Beiträge von Printus

    Komisch, bei mir hält der Akku inzwischen tatsächlich "ewig". Es hat aber auch damit zu tun, dass ich ein nicht repräsentativer Wenignutzer bin.


    Ich denke, dass es ansonsten an den Einstellungen liegt:


    - UMTS abschalten, nur GSM-Netz
    - Paketdaten auf "wenn nötig"
    - Netzbasiertes GPS aus
    - WLAN-Suche aus.


    Sobald das Navi läuft, läuft der Batterie-Schnellentlader. Die Kamera braucht wenig Strom, ich habe sie zuletzt recht intensiv genutzt und das zwang den Akku nicht übermäßig in die Knie. Die Bilder sind übrigens wirklich richtig gut.


    Insgesamt bin ich zufriedener als am Anfang, aber der anfangs erwartete große Wurf ist es nicht... Gerade in der Bedienung geht nichts über SE. Manches liegt zwar auch an Symbian, aber manches auch nicht.


    Wenn du die FAQ nochmal liest - Link weiter oben - siehst du, dass Unwissenheit nichts nützt wenn man dich an den Wickel kriegt. Der Zoll kann nicht auf fremde Versender im Ausland zugreifen, also hält er sich an den Warenempfänger. Der versucht nämlich mit der Zollanmeldung die illegale Einfuhr eines markenrechtlich geschützten Produktes und muss dafür gerade stehen - er ist der Zollbeteiligte und der Zollverpflichtete. So ist die Rechtslage.


    Einfuhr als Geschenk ist ebenso nicht legal weil eine derartige Sendung keine Geschenksendung ist, auch hier gilt, dass der Warenempfänger haftet - und nicht der Versender - wenn der Zoll die Lieferung überprüft und feststellt, dass die Deklaration falsch ist.


    Dass solche Sendungen in der Flut globalisierter Warenströme heute oft durchrutschen oder wegen Geringfügigkeit vom Zoll "übersehen" werden, ändert nichts an der Strafbarkeit und daran, dass man immer das Risiko trägt, eben doch belangt zu werden.


    Strafrechtlich wird einem wegen des illegalen Imports nicht der Kopf abgerissen. Die Ware wird eingezogen, vernichtet, man zahlt eine Strafe - die bei einem solchen eher preiswerten Gegenstand und wenn man nur ein Teil zum Privatgebrauch importiert, nicht sooo groß ist.
    Aber zivilrechtlich kann es sehr unangenehm werden wenn der eigentliche Rechteinhaber "Ernst macht". Zwar wird auch der eher die großen Fische als einen einzelnen Käufer rankriegen wollen, nur wenn es mal nicht so ist weil man sich entschlossen hat generell gegen ALLE Importeure der die eigene Marke schädigenden Produkte vorzugehen... das KANN sauteuer werden!


    Wie wahrscheinlich das ist, sei mal dahin gestellt. Du stirbst auch nicht gleich, wenn du nicht angeschnallt im Auto fährst. Wenn aber ein Unfall passiert...

    Sicher gibt es Vorschriften, aber die werden ausgelegt und wer bestimmt was die "wesentliche Be- und Verarbeitung" ausmacht? Die Hersteller argumentieren dass aus zusammengenähten Baumwolllappen erst dadurch eine Diesel- (oder was auch immer) Jeans wird, dass der Rohstoff hier durch das Aufnähen des Etiketts veredelt wird und damit seinen wesentlichen Charakter als Designerjeans bekommt.


    Es ist ja auch nicht so ganz falsch, der Unterschied zwischen einer Designerhose und einem No-name-Produkt liegt letztlich nur im Etikett und daran, wer die Hose verkauft. Die Ware unterscheidet sich so gut wie gar nicht.


    Die Behörden folgen dem zwar nicht immer blind, aber dann wird eben eine zusätzliche, letzte kleine Naht hier genäht. Das grundsätzliche Spiel bleibt dasselbe.


    Was daran nur deutlich wird: das sind einfach Diskussionen um bürokratische Details, die Warenströme folgen globalen Spielregeln. Man kann da einzelne Unternehmen herausgreifen, die es bewusst anders machen und das ist ja auch löblich. Nur bewirken sie nicht dass die grundsätzlichen Fragen, wo und wie die Ware produziert wird, eine Antwort bekommen.

