Beiträge von Printus

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    Original geschrieben von _-=voodoo=-_
    Was vermittelt denn Religionsunterricht für Werte, die ein Ethtikunterricht nicht leisten kann? Genau, Keine! Ob ich mich mit der einen oder anderen Glaubensgeschichte auseinandersetzen will, ist meine Privatsache und gehört meines Erachtens nicht in die Schule als Pflichtfach.


    Der Ethikunterricht hat ein "Legitimationsproblem". Da kann sich der Lehrer nur hinstellen und sagen, was ethisch gut und was schlecht, was richtig und falsch ist. Es fehlt aber sowas wie die Erklärung, woher die Erkenntnisse kommen und warum man nicht auch ganz andere Werte etablieren kann.


    Im Religionsunterricht kann man sowas aus der christlichen Religion und von Gott her ableiten.


    Selbst wenn man später, wie du und ich, in Frage stellt ob es einen Gott gibt, so ist die Vorstellung, dass es ihn geben könnte und alles einen Sinn hätte, doch viel hilfreicher als im luftleeren Raum zu schweben - gerade für Heranwachsende.


    Was man später draus macht, ist eine ganz andere Sache - und da steht es ja auch jedem frei, sich kritisch zum christlichen Glauben und zur Kirche zu stellen. Aber man hat durch den Religionsunterricht erstmal eine sinnvolle Orientierung bekommen.


    Nächstenliebe, Toleranz, Achtung vor anderen Menschen und der Natur als "Schöpfung", das lässt sich religiös sinnvoller erklären als wenn man sagt "Das ist halt einfach so, es ist da, du sollst dich auch an diesen Werten orientieren - aber warum kann ich dir auch nicht erklären".


    Zitat

    Original geschrieben von _-=voodoo=-_
    Ich will nicht abstreiten, ich bin nach einer recht religiösen Kindheit nun absolut überzeugter Atheist, bin aber dennoch kein emotionales Monster, wie es von einigen Kirchenvertretern gerne vermittelt wird.


    Das "Monster" lassen wir mal weg, aber ansonsten ist deine humanistische Einstellung Ergebnis deiner Erziehung und dessen, was dir dort an Werten vermittelt wurde. Dir wurde ja nicht beigebracht an die Kirche oder den Papst zu glauben, sondern man hat dir das vermittelt, was dich heute ausmacht und prägt, in der Art wie du über andere denkst und dich verhälst.

    Wir leben im christlich geprägten Abendland, und das Problem liegt vermutlich nur darin, dass viele RELIGIONSunterricht in einen zu engen Zusammenhang mit der (Amts)-Kirche setzen.


    Das, was unsere humanistische Gesellschaft an Werten hat, ist Ergebnis unserer christlich-abendländischen Kultur. Diesen Zusammenhang kann man nicht wegdiskutieren, das ist einfach so gewachsen. Dass es schlimme Zeiten gab und die Kirche in manchen Perioden Böses getan hat, ist richtig, hat aber unsere heutigen Werte, unser modernes Menschenbild auch geprägt und unsere Moralvorstellungen geformt.


    Es mag zwar ein wenig arrogant klingen, aber ich finde unsere Kultur, in denen unantastbare Menschenwürde, freie Entfaltung der Persönlichkeit, Religions- und Meinungsfreiheit gegeben sind, besser und weiter entwickelt als die meisten anderen Wertesysteme in der Welt.


    Wenn man den Religionsunterricht mal nicht so eng angelehnt an die Kirche und deren Gebote sieht, sondern begreift, dass es da letztlich stark und Werte, Sinnfragen etc. geht, dann finde ich es sehr gut, dass wir Religionsunterricht haben und dass der auch primär christlich-humanistisch ausgerichtet ist.


    Ethikunterricht mag schön und gut sein, Islamunterricht auch, aber die Frage ist, ob da all das geleistet werden kann, was der Religionsunterricht an Wertevermittlung für unsere Kultur bietet.


    Es ist ja keineswegs so als würden Religionslehrer die Schüler allesamt zu braven Christenmenschen bekehren wollen. Im Gegenteil, niemand wird dort gezwungen, gläubig zu werden. Es wird sich aber letztlich mit grundlegenden Werten beschäftigt, die in unserer Gesellschaft sinnvoll sind: Nächstenliebe, Achtung anderer Menschen und der Natur als eine großartige Schöpfung, Suche nach dem Sinn unseres Daseins.


