Beiträge von Printus

    Das bislang geilste Plakat der Neuzeit habe ich bisher in der Gegend um Koblenz gesehen: riesengroß, rot, darauf der Schriftzug "DIE NAHLES".
    Kein Bild, kein Slogan, ich bin nicht mal sicher, ob in der Ecke auch noch klein SPD stand...


    "Keine Experimente!"
    Slogan der CDU im Bundestagswahlkampf 1957, Konrad Adenauer: „Wenn de Reklamefritzen dat meinen, dann machen wa dat so!“ :D

    Zitat

    Original geschrieben von laudanum
    Würde der User Akway diese Stelle ohne Perspektive annehmen, wäre er in meinen Augen dumm!


    Auch wenn das nicht schön und moralisch angreifbar ist, aber er wäre sogar dann dumm, wenn er Sonderschüler gewesen wäre und nichts anderes kann als Straßen fegen. Dann bekäme er nämlich fürs Nichtstun genauso viel (bzw. wenig) wie für 40 Stunden Arbeit bei Wind und Wetter.


    Welchen Anreiz sollte er da haben, die Straßen zu fegen? Einen Anreiz gibt es dann, wenn er durch Arbeit mehr Geld verdienen kann als durch Rumsitzen und wenn seine Tätigkeit ihm das Gefühl gibt, gebraucht und für seine Arbeit geschätzt zu werden.


    Wenn eine Stunde seiner Arbeit aber nicht mal den Gegenwert einer Currywurst hat und er zwischen den Zeilen weiter als Sozialschmarotzer bezichtigt wird, führt das nicht unbedingt zu dem positiven Gefühl gebraucht zu werden, Anerkennung für seine Arbeit zu finden und einen Sinn im Leben zu haben.


    Deswegen muss sich Leistung lohnen - bei diesem Spruch hat der Westerwelle durchaus Recht. Nur richtet sich das auf Menschen aller Schichten und nicht nur Wohlhabende oder Kapitalerträge, die sich wundersam vermehren.

    SuMa und Harmony sind die anerkannten Platzhirsche für Wasserbetten guter Qualität zum bezahlbaren Preis.


    Was Größe, Beruhigung und all die anderen Themen angeht, würde ich mich dort beraten lassen. Diese Anbieter legen sehr großen Wert auf Beratung und nehmen sich viel Zeit.


    Du solltest in jedem Fall vor dem Kauf mal irgendwo probeliegen um zu checken, welche Beruhigungsstufe dir angenehm ist. Hierbei nicht (!) vermeintlich auf Sicherheit gehen und eine starke Beruhigung kaufen! Sobals man sich an das Bett gewöhnt hat, mag man es immer etwas weniger beruhigt als man anfangs vermutet. Diese Erfahrung hat sich tausendfach bewährt. Das Geilste überhaupt sich Wasserkerne ohne Beruhigung... man wird sanft in den Schlaf gewiegt und es gibt nicht geileres als so ein Bettchen... :-)

    Zitat

    Original geschrieben von Betamax
    Ich habe seit diesem Jahr einen Politik-LK belegt, da mich das Thema Politik und Wirtschaft sehr interessiert. Ein paar Fragen hab ich daher


    Wenn ich deine Fragen lese, frage ich mich, welche Themen und welches Niveau heute in Politik-LK's vorherrscht... :rolleyes:


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    Original geschrieben von Betamax
    Erstes Thema: Die Linken! Nicht nur in meiner Meinung sind die Kommunisten genauso schlimm wie die Rechten, nur wird das komischerweise nie (in den Medien) so dargestellt. Woran liegt das, mag mir das jemand erklären?


    Du solltest vielleicht im Geschichtsunterricht nochmal genau die Ohren spitzen. Die Linkspartei kann man nicht mit "den Kommunisten" gleichsetzen. Und "alle sind gleich schlimm" ist auch ein bisschen sehr pauschal. Jeder ist auf seine Weise schlimm. In einen Topf sollte man das aber nicht werfen.


