Beiträge von Printus

    Die Autobahnpolizei wird nicht informiert, warum auch, macht ja keinen Sinn...


    In Rettungsdienstkreisen ist es aber üblich sich jeweils bei der Leitstelle, durch deren Gebiet man fährt, an- und abzumelden. Das ist allerdings unabhängig von der Benutzung / Nicht-Benutzung der Sonder- oder Wegerechte, es dient dazu dass man einen Ansprechpartner hat wenn es unterwegs Komplikationen gibt oder dass die Leitstelle einen ansprechen kann wenn sie zufällig an der Route eine Notfallmeldung hat und die Chance besteht sehr schnell einen qualifizierten "Erst"Helfer dorthin leiten zu können.


    Sonder- und Wegerechte befreien einen davon die Regeln der STVO beachten zu müssen, aber sie sind kein Freibrief für hirnloses Drauflosfahren. Die Sorgfaltspflicht muss immer gewahrt bleiben und wenn es kracht steht ein Blaulichtfahrer vor Gericht IMMER mit einem Bein im Gefängnis weil er regelmäßig den Verdacht auf sich zieht, den Unfall mit verursacht zu haben. Selbst wer noch so anständig gefahren ist, ist er erstmal in einer blöden Position.
    Und dass die Sorgfaltspflichten sowieso nie aufgehoben sind, ist ja eh klar.


    Es wäre mal interessant zu wissen was bei derartigen Fahrern in den Arbeitsverträgen steht oder ob es da Dienstanweisungen gibt. Ich glaube nämlich nicht dass Firmen es gut heißen wenn das Personal so unterwegs ist. Ich kenne zahlreiche Rettungsdienste, bei denen der Arbeitgeber inzwischen festgesetzt hat dass bei grober Fahrlässigkeit nicht mehr der AG haftet, sondern der Mitarbeiter. Und wann es sich um grobe, wann um leichte Fahrlässigkeit handelt, wird oft an klaren Regeln fest gemacht. Überschreitung der zul. Höchstgeschwindigkeit in der Stadt um max. 25 km/h, an Ampeln MUSS das Auto gestoppt haben bevor man über ein Rotlicht fährt etc. Wer sich daran nicht hält kann sich im Un-Fall nicht mehr auf die Versicherung seitens der AG verlassen, sondern haftet alleine - und das sollte man vermeiden wenn man sich überlegt, um welche Summen es gehen kann wenn man Verursacher eines Unfalls ist und es blöd läuft, also Millionenschäden entstehen, wenn man Pech hat.


    Dass die Theorie anders ist als die Praxis, manche Leute auch blaulichtgeil sind und gerade auf der Autobahn vergessen, was ihnen in der Theorie beigebracht wurde, mag sein. Normalerweise holt man die Leute mit einer jährlichen Fahrerschulung, in der all dieses nochmal explizit erklärt wird, zurück auf den Boden der Tatsachen.


    Keine Ahnung wie da die Politik in der Firma des BMW-Fahrers ist, ob die das auch so handhaben oder nicht... Mit Blaulicht über die Autobahn zu kacheln macht schon Spaß, keine Frage. Aber es muss immer im Hinterkopf bleiben dass man dennoch niemanden gefährden und sich nicht auf völlig unsicheres (zivil)rechtliches Glatteis begeben darf. Soviel geistige Reife sollte man bei jedem Autofahrer, und erst Recht wenn man solche Fahrzeuge bewegt, vorraussetzen.

    Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Kandidaten für das Amt des Ministerpäsidenten sind derzeit: Thomas Goppel, Joachim Herrmann, Georg Schmid;


    Großartig. Mindestens so gut wie Steinmeier als SPD-Kanzlerkandidat... *gähn*. Früher waren die bayerischen MP's noch "Typen", aber diese Milchbubis sind ja gruselig. Da ist ja selbst der Söder charismatischer...

    aus ZYN!...


    "Zeit für Kirmes!



    STOIBER WARNT: Der Text ist möglicherweise nichts für Minderjährige und CSU Mitglieder. Personen mit Todessehnsucht und Mitglieder von Schützenvereinen sollten JETZT umkehren. Was Sie hier lesen ist Satire, und nicht zur Nachahmung empfohlen.


