Beiträge von Printus

    Was für ein Problem hast du denn damit? Es ist ja nicht so, dass da stundenlang mit Patschfingern herumgefummelt und alles verstellt wird.


    Es geht nur darum, dass du auf Verlangen des Zolls nachweisen musst, dass mitgeführte Waren bereits Gemeinschaftswaren sind und nicht jetzt erst aus dem Reiseland mitgebracht werden, was oberhalb der Reisefreimenge zu verzollen wäre.


    Du kannst dazu entweder vor Abreise eine Nämlichkeitsbescheinigung (INF) erstellen lassen oder bei einer Kontrolle eine Rechnung vorweisen. Es liegt am jeweiligen Zöllner, ob er dir a) generell glaubt, b) einen Nachweis sehen will und c) diesen Nachweis akzeptiert oder nicht.
    Eine Rechnung ohne IMEI oder Seriennummer beweist ja auch nicht zweifelsfrei, dass man das mitgeführte Gerät im Inland erworben hat. Theoretisch könnte man auch eine vorhandene Rechnung mitnehmen und in den USA ein iPhone kaufen in der Absicht, es mit dieser Rechnung einzuführen...


    Im Zweifel liegt die Nachweispflicht bei dir. Wenn du nicht möchtest, dass Zöllner dich und deine Habseligkeiten kontrollieren, darfst du nicht in ein Nicht-EU-Land reisen...


    Das steht aber auch alles schon im Ursprungsposting. Vielleicht solltest du das erstmal durchlesen, dann erledigen sich viele deiner jetzt gestellten Fragen.

    Wer mit Partner verreist ist allein für die Bahnfahrt schon 132 EUR los - das ist kein wirkliches Schnäppchen mehr. Ein gut gebuchtes Dauer-Spezial oder ein Komplettangebot aus Hotel und Fahrkarte etc. sind oft preisgünstiger.


    Deswegen denke ich, dass sich das Lidl-Tix jetzt nur noch diejenigen holen, die tatsächlich Reisepläne haben und obendrein ausrechnen können, dass sie ein reguläres Tix auf jeden Fall mehr kostet.


    Die Masse der Leute, die früher einfach Tickets gekauft hat weil sie preiswert waren und um damit einen spontanen Spaßausflug zu machen - oder um damit bei Ebay zu spekulieren - werden in Zeiten von Kurzarbeit und Wirtschaftskrise für 66 EUR nicht mehr zugreifen.

    Sehr cool war auch:


    "Berthold" :D: "Der Klügere gibt nach."
    Gernot: "Vergiss diesen Quatsch. Es gibt der nach, der die kleineren Eier hat."


    Oder auch:


    "Klassentreffen der Aktion Sorgenkind", als Gernot und Ernie durch's Treppenhaus gehen


    :D:D:D:D:D

    Der Export aus Deutschland ist eine recht lockere Sache.


    Eine Ausfuhranmeldung muss erfolgen wenn der Warenwert über 1000 EUR liegt, vornehmlich aus 2 Gründen:
    - Zum einen weil deutsche Beamte sonst nix zu tun hätten und sich gerne mit entsprechenden Statistiken über die Menge und den Wert exportierter Ware beschäftigen (wir sind oder waren schließlich Exportweltmeister und bilden uns viel darauf ein).
    - Zum anderen um sicherzustellen, dass keine Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz erfolgen. Beispielsweise möchte man ungern bedeutende Kunstwerke außer Landes gebracht sehen und auch nicht, dass unkontrolliert Waffen oder sog. Dual-Use-Produkte exportiert werden. Hier geht es um Waren, die sowohl zivil wie auch militärisch genutzt werden können. Laserpointer können Katzenspielzeug sein, man kann daraus aber auch Zieleinrichtungen basteln... Bei WLAN- und/oder Netzwerk-Komponenten wird auch sehr genau hingeschaut weil man diese zu militärischen Zwecken zweckentfremden könnte.