    Zitat

    Original geschrieben von Betamax
    Weitere Erklärung zu folgendem gesucht:
    Plakat 1: "Reichtum für alle!"
    Plakat 2: "Reiche stärker besteuern!"


    Gemeint ist, dass der im Land vorhandene Reichtum besser verteilt werden sollte, also nicht einige wenige Superreiche immer mehr anhäufen und eine große Masse Armer vom Staat durchgefüttert werden muss, weil das eigene Geld nicht zum leben reicht.


    Außerdem sollen diejenigen, die besonders viel besitzen, stärker besteuert werden. Da geht es aber nicht um alle, die ein wenig besitzen, sondern Menschen oberhalb sehr üppiger Einkommensgrenzen.


    Die beiden Sprüche klingen in ihrer Kürze, gegeneinander gestellt, natürlich unsinnig. Aber wenn man den Sinn versteht, löst sich das auf.


    Zitat

    Original geschrieben von Betamax
    Natürlich beides mal die Linken - passt jedoch absolut garnicht zueinander. Mal ganz abgesehen davon, dass gerade für junge Leute garkein Anreiz darin mehr bestehen würde, Leistung zu bringen, wenn sowieso jeder gleich ist und ein überdurchschnittlich hohes Einkommen nur zu höheren Steuern führt!


    Wenn man die kalte Progression abschafft (kannste ergooglen) bleibt bei einem höheren Einkommen aber mehr hängen als bei einem niedrigeren Einkommen. Es lohnt sich somit schon, wenn man mehr verdient.


    Zitat

    Original geschrieben von Betamax
    Dritte Frage: Die SPD plakatiert hier sehr oft den Slogan, dass sie auf "saubere" Energie setzen! Da frag ich mich doch glatt: Warum sind die dann gegen Atomkraft? Die ist extrem sauber!


    Es bleibt nur die Frage, wo der radioaktive Abfall aus den Atomkraftwerken bleiben soll. Es gibt kein gescheites Endlager für die verbrauchten Brennstäbe. Die muss man nicht nur ein paar Monate unterbringen, sondern einige zehntausend Jahre lang - und das sicher, damit es nicht zur Verstrahlung der Umwelt kommt. Dieses Problem ist ungelöst, so dass mit "sauberer Energie" eher Wind- und Sonnenenergie oder Wasserkraftwerke im Meer, die die Gezeiten nutzen, gemeint sind. Da entsteht nämlich kein gefährlicher Müll und wir hinterlassen unseren Nachkommen keine gefährlichen Reste.

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    Original geschrieben von ChickenHawk
    Ehrlich gesagt ist es mir gerade zu anstrengend alle entsprechenden anderen unpassenden Postings der "Gegenseite" rauszusuchen um eine adäquate Aufrechnung zu machen


    Das ging dem Bernbayern weiter vorne auch schon so, nur wenn es euch zu lästig ist, Dinge zu belegen, könnt ihr euch nicht beklagen, dass Behauptungen in Zweifel gezogen werden und man sich gegen unbewiesene Behauptungen wehrt, die nur in den Raum gestellt werden.


    Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    Jeder der nicht den Ideen der Linkspartei folgen will ist damit gleich ein "schwarz-gelber". Das ist zu indifferenziert und zu platt.


    Der Begriff "Linkspartei" ist seit Ewigkeiten nicht gefallen. Es geht immer wieder um den Mindestlohn, den auch die SPD und die Grünen wollen. Insofern stimmt es sachlich nicht, dass hier einfach nur Linkspartei-Ideen lanciert würden.


    Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    (auch CDU, SPD und FDP wollen nicht das jemand für 3,16 € arbeiten geht)


    Die SPD will ja den Mindestlohn. Was CDU und FDP für diejenigen wollen, die für 3,16 € arbeiten, ist mir im Augenblick nicht klar. Da bitte ich um Aufklärung, denn du scheinst mehr Durchblick als ich zu haben.
    Wenn es natürlich so ist, dass sie nur nur nicht wollen, dass jemand zu diesem Preis arbeitet aber ansonsten kein Konzept haben wie man die schöne Theorie praktisch erreicht - ja, dann reicht mir das in der Tat nicht.