    Aber wie ich in meinem Aufsatz erklärt habe nutzt das auch wenig, weil die allermeisten Jeans doch aus genau denselben Gegenden kommen, man näht aber erst hier ein bekanntes Label drauf und sagt, dass die "wesentliche Be- und Verarbeitung" hier stattgefunden habe, weil aus den geschnittenen und zugenähten Rohlingen erst durch das Etikett die Designerjeans wird.

    Na gut, dann halt so rum. Akkubug ist Akkubug.


    Es ist ja auch gut wenn es zufriedene Käufer gibt. Nur kann man das wohl kaum für die Mehrheit sagen, sondern die Mehrheit hofft darauf dass die vorhandenen Ansätze demnächst mittels Firmware-Update optimiert werden, um dann ein gutes Handy zu haben.

    Doch, da kann man schon pauschalisieren. Es gibt einen Akkubug und wer das Gerät in vollem Umfang nutzen möchte, also z. B. das verdächtige Navi im Einsatz hat, schlägt sich mit der Sache herum. Wenn nicht jeder Besitzer alle Funktionen benötigt, heißt das keineswegs, dass das Gerät OK ist.

    In 2004 habe ich beim Zoll die Information gehört, dass 80% der weltweiten Bekleidungsproduktion aus China, Vietnam, Bangladesh und Pakistan stammt. Das mag sich heute verschoben haben oder nicht, aber es zeigt doch eins: dass die billigen genauso wie die teuren Anbieter längst, egal ob Stoffe oder fertige Bekleidung, in Billiglohnländern produzieren lassen und der Grund wird immer der Preis oder die "unkomplizierten Auflagen" - im Klartext Kinderarbeit und ungesunde Produktionsbedingungen sowie Ausbeutung armer Bevölkerung - sein.


    Die angeblich so moralischen Markenhersteller arbeiten oft mit dem Trick, dass die Hose nach ihrer Ansicht erst durch das Aufnähen des Labels zur Markenhose wird. Also werden die Hosen genau da genäht, wo auch die Hosen vom KiK etc. hergestellt werden, und man importiert diese Ware dann als Billigjeans ohne Etikett in die EU. Die Importgebühren halten sich im Rahmen weil sich der hohe Zollsatz bei sehr preiswerten Warenwerten nicht wirklich bemerkbar macht.
    Aus dem 3 EUR-Jeans-Rohling wird dann erst durch Aufnähen des entsprechenden Etiketts einer bekannten Modefirma die teure Designerjeans und DIE wurde dann ja sozusagen in dem Land hergestellt, in dem das Etikett aufgenäht wurde. Die Jeans ist dann also angeblich "Made in Italy" etc., obwohl sie genauso aus China stammt wie jede No-name-Jeans.
    Den Profit streichen hier Geschäftemacher ein, die angeblich gute Markenware anbieten und dafür entsprechende Preise kassieren, in Wirklichkeit aber noch unehrlicher sind als diejenigen, die gar nicht erst verstecken, dass die Hosen daher kommen, wo nahezu alle Hosen herkommen.


    Ich sehe sowas in einem größeren Zusammenhang, genauso wie die aktuelle Finanzkrise. In der Wirtschaft gilt nur noch der schnelle Profit, das ungehemmte Absahnen, ohne Rücksicht auf Verluste. Es zählt nicht mehr das Wohl des Gesamtunternehmens mit allen Mitarbeitern, sondern in der Chefetage werden sich die Taschen vollgestopft und die Mitarbeiter werden abgebaut, durch billige Zeitarbeiter ersetzt oder die Produktion im Rahmen der Globalisierung an einen Standort verschoben, wo Menschen bereit sind fast alles zu machen weil sie sonst gar keine Überlebenschance haben.