    Ich glaube, dass der Ethikunterricht das so nicht leisten kann, weil er zu "neutral" gehalten wird. Solange niemand zum frommen Kirchgänger erzogen wird - und das ist nicht der Fall - ist es durchaus sinnvoll, wenn den Schülern Grundlagen des Glaubens, der uns wesentlich geprägt hat, näher gebracht werden.


    Ich bin kein braver Katholik, kritisiere auch sehr Vieles an der Kirche - finde die grundlegende Botschaft der christlichen Kirchen aber sinnvoll und richtig. Wenn man da mal etwas weniger auf die Religion und die Kirche abhebt, sondern mehr auf die dort enthaltene Moral und "Lebensweisheit" abhebt, hat Religionsunterricht sehr viel Sinn.


    Eine ganz andere Sache ist, dass man sich über die Modalitäten streitet, wer über den Lehrplan bestimmt. Bei Mathe und Deutsch kommt auch keiner auf die Idee, in einer Volksabstimmung zu klären ob das noch unterrichtet werden soll. Beim Religionsunterricht kommt eine derartige Diskussion auf, und ich habe dabei immer das Gefühl, dass es deswegen stattfindet weil Viele bei den Stichworten "Kirche", "Religion", "Priester", "Papst" etc. sofort rot sehen. Man ist von vorneherein dagegen, nicht weil eine Sache schlecht ist, sondern weil viele Leute bei solchen Worten direkt eine Anti-Haltung einnehmen und automatisch dagegen sind, egal um was es konkret überhaupt geht.


    Wir alle, auch die Atheisten, sind irgendwo doch vom christlichen Gedankengut und davon abgeleiteten Werten geprägt - und das ist auch gar nicht schlecht so.


    Ich will damit nicht sagen, dass andere Glaubensrichtungen oder Atheismus nicht genauso Recht haben können, gute und sinnvolle Aspekte haben. Jeder hat auch die Wahlfreiheit, zu glauben oder nicht zu glauben, was er will. Für die Gesellschaft finde ich es aber sinnvoll wenn eine Grundlage für ein Wertesystem geschaffen wird, das seine christlichen Ursprünge nicht versteckt.


    Wenn wir z. B. auf breiter Front Einflüsse des Islam in unseren Wertekanon aufnehmen oder gleichberechtigt neben das Christentum stellen, wird uns das eher nicht vorwärts bringen, sondern beinhaltet die Gefahr, dass wir uns rückwärts entwickeln. Islamisch geprägte Gesellschaften sind uns nämlich entwicklungsmäßig nicht voraus, sondern ein paar hundert Jahre hinten dran - wie man an diversen Staaten im nahen Osten und Teilen Afrikas sehen kann.


    Insofern bin ich klar für Religionsunterricht, und der darf auch gerne christlich geprägt sein. Was die Menschen dann später machen, welche Gedanken sie ableiten und was sie glauben oder nicht glauben, ist wie bisher deren Sache. Niemand muss gläubig werden. Aber er wurde mit Grundlagen unseres Wertesystems vertraut gemacht.


    Nicht zu vergessen: in Zeiten von Technisierung, Globalisierung, dem Gefühl, auf jeder Frage eine Antwort geben zu können, bleiben vielen Menschen am Ende doch Fragen. Nach dem Sinn des Lebens, unseren Ursprüngen, was ist nach dem Tod etc. Darauf gibt die christliche Religion gute, beruhigende Antworten. Man kann gerne zu anderen Schlüssen kommen und andere Ideen haben. Aber gerade Heranwachsenden mit ihren Unsicherheiten und Fragen, wo es eh schwer ist seinen Platz im Leben zu finden, bekommen hier eine Möglichkeit der Sinngebung geboten. Völlig OK wenn man später andere Sichtweisen entwickelt. Aber erstmal ist eine beruhigende Grundlage und Antwort vorhanden. Das wird der Ethikunterricht nicht leisten können und weil er keinerlei Antwort auf den Sinn des Lebens oder das Leben nach dem Tod geben kann.
    Die Zeugen Jehovas, der Islam oder der Buddhismus geben zwar auch Antworten, nur bringt es unsere Gesellschaft nicht wirklich weiter wenn jemand glaubt, Ungläubige gewaltsam bekehren zu müssen um Jungfrauen im Paradies zu ergattern oder wenn sich jemand auf die Wiedergeburt in "Hund, Katze, Maus" vorbereitet.
    Da macht es schon mehr Sinn, wenn die Menschen sich daran orientieren, mit Nächstenliebe, Vergebung und Bescheidenheit zu leben um einen Platz im Himmel zu bekommen. Es erleichtert das jetzige gesellschaftliche Leben in Freiheit und Selbstbestimmung exorbitant...

