal unter "globaleren" Aspekten sehen:
    - ein paar Minuten Fahrzeitverbesserung für ein paar hundert Bahnkunden stehen in keinem Verhältnis zu den Kosten und den Risiken, die man dafür in Kauf nimmt. Wenn solche Kosten-Nutzen-Relationen wie bei Stuttgart 21 salonfähig würden können wir bundesweit tausende von Milliarden in umstrittenen Projekten versenken. Frankfurt, München, Kiel, Kassel HBF, Leipzig, Wiesbaden haben auch Kopfbahnhöfe, die man umbauen könnte. Und neben Bahnhöfen finden sich hunderte andere Projekte, die irgendwer gerne realisieren würde...
    - um das Projekt umsetzen zu können werden verschiedene Gesetze umgangen oder per Ausnahmegenehmigung "passend gemacht". In einer Bananenrepublik läuft's so, aber wir geben uns doch den Anstrich einer funktionierenden Demokratie und sind ansonsten Weltmeister in Bürokratie. Jeder Bürger wird damit täglich drangsaliert. Hier allerdings bastelt sich die Politik und bestimmte Lobbygruppen alles so zurecht, dass es passt. Da darf man sich nicht wundern, dass die Bürger sauer sind.
    - es ist eigentlich klar, dass ein Projekt dieser Größenordnung nicht ohne Verteuerungen und Bauprobleme ablaufen wird. Die ursprünglichen Kosten- und Zeitberechnungen stimmen bei solchen Projekten nie.
    - Es wird Steuergeld von Bürgern verplempert. Ein paar tausend Menschen nutzen den Stuttgarter HBF und haben - vielleicht - kleine Vorteile, aber Millionen Bürger zahlen sehr viel Geld für das - überflüssige (weil man mit geringerem Aufwand eine deutlich preiswertere Renovierung des Bestehenden hätte umsetzen können) Projekt. Das alles in Zeiten leerer Kassen und Rekordverschuldung; das Niveau in den Schulen sinkt rapide, alle reden von Investitionen in Bildung, aber die Milliarden fließen in einen unnötig teuren Bahnhofsumbau...

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    Original geschrieben von bz_star
    Gegen den Willen des Volkes?


    Vor allen Dingen gegen jede Vernunft. Die Kosten des Projekts passen sowas von überhaupt nicht. Hier werden Milliarden verschwendet, die an anderer Stelle viel dringender gebraucht würden. Hier versinken sie in einem umstrittenen Projekt. Der Nutzen ist klein, die Risiken erheblich.


    Jeder normal denkende Mensch würde das Projekt einer kritischen Überprüfung unterziehen und überlegen ob es wirklich sinnvoll ist, das auf Teufel komm raus durchzuziehen obwohl man wesentlich preiswertere - und nicht schlechtere - Lösungen mit viel weniger Aufwand, Risiken und Kosten realisieren könnte.


    Ich denke, dass die Bürger nur zu einem geringen Anteil gegen einen Durchgangsbahnhof protestieren. Eher geht es darum, wie hier Milliarden gegen jede Vernunft in den Sand gesetzt werden.
    Stuttgart 21 dürfte für Viele Menschen ein weiteres Beispiel für politische Abgehobenheit und feudalistisches "Wir machen, was wir wollen" von Lobbyisten und Entscheidern sein.


    Wenn alles klappt - und das ist nicht sehr wahrscheinlich, aber nehmen wir es mal an - dann entsteht ein moderner und schön anzusehender Bahnhof. Man spart ein paar Minuten Reisezeit - wenn man zufällig nach München will.
    Aber ist es das wert? Nur um einen solchen "Schicki-Micki-Bahnhof" zu haben Milliardenausgaben in Zeiten knapper Kassen? Eine Renovierung des alten Kopfbahnhofs hätte auch gereicht.


    Es ist den normalen Bürgern immer weniger zu vermitteln, dass sie für solche Dummheiten blechen sollen.

    Das ist ein cooler Tipp mit dem Parkplatz! :top:


    Das Gute an der Düsseldorfer Terrasse ist, dass man sehr gut auf die am Terminal stehenden Flugzeuge sehen kann. Ist zwar ein etwas blöder Blickwinkel von oben, aber für Detailansichten trotzdem ganz nett.