    Die Politik spielt mit, man schaue sich mal an welche Beraterverträge, Aufsichtsratsmandate, Firmenbeteiligungen etc. viele Abgeordnete selbst noch während ihrer aktiven Zeit haben, geschweige denn wo die Herren nach ihrer Zeit in der Politik landen. Schröder als Genosse der Bosse, Clement als ehemaliger Wirtschaftminister der Regierung, die die Zeitarbeit massiv gepuscht und Hartz 4 verschäft hat, als Beteiligter eines Zeitarbeitsunternehmens und Lobbyist der Energiewirtschaft, der Ex-Verkehrsminister Wissmann als Präsident eines Automobilverbandes, Friedrich Merz hat so viele Pöstchen, dass man sich fragt "Wie schafft der Mann das zeitlich alles?", ein Prof. Rürup berät erst die Regierung in Rentenfragen und schafft die Rürup-Rente, inzwischen wechselt er zum Finanzdienstleister AWD und verkauft dort Produkte, die er selbst erfunden hat... und diese Litanei kann man seitenweise weiterführen.


    Die Eliten in Politik und Wirtschaft schaffen da Verhältnisse, gegen die sich "der kleine Mann" doch selber gar nicht wehren kann! Es laufen Machenschaften, wo es schlicht lächerlich ist darüber zu streiten ob man die Jeans bei KiK oder im Designerladen kauft, denn es geht um ganz andere Ebenen.
    Die Bürger leben von der Hand in den Mund und haben doch gar nicht wirklich in der Hand, was gesellschaftlich gespielt wird. Wer heute glaubt, mit seinem Kaufverhalten globale Entwicklungen und Verstrickungen zu beeinflussen, ist entweder hoffnungslos optimistisch oder merkt nicht, was da eigentlich in großen Zusammenhängen gespielt wird.


    Zwar geht es in vielen armen Ländern ums physische Überleben, aber auch hier sorgen sich Leute um ihre Existenz. Mit wenig Geld in einer Gesellschaft, die viele Bedürfnisse und Wünsche weckt, in der man nur mithalten kann, wenn man die richtigen Klamotten hat, ein nagelneues Zweit- und Dritthandy besitzt, wo die Zukunft daran hängt ob in der Bewerbung ein einziger Kommafehler auffällt, den ein Mitbewerber nicht gemacht hat, wo allein schon das Alter oder die Tatsache, dass jemand ein Kind hat, einen fast zum Sozialfall macht, ein Armutsrisiko birgt und bei Bewerbungen alle Chancen versaut - da ist die Diskussion nicht "MUSS man ein Dritthandy haben?", "Wo kaufe ich meine Jeans?" oder "Warum kann jemand die Korrekturfunktion des Textverarbeitungsprogramms nicht bedienen?", sondern es geht vielmehr um die grundsätzliche Ausrichtung der Gesellschaft. Wo steuern wir eigentlich hin???


    Wie will man der Masse der Menschen auf der untersten Stufe vorwerfen, dass sie geweckten Erwartungen nachgeben und sich auch für den Konsum "unsinniger" Dinge abstrampeln, wenn das ganze System sie zwingt, mitmachen zu müssen? Es kann einfach nicht jeder ein Aussteiger sein und sich von den Lebensumständen seiner Umwelt lossagen. So funktionieren soziale Gruppierungen nicht.


    Und noch einen Schritt weiter: viele LEBEN davon, dass im Überfluss produziert und verkauft wird!


    Hier also immer wieder an die einzelnen Bürger zu appellieren und zu kritisieren geht doch am eigentlichen Problem vorbei: dass die Weichen falsch gestellt werden und die Weltwirtschaft von maßlosen Managern an den Rand des Kollapses gebracht wird. Kurzfristig mit der Finanzkrise, langfristig durch ein exzessives Gewinnstreben ohne Verantwortung und Rücksicht auf das Gemeinwohl. Dieses zu stoppen oder zu verändern kann nicht die Aufgabe des einzelnen Bürgers sein, indem er seine Jeans hier oder da kauft.