    Ich vermute, dass die Ware nicht in Deutschland verschickt wurde, sondern aus dem Nicht-EU-Ausland kommt.


    Alternativ könnte sie aus einer Freizone oder einem Freilager verschickt worden sein - das ist allerdings seeehr unwahrscheinlich wenn du privat für wenige EUR eingekauft hast.
    Freizonen und Freilager sind Bereiche, in denen man Waren lagern kann ohne sie zeitnah verzollen zu müssen. Sie bleiben also zunächst Nichtgemeinschaftswaren unter zollamtlicher Überwachung und werden erst später verzollt und in den freien Verkehr überführt.
    Sinn der Sache ist, dass man so auch größere Mengen kaufen und erstmal lagern kann, ohne gleich die Importabgaben zahlen zu müssen oder sofort alle Formalitäten des Imports regeln zu müssen. Man "parkt" die Ware solange man möchte in der Freizone und ruft sie später bei Bedarf von dort ab. Andernfalls wäre man gezwungen innerhalb bestimmter, eher kurzer Fristen die Überführung in ein Zollverfahren durchzuführen.


    In diesen beiden Fällen, also wenn deine Ware aus dem Nicht-EU-Ausland oder einem Freilager käme, gälte [geiler Konjunktiv :)], was ich im FAQ-Artikel unter "Ich habe Post vom Zoll bekommen. Was bedeutet das?" erklärt habe.


    Sollte dein Händler eine innerdeutsche Sendung verschickt haben, ist es einfach nur ein schwachsinniger Fehler, dann bedarf es keiner Zollinhaltserklärung.

    Das mag alles sein, aber es ist schon bemerkenswert wie man nicht auf das Anliegen des TE eingeht. Ob das Tchibo-Rad nun empfehlenswert ist oder nicht, ist doch nicht sein Anliegen. Ihm geht es darum dass er als Kunde mit einem Lockvogel-Angebot düpiert wird. Dass man sich darüber ärgert kann ich sehr gut verstehen.


    Bei Aldi Süd umgeht man die rechtlichen Hürden indem in irgendwelchen Großlagern immer ein paar Angebotswaren zurückgehalten werden. Wenn dann ein Kunde auf Lieferung besteht, wird die Ware an die zuständige Filiale geliefert. Ausprobiert habe ich das noch nicht, habe es aber so gelesen.


    Die Frage ist nur ob man für einen Gartenschlauch zum Wert von 0,98 EUR so ein Theater machen will. Eigentlich sollte man es aber tun, "aus Prinzip".


    Wenn ich das Fahrrad haben wollte würde ich mal bei der Verbraucherzentrale nachfragen und Tchibo etwas Druck machen.

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    Original geschrieben von lexo321
    Mir tun die Leute in den T-Mobile läden und an den Hotlines jetzt schon leid wenn da solche Kurintenkacker auflaufen bzw. anrufen.


    MfG


    Da bist du aber auf dem Holzweg, denn du hast Mitleid mit den Tätern. :p


    Aber im Ernst: Wenn es in meinem Job nicht läuft, meckern auch Leute. Da hat auch keiner Mitleid mit mir...


    T Mobile hat recht hohe Gebühren und sieht sich selbst als Premiumanbieter. An dem Anspruch wird das Unternehmen dann auch gemessen. Und es verwundert einen schon wenn "die solide Telekom" offensichtlich so angreifbar ist, dass irgendein Fehler bundesweit das komplette Netz lahmlegen kann.


    Wer jetzt geschäftlich nicht erreichbar ist, dem geht es nicht um anteilige 0,47 EUR Grundgebührenerstattung. Es geht dann viel mehr um den Schlamassel und die Kosten, in die Leute durch den Ausfall geraten. Da zieht nämlich nicht das Argument, dass es früher ganz ohne Handy ging. Heute geht's nicht mehr ohne und die Leute verlassen sich drauf. Für manche wird das jetzt richtig teuer oder problematisch.