    Aber nicht in DUS, da landet der A380 normalerweise nicht... ;) Ausweichflughäfen für FRA sind bei LH meistens München und Köln.


    DUS hat allerdings eine sehr gute Aussichtsplattform, man hat dort eine sehr schöne Sicht auf das Treiben am Airport.

    Hi,


    bin selber kein Spotter, aber im Netz findet man alle Infos:


    FRA:
    http://fraspotting.de/
    http://www.rmas.de/
    http://www.fraspotters.de/
    http://www.charliebravo.de/location/eddf.php


    MUC:
    http://www.mucspotter.de/
    http://www.afm-news.de/


    Allgemein:
    http://www.spottinglinks.de/
    http://www.flughafenspotting.de/


    Für Frankfurt könnte ich dir die entsprechenden Plätze auch selber erklären, aber ich denke, dass es auf den Seiten schon dargestellt wird. Ansonsten frage einfach nach...

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    Original geschrieben von _-=voodoo=-_
    Wenn ich eine verpixelte Fassade sehe, werde ich mir sicher den Spaß erlauben sie zu fotografieren und ins Netz zu stellen :D


    Wozu? Was ist in der Kindheit schief gelaufen wenn man so eine Denke an den Tag legt und nicht einfach akzeptiert, dass manche Menschen ihr Haus nicht in Google Streetview erfasst haben möchten?


    Lass' die Menschen doch einfach in Ruhe und akzeptiere, dass sie nicht ungefragt im Netz auftauchen möchten.

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    Original geschrieben von Bino-Man
    Das war zumindest die offizielle Aussage. Leider wurde mit dem Begriff "Terrorismusbekämpfung" schon so eniges gerechtfertigt :rolleyes: Aber das gehört nicht wirklich hier `rein...


    Welcher Datenmissbrauch wurde denn in Deutschland konkret aus Regierungskreisen heraus mit den Daten begangen?


    Und im Übrigen wurde die Datennutzung gerichtlich gestoppt, insofern die Pläne der Regierung gebremst.

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    Original geschrieben von jungmario
    Selbst bei der Veröffentlichung sind einige Bilder aus Deutschland schon anderthalb Jahre alt! In der Zeit hat sich viel verändert.


    Die Bebauung in Wohngebieten verändert sich über Jahrzehnte nicht. Da wird mal ein weiteres Haus dazwischen gebaut etc., aber im Wesentlichen bleibt es über ein halbes Menschenleben oder länger gleich.


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    Original geschrieben von jungmario
    Wurde schon jemand mit Werbung überrannt?


    Es ist ja noch gar nicht gestartet. Insofern kann es auch keine Erfahrungswerte geben, zu welchem Zweck und von wem die SV-Daten hier bei uns genutzt werden. Klar ist aber: ungefragt wird das Zuhause der Menschen zur kommerziellen Nutzung verfügbar gemacht.


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    Original geschrieben von jungmario
    Die privaten Sender zeigen ihre Filme und Serien rein aus kommerziellen Zwecken. Sie wollen etwas jeder etwas anderes bieten, als die anderen Sender. Nur, damit sie mehr Leute vor die Bildschirme bekommen und deshalb mehr Geld für die gezeigten Werbespots kassieren können.


    Da entscheide ich aber selbst ob ich den Sender einschalte und die Werbung wird auch nicht an mich persönlich adressiert nachdem der Sender Daten über mich erfasst hat, mit denen er mich einordnen kann - und das ohne mein ausdrückliches Einverständnis zur Datenerhebung.



    Zitat

    Original geschrieben von jungmario
    Wer die Google-Suche nutzt, verwendet eine Dienstleistung.


    Aber wie beim Fernsehen: ich entscheide selbst ob, wann und wie ich den Dienst nutze - und obendrein werden dafür nicht ungefragt Daten von mir persönlich erhoben. Dass Google die Suchstichworte analysiert ist wohl eher harmlos und späht nicht meine Privatsphäre aus.