    Da muss sich in den Köpfen der Entscheidungsträger in den Konzernzentralen, im Management, in der Politik etwas verändern damit die Weichen anders gestellt werden! Das, was im Finanzwesen gerade zumindest gesagt wird (mal sehen, was rauskommt), dass man die Akteure nicht einfach weiter machen lassen darf, sondern dass Spielregeln her müssen um Auswüchse zu verhindern, das muss auch in vielen anderen Bereichen stattfinden.
    Das Umdenken muss nicht allein bei Bürgern stattfinden - die kapieren das nämlich sehr schnell und kaufen, was sie sich leisten können und was angeboten wird! - es muss vor allem "von oben" kommen. Die Masse zieht dann schon mit, wenn die Gesamtverhältnisse passen.


    Wenn man das Geld dazu hat und sicher wäre, dass die teure Jeans wirklich fair produziert worden ist, würde mancher sie gerne kaufen. Solange man es aber nicht weiß und auch nicht das Geld dazu hat, ist es immer nur ein unzureichender Tropfen auf den heißen Stein wenn auf ein paar (durchaus löbliche) Nischenhersteller mit deutschen Produktionsstandorten verwiesen wird.

    Ich habe meine Unterlagen mit einem Anschreiben an den Kundenservice gesandt und innerhalb von ein paar Tagen kam Post, in der die Erstattung des vollen Betrages des Taxiunternehmens zugesagt wurde. Das Geld ist inzwischen auf meinem Konto eingegangen. In diesem Punkt muss ich sagen: :top:
    Ich hatte nicht mal die volle Summe gefordert, sondern nur die anteiligen Kosten unter Abzug dessen, was das Busticket gekostet hatte. Hier war die Bahn also sehr kulant.


    Ich bin letzte Woche und heute mit der Bahn zum Airport Frankfurt und zurück gefahren, trotz 5x Umsteigen keine Verspätung - so soll es sein!


    Nichtsdestotrotz, ich finde es sehr missverständlich wenn Verbindungen auf Bahn.de in der Verbindungsübersicht genannt werden, man kann dort auch ein Ticket kaufen, und dann gilt das aber nicht für die gesamte Strecke. Aber manchmal eben doch, weil es ein inkludiertes Cityticket ist. Oder weil z. B. zwischen Siegburg und Bonn die Straßenbahn der Zubringer ist und das Fernverkehrsticket dazu dient, das abgeschnittene Bonn an die ICE-Trasse Köln-Frankfurt anzubinden. Hat man ein Verkehrsverbundticket kann man auf derselben Strecke Zug und Bus nutzen, mit einem (eigentlich höherwertigen) Fernverkehrsticket aber nicht. Das geht aber z. B. zwischen Bonn und Köln, wo man IC und ICE anstatt Regionalbahn fahren kann.
    Alles in allem ein Verwirrspiel, das Kunden ausbaden und wo die Aufgabe der Bahn wäre, die Sache kundenorientiert einfach und verständlich zu machen.


    Zu der "Straftat am Bahnhof": Find' ich schlicht lächerlich. Ob nun Person A oder Person B mit dem Ticket fährt ist doch völlig wurscht. Hat es die Bahn echt nötig, Leute so zu "kriminalisieren" und Schrecken einzujagen, wenn die ein ungenutztes Ticket sinnvoll weiterverkaufen? Dass man am Bahnhof keinen florierenden Handel für sonstwas aufbauen kann, ist ja OK. Aber wenn da jemand ein Lidl-Ticket verkauft? Wie oft passiert sowas denn? Das ist nun wirklich albern und mit solchen Aktionen vergrault man weit mehr Kunden, als man gewinnt.


    Dann spricht man sich mit dem Käufer ab und verkauft das Ticket 2 Schritte vor dem Eingang zum Bahnhof auf öffentlichem Grund. Ergebnis: Genau das gleiche. Nur dass sich die Bahnmitarbeiter, die das erzwingen, den Ruf von Blockwarten unterster sozialer Kompetenz und Geltungsdrang einfangen.


    Man kann das auch mit mehr Fingerspitzengefühl lösen und vor allem auch fragen, was die Bahn bei solchen Aktionen gewinnt. Nämlich nichts. Unter dem Strich büßt sie hier nur Sympathien ein, anstatt sich Freunde zu machen. Sie sollten lieber Aktionen wie bei meinem Taxigutschein bringen, so schafft man ein gutes Image.