Beiträge von Printus

    Du solltest dich nicht an die Distributoren, sondern die Hersteller halten!


    Werbematerial gibt es von dort und auch in ausreichender Menge - allerdings nur, wenn du ihnen als interessanter Vertriebspartner erscheinst. Ist ja auch klar, keiner verschickt teures Material an Leute, die vielleicht nur kostenlose Kugelschreiber absahnen wollen oder die dem Markenimage nicht förderlich sind.


    Sony nimmt einen beispielsweise nur dann als (Vaio)-Stützpunkt in Augenschein wenn man bereits in anderen Reseller-Programmen akkreditiert ist. Ungewöhnlich, aber sowas stellt sicher, dass ein Hersteller nicht durch zwielichtige Hinterhof-Spelunken-Dealer in ein zweifelhaftes Licht gerückt wird.


    Ich würde mir ein paar Windows 7-Plakate besorgen und mich dann durch gute Leistung empfehlen. Werbematerial sieht gut aus, wichtiger ist aber, dass du deinen Laden auf solide Beine stellst.


    Dir muss klar sein, dass die Leute im Internet alles billig bestellen und nach Fernabsatzgesetz zurücksenden können. Große Internetanbieter brauchen weder teure Verkaufsfläche noch haben sie teure Einkaufspreise. Du hast anfangs weder ausreichend Umsatz, geschweige denn Marge, noch einen entsprechenden Status um beispielsweise längere Zahlungsziele bei deinen Großhändlern zu realisieren. Dafür aber teure Kosten, die jeden Monat bezahlt werden wollen.
    Was machst du, wenn sich jemand 2 Stunden über einen neuen PC beraten lässt und das Ding nach deinen Empfehlungen dann für 100 EUR weniger im Netz bestellt?


    Welche Kunden willst du ansprechen, was kannst du denen bieten, was es nicht längst schon gibt, und das wesentlich preiswerter als du es anbieten kannst? Nebenbei haben etablierte Unternehmen einen Vertrauensvorschuss. Wer wickelt eine eventuelle Gewährleistung/Garantie ab falls dein Laden floppt?


    Klar, irgendwie musst du anfangen. Aber ich glaube, dass Werbematerial erstmal das kleinste Problem sein dürfte. Viel wichtiger ist, dass du ein Konzept hast, um welche Kunden es dir geht und ob du denen etwas bieten kannst, was andere nicht haben. Hardware und Knoff-hoff können auch diverse andere Anbieter vorweisen. Dir muss klar sein, dass der Markt nicht auf dich gewartet hat, dass du als 100. Laden Waren feilbietest, die man schon bei 99 Konkurrenten kaufen kann - und das womöglich seriöser als bei dir.


    Verstehe mich nicht falsch, ich will dir die Idee nicht zerreden. Nur musst du mir erstmal klar machen warum ich bei dir anstatt bei Amazon / Media Markt / Saturn / im Internet kaufen sollte. Du bist teurer und hast nicht den Ruf eines zuverlässigen langjährigen Händlers und ein paar schöne Plakate an der Wand überzeugen mich noch nicht von deiner Leistung.


    Was haste denn überhaupt genau vor? Was für ein Laden soll das werden? Sind dir grundlegende Dinge konstitutiver Unternehmensentscheidungen klar und weißt du, um was es da geht?


    Wenn deine Sorge das Werbematerial ist und du es bei Distributoren zu bekommen versuchst sagt mir das, dass du überhaupt keine Ahnung hast. Ich will dir da nicht am Zeug flicken, aber ich bezweifele im Augenblick, dass du mehr als eine fixe Idee vorweisen kannst. Ansonsten bin ich sehr gespannt zu erfahren, welche Geschäftsidee du hast, um welche Kunden es dir geht und warum du glaubst, mit dieser Art von Laden erfolgreich sein zu können.

