Jochen: Korrekt, deswegen zitiere ich auch nicht alles.
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Original geschrieben von diger
Dann stelle ich mal die Behauptung auf, das Deine Argumentation dass die Kunden nicht schuld sind, absoluter Quatsch ist. Und wenn Du das Gegenteil behauptest, ist das auch Quatsch.
So, besser jetzt; bist Du bereit auf einem normalen Niveau zu diskutieren?
Das ist Realsatire, nicht? Mir (zu Unrecht) etwas unterstellen, was du sofort selber machst...
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Original geschrieben von diger
Nun ja, daran sind die deutschen komplizierten Gesetze nicht ganz unschuldig. Deutschland liebt es eben, alles bis ins kleinste auszudefinieren. Das schlägt sich natürlich auch in den AGBs nieder.
Es geht nicht um die AGB's, sondern die vielen Bedingungen und Zusatzklauseln, die für Tarife gelten. Man könnte es, wenn man wollte, auch ganz einfach machen: 24/7 einheitliche Preise für alle SMSe und Verbindungen, wenn es sein muss noch unterteilt ins eigene und fremde Netze - und keine weiteren Regeln.
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Original geschrieben von diger
Service (Du setzt nur die Beratung und das Blah Blah als Service an). Das fängt schon mit einer guten Trackingmöglichkeit meiner Bestellung an, also jetzt nicht nur die Lieferung von DHL. Das geht weiter über eine vernünftige Verpackung, schnelle Reaktionszeiten per Mail oder Telefonisch.
Das ist kein "Service", sondern selbstverständlich. Kein Kunde erwartet dass er z. B. mies verpackte Ware in zerfledderten Kartons bekommt oder man nicht auf Mails antwortet.
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Original geschrieben von diger
Leider ja. Die Händler wurden durch die Kunden gezwungen, immer billiger zu werden
Keineswegs. Jeder Händler bestimmt seinen Preis und niemand wird gezwungen für weniger zu verkaufen als für ihn wirtschaftlich ist. Jedem Händler steht es frei am Preiskampf teilzunehmen - oder eben nicht. Würde keiner Preise unterbieten, zu denen er normal guten Service bieten kann, würde auch kein Kunde derartiges einfordern.
Aber man kann nicht erst versuchen die Konkurrenz mit Verkaufspreisen zum (oder gar unter) Einkaufspreis zu locken, entsprechende Preisvorstellungen bei Kunden manifestieren und sich dann beklagen dass die Kunden sich an ein zu niedriges Preisniveau gewöhnt haben.
Es gibt auch genügend Anbieter, die nicht am niedrigsten Preiskampf teilnehmen, dennoch einen sehr guten Ruf und allemal genügend Kundschaft haben.
Du schreibst so als sei es nicht mehr die unternehmerische Aufgabe des Händlers, seinen Laden mit Gewinnerzielungsabsicht zu führen, sondern als bekäme er von Kunden die Preise diktiert, zu denen er verkaufen muss.
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Original geschrieben von diger
In dem Moment, in dem für Dich nur der Preis zählt, und das scheint ja bei Dir der Fall zu sein, willst Du gar nicht das beste Angebot annehmen, welches der Handel gg. anbietet, sondern das billigste.
Keineswegs, denn das billigste Angebot ist nicht immer das Beste. Es zählen auch die Erfahrungen mit, und Referenzen des Shops, Lieferzeiten usw. Ich bestelle regelmäßig NICHT beim billigsten Anbieter, sondern beim preiswertesten seriösen Verkäufer, bei dem ein fairer Preis mit erfahrungsgemäß guter Abwicklung kombiniert ist.
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Original geschrieben von diger
Da wird das Auto billig über den EU Import erworben, aber der Service soll der deutsche Händler um die Ecke übernehmen. Sowas kann nicht auf Dauer funktionieren.