    Bis 1000 EUR Warenwert sind keine Export-Formalitäten nötig. Zwischen 1000 und 3000 EUR reicht es an der letzten Zollstelle vor dem Grenzübertritt eine Commercial Invoice (Handelsrechnung) vorzuzeigen.
    Bei Warenwerten größer 3000 EUR muss man beim örtlichen Binnenzollamt eine Ausfuhranmeldung vornehmen, das bedeutet Vorführung (Gestellung) der Ware und das Ausfüllen eines entsprechenden Formulars. Am Grenzzollamt wird die Sache dann nochmal geprüft, sollte aber keine Probleme geben wenn das Binnenzollamt geprüft und eine Freigabe erteilt hat.


    Insgesamt ist Export eine ziemlich harmlose Sache. Was an Ware rausgeht ist dem deutschen Vater Staat relativ egal. Er nimmt Importe wesentlich ernster, da wird ein erheblich größerer Aufwand getrieben weil dort exotische Produkte in unseren Warenkreislauf geraten...


    Somit hätten wir die Telefonanlage also schon mal exportiert. :) Nun geht es um den Import in der Schweiz - und da muss ich leider passen weil ich das schweizerische Konzept dazu nicht wirklich kenne. Ich würde an deiner Stelle mal eine Anfrage an den Zoll der Schweiz richten (http://www.zoll.ch) um zu erfragen wie man solche Dinge dort regelt.


    Wahrscheinlich ist es nicht viel anders als bei uns in der EU. Dann allerdings ist der Techniker der Einführer der Ware, der auch die Zollanmeldung an der Grenze vornehmen und ggf. Einfuhrgebühren zahlen muss. Diese werden zwar, wie du schreibst, später vom Endkunden getragen. An der Grenze ist es aber der Techniker, der die Ware mitbringt und deswegen die Formalitäten regeln und bezahlen muss.


    Ich weiß nicht wie kompliziert sowas in der Schweiz läuft, verstehe aber, dass sich der Mitarbeiter nicht mit eventuellem Papierkrieg herumschlagen will, das wäre auch tatsächlich ein ziemlich blödes Unterfangen für einen Ungeübten. Aber an dieser Stelle kann man nur den schweizerischen Zoll fragen, wie sowas bei den Eidgenossen abläuft.

    Schon im letzten Jahr war der Absatz der Tickets nicht mehr ganz so rasend wie in den Vorjahren und das wird jetzt erst Recht so sein.


    Für viele (auch mich) wird das Ticket bei einem Preis von 66 EUR uninteressant, vor allem wenn wieder die Beschränkung besteht, dass man an Freitagen nicht mit dem Ticket fahren darf.


    Es wird viele Menschen geben, die nicht komplett quer durch Deutschland fahren, sondern "nur" ein paar hundert km zurücklegen wollen. Die werden bei regulärer Buchung im Durchschnitt auch nicht schlechter wegkommen als mit diesem Ticket.


    Ich empfinde es bei einem so heftigen Preisaufschlag nicht mehr wirklich als Schnäppchen. Im letzten Jahr hatte ich zum Ende hin meine liebe Mühe, das letzte Ticketheftchen zu verfahren.

    Regensburg kann ich bestätigen. Die Athmosphäre dort im Schloss ist toll.


    Ein weiterer ganz heißer Tipp ist Siegburg zwischen Bonn und Köln. klick und klick. Es ist ein Mittelalter-Markt. Dort gibt es keinen einzigen elektrisch betriebenen Gegenstand, sondern alles ist mit Kerzen und Feuer beleuchtet, auch die Buden sind auf Mittelalter gemacht. Also vom Warenangebot weniger auf technisch-modernen Schnickschnack ausgerichtet, sondern es gibt zeitlose Dinge, die in den Rahmen passen. Auch die Fressbuden bieten Mittelalterliches. Alle Händler sind historisch gekleidet und vor allem reden die auch so: "Dreieinhalb Taler macht es für Euch, edler Recke mit der holden Maid." anstatt "Macht dreifuzzzisch."
    Es ist eine geniale Athmosphäre und wirklich sehenswert.

    Ferndiagnosen sind verpönt, am Ende muss es natürlich dein Arzt vor Ort entscheiden.


    Aber so ganz allgemein ist der Unterschied zwischen einer Erkältung und einer Grippe, dass man bei der Erkältung eine schniefende Nase hat und "herumrotzt", was bei einer Grippe nicht der Fall ist. Außerdem fühlt man sich bei einer Grippe deutlich elender und ist in einem wesentlich schlechteren Allgemeinzustand als bei einer Erkältung.