    Zitat

    Original geschrieben von jungmario
    Ist es so verwerflich, zu einer Bushaltestelle einen Link zum Kartenkauf anzubieten? Oder vor der Oper, dem Kino etc.? Warum nicht einen Link zu einem Mietwagenanbieter setzen, für den vom Anbieter kassiert wird? Warum soll nicht Hornbach eine Werbung platzieren dürfen, wenn ein Obi auf dem Bild ist? Im Radio wird nichts anderes gemacht, wenn ich da nur mal an die schwedische Stimme für das Einrichtungshaus mit "H" am Anfang denke.
    Jede Hotelbuchungs-Seite verlangt Geld fürs Buchen vom Hotel-Betreiber. Warum soll Google das nicht auch dürfen? Aber, für den Nutzer räumlich vorstellbarer, in StreetView?
    Warum soll die Pizzeria nicht ihre Karte (bezahlt) verlinken dürfen, wenn sie dadurch mehr Kunden erzielt?


    Der entscheidende Unterschied ist, dass sich Unternehmen dabei bewusst darstellen um Werbung zu machen. Als Privatperson möchte ich mein persönliches Umfeld aber nicht ungefragt im Netz zur Disposition gestellt sehen.


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    Original geschrieben von jungmario
    Einzelne private Häuser sind da völlig unrelevant für Google und andere Nutzer. Blöd ist es nur für die Hotels und andere, wenn sie nur inmitten verpixelter anderer Gebäude stehen und damit weniger Kunden bekommen, weil viele keine Vorstellung erhalten können wir es dort aussieht.


    Dann soll das Hotel auf seiner Seite Bilder des Hauses zeigen. Dagegen hat niemand etwas.


    Bei SV geht es um systematische Datensammlung zum Zweck der kommerziellen Nutzung.
    Es stört keinen wenn man als Nachbarhaus eines Hotels mit auf dem Bild ist - weil das Bild nicht das Problem ist; wohl aber die Datenerhebung zu nicht absehbaren Zwecken durch einen Konzern.


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    Original geschrieben von jungmario
    Jeder soll das Recht auf Selbstbestimmung haben. Ich habe bisher aber leider noch keinen wirklich handfesten Grund gehört, warum man der Veröffentlichung seines Hauses widersprechen sollte.


    Weil man selber bestimmen möchte wer Daten über einen erhebt. Wenn ich meine Daten irgendwo offenbare oder veröffentliche mache ich das aus eigener Entscheidung und Verantwortung. Wenn Google es ungefragt flächendeckend erfasst widerspricht das dem Schutzbedürfnis vieler Menschen nach Datensicherheit und Anonymität.

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    Original geschrieben von Bino-Man
    Aber warum der Aufschrei der Bevölkerung nicht schon bei Google Earth und Satellite kam, konnte bislang auch keiner Beantworten?! Wo ist der Unterschied?


    Weil man dort letztlich nur Dächer sieht und ein Fotografie dessen gezeigt wird, was man auch auf Landkarten sieht. Es sind flächenmäßig große Luftbilder, die keinen Ansatz bieten um die persönlichen Verhältnisse von Menschen in irgendeiner Weise kommerziell nutzbar zu machen. Es ist schon ein Unterschied ob es um ein Luftbild einer Stadt geht, wo ich zwar reinzoomen kann, letztlich aber doch nur eine Gesamtübersicht habe - oder ob jedes einzelne Haus erfasst und mit Geodaten verknüpft wird.


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    Original geschrieben von Bino-Man
    Eine Regierung, die Vorratsdatenspeicherung befürwortet und Datenweitergabe von Meldebehörden an Freiberufler ermöglicht, ist in meinen Augen eh unglaubwürdig, was das Thema Datenschutz angeht.


    Man kann das nicht in einen Topf werfen. Die Regierung wollte die Daten staatlicherseits zur Gefahrenabwehr (Terrorismusbekämpfung) nutzen. Das ist etwas anderes als Datenerhebung einer Privatfirma zu allein kommerziellen Zwecken.
    Nichtsdestotrotz war ich auch ein Gegner der Vorratsdatenspeicherung und das Verfassungsgericht hat ja auch die Auffassung vertreten, dass die Vorratsdatenspeicherung nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist, also keine flächendeckende Datenerfassung gemacht werden darf.