1. Warum bieten die Hersteller die Autos im Ausland viel preiswerter an? Sie können sich dann nicht beklagen wenn der Kunde eben nicht beim örtlichen Händler kauft. Es geht hier ja nicht um ein paar Cent, sondern tausende EUR...
2. Ich glaube nicht dass Händler an Neuwagen besonders gut verdienen. Sie machen ihr Geschäft mit der Werkstatt. Klar ist dass sie keinen kostenfreien Service für fremde Kunden erbringen möchten, aber einen zahlenden Kunden abzuweisen kann man nur mit Arroganz oder Durchzug im Kopf erklären.
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Original geschrieben von diger
Aber eigentlich solltest Du um die armen Menschen trauern, die Nokia entlassen hat, um damals in Bochum das Werk zu eröffnen. Das war nämlich kein neues Werk, sondern auch schon eine "Umsiedlung". Aber das scheint ja egal zu sein.
Nein, keineswegs egal. Aber zum einen wusste ich das nicht, zum zweiten kritisiere ich Nokia dann ja erst Recht zu Recht und drittens argumentiere ich hier immer wieder für die Rechte von Arbeitnehmern, Geringverdienern, Sozialhilfeempfängern usw. Wenn du also mir unterstellst dem Turbokapitalismus das Wort zu reden ist das bei mir wirklich an einer völlig falschen Adresse.
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Original geschrieben von diger
Natürlich sind "wir" daran schuld. Denn Deine Theorie funktioniert dann nicht, wenn der Kunde es sich wirklich nicht wünschen würde. Denn dann würde der Konsument seine stärkste Waffe einsetzen, die er hat und mit der er ganze Konzerne platt machen kann.
Er würde einfach nicht mehr dort kaufen.
Du überschätzt einfach die Marktmacht der Kunden bzw. blendest die Verantwortung von Herstellern und Händlern aus. Natürlich bieten Hersteller und Händler "im Prinzip" das an, was Kunden wünschen, weil sie nur so überhaupt Absatz generieren werden. In der Praxis ist es aber auch so dass Hersteller ihre Produkte konstruieren und Händler ihr Angebot und die Preise gestalten - und somit auch den Markt bestimmen.
Nimm' dir das Beispiel der Autos: nach deiner Theorie wollen Kunden große Privatpanzer, die sie sich nicht leisten können und die die Umwelt belasten? Nein! Sie wollen schöne, bequeme und sichere Wagen, die aber auch bezahlbar und umweltschonend sein sollen!
Nur bieten die Hersteller sowas bisher nicht an - erst im Rahmen der Finanzkrise fällt ihnen angeblich auf dass das "Größer, schwerer, teurer"-Konzept seit längerem schon nicht mehr funktioniert. Dabei wuchs das Alter der in Deutschland vorhandenen Fahrzeugflotte statistisch seit langem an und - wenn ich es richtig behalten habe - 60% aller Neufahrzeuge wurden nicht mehr von Privatmenschen, sondern Firmen gekauft. Kann man da noch davon ausgehen dass das Angebot die Menschen ansprach? Dazu gehört dann aber viel Fantasie...
Natürlich wurden noch Autos gekauft - aber nicht weil die Kunden diese Autos genau so wollten, sondern weil sie Mobilität brauchen und in Ermangelung von Alternativen nur aus dem vorhandenen Angebot wählen konnten; Kaufverweigerung geht manchmal einfach nicht.
Genauso bei Handys: keiner will knarzende Joghurtbecher mit instabile Firmware, nur wenn alle Hersteller solchen Mist anbieten hat der Kunde keine Alternative. Das heißt aber nicht dass er tatsächlich schrottige Geräte haben will, sondern nur dass er keine andere Wahl hat als sowas zu kaufen, wenn ein neues Handy her muss. (Komme mir jetzt bitte nicht mit dem Beispiel Samsung - da stimmt zwar die Hardware-Verarbeitung, aber dafür gibt's keine eigenen Firmware-Updates, also im Gegenzug einen anderen Mangel).