    Als Freiwillige für eine Exkursion an die Grenzen des menschlich Machbaren gesucht wurden, hat unser Agent zwar nicht laut und deutlich "Hier!" geschrien, aber das haben dann seine beiden designierten Nachfolger für ihn erledigt, die ihn dann bei dem kleinen Ausflug auch gleich bewachten.
    Wenn die freien Parkplätze in der Stadt wieder so knapp werden, daß man mindestens 30 Minuten energischen Fußmarsches von seiner Wohnung entfernt parken muß, und der Weg dorthin von Bergen klebrigen Süßzeugs, Erbrochenem und verirrt herumplärrenden Kleinkindern gesäumt wird, dann ist Kirmes! Neben Karneval, Naziaufmärschen und der Loveparade die größte menschgemachte Heimsuchung deutscher Innenstädte.


    Die ersten grünen Ausläufer dieser Krebswucherung sind Losbuden voller Blattlauskulturen auf Gewächsen, die in der südlichen Hemisphäre als hartnäckiges Unkraut gelten, und zumeist mit einer Machete auf Distanz gehalten werden. Es ist kein Wunder, daß „jedes Los gewinnt“, schließlich muß das Zeug weg, bevor es den halben Wagen überwuchert und auf der Suche nach Nahrung irgendwann den Schausteller erdrosselt. Wer schließlich masochistisch eines der meterlangen Gestrüppe über die Kirmes zu wuchtet, riskiert einen Muskelkrampf und völlig versiffte Klamotten durch den eifrig mit städtischem Brauchwasser durchtränkten Dreck im Plastikblumentopf. Eigentlich ein Fall für den Flammenwerfer...


    Daneben gibt es natürlich auch noch die Wegelagerer, die mit einem unglaublichen Sortiment von Mist antreten, der irgendwo in Asien in schwer bewachten Konzentrationslagern von kleinen Kindern zusammen gefrickelt wird, bis sie das richtige Alter erreicht haben, um an die umliegenden Parteibonzen zur Freizeitgestaltung oder als Testdummies an die Rüstungsindustrie ausgeliefert zu werden. Blickfang sind überdimensionale Plüschwesen mit Verpackungsabfällen als Füllmaterial, von denen der „Grüne Punkt“ immer noch annimmt, sie sicher unter einem Slum in Indien vergraben zu haben. Diese Viecher sollten keinesfalls Temperaturen höher als 40 Grad ausgesetzt werden, da sie sich sonst zu einem übelriechenden dampfenden Brei zersetzen werden.


    Gesäumt werden diese Geldfallen von dem bunten zertretenem Pappmatsch aus weggeschmissenen Lospapierchen. Allein wegen dieses Anblicks wegen sollten diese Gebilde samt ihrer Betreiber im Vorfeld von der Müllabfuhr als Gesamtes eingesammelt, und ihrer Wiederverwertung als Schotter für Eisenbahntrassen zugeführt werden.


    In der Mitte dieses Tumults findet sich meistens das Riesenrad. Die überteuerte Fahrt auf dem Ding wird von der gleichen knarrenden und knackenden Geräuschkulisse begleitet, wie sie sich im Inneren eines absaufenden U-Bootes breit macht bis das Wasser kommt. Die Sicherheitsmaßnahmen in dem Ding sind ein schlechter Witz, und so sollte man sich nicht zu weit aus der Gondel lehnen. Man wird unter Umständen von einer vorbeiziehenden Metallstrebe erfaßt, und erst 500 Runden später beim Abbau aufgespießt und verblutet in dem verästelten Metallgestänge aufgefunden. Für Scharfschützen ist eine Fahrt wegen der gemächlichen Geschwindigkeit und dem Überblick auf das Gelände allerdings ein toller Spaß.


    Der Bodensatz menschlichen Abschaums belagert schließlich den Autoscooter. Einige bauchnabelfreie Groupies, von denen einige nicht nur einen Medizinball mit den Eiern ihres Sportlehrers verwechselt, sondern diesen offensichtlich auch gleich runtergeschluckt haben, und Kerle denen keiner gesagt hat, daß Schnauzbart und Sonnenbrille nicht mehr als ausreichender Gehirnersatz anerkannt werden. Der Anblick der Wenigen, die sich eine Fahrt mit dem Autoscooter leisten können, läßt unwillkürlich an zerfetzte brennende Autowracks mit immer noch schreienden Insassen denken. Eigentlich könnte man diese Typen mit Handschellen oben am Stromgitter aufhängen, und jedesmal, wenn einer schlapp macht, läßt er die Beine bis zum Metallboden durchhängen und vergeht in Lichtblitzen zuckend. Besonders wenn es dunkel wird ein festlicher Anblick!