    Andere wittern eine Chance, aus einem seit langem ungewünschten Vertrag entfliehen zu können. Geht zwar nicht, aber die Idee kommt verständlicherweise auf.


    Jedem sollte an dieser Geschichte aber erneut klar werden, wie verletzlich und abhängig wir sind. Wenn der Strom weg ist, das Wasser nicht mehr läuft oder das Handy ausfällt, bricht für viele in ganz kurzer Zeit fast die Welt zusammen weil wir kaum ohne diese Dinge agieren können. Schon erschreckend...

    Ich denke es hat einfach damit zu tun, dass im Moment alles gesagt ist. Die einen schwärmen trotz aller Mängel von dem Gerät, andere nutzen es solange sich nichts Besseres findet, die ganz Unzufriedenen verkaufen es schnell wieder.


    Von Samsung kommt bisher kein Firmware-Update und wenn es läuft wie immer bei Samsung, erscheint vermutlich auch keins. Man kann also nur mit den Schwächen leben und das Verhalten von Samsung bei der nächsten Anschaffung berücksichtigen, sprich sich für einen Hersteller entscheiden, der einen bei Problemen weniger im Regen stehen lässt.
    Außerdem bestätigt sich prompt wieder, dass man die Finger von ganz neu erschienenen Geräten lassen sollte, wenn man mängelfreie, funktionierende Technik erwartet.


    Unterschiede zwischen den Geräten gibt es nicht. Ich habe das Erstgerät beim Händler getauscht weil ich dachte, dass der Akku Schrott wäre. Das dann gelieferte Gerät sagte mir wegen des relativ schwachen Schiebers über dem Stecker nicht zu, das habe ich ab heute in Ebay drin. Gerät Nr. 3 dann bei einer anderen Quelle erworben, ist jetzt in Betrieb. Unterschiede zwischen allen Geräten: im Grunde keine (abgesehen von dem unterschiedlich fest sitzenden Schieber oder einer leicht unterschiedlich gefühlten Tastatur).


    Da ich primär telefoniere, SMSe, ab und zu Bilder mache, ansonsten alle Datendienste abgeschaltet habe, ist die Akkulaufzeit in Ordnung. So kann ich mit dem Ding leben, aber bei den hohen Erwartungen, die man an ein Samsung-Gerät mit dieser Ausstattung hat, ist das i7110 ein Flop. Kann ich leider nicht anders sagen.


    Meine Anforderungen waren ein gut verarbeitetes Barren-Handy mit sehr guter 5MP-Kamera und Navi, ordentlichem mp3-Player und vertretbarem SAR-Wert sowie guter Akkulaufzeit.


    Bekommen habe ich (nach 3 Monaten ungeduldiger Warterei weil das angekündigte Erscheinungsdatum nicht eingehalten wurde): ein unausgereiftes, verbuggtes Gerät, bei dem nur die äußere Verarbeitung a la Samsung halbwegs stimmt - wobei der indiskutabel mies sitzende Schieber vor dem Stecker beim 2. Gerät, die für viele schlecht bedienbaren Navitasten und das in der Sonne schlecht bis gar nicht lesbare Display - dazu ohne Anzeige im Standby, nebenbei - auch nicht gerade glänzen.
    Ansonsten: Akkubug, ordentliche Akkulaufzeit (obwohl Samsung gerade mit der angeblich exorbitant gutem Akkuleistung wirbt - Realsatire!) nur, wenn man die Funktionen des Gerätes nicht nutzt, sehr unterdurchschnittliche Empfangsleistung, kompliziert zu installierendes und nur 2 Jahre nutzbares Navi (warum liegt nicht einfach eine CD bei, man spielt sich das Programm nach eigenem Belieben ganz simpel auf die Speicherkarte, fertig?).


    Es gibt blöderweise keine Alternativen wenn man ein Barrenhandy mit akzeptabler Verarbeitung, vertretbarem SAR-Wert, 5MP-Kamera und Navi sucht. So arrangiere ich mich jetzt mit dem i7110. Aber es ist mitnichten ein Gerät, das ich besonders mag... Die Voraussetzungen dazu waren perfekt, wenn das Gerät einfach nur so funktionieren würde, wie man es eigentlich erwarten darf bei den gegebenen Voraussetzungen, wäre es DAS ultimative Gerät. Leider hat Samsung das aber völlig verbockt.