Beiträge von Printus

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    Original geschrieben von Daniel_23
    Hallo, ihr versteht hier wohl was voll falsch. Ihr labert wie schlecht Hermes ist und wie schlecht Ebay ist usw.


    Dabei war das vllt nur ein Irrtum? Vielleicht hätte das Paket nicht an den Shop gehen sollen? Aber gleich erstmal ne schlechte Bewertung reinwürgen.


    Bei Einzelfällen gäbe ich dir Recht. Überall können Fehler passieren und in Unternehmen einer bestimmten Größenordnung passiert es eben auch öfter, schlicht weil es viel mehr Menschen und Vorgänge gibt.


    Dennoch fallen manche Unternehmen weit öfter auf als andere. Es geht also besser. Bei Hermes gibt es so oft Probleme, dass man es als Organisationsverschulden, und nicht einzelne unbeabsichtigte Pannen sehen muss.

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    Original geschrieben von StebuEx
    Sorry, ich frag mich ernsthaft, was dieses Dienstwagengeschwafel im Wahlkampf zu suchen hat. Kein auch noch so moralisch optimaler Wähler hätte auch nur einen Cent Vorteil, wenn Madame sich so oder anders verhalten hätte.


    Ich denke, dass du die Sache - wie Ulla - nicht begriffen hast. Es ist einfach ein Attitude-Haltungsfehler wenn sie Geld der Steuerzahler unnötig zum Fenster hinauswirft. Es wäre deutlich sparsamer gegangen und dass eine Bundesministerin so mit dem sauer verdienten Geld der Menschen umgeht, zeugt von mangelndem Fingerspitzengefühl - gerade in Zeiten von Kassen, die knapper sind als sie jemals waren und nachdem sie selber vielen Leute massiv Leistungen beschnitten hat. Der Vorgang ist um so unerhörter, als Ulla selbst nach Beginn der Diskussionen nicht begriff, dass es weniger um die Legalität, sondern um die Legitimität/Symbolik dieser Aktion geht.


    Der Einzelfall wäre weniger dramatisch. Die Situation steht aber symbolisch für ein Versagen diverser Spitzen im Land. Man frickelt herum, sucht den eigenen Vorteil - und die Allgemeinheit muss dafür blechen. So zu sehen in der Politik, der Wirtschaft, bei den Banken. Das Schlamassel haben nicht die Leiharbeiter am Fließband angerichtet - die zahlen aber dafür, sei es mit ihrem Steuergeld oder dem Arbeitsplatzverlust.


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    Original geschrieben von StebuEx
    Außerdem bin ich der Meinung, daß Politik im Allg. und Wahlen im Speziellen einen äußerst begrenzten Einfluß auf mein Leben haben.


    Auf welchem Stern lebst du denn?


    Auf mein Leben hat es schon Einfluss, ob ich 16 oder 19% Umsatzsteuer zahle, wie sich die Krankenkassenbeiträge entwickeln, wie es um meine Alterssicherung steht und mich interessiert auch, wenn Internetzensur stattfindet oder der Bundestrojaner meinen Rechner ausspioniert.


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    Original geschrieben von Carsten
    Kann mir mal jemand erklären, warum einige hier angeben, sie würden ihren Stimmzettel ungültig abgeben? IMHO ist das genauso schlecht wie nicht zu wählen.


    Dahinter steht die Idee, als abgegebene Stimme gezählt zu werden und von seinem Wahlrecht Gebrauch gemacht zu haben. Zugleich hat man aber nicht irgendeiner untauglichen Partei seine Stimme gegeben. Ein Kreuz für "Ich möchte kundtun, dass mir keine Partei gefällt", gibt es auf dem Wahlzettel ja nicht. Also kann man es nur durch diese Variante kundtun.


    Idealerweise würde sowas natürlich eingebettet in eine Bewegung, die dieses Vorgehen als bewusstes "Ich protestiere gegen sämtliche unwählbaren Parteien" etabliert. Wenn dann nicht nur der übliche Bodensatz an ungültigen Stimmen vorhanden wäre, sondern sich bemerkenswert viele Wähler diese Variante bedienten, würde das noch mehr als Protestbewegung zur Kenntnis genommen.


    Außerdem geht es ja auch nicht nur um eine Wählerstimme, sondern auch Geld. Parteien kassieren Zuschüsse gemäß ihrer Stimmen. Einfach nicht zur Wahl zu gehen wird dann als allgemeines Desinteresse, nicht aber als bewusster Protest, ausgelegt.