    Nicht nur Gerüche, sondern auch kreativ an Hauswände entsorgte Speisereste und Schleimspuren mit kleinen Bröckchen am Boden führen den hungrigen Besucher zu den Imbißständen mit „Internationalen Spezialitäten“. Die einheimische Bevölkerung dieser derart diskriminierten Länder würde in den dargebotenen verkochten Pampen sicher nur unter massiver Gewaltandrohung ihre Nationalgerichte wieder erkennen. Quell ewiger Inspiration dieser Köche sind wahrscheinlich die Inhalte losgelöster Gondeln benachbarter Hochgeschwindigkeits-Karussells, die vor dem vernichtenden Aufprall am Betonbrunnen noch über die anstehende Kundschaft gerutscht sind. Der einzige Grund, daß normale Imbißbuden derartigen Matsch nicht anbieten ist der, daß ihre Kunden sie nach dem Aufenthalt auf der Entseuchungsstation am selben Platz wieder finden werden.


    Zu guter Letzt kann man seinen gesunden Geist im gesunden Körper auf einer dieser Stahlkonstrukionen mit bunten Lämpchen riskieren, die aus den alten Klettergerüsten geschweißt wurden, die für Kinderspielplätze aus dem Verkehr gezogen wurden. Die Konstrukteure dieser Anlagen sind Psychopathen, die bereits in ihrer Jugend einen auffällig hohen Verbrauch an Metallbaukästen und Hamstern hatten. Wer sich da rein traut, kann sich auch gleich russischer Hochtechnologie aussetzen. Dabei sind es nicht die spektakulären Matschorgien, die entstehen wenn so ein Ding auseinander fliegt, sondern die Spätfolgen, die beachtenswert sind. Wer sich den Strom von Idioten, der von der Kirmes zurück torkelt, mal angesehen hat, der ahnt, daß es nicht gut sein kann sein Gehirn als drei Millimeter dicke Schicht an der Schädelinnenwand kleben zu haben...."

    Dieser Konflikt ist natürlich nicht aufzulösen, aber dadurch dass der Berater der Bank X auch nur Produkte von X anbieten kann, ist die Objektivität und der Anspruch, bestmögliche Beratung zu bekommen, von vorneherein ausgeschlossen.
    Wenn ich mich also nicht auf ein Urteil verlassen will, noch dazu von jemandem, der nur seine Waren anpreisen kann, muss ich zwangsläufig kritisch sein.


    Und irgendwie ist das Image eben auch dass Bankmenschen einem mit geschliffenem Auftreten irgendwas vorrechnen, das man selber nicht wirklich beurteilen kann, also nur glauben oder nicht glauben kann.


    Wenn dann, neben einer generell kritischen Einstellung, eine Nachrichtenlage wie gerade im Moment vorherrscht, schwindet bei den meisten Menschen das Vertrauen in die Beratung...


    Ich glaube dir dass du wirklich fair berätst, es gibt sicher auch viele andere, die das tun. Aber es gibt eben in jedem Job auch Vollhorste oder arrogante Schnösel, die außer einer großen Klappe keine Ahnung haben.


    Unter dem Strich bleibt da eben doch immer eine gewisse - gesunde! - Skepsis.


    Nebenbei: viele Menschen haben gar nicht so viel Geld dass sie sich über Anlagemöglichkeiten informieren müssen. Wer von der Hand in den Mund lebt und weder besonders reich noch besonders arm ist, hat eben sein Girokonto, vielleicht noch eine Riester-Vertrag, der eben dahin läuft, und das war's. Mehr ist dann ja auch nicht erforderlich...

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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Ich fänd eine Beratungsgebühr auch durchaus sinnvoll und dem Gebühren/Provisionsmodell im Verkauf vorzuziehen. In der Kundschaft habe ich dafür aber keine Bereitschaft für entdecken können bisher. Habe mal spaßeshalber den ein oder anderen gefragt, was er davon hielte. beratung ist nicht "greifbar". Bei einem Produkt sieht man evtl. noch ein, dass es was kostet. Aber Beratung? Was kostet die denn? Der Typ sitzt doch eh da in der Bank.