    Aber der Effekt war doch überall derselbe: man verzettelt sich an der Börse und mit eigenartigen Finanztransaktionen, die eigentlich gar nicht mehr verstanden wurden. Ob es Frau Schickedanz, Frau Schaeffler oder "Herr Ratiopharm" waren, die "Gier frisst Hirn"-Mentalität führte dazu, dass ein funktionierendes Unternehmen nicht solide geleitet wurde und alles war gut, sondern man hat sich in Fusionen, Gesellschaften, Firmenübernahmen, Anteilen hier und da, Spekulationen usw. versucht. Dabei sind viele auf Berater hereingefallen weil sie die Deals überhaupt nicht verstanden haben, aber natürlich am Ende den Kopf hinhalten. Zu Recht, muss man allerdings auch sagen.


    Wenn die wackligen Finanzkonstruktionen dann zusammenbrechen zieht der eine Laden den anderen mit und die komplette Verstrickung wird in den Abgrund gezogen. Und das ist bei der Weltwirtschaftskrise passiert, daher haben alle möglichen Unternehmen plötzlich blöd aus der Wäsche geschaut.


    Quelle/Karstadt/Arcandor, Schaeffler/Conti, Porsche/VW, GM/Opel, fallen mir als Beispiele spontan ein. Große Deals, wo Manager die Geschäftspolitik auf extreme Gewinne durch irgendwelche Schachzüge ausgerichtet hatten, die mit dem eigentlichen Kerngeschäft nichts zu tun haben. Das wurde nicht mal "nur nebenbei" erledigt, sondern straflich vernachlässigt. Also schwanden Kunden oder die Produkte waren nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Es interessierte aber nicht, weil das Geld verdiente man ja durch Spekulation.
    Man saugt Geld aus dem einen Unternehmen um die Gewinne eines anderen extrem zu steigern.


    Es musste irgendwann aber zusammenbrechen weil immer, wenn der eine riesige Gewinne macht, muss ein anderer entsprechende Verluste machen.


    Gelernt hat man daraus nichts, es geht auf den Finanzmärkten weiter wie vor der Krise. Der nächste Knall wird irgendwann kommen, ganz sicher. Dann nur noch wesentlich schlimmer als beim letzten (also diesem) Mal.

    Fakt ist: Quelle war sehr früh im Netz. Otto und Neckermann funktionieren, obwohl die genauso das angeblich angestaubte Versandhaus-Image haben. Quelle war immer das größte, "beste" Versandhaus, jeder hier hat seine Kindheitserinnerungen. Ergo: es liegt nicht am mangelnden Internetauftritt (das habe ich auch nie geglaubt, obwohl es in den Medien permanent behauptet wird) und auch nicht am Konzept, denn die Konkurrenz hält sich nach wie vor am Markt.


    Bereits ab 45+ nutzen verhältnismäßig viele Menschen kein Internet und wenn doch, dann aber nicht unbedingt um online zu bestellen. Die Leute werden aber 80 Jahre alt und insofern spricht Quelle, selbst wenn es uns Jungen angestaubt erscheinen mag, eine riesige Alterspanne von Menschen in der 2. Lebenshälfte an.
    Keiner Rentnergeneration ging es besser als der jetzigen und die haben in der Summe richtig viel Geld. Die Menschen werden immer älter, also kaufen die Leute auch viel länger ein, auch bei Quelle.


    Es ist auch nicht jeder so markengeil wie manche hier. Ganzen Rentnergenerationen ist es herzlich egal, welches Label auf der Turnhose aufgedruckt steht und Preise vergleiche die auch nicht wirklich.


    Insofern gibt es nach wie vor einen ausreichenden Kundenstamm für Häuser wie Quelle. Ich sehe 2 banale Gründe für den Niedergang:


    Wenn die Banken in die Krise kommen, wird es für Häuser, die Kreditkäufe als wichtiges Standbein sehen, eng. Factoring bedeutet hohen Bedarf an Bank-Engagement, das aber schlechter geworden ist. Da entstehen Engpässe.


    Der andere wesentliche Faktor ist schlichtweg Missmanagement. Man hat mit Karstadt und Arcandor die viel diskutierten Probleme gehabt und Geld verbrannt. Irgendwann scheitert sowas.