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    Original geschrieben von bernbayer
    Ist man mit einem Versandhändler nicht zufrieden dann kauft man da dann halt nichts mehr.


    So ist es. Ich als Kunde kann bei zahlreichen anderen Shops kaufen. Das kann aber ja nicht im Interesse von Quelle sein.


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    Original geschrieben von bernbayer Aber mit der Insolvenz von Quelle haben sie eigentlich nichts zu tun


    Doch, das hat schon miteinander zu tun. Wenn sich solche Sachen häufen, laufen einem die Kunden weg. Wären es einmalige Vorfälle, könnte man das als außergewöhnliche Panne sehen. Es passiert aber offenbar zu oft. Da stimmt dann etwas im System nicht.

    Auch ich halte Ullas Vorträge im Urlaub für reine Showveranstaltungen um die Dienstwagennutzung im Urlaub vordergründig zu rechtfertigen. "Natürlich" wurden alle Fahrten, nachdem es zum Skandal kam, pingelig sauber im Fahrtenbuch eingetragen, damit bei der Prüfung durch den Bunderechnungshof alles korrekt ist.
    Rechtlich mag die Sache ordnungsgemäß gelaufen und damit erledigt sein.


    Moralisch stellt sich aber die Frage wes Geistes Kind Ulla Schmidt ist, wenn sie alten Omas mit Mindestrente das dringend notwendige Taxi, um zum Arzt fahren zu können, streicht, selber aber ihren Dienstwagen samt Chauffeur und Sohnemann auf Steuerzahlerkosten über 2400 km nach Spanien anrücken lässt, um dann sagenhafte 72 dienstliche Kilometer damit zurückzulegen.


    Das mag rechtlich zwar nicht zu beanstanden sein, zeugt aber doch andererseits deutlich von eingeschränkter Wahrnehmung der Lebensrealitäten. Es ist ein Symptom und ein Symbol für die überall erlebte Entfremdung politischer, wirtschaftlicher und finanzieller Eliten von der Lebensrealität der normalen Bürger.


    Nicht mal als die Sache hohe Wellen schlug hat Ulla verstanden worum es eigentlich geht. Dass es nicht die rechtliche Zulässigkeit der Aktion ist, sondern der Eindruck, der entsteht, wenn man gering verdienenden Menschen immer höhere Kosten aufbürdet und Leistungen streicht, zugleich als sehr gut verdienende Spitzenpolitikerin aber jeden rechtlich möglichen Schachzug macht um Vorteile zu nutzen, die der Steuerzahler teuer bezahlen muss.

    Mag sein, dass sich jetzt hier nur die wenigen von Quelle enttäuschten Kunden zu Wort melden. Aber ich habe Quelle auch meistens mit Problemen erlebt.


    Über Jahre haben sie es nicht hinbekommen, von mir bestellte Ware an mich zu adressieren. Ich lasse Pakete oft an die Anschrift meiner Eltern senden, einfach weil sie da tagsüber angenommen werden können. Quelle hat es dabei regelmäßig geschafft, die Ware an meinen Vater zu adressieren, der auch Quelle-Kunde ist.
    Wie zum Teufel kann es sein, dass sie Pakete aufgrund der Adresse an einen falschen Empfänger schicken??? Das ist in unserem Fall zwar kein Problem gewesen, aber was wäre gewesen wenn ich etwas bestelle, was mein Vater nicht unbedingt in die Finger kriegen soll? Oder wenn er nicht weiß, dass eine Sendung für mich kommt und ein von ihm nicht bestelltes Paket nicht annimmt?


    Der andere Fall vor ein paar Wochen: mehrere Klamotten bestellt, die in 2 Paketen aus 2 verschiedenen Quelle-Lagern kam: einmal aus dem Mutterhaus in Fürth, das andere Mal von einem Dienstleister aus München, der offenbar für Quelle arbeitet.
    Die Ware aus München habe ich zurückgeschickt, und zwar zurück an diesen Dienstleister - so wie es in den Begleitdokumenten und vorgedruckten Einlieferungsbelegen für die Rücksendung auch vorgegeben war.
    Vor 3 Wochen kommt dann hier eine Mahnung von Quelle an. An der Hotline wurde ich wie ein Depp behandelt, ich hätte die Sachen natürlich nicht zurück nach München, sondern nach Fürth senden sollen. Unsinn, weil es in den Dokumenten anders vorgegeben war. Das wollte der Hotliner mir nicht glauben, er behandelte mich wie den letzten Volldeppen.
    Zum Glück hatte ich alle Unterlagen und Einlieferungsbelege noch hier und konnte dann in einem Schriftwechsel nachweisen, dass ich alles korrekt versendet habe und die Ware dann wohl bei dem Dienstleister unterschlagen wurde (verloren ging, nicht eingebucht wurde, was weiß ich...).
    Wider erwarten war die Sache schnell erledigt und die Antwort war dann, dass es wohl tatsächlich nicht meine Schuld und die Mahnung damit erledigt sei. Unten drunter dennoch der unnötige Hinweis, dass ich die Ware bitte noch zurückschicken soll, falls sie "entgegen meiner Angabe doch noch bei mir auftauchen würde".