    Ich weiß was du meinst und mein Chef redet auch so. Nur ist die Aussage, dass der Mitarbeiter eh in der Firma sitzt, dennoch richtig. Ob er nun ein "Beratungs"gespräch führt oder andere Aufgaben erledigt - er arbeitet für den AG und sitzt so oder so nicht herum. Und was du Beratung nennst, ist für mich ein Verkaufsgespräch. Ein kleiner, aber feiner Unterschied!


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    Original geschrieben von DUSA
    Mir ist zwar auch die genaue Rechnung nicht bekannt, aber wir können wohl auch als Laien davon ausgehen, dass jedes KI ihre BWLer nicht nur aus Spaß an der Freude beschäftigt. Und die können dank Software eben bis auf den Cent genau errechnen, was sie an einem Kunden für ein Verlust oder eben Verdienst machen.


    Um so mehr wundert es mich dass sie angeblich nicht in der Lage sein sollen sich so aufzustellen dass kostendeckend gearbeitet werden kann.


    Wobei ich keinem BWLer abnehme dass er das so genau berechnen kann, denn die Einnahmen und Ausgaben und die Lebensumstände der Menschen sind immer unterschiedlich. Selbst derselbe Mensch hat zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche Liquidität.
    Eher dürfte es so sein dass hier mit irgendwelchen Standards, die aber nur Annahmen und statistische Größen sind, hantiert wird, und man davon irgendwelche Mittelwerte ableitet. Das mag zwar - wenn die Zahlen stimmen - für die Bank sinnvoll sein weil in deren Gesamtkalkulation natürlich auch das große Ganze und nicht klein-klein bei Einzelkunden stimmen muss, aber dennoch lügt man sich doch hier in die Tasche dass man tatsächlich auf den Cent genau für jeden Kunden Berechnungen anstellen könnte. Man kann es nicht und am Ende kann sowas die ganzen Modellrechnungen verschieben.


    Dass es passiert, sich tatsächlich verkalkuliert werden kann, sieht man ja an der aktuellen Lage mancher Banken nur zu gut... Zwar ist Investmentbanking eine andere Baustelle, aber das Prinzip ähnelt sich: BWLer rechnen herum - und am Ende ist die Realität eine andere, weil Menschen und Märkte nicht den Logarithmen schlipstragender BWLer folgen, sondern teilweise völlig unplanbaren und irrationalen Wegen folgen.


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    Original geschrieben von DUSA
    Bei den Filialbanken gibt es eben ein paar mehr Personal- und Sachkosten gegenzufinanzieren, bei den Direktbanken hauptsächlich Technik, ein wenig Verwaltungspersonal, Ausgaben für's Callcenter und natürlich die Vorstände, deren Dienstwägen und Fahrer ;)


    Verstehe, der Chef der Sparkasse geht immer zu Fuss, da finanzieren die Kunden nicht mal ein Fahrrad... richtig?


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    Original geschrieben von DUSA
    Übrigens: die Bürokratie-Kosten der KIs sind dank bücherweise Paragraphen der EU und der BRD auch nicht zu verachten - andere Wirtschaftszweige hätten da vermutlich schon hingeworfen und den Politikern über ihre Lobby ausrichten lassen: "Macht euern Scheiß doch alleine!".


    Nenne mir EINE Branche, in der das nicht so ist...



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    Original geschrieben von DUSA
    Da hier ja auch Tenor im Thread ist, dass niemand einsieht, auch nur ein Quäntchen mehr zu bezahlen als was er an Leistung in Anspruch nimmt,


    Ich kriege auch niemals ein Quentchen mehr Leistung als ich bezahle... You get what you paid for...


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    Original geschrieben von DUSA
    Wenn Du keine Kohle mehr hast, kriegste an der Tanke ja auch kein Sprit mehr, selbst wenn Du den dringend brauchst um zur Arbeit zu kommen.


    Dieser Vergleich ist alles andere als passend, viele Menschen haben gar kein Auto, die anderen, wer an der Tanke keine 100€ für's Benzin hat, kann für 1,50€ mit dem ÖPNV fahren, kann auf's Fahrrad steigen, zu Fuss gehen, Urlaub nehmen, Geld leihen, sich mitnehmen lassen.