    Die Impfung gegen H1N1 wird durch eine vorherige Infektion obsolet weil der Körper dann ja schon durch die Erkrankung Antikörper bildet. Im übrigen braucht der Körper nach der Impfung 2-3 Wochen bis eine Immunität gegen den Erreger aufgebaut wird. Deine Tochter braucht jetzt also definitiv nicht mehr geimpft werden.


    Was dich angeht: Man impft grundsätzlich nicht in eine bestehende "Schwäche-Phase" (so nenne ich deine aktuellen Beschwerden mal, egal was die Ursache ist) hinein. Geimpft werden immer nur gesunde Menschen weil man nicht möchte, dass das eh schon mit Erregern (welcher Art auch immer) kämpfende Immunsystem durch weitere Zufuhr ebensolcher belastet wird. Du kommst für eine Impfung im Augenblick also allein deswegen nicht in Frage.


    Obendrein wäre eine Schweinegrippe-Impfung unter dem Aspekt einer möglichen Ansteckung durch deine Tochter jetzt sowieso nicht mehr hilfreich weil du erst in 2-3 Wochen eine Immunität durch die Impfung entwickeln würdest.


    Das wäre für dich zu spät weil H1N1 ungefähr 2 Tage vor Ausbruch der Symptome und auch noch 7-8 Tage nach Abklingen der akuten Beschwerden (!!!) ansteckend ist. Deine Tochter sollte also frühestens in einer guten Woche wieder auf die Menschheit losgelassen werden.


    Das Schweinegrippen-Virus ist sehr virulent (besonders ansteckend). Solltest du davon ausgehen selber noch nicht infiziert zu sein, kannst du dich entweder dem Schicksal ergeben weil es dich vermutlich bald trifft. Oder du müsstest ziemlich weiten Abstand vom Töchterchen halten. Ob du das willst und wie das gehen soll steht auf einem anderen Blatt...


    Es wäre jetzt natürlich gut zu wissen, ob du die Seuche hast oder nicht. Wenn ja bist du demnächst immun gegen den Erreger und brauchst keine Impfung mehr. Wenn nein bzw. bei Unklarheit macht eine Impfung für dich frühestens in 4-5 Wochen Sinn. Ca. 1 Woche ist deine Tochter noch infektiös, falls du dich infiziert hast entwickelt dein Körper in 2-3 Wochen eine Immunität gegen den Erreger.
    Da man, wie gesagt, nicht impfen sollte solange das Immunsystem sowieso kämpft, wäre eine Impfung erst in ein paar Wochen sinnvoll.


    Solltest du dann schon immun sein: egal, dann passiert gar nichts. Solltest du es noch nicht sein, überlagerst du deinen Körper/das Immunsystem nicht mit einer "Mehrfachinfektion" durch Impfung und bereits laufender Immunisierung durch vorherige Erkrankung.

    Zitat

    Original geschrieben von raik
    Wenn ich mir ein paar Beiträge dazu durchlese, meinen wohl manche, nach der Impfung immun gegen die Schweinegrippe zu sein.


    Wer ist "die Schweinegrippe"? Man entwickelt eine Immunität gegen den H1N1-Erreger.


    Zitat

    Original geschrieben von raik
    Fakt ist aber, dass die Impfung keine Garantie ist, nicht daran zu erkranken.


    Die Impfung dient der Entwicklung einer Immunität gegen den aktuellen Erreger und deckt in einem gewissen Rahmen auch Mutationen mit ab. Diese sind ja die eigentliche Gefahr...


    Zitat

    Original geschrieben von raik
    Ansonsten geht meine Meinung auch in Richtung Panikmache und Kommerz.
    Die Leute, die im Vorfeld die Pläne kannten, dürften sich jetzt wohl über gefüllte Taschen freuen.


    Wieso? Das ist eine hingepinselte Aussage. Wenn du irgendwelche Belege hast, nehme ich es gerne ernsthaft zur Kenntnis. Aber du stellst jetzt nur eine Behauptung in den Raum ohne sie mit Fakten zu untermauern.


    Zitat

    Original geschrieben von raik
    Was ich sonst noch dazu sagen kann, ist, dass ich in einer 10.000-Seelenstadt lebe und mein Hausarzt bisher nur eine Ampulle bekommen hat.