    So macht man sich keine Freunde. Erst eine ungerechtfertigte Mahnung, dann der Ton an der Hotline, dann auch noch der unnötige Hinweis bzw. die falsche Unterstellung, dass ich die Ware ja vielleicht doch noch hätte.


    Da hat sich wohl eher der Dienstleister Ware unter den Nagel gerissen, um seine Geschäfte mit Quelle abzusichern?!?!


    Eigentlich mag ich Quelle, das ist ein Traditionsunternehmen, bei dem ich prinzipiell durchaus Sachen finde, die mir gefallen. Nur: bei derartigen Ärgernissen sehe ich lieber von weiteren Bestellungen ab denn ich habe keine Lust, als Kunde so behandelt zu werden und mit ungerechtfertigten Mahnungen konfrontiert zu werden.

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    Original geschrieben von diger
    Die Käufern wollen halt ultra-(mir-ist-alles-scheiss-egal)-billig haben. Und die Verkäufern kommen dem halt entgegen.


    Ich verstehe da das Problem nicht. Der Kunde bekommt den Service, den er bezahlt.


    Natürlich wollen Kunden es billig haben, aber nicht um den Preis der völligen Unzuverlässigkeit. Die Kunden würden faire Versandkosten bezahlen - das hat in der Vergangenheit ja auch funktioniert - wenn sie dafür einen fairen Versand bekämen.
    Ebay schreibt aber (teilweise) Versandkostenfreiheit vor, und bei den exorbitant hohen Ebay-Gebühren sehen Verkäufer sich dann unter dem Zwang, da zu sparen, wo sie sparen können, nämlich bei den Portokosten.


    Auch wenn es immer schon nicht wirklich gut funktionierte, aber früher hatte man doch noch eine gewisse Sicherheit wenn man 7 EUR für versicherten Postversand zahlte. Dann konnte man nämlich auch erwarten, dass das Paket tatsächlich mit DHL kommt, mit allen Vorteilen, die das hat.


    Wenn der Versand aber ganz zu Lasten des Verkäufers geht, kann der Käufer darauf keinen Einfluss nehmen, denn er bezahlt die Sache nicht. Und natürlich wählt der Versender die für ihn billigste Variante, denn es ist seine Kohle, die da weg geht.


    Meine Meinung schon seit Jahren: Ebay ist ein Abzocker-Laden. Die Firma verdient durch die prozentuale Beteiligung am Verkaufserlös bei teuren Produkten in einem Maße, das in keinem Verhältnis zu ihrer Leistung steht. Wenn ich mal etwas bei Ebay verkauft habe, habe ich mich jedes Mal über die Gebühren, die für mich oberhalb der Schmerzgrenze liegen, geärgert. Das wird anderen auch so gehen und damit erreicht Ebay zweierlei: zum einen lernen die Leute hier, dass man bei Ebay abzocken kann und muss, und zum anderen müssen Verkäufer jeden Cent abgreifen, den sie irgendwie ergattern können. Ansonsten wären die teuren Gebühren, die Mühe des Einstellens, die Beobachtung des Angebots, eventuell Fragen beantworten, Korrespondenz mit dem Käufer, die Abwicklung des Geschäfts, Verpackung, Ablieferung beim Paketdienst, und das ganze Risiko des Geschäfts, die Sache überhaupt nicht mehr wert.


    Ebay lässt einen bei Problemen völlig im Regen stehen, kassiert aber fette Gebühren. Dass die Qualität des Handels unter solchen Bedingungen schlecht ist, ist die logische Folge und die schlechten Versandkonditionen, wie hier z. B. mit Hermes, sind ein Symptom des Ganzen.