    Wer aber die Miete nicht pünktlich zahlt, die Stromrechnung nicht begleicht, das Wasserwerk und die Müllabfuhr, Telefon und Internet nicht bezahlt, sitzt schnell auf der Straße oder bekommt die Energie abgedreht. Das spielt in einer ganz anderen Liga als kein Geld für eine Tankfüllung zu haben.


    Ohne Auto und Treibstoff zu leben ist gar kein Problem, ohne Girokonto schon, denn dann gibt es weder Wohnung noch sonst etwas an elementaren Lebensnotwendigkeiten.


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    Original geschrieben von DUSA
    Und wer halt mit verdächtig viel Pack in der Straße wohnt sollte eben mal über nen Umzug nachdenken.


    Ja klar, dann zieht man mal eben schnell um. Macht ja auch keine Mühe, und wenn man anstatt einer schönen und vielleicht preiswerten Wohnung etwas Teures und Ungemütliches hat kann man wenigstens stolz auf das marginal verbesserte Schufa-Ranking sein...


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    Original geschrieben von DUSA
    Kapitalismus bedeutet eben nu mal: die einen gewinnen, die anderen verlieren. Und ich zahl nur für das, wo ich was für krieg und nicht noch für andere mit.


    Du zahlst doch sowieso nie nur deinen persönlichen Anteil, sondern immer einen - wie auch immer zustande gekommenen - allgemeinen Preis. Was ja auch in Ordnung ist weil es manchmal nicht anders geht, ein Bahnticket z. B. kostet was es kostet und korreliert nicht mit dem Gewicht des Reisenden. Dagegen sagt auch niemand etwas.
    Aber bei dem Thema, was wir hier besprechen, bekomme ich in der Bankfiliale nichts anderes als bei der Direktbank. Deswegen möchte ich hier entweder erfahren welchen Mehrwert ich für die höheren Gebühren bekomme, oder sehe nicht ein warum ich mehr für dieselbe Leistung zahlen soll.


    Es geht ja nicht darum dass generell keiner etwas zu zahlen bereit ist. Eine Bank leistet immer etwas für mich, auch wenn es "nur" die Bereitstellung ihrer Systeme ist. Dafür zahle ich - wie jeder andere - auch gerne etwas. Ich zahle aber nicht gerne wenn sich die Kosten schon anderweitig amortisieren, z. B. indem die Bank mit meinem Geld arbeitet etc.. Hätte ich tatsächlich einen Kundenberater, der mit regelmäßig helfen muss und hilft, der mir im Zweifel entgegen kommt, würde ich einsehen dass ich anteilig sein Gehalt finanzieren muss.
    Wenn ich den Mann aber nicht sehe und nicht mal kenne - weil meine Geschäfte immer am Automaten und online abgewickelt werden, weil ich ihm nur begegne wenn er mir etwas verkaufen will und maximal das beste eigene Produkt verkaufen will, wenn er mir im Problemfall doch eher den Hahn abdrehen als mir helfen wird die Kohlen aus dem Feuer zu holen - dann weiß ich nicht wofür ich da bezahlen soll.


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    Original geschrieben von DUSA
    Und da ist es nur logisch, dass die Wirtschaft vorher wissen möchte, mit wem eher gut Geschäfte machen ist und wo man eher vorsichtig sein sollte. Ist doch im Bekanntenkreis ähnlich: es gibt Leute, denen leiht man mal sein Handy oder nen Fuffi, anderen höchstens mal nen Fünfer.


    Allerdings geht es oft genug trotzdem schief. So toll funktioniert es also keineswegs... Die Schufa hat hier einen Status bekommen, der ihr absolut nicht mehr zusteht.

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    Original geschrieben von DUSA
    Und oft sind es die Leute mit beschriebenem Auftreten und überzufällig nem Premiere-Abo, die ständig mit ihrem Konto im Minus sind, damit zwar auch nett Zinsen für blechen, aber wo die Bank trotzdem nur drauflegt.


    Dass das Auftreten daneben ist brauchen wir nicht diskutieren. Aber inwiefern legt die Bank drauf?


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    Original geschrieben von DUSA
    nur noch da ein Guthabenkonto, wo der Gesetzgeber entgegen einer freien Marktwirtschaft in die Geschäftsordnung eingreift.