    Unter dem Strich finde ich das Internet oder die Eigenmarken absolut überbewertet. TT-User sind keine Quelle-Käufer (in der Masse). Dafür lebte Quelle um so mehr von der nicht Internet-affinen Klientel, die keine teuren Labeks braucht.


    Bankenkrise und vor allem Manager-Fehlentscheidungen (wieder mal! :mad: ) haben Quelle das Genick gebrochen. Alles andere ist Gelaber.

    Warum ein "entweder - oder"? Beide Modelle, Online-Banken wie Filialbanken, haben ihre Berechtigung und jeder möge sich den Anbieter auswählen, der ihm selber zusagt.


    Wenn es keine Bankfilialen gäbe, gäbe es auch nicht deren Netz an Geldautomaten, die man auch als Onlinebank-Kunde nutzt. Außerdem würde ich bei wirklich großen Projekten / Finanzierungen auch gerne einen persönlichen Ansprechpartner vor Ort haben und nicht nur einen anonymen Entscheidungsträger, irgendwo in einer Bankzentrale am anderen Ende Deutschlands.
    Es ist auch klar, dass das Personal und der Unterhalt der Gebäude usw. Kosten verursacht. Das Gekd muss verdient werden, natürlich ist eine Onlinebank preiswerter, aber dafür bietet sie eben auch keine Anlaufstellen vor Ort. Wem das wichtig ist - und für viele ältere Leute ist es wichtig, die haben es einfach nicht mit Online-Banking - der soll es auch vorfinden können.


    Für mich persönlich bietet eine gute Onlinebank aber alles, was ich brauche und schätze. Ohne diese Banken wären die Preise immer noch so hoch wie früher und die Geldinstitute immer noch so arrogant, wie sie sich das früher leisten konnten. Nur durch Onlinebanken kam Bewegung in den Markt und ich finde es bequem, Geldgeschäfte zuhause am Schreibtisch zu erledigen.
    Ich bin mit meiner Onlinebank mehr als zufrieden, der Serive und das Angebot stimmen für mich.


    Aber am Ende sollen ruhig beide Varianten da sein. Jedem das seine.

    Was ist denn die Ursache für all die Belastungen? Hast du Stress im Job, Freundin weg, körperlich krank, Zukunftsängste, etc.? Ich würde mal überlegen, was im Augenblick so stresst, dass du glaubst dich irgendwie entspannen zu müssen - und dann ausgerechnet mit Zigaretten.


    Am Besten wäre, diese Stressfaktoren zu beseitigen und/oder zusätzlich für Abwechslung und Entspannung anderer Art zu sorgen.


    Dass um dich herum alle rauchen, ist ja keine Begründung. Du wirst auch nicht 24 Stunden am Tag von denselben rauchenden Leuten umgeben sein. Insofern ist das eher kein Argument.


    Gerade in deiner Verfassung wäre rauchen nicht nur "generell sehr ungesund", sondern du machst dich damit richtig fertig. Denn dass es dir mit Zigaretten körperlich besser geht, kannst du nicht ernsthaft glauben.


    Meine Freundin ist verhältnismäßig robust, aber sie raucht. Sie hat sich eine Bronchitis eingefangen und keucht auf dem allerletzen Loch. Mit Zigaretten brennt ihr die Lunge wie Feuer, ohne bekommt sie Entzug. Wenn sie es schafft, 2 Treppen hoch zu kommen, kann sie froh sein (Jeder andere würde trotz Bronchitis locker raufhüpfen). Das geht seit 2 Wochen so...


    Du bist ein Kandidat, der auf denselben Trip geraten würde. Wenn du jetzt wieder rauchst, ist das ein Katalysator, der dich erst recht gesundheitlich beeinträchtigt und schnell fertig macht. Willst du dich fertig machen?


    Oder willst du dich lieber besser fühlen? Willst du innerlich stolz sein, das rauchen nicht wieder begonnen zu haben? Willst du deinem Körper Gutes tun? Willst du viel Geld behalten?


    Dann lass' die Finger von den verdammten Sargnägeln und suche dir andere "Beruhigungsmittel" und Abwechslung oder Belohnungen...