    Na irgendwelche Gönner, Erbschaften etc. werden wohl da sein, denn eine Bank wird einem alleinverdienenden Berufseinsteiger ohne nennenswerte Sicherheiten wohl nicht einfach so ein Haus finanzieren.


    Immerhin planen die beiden eine Heirat und ob man ein Reihenhaus und diese ganze Lebensplanung nun spießig findet oder nicht - immerhin scheint diese Beziehung gefestigter als die Geschichte des TE's. Insofern finde ich es nicht ganz vergleichbar.


    Beim TE geht es ja auch nicht darum, dass er eine Wohnung (mit)kaufen soll. Da driftet der Thread in eine falsche Richtung. Die Frage war, ob er dem Drängen der Freundin zum Zusammenziehen nachgeben soll und wenn ja, wie das unter den gegeben Umständen am Besten organisiert wird.


    Im Gegensatz zu caoz kommt es beim TE so rüber als würde die Freundin ihn drängen, obwohl er selber (noch) gar kein Bedürfnis nach Zusammenziehen hat. Das ist weniger ein finanzieller Knackpunkt, sondern es stellt sich die Frage ob es gut ist, sich zu einer Nähe und Wohnsituation gängeln zu lassen, die man selber nicht unbedingt wünscht.


    Wenn die Freundin mit 24 schon eine Wohnung fast abbezahlt hat schließe ich daraus, dass sie entweder über finanzielle Mittel verfügt, die sie nicht selber verdient hat, oder dass sie beruflich so überaus erfolgreich ist, dass sie schon so viel Geld verdienen konnte. Letzteres scheint mir in einem Bank-Job eher unwahrscheinlich.


    In beiden Fällen habe ich aber das Bild einer Person vor Augen, der ich menschlich in dieser Sache nicht traue. Wieso diese Drängelei zum Zusammenziehen? Natürlich kann man zusammen ziehen wenn es beide gerne wollen - aber das scheint ja nicht der Fall zu sein, der TE fühlt sich ganz wohl in seinen eigenen vier Wänden.


    Das Argument "mit der Miete zahlst du dem Hausbesitzer die Bude ab" ist doch auch gegeben, wenn er als Mieter bei ihr einzieht. Dann zahlt er nämlich ihre Verbindlichkeiten ab... Da führt sie ihre eigene Argumentation ad absurdum. Außer, dass das Geld vielleicht lieber in die Tasche der Freundin als in die eines fremden Vermieters geht, kommt es für den TE auf dasselbe hinaus, nämlich er zahlt und das Geld ist für ihn weg.


    Ich kann mir nicht helfen, auf mich wirkt die Frau wie jemand, der seinen Lebensplan konsequent durchzieht und dabei nur solange auf andere eingeht, wie es für sie zum Vorteil wird. Stellt sich jemand quer, hat er Pech gehabt.


    "Mal eben so" eine neue Wohnung in seiner Stadt kaufen - das ist viel Arbeit, Mühe, Risiko und kostet nebenbei eine Stange Geld. Notar- und Maklergebühren, der Umzug, Papierkram... Ich werde das Gefühl nicht los, dass ihre Persönlichkeitsstruktur und Motivation stark von der Idee geprägt sind, sich durch den Wohnungs(ver)kauf wieder einen eigenen, persönlichen Gewinn zu verschaffen. Sie bekommt eine größere Wohnung in besserer Lage. Er zahlt als Mieter einen guten Teil der monatlichen Belastungen und hat den Verlust der Freiheit einer eigenen Wohnung gewonnen. Na toll.


    Auch wenn die Freundin real nicht ganz so krass tickt, aber so kommt es bei mir an. Sie zieht ihre Sache durch, er darf den Steigbügelhalter spielen, immer schön monatlich Miete abdrücken und damit einen großen Teil ihrer monatlichen Kosten bezahlen. Er bekommt aber nichts dafür. OK, ein Dach über dem Kopf - aber keinen Anteil an der Wohnung und auch nicht das Gefühl, dass es zumindest teilweise auch seine Wohnung ist. Man bleibt immer Gast in IHREM Zuhause.
    Also wenn überhaupt: für mich käme nur eine gemeinsam finanzierte Bude in Frage.
    Vielleicht muss sie dann trotz eigener Wohnung selber irgendwo zur Miete wohnen, was soll's.


    Ich zahle lieber an einen fremden Vermieter und kaufe mir damit aber auch Unabhängigkeit oder zumindest Waffengleichheit gegenüber dem Partner. Im vorliegenden Beispiel wäre man ja von einer Karrierefrau abhängig. Das würde mich massiv stören.

