Ich würde erstmal keine Panik schieben. Es hat in Mathe nicht geklappt und deswegen bist du bzgl. BK1 ganz aus der Kurve geflogen. Das ist nicht schön, kann aber passieren.
Diesen Irrsinn, dass ein Lebenslauf lupenrein sein müsse, gibt es so nur in Deutschland. In anderen Ländern interessiert, ob du HIER und JETZT für eine Aufgabe geeignet bist - nicht, was du früher getan oder gelassen hast.
Dass man eine schlechte Note kassiert, passiert. Mach' kein Drama draus. Wenn du danach gefragt wirst, würde ich es ganz offen und ehrlich so erklären, wie du es hier erklärt hast. Ohne Beschönigung, aber auch ohne sich selbst als den dummen Jungen hinzustellen.
Ich würde mich unbeirrt weiter bewerben. Wer an dir interessiert ist, wird bei ansonsten normalen Noten sofort raffen, dass die 6 kaum nur an deiner Blödheit gelgen haben kann, sondern dass mehr im Busch gewesen sein muss.
Wichtig wäre halt, dass du deinen Lebenslauf oder deine Fähigkeiten so interessant gestaltest, dass du potentielle Arbeitgeber interessierst. Wie wäre es mit einem Praktikum? Such' dir einen Laden, bei dem du etwas lernen kannst und wo du zeigen kannst, dass du es durchaus drauf hast.
Das signalisiert zum einen, dass du nach der Schule weiter gemacht hast und nicht anfängst abzuhängen, und zum anderen dass du durchaus etwas drauf hast und die 6 andere Gründe haben musste als nur "Dummheit".
Am Ende zählt ein (oder gar mehrere) gutes Praktikumszeugnis fast mehr als ein daneben gegangenes Schulzeugnis, wenn es Praktika waren, bei denen man sich wirklich weiter gebildet hat und wo man in der Praxis gut beurteilt wurde.
Etwas verschweigen würde ich nicht. Lücken im Lebenslauf fallen auf und sind immer verdächtig. Man kann schwer erklären warum man etwas verstecken will - da ist gleich ein wenig Misstrauen im Spiel. Dann lieber ehrlich zu der Panne stehen, das ist glaubwürdig und wird jeder verstehen.
Die 6 in Mathe oder nicht bestandene BK1 sind im Lebenslauf nicht schlimm wenn du jetzt irgendwas anschließt, was zeigt, dass du dann eben auf andere Weise weiter machst. Im Vorstellungsgespräch machst du daraus immer noch einen Vorteil wenn du einfach sagst "BK1 hat nicht geklappt. Es lag daran, dass..." Ich habe daran gemerkt, dass es nicht meine Sache ist und habe mich neu ausgerichtet, habe dann ... gemacht." Und wenn das dann ein Erfolg war - interessiert keinen mehr das BK1, denn du hast ja auf eine falsche Entscheidung/Sache reagiert und richtige Konsequenzen gezogen.