    Die verschwinden dann aber weil der Businessplan oder die Gewinnerwartungen nicht realisiert werden können, das Konzept nicht passt oder - in Fällen nicht ganz wacher Existenzgründer - falscher Standortwahl oder Unkenntnis irgendwelcher unternehmerischer Zusammenhänge: Handelsrecht, Produkthaftung, keine Ahnung von Steuern, Versicherungen, Abgaben aller Art oder korrekter Buchführung und Dokumentation. Also sozusagen "relativ ehrenwerte Gründe", aus denen heraus ein Scheitern traurig ist, aber man hat seine Hausaufgaben vielleicht trotzdem zu erledigen versucht und hatte nur ungünstige Umstände.


    Aber wenn man nicht mal weiß woher man die Ware bekommt, die man verticken will... *kopfschüttel* Dann mangelt es doch schon an der existentiellsten Grundlage schlechthin. :rolleyes:

    Das Dilemma der Grünen ist, dass sie beim momentanen Zustand der SPD keinerlei Chance auf irgendeine Regierungsbeteiligung hätten, wenn sie nicht bereit wären, auch derartig ungewöhnliche Bündnisse einzugehen.


    Nur "auf Prinzip" nicht mit der CDU zu reagieren, ist kindisch. Wenn man sich inhaltlich einigt - warum nicht? Ich finde es gut, dass die Grünen sich inwischen als Realos um die Sache bemühen und sich nicht nur aus dogmatischen Gründen abgrenzen.


    Was den Thread angeht: politische Threads funktionieren hier genauso gut wie überall. Es gibt halt verschiedene Meinungen und kontroverse Diskussionen. Ich finde es eher ziemlich unnötig, immer gleich mit der Schloß-Keule zu drohen. Was spricht gegen hitzige Diskussionen? Solange niemand beleidigt ist das Bestandteil einer offenen Diskussionskultur.

    Zitat

    Original geschrieben von Jochen
    Es wird viel über WD gemeckert, aber trotzdem schaut es "jeder"


    Weil die Sendung aber auch mit dem Anspruch, hochwertige Unterhaltung für die ganze Familie anzubieten, antritt.


    Wenn es um die Schlümpfe geht bin ich nicht das Zielpublikum, gönne diesem aber seinen Spaß damit.
    Bei einer Unterhaltungssendung, die mich ansprechen soll - und es prinzipiell auch tut, die Idee der Sendung ist ja nach wie vor gut - und die obendrein mehr als jede andere Show meine GEZ-Gebühren frisst, erwarte ich dann aber schon auch eine "Anpassung" an die Erwartungen des Publikums. Dieses hofft bei Europas größter Samstagabendshow auf spannende Wetten - keine Talkshow mit Schauspielern auf Werbetour.


    Ich denke der Sender muss sich seinem Publikum anpassen und nicht umgekehrt.

    Vielleicht ist das Problem auch, gute Wetten von den Zuschauern angeboten zu bekommen? Ich bilde mir ein, dass der Aufruf sich zu beteiligen, mit jeder Sendung ein wenig drängender wird.


    Nach Jahrzehnten auf Sendung sind die richtigen Knaller-Ideen vielleicht irgendwann da gewesen und die Auswahl für das ZDF nimmt ab?


    Nur begegnet man dem Trend nicht, indem man die Sendung durch noch mehr Promi-Werbefirlefanz weiter gegen die Wand fährt.
    Mehr Konzentration auf das Wesentliche, die Wetten, diese mit mehr Spektakel, mehr Witz, auch mal etwas Kurioses zulassen und nicht nur die immer gleichen Gähn-Nummern ("Ich erkenne 5 von 100 XYZ...") - dann gäbe es in 3 beteiligten Ländern, in denen die Sendung ausgestrahlt wird, sicher auch noch genügend Freaks, die sich mit verrückten Angeboten einbringen würden.
    Aber wenn die Kandidaten so liederlich behandelt und als Hampelmänner hingestellt werden darf man sich nicht wundern, dass man so immer weniger Leute hinter dem Ofen hervor lockt...