    Mir sagt das alles nicht zu. Wenn mich eine Frau nach einem Jahr Beziehung (und dazu mit knackigen 26, allerdings kann man diesen Aspekt nur rückblickend verstehen wenn man ein paar Jährchen älter ist) schon zum Zusammenziehen drängen würde und dann auch schon über Immobilienkauf nachgedacht wird, bekäme ich einen ganz großen Fluchtreflex.


    Ich will dir und ihr nicht zu nahe treten und hoffe, dass du es nicht in den falschen Hals bekommst. Aber in die "Bewunderung", in dem Alter schon eine fast bezahlte ETW zu besitzen, mischt sich bei mir Unwohlsein. Wenn man sich in dem Alter a) beruflich so erfolgreich positioniert hat oder b) doch von irgendwem das Geld so nachgeschmissen bekommt, dass man eine fast bezahlte Wohnung besitzt, während andere noch unter Zuhilfenahme des Kindergeldes bei Mama und Papa wohnen, dann hab' ich eher das Gefühl, mit so jemandem nicht in einer Wohnung gebunden sein zu wollen.


    Sie ist schon so eine Verwöhnte / eine Macherin, die erwartet, dass du dich in ihren Willen und ihre Pläne einfügst. Was ist, wenn du nicht spießig in einer ETW leben möchtest, sondern dich in deiner kleinen Mietwohnung wohl fühlst? Weil sie DIR gehört und dich UNABHÄNGIG sein lässt?


    Das Geldargument ("dann zahlst du dem die Bude ab") wäre für mich irrelevant, weil ich primär immer meine Freiheiten und Verpflichtungen sehen würde. In deiner eigenen Mietwohnung bist du unabhängig. In einer gemeinsam gemieteten Bude ist es immerhin noch 50:50. Wenn du aber bei ihr einziehst, auch wenn es zur Miete wätre, bist du immer der von ihr abhängige Gast.


    Wenn es Streit gibt, wird sie dir immer wieder auf's Butterbrot schmieren, dass sie extra wegen dir und für dich eine neue Wohnung gekauft hat und du bist in ihrer Bude nie der gleichberechtigte Bewohner, sondern immer irgendwie "Gast" in einem Zuhause, das nicht dir gehört.


    Würdet ihr mit 35 und nach 5 oder 10 Jahren Beziehung über eine gemeinsame Wohnung nachdenken, dieses dann auch gemeinsam auf die Beine gestellt, so dass du gleichberechtigt dabei bist - OK. Aber mit 26 und nach gerade mal 1 Jahr Beziehung... Vor allem klingt es so, als würdest vor allem du die langen Strecken fahren, nicht sie. Der kürzere Weg ist also kein Argument für sie.


    Ich bin sehr pingelig wenn es um meine Freiheit und mein Zuhause geht. Ich lasse nicht mal jeden als Gast hier herein, und schon dreimal würde ich mich nicht auf unsicheres Terrain begeben indem ich meine Höhle aufgebe und mich jemand anderem "ausliefern" muss. Und wenn das dann jemand ist, der in so jungem Alter und nach so kurzer Beziehung schon so klar vorgibt, in welche ihrer Strukturen und Pläne ich mich einfügen soll - nee, da würde ich weit, weit rennen aber niemals darauf eingehen. Es wäre aber wohl auch keine Frau für mich, zwischen den Zeilen wirkt sie mir zu straight oder zu verwöhnt...


    Nimm' mir die klaren Worte nicht übel, sind nur Gedanken und ich kenne euch nicht. Vielleicht (bestimmt) ist sie ja doch ganz dufte... :cool:

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    Original geschrieben von DJ Wisdom
    Ich werfe der Politik, global, versagen vor, denn man kann hier regulieren, und zwar massiv - wenn man den wollte. Ein Casino wird auch dicht gemacht wenn zu viel illegale Zockerei betrieben wird. Aber davon wollen v.a. die US- und die englische Regierung nichts wissen.


    Das dann Vorstände und Aufsichtsräte in den Finanzkonzernen munter zuschauen ist dann nur noch der Tropfen der das Fass zum überlaufen bringt.


    Es ist ein Komplettversagen der gesellschaftlichen Eliten. Politiker, Wirtschaftsbosse und Finanzjongleure arbeiten ausschließlich für das eigene Wohl und leben nicht mehr in derselben Welt wie die Masse der "normalen Menschen".


