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Original geschrieben von D-Love
Die Frage ist, warum man Menschen, die etwas geleistet haben, ohnehin schon die höchsten Steuersätze bezahlen und i.d.R. auch am wenigsten staatliche Einrichtungen in Anspruch nehmen, quasi für ihren Erfolg, der ja u.U. auch mit Unternehmertum und dem Schaffen und Erhalten von Arbeitsplätzen verbunden ist, noch mal bestraft werden sollen.
Du verkennst dass es nicht nur diejenigen gibt, die sich selber etwas aufgebaut haben, sondern die Mehrheit der Leute mit besonders großen Vermögen profitiert von Erbschaften und Geld in der Familie. Da ist nichts selber erarbeitet, sondern man wurde nur in die richtige Familie hineingeboren.
Ist erstmal Kapital da vergrößert es sich von selber, durch Zinsgewinne oder Wertsteigerung manchen Besitzes (Immobilien etc.). Auch hier "verdient" der Reiche sein Geld nicht, sondern das Vermögen wächst irgendwann von alleine, einfach nur weil derjenige es besitzt.
Die Produktivität eines Reichen, der wirklich noch arbeitet, ist oft nicht größer als die eines jeden anderen Menschen, denn jeder hat nur 2 Hände und der Tag hat für jeden nur 24 Stunden. Der eine bekommt nur deswegen mehr, weil seine Tätigkeit besser honoriert wird - aber nicht, weil er per se produktiver ist.
Ansonsten wird niemand "bestraft", es soll ja auch kein Reicher so geschröpft werden dass er anschließend arm ist. Es geht darum ein progressives System zu errichten, in dem diejenigen, die viel haben, etwas mehr abführen und wer wenig hat, eben weniger. Wenn jeder 25% seines Vermögens abführt, tut das einer Lidl-Verkäuferin anders weh als einem Multimillionär; der könnte theoretisch 90% abführen und vom verbleibenden Rest immer noch in Saus und Braus leben.
Wenn man nach Leistungsfähigkeit besteuert heißt das nicht, jemanden zu enteignen oder zu bestrafen oder auszunehmen. Es geht nur um das Prinzip dass der, der problemlos mehr leisten kann, eben auch mehr in die Gesellschaft einbringt als derjenige, der nicht so viel geben kann. Welche Anteile hier angemessen sind, sei mal dahin gestellt. Es geht nur um das Prinzip, was zugrunde liegen muss.
Ob jemand viel oder wenig von der Gesellschaft "nimmt" ist auch nicht der entscheidende Punkt... es geht nur darum dass in einem Sozialsystem klar sein muss dass jeder sich im Rahmen seiner Möglichkeiten beteiligen muss, und der eine eben mehr, der andere weniger, ganz nach Leistungsfähigkeit.
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Original geschrieben von D-Love
Bei einem Privatvermögen ab 750.000 € reden wir in erster Linie nicht von vereinzelten schwarzen Schafen wie einem Zumwinckel, die verdienen im Jahr schon das vielfache, sondern vor allem über mittelständische Firmeninhaber, die es sich vielleicht erlaubt haben, ein großes Eigenheim zu bauen, für das ohnehin schon Grundsteuer abgeführt werden muss, und denen ein Schäfer-Gedöns jetzt noch mal willkürlich in die Tasche greifen will für die ganz eigenen utopischen Ökologie-Vorstellungen der Hessen-SPD. Und wenn das Haus irgendwann mal vererbt wird, dann können die Sozis mit der Erbschaftssteuer noch mal abkassieren.
Du verstehst nicht dass niemandem soviel weggenommen werden soll dass er zur armen Kirchenmaus wird, sondern es geht um die richtige Grundidee dass jemand, der problemlos mehr abführen kann, das auch tun sollte während einer, der klamm ist, entsprechend weniger in die Gemeinschaftskasse einzahlen muss.
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Original geschrieben von D-Love
Sorry, mit der Staatsmentalität ermutigt man Menschen nicht, Leistung zu erbringen.
Diejenigen, die ihr Vermögen nur geerbt und nicht erarbeitet haben, betrifft es so nicht, und die anderen, die das Vermögen wirklich selber geschaffen haben, haben fast nie des Geldes wegen geschuftet, sondern weil sie eine Idee hatten und diese realisieren wollten - und da es erfolgreich war, wurden sie im Nebeneffekt reich. Diese Menschen arbeiten aber nicht wegen des Geldes, die wären genauso motiviert wenn es kein Vermögen abwerfen würde, sondern es nur um die Umsetzung ihrer Idee ginge.
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Original geschrieben von D-Love
Wie wäre es denn mit einem einfachen und transparenten Steuersystem, in dem für jede staatliche Leistung eine transparente Steuer gezahlt wird, ohne dass der Staat das Geld zigfach hin und her, kreuz und quer verschiebt und subventioniert und am Ende von der ursprünglichen Einnahme nur noch 50% übrig ist. Und wie wäre es, wenn man Leute mit Geld in Deutschland anstatt zu bestrafen, ermutigt und belohnt, wenn sie dieses in Unternehmen investieren.
Dem ersten Teil stimme ich zu, das Steuersystem gehört radikal vereinfacht und verständlich gemacht.
Ansonsten wird aber wie gesagt niemand "bestraft", sondern es soll nur der, der viel hat, mehr abgeben und der, der wenig hat, eben weniger. Das muss im Kern so laufen in einem solidarischen System. Es geht aber nicht um eine Umwälzung "von oben nach unten" in dem Sinne, dass man Reiche völlig ausnimmt.