    Ja, dann hat er schön gepennt, euer Hausarzt.

    Zitat

    Original geschrieben von stanglwirt
    man darf nicht vergessen, dass ziemlich viele ärzte von der impfung abraten und sich sogar weigern zu impfen. die alle als inkompetent hinzustellen und seine eigene zusammengereimte meinung als das "richtige" hinzustellen, ist schon sehr vermessen. ich persönlich vertraue da doch eher auf MEINEN ansprechpartner in sachen medizin.


    Sie tun es aber a) weil sie "aus Prinzip" gegen einen sehr schnell hergestellten Impfstoff ohne langes Zulassungsverfahren sind oder b) weil sie nur die aktuelle Situation bewerten (in der es wirklich eher harmlos läuft und man nicht impfen müsste) und nicht die zukünftigen potentiellen Gefahren vorrausschauen. Oder c) weil die prinzipielle Impfverweigerer sind, oder - und das dürfte bei vielen der Hauptgrund sein - weil d) die Informationspolitik mangelhaft war und man seinen Patienten nicht massenweise zu einer Impfung rät, über deren Hintergrund man bis zu einem gewissen Zeitpunkt selber nicht umfassend informiert war, aber die Diskussionen in der Öffentlichkeit mitbekam. Da war jeder Arzt aus guten Gründen zurückhaltend und deswegen gab es ja selbst bei Ärzten andauernd andere Meinungen und Aussagen. Inzwischen ändert sich das aber. Man erkennt den Sinn der Impfung und immer mehr Ärzte machen mit.


    Zitat

    Original geschrieben von stanglwirt
    fakt ist nunmal, daß jede grippe mutieren kann. die schweinegrippe hat *bislang* nicht gezeigt, dass sie gefährlicher ist. in folge dessen, müssten sich alle ebenso gegen die normale grippe impfen lassen - diese kann sich ebenso von jetzt auf gleich in das gefürchtete monstervirus mutieren...


    Die saisonalen Grippen übertragen sich nicht ganz so schnell und leicht wie die aktuelle Grippe. Jeden Tag 40.000 neue Ansteckungen und exponentielle Steigerung, wie im Moment - so rasend verbreiten sich andere Grippen nicht. Man kann es also nicht so einfach gleichstellen. Die Wahrscheinlichkeit, dass in diesem Fall jemand erkrankt, bei dem sich das Virus mit gefährlichen Stämmen verbinden kann, ist wesentlich größer und somit auch die Gefahr einer Mutation wahrscheinlicher als bei der saisonalen Grippe.
    Ansonsten ist es natürlich irrational, dass man die Schweinegrippe ernst nimmt, die anderen Grippen aber nicht. Aber das ist wie Autofahren und Fliegen: obwohl Fliegen sehr viel sicherer ist, haben viele Leute Angst davor. Vor den wesentlich gefährlicheren Autofahrten fürchten sie sich nicht, obwohl man da sehr viel wahrscheinlicher verunglückt oder stirbt. Warum ist das so? Weil einem das eine viel näher und vertrauter - und somit sicherer - erscheint. Faktisch stimmt es aber nicht.
    Der mediale Hype um die Schweinegrippe trägt da natürlich auch seine Früchte...



    Zitat

    Original geschrieben von stanglwirt
    sicher: es ist gut, daß sich die regierung vorbereitet hat. aber nur aufgrund "hätte, wäre, wenn" sich irgendeinen unbekannten stoff in den körper pumpen lassen?


    Es ist kein unbekannter Stoff. Im Impfserum ist nichts, was es nicht sonst auch gibt. Dass das Antigen speziell auf den aktuellen Erreger abgestimmt ist, liegt in der Natur der Sache.
    Blöd ist, dass man zugunsten einer schnellen massenhaften Herstellung und zur daraus resultierenden notwendigen Kostenreduktion einen Katalysator einsetzt, anstatt einfach nur genügend Antigene ins Serum zu mischen. Der Katalysator führt nämlich zu den beschriebenen Nebenwirkungen, die fast jeder hat - leichte Schmerzen im Arm, mal ein paar Stunden ein schwaches Grippe-Empfinden, vielleicht Kopfschmerzen. Gefährlich ist das aber letztlich nicht.