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    Original geschrieben von ChickenHawk
    Meine obige Aussage war "parteiübergreifend" zu verstehen.


    Die, die du als "links" bezeichnest, sind eine Mischung aus Anhängern der Piraten, der SPD, der Grünen und der Linkspartei. Also ein breites Spektrum und somit parteiübergreifend.


    Dass man, wenn man den Mindestlohn für wichtig hält und andere Spielregeln in der Finanzwelt und auf dem Arbeitsmarkt wünscht, in diesen Punkten linke Positionen vertritt, liegt einfach in der Natur der Sache... Deswegen ist aber nicht jeder mit dieser Meinung ein Linkspartei-Aktivist.


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    Original geschrieben von ChickenHawk
    Natürlich sind "Alle Hartz IVler sind faule Säcke" genauso Krawallposting wie andere und völlig überflüssig. Im Kern zeigt sich aber genau das was Jochen oben beschrieben hat: Es geht schon lange nicht mehr um Inhalte sondern immer nur noch darum wer denn jetzt wem zuerst mit der Schippe auf den Kopf gehauen hat.


    Sehe ich zwar nicht so, ich weiß aber was du meinst. das liegt aber nicht daran, dass ausgerechnet "die Linken" hier den Thread sprengen, sondern daran, dass aus dem anderen Lager irgendwelche Aussagen formuliert werden, die man nicht belegt. Wird das kritisiert - z. B. nachdem dieselbe, inzwischen längst durch Argumente oder Links widerlegte Behauptung erneut auftaucht - wird derjenige dafür natürlich als beratungsresistent bezeichnet...

    Carsten und ChickenHawk,


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    Wer lieber arbeitslos ist als einen Geringverdienerjob anzunehmen, den gehören sämtliche Leistungen gestrichen.


    Diese Aussage unterstellt, dass Viele lieber arbeitslos sind und auf der faulen Haut liegen als zu arbeiten. Es ist pauschal, wird nicht belegt, sondern einfach so hingestellt und die betroffenen Menschen damit auch in eine bestimmte Ecke gestellt.


    Zitat


    Es kann nicht angehen, das wenn sich jemand drückt, der Steuerzahler für ihn aufkommt. Wir leben nicht im Schlaraffenland.


    Mit anderen Worten: man drückt sich vor Arbeit und lebt dann von 349 EUR Hartz IV im Schlaraffenland. Wie das bei diesem Betrag geht, wird nicht erklärt. Wir wissen alle, dass man von diesem Geld sicherlich nicht im Schlaraffenland lebt. Oder will das jemand ernsthaft bestreiten?


    Zitat

    Das die AG am liebsten gar keinen Lohn zahlen würden ist ziem,ich abwegig, viele zahlen sogar übertariflich, also mehr als sie müßten. Bei mir war das auch so, als ich noch in der freien Wirtschaft tätig war.


    Und diese subjektive Erfahrung eines Einzelnen reicht, um es auf alle Branchen und Firmen zu beziehen? In allen Lohngruppen, also auch im Niedriglohnsektor? Sicher nicht, weil sonst gäbe es den gar nicht.


    Fazit: wieso kritisiert ihr nicht, wenn jemand solche Allgemeinplätze äußert? Mit Aussagen, die noch dazu für jeden erkennbar nicht stimmen, aber bestimmte Menschen pauschal als Drückeberger abwerten. Hingegen werden aber diejenigen, die sich gegen solche tumben Aussagen wehren, als Krawall-Poster hingestellt. Finde ich nicht fair und alles andere als neutral.

    Zitat

    Original geschrieben von Jochen
    aber wenn es sich nicht mehr vermeiden lässt, lässt es sich nicht mehr vermeiden.


    Das stimmt natürlich vollkommen. ;)


    Ansonsten verstehe deine Ermahnung nicht, denn wenn einer provokante Thesen in die Runde wirft, wird halt engagiert geantwortet. Das ist doch ganz normal und wir sind ja nicht zum Kuscheln hier, sondern um kontroverse Meinungen zu diskutieren. Da gehört ein bisschen Polemik dazu. Oder verstehe ich die Veranstaltung nicht? Dürfen wir nur den schwarz-gelben Aussagen zustimmen um Harmonie zu heucheln?