    Untersuchungen belegen ja auch, dass man sich in den oberen Zirkeln immer stärker gegenseitig unterstützt und es immer schwerer wird, in diese Kreise aufzusteigen oder heraus zu fallen. Da separiert sich eine Bevölkerungsgruppe vom normalen Volk. Wie anders soll man sich erklären, dass...


    ... Schröder, der "Genosse der Bosse", ganz schnell bei einem russischen Gas-Konzern in Diensten war
    ... Clement als ehemaliger Wirtschaftsminister einer Regierung, die Hartz IV eingeführt hat, Lobbyist der Energiewirtschaft wurde und maßgeblich in einem Zeitarbeitsunternehmen agiert
    ... Matthias Wissmann, ehemaliger Verkehrsminister, inzwischen oberster Repräsentant der Automobil-Industrie ist
    ... Bernd Rürup, ehemaliger Wirtschaftsweise und Erfinder der Rürup-Rente, jetzt beim Finanzdienstleister AWD die Renten verkauft, die er als Regierungsberater geschaffen hat?


    Oder wie kann es sein, dass die Politik in der größten Finanzkrise seit Jahrzehnten mit dem Versprechen von Steuersenkungen im Wahlkampf ist? Deutschland war schon vor der Krise extrem verschuldet, dann wurden ganz schnell weitere Milliarden zur Rettung von Banken, Abwrackprämie, Konjunkturprogramme usw. locker gemacht - und obendrein diskutiert man über Steuersenkungen. Was geht in den Köpfen von Politikern vor, die die Chuzpe besitzen einen Wahlkampf zu führen, den jeder Fünfjährige als völlige Luftnummer erkennt?


    Welches Wahrnehmung der Realitäten steckt dahinter, wenn eine Ministerin ihren Dienstwagen über 2400 km anrollen lässt, um dann 72 dienstliche Kilometer damit zu fahren? Auch wenn man das rechtlich sauber hingedreht hat - es sagt ja etwas über das Verhältnis von Frau Schmidt zum Geld der Steuerzahler aus. Sie streicht Rentnern, die von sozialer Grundsicherung leben müssen, die Erstattung der Taxikosten wenn ein Arztbesuch nötig ist, und saust selber mit dem Dienstwagen durch den Urlaub... spürt die Frau eigentlich noch, was die Bevölkerung darüber - jenseits rechtlicher Korrektheit - denkt?


    Ich habe schon seit langem immer wieder gesagt und bleibe bei dieser Meinung: den Deutschen geht es noch zu gut, als dass sie wirklich auf die Barrikaden gehen. Es wird noch eine Weile dauern bis es hier so eskaliert, dass man wirklich Angst haben muss. Aber wir steuern langsam in die Richtung. Seit Jahren schwindelt man herum indem einfach qualifizierte Leute, für die es keine Jobs mehr gibt, in 1 EUR-Jobs, sinnlose Fortbildungen oder ABM-Maßnahmen gesteckt werden um die Arbeitslosenstatistik zu beschönigen. Andere arbeiten hart und verdienen zu wenig, um von dem Geld leben zu können, sie müssen trotz Vollzeitjob aufstocken um über die Runden zu kommen. Man lügt darüber hinweg, dass die Gruppe derer, die am Existenzminimum leben und sich nicht mehr selber finanzieren können, wesentlich größer ist als es dargestellt wird.


    Milliarden für Banken (alle "systemrelevant") werden ruckzuck aus dem Nichts gezaubert. Eine Aufstockung der Hartz-Bezüge oder ein Mindestlohn, der fast überall in Europa problemlos funktioniert, wird hier ewig und drei Tage diskutiert und nicht verabschiedet.


    Ich erkenne bisher nicht, dass die Politik, die Wirtschaft oder die Finanzwelt diese Entwicklungen wahrnehmen und gegensteuern. Ein Umdenken findet nicht statt. Es läuft nach wie vor unter dem - nicht ausgesprochenen, aber gedachten - Motto, dass man sich so viel Geld wie möglich in die Tasche scheffeln muss, solange es noch geht, um über alle Berge zu sein, wenn das Erdbeben kommt.
    Wenn die Eliten in Politik, Wirtschaft und Finanzwesen nicht irgendwann aufwachen und merken, dass das so nicht immer weiter gehen kann und ein Umdenken her muss, knallt es hier in einigen Jahren.