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    Original geschrieben von bernbayer
    Ich habe keinen einzigen logischen Grund gefunden, der für den Mindestlohn spricht.


    Der Grund ist, dass Löhne von den Unternehmen bezahlt werden müssen, die die Mitarbeiter beschäftigen. Es kann nicht angehen, dass der Staat (zumindest teilweise) die Löhne bezahlt, während der Unternehmer die Gewinne einstreicht oder ein nicht rentables Unternehmen auf Staatskosten weiterführt.


    Da würde ein Prinzip umgeschmissen, das in der Marktwirtschaft lautet: ich kann nur das kaufen, was ich bezahlen kann bzw. nur die Mitarbeiter einstellen, deren Lohn mein Unternehmen erwirtschaftet.


    Wenn der Staat die Löhne bezahlt und ich nicht mehr selber für die Mitarbeiter bezahlen muss, stelle ich morgen ein paar gutaussehende Raumpflegerinnen, Köchinnen und Wellnessmitarbeiterinnen ein, dazu Chauffeure, Gärtner, Haustechniker und was mir sonst noch so einfällt. Ich lasse mir von Bauarbeitern eine riesige Fabrik bauen und stelle hunderte Arbeiter dafür ein, die irgendein lukratives Produkt herstellen. Die Gewinne kassiere ich, die Löhne zahlt die Staatskasse.


    Du musst zugeben: das geht so nicht. Man kann nicht Mitarbeiter einstellen, die man sich nur halb leisten kann oder will, und der Staat soll deren Gehälter aufstocken.


    Da das Überangebot an Arbeitskräften sowie die Hartz-Regelungen Erwerbslose aber zwingen, jede zumutbare Arbeit anzunehmen, gibt es keinen ausgeglichenen, selbstregulierten Markt mehr, sondern Menschen müssen zwangsläufig auch Jobs annehmen, die ihnen nicht mal eine Grundsicherung zum Überleben sichert.
    Hier muss also ein Mindestlohn her um eine Untergrenze zu definieren.


    Sonst könnte jeder Menschen für 1 Cent einstellen, der Staat zahlt also das komplette Einkommen. Nur: woher soll der Staat das Gekd dafür nehmen? Wenn keiner mehr ausreichend verdient, zahlt auch keiner mehr ausreichend Steuern. Die Menschen MÜSSEN also ein gewisses Gehaltniveau erreichen, sonst geht der Staat noch mehr pleite, als er eh schon ist.


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    Original geschrieben von bernbayer
    Wer lieber arbeitslos ist als einen Geringverdienerjob anzunehmen, den gehören sämtliche Leistungen gestrichen. Es kann nicht angehen, das wenn sich jemand drückt, der Steuerzahler für ihn aufkommt. Wir leben nicht im Schlaraffenland.


    Verstehe doch bitte: das wirkliche Problem sind nicht die paar Drückeberger, die sich tatsächlich vor der Arbeit verstecken. Dass man denen "Beine machen muss", ist klar. Das ist aber eine prozentual kleine Gruppe, die in der Gesamtbetrachtung nicht die große Rolle spielt.
    Das eigentliche Problem ist, dass ein Trend stattfindet, wo Unternehmen die Gehälter nicht mehr zahlen und die Mitarbeiter von der Allgemeinheit finanziert werden müssen. Das kann so unmöglich funktionieren und widerspricht dem marktwirtschaftlichen Grundprinzip.

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    Original geschrieben von <registered>
    Bei dir, bernbayer, lese ich besonders viele Grundüberzeugen, die du mal wieder auf ihre Gültigkeit hin abklopfen solltest. Nicht dass dich in ein paar Jahren die Realität einholt...


    Bei Menschen, die ihr Weltbild sowieso gegen die Realitäten verteidigen, erreichst du auch mit der besten Argumentation nichts. Insofern würde es ja reichen, einfach nur deine Erkenntnisse zu skizzieren...