    Der Gesetzgeber handelt hier goldrichtig, denn ohne Girokonto kann man heute in diesem Land schlicht nicht leben. Miete, Strom, Wasser, Telekommunikation - KANN man, selbst wenn man es wollte, gar nicht mehr bar zahlen - und das nicht zuletzt weil die Banken es so eingefädelt haben dass der bargeldlose Zahlungsverkehr so sehr um sich gegriffen hat. Kein Arbeitgeber drückt einem Mitarbeiter das Gehalt bar in die Hand, jedenfalls nicht wenn es kein Schwarzgeld ist. Es geht also schlichtweg nicht ohne Girokonto, also ist es auch korrekt wenn der Gesetzgeber die Banken hier zwingt ein Jedermannkonto anzubieten.
    Es hat nichts mehr mit Marktwirtschaft zu tun, sondern ein Girokonto ist ein unumgängliches Muss weil das Leben hier ansonsten gar nicht machbar ist.


    Zitat

    Original geschrieben von DUSA
    Und - um mal wieder zurück zu den guten alten Vermutungen zu kommen ;) - ich tippe, dass viele der Direktbanken trotz ihres indischen Callcenters als Hauptansprechpartner für so einige ihrer Kunden drauflegen.


    Die meisten Leute verwenden ihr Girokonto über Jahre für tagtägliche Geldgeschäfte ohne jemals ein Callcenter oder einen Mitarbeiter zu benötigen. Es sind, wenn man so will, Kunden die sich selbst verwalten und nur insofern Leistungen beziehen als sie die Systeme der Bank nutzen.


    Ich glaube kaum dass Banken da drauflegen, im Gegenteil. Wenn sie nicht in der Lage wären an diesen 08/15-Kunden zu verdienen sind sie nicht nur völlig falsch im Finanzsektor, sondern sie wären auch schnell pleite.


    Schwierig und teuer sind die Kunden, die intensive Beratung oder Betreuung benötigen. Aber auch bei denen wird die Bank kaum so kalkulieren dass sie jedes Mal draufzahlt. 1 und 1 werden sie ja wohl zusammen zählen können...


    Wenn es um Hausbau-Kredite oder andere Dinge geht ist die lokale Hausbank sicher ein adäquater Ansprechpartner, bei derartigen Geschäften möchte man wohl fast immer persönlich mit einem Ansprechpartner reden anstatt die Geschäfte am PC abzuwickeln.
    Wenn es aber um die stinknormalen, tagtäglichen Transaktionen geht, bieten die Direktbanken dasselbe wie die Filialbetriebe, bei denen man dafür nämlich auch keinen Service mehr bekommt, sondern an den Automaten geschickt wird. Dann kann ich es auch gleich zuhause am PC erledigen...


    Aber das führt weg vom Ursprungsthema. Ich denke das ist inzwischen genügend durchgenudelt. Es ist einfach ne unsinnige Maßnahme den DKB-Kunden die Automaten zu sperren, das ist eine beleidigte Reaktion, die aber keinen praktischen Nutzen für die betreffenden Sparkassen bringt. Der Kunde geht dann eben 100m weiter zu einem anderen Automaten und denkt sich nichts dabei, für die Sparkasse bleibt aber das Negativimage und die geringere Auslastung der Automaten übrig. Wirklich sehr clever.

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    Original geschrieben von Andreas Böhm
    Aus meiner Erfahrung argumentieren so immer die Kunden, die eben KEIN Geld auf dem Konto haben und immer Oberkante Unterlippe am Dispositionslimit von max. 1.000€ kleben ;). Dennoch führt sich diese Spezies Kunde auf wie Graf Rotz. Da erkenne ich den ein oder anderen hier postenden User doch wieder...!



    Bis auf den nächtlichen Rechenfehler trifft deine Einschätzung auf mich nicht zu.


    Ich hatte ja schon geschrieben, jeder möge die Bank wählen, die er mag, nur sollte man dann auch dabei bleiben dass es um persönliche Vorlieben, aber nicht sachliche Argumente geht, denn preiswerter sind die Direktbanken nahezu immer...

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    Original geschrieben von Timba69
    Doch, nämlich ihren Kunden kostenlos Geld aus ihren Automaten zur Verfügung stellen...


    :rolleyes: Das machen die Direktbanken auch. Da muss man ebenfalls nix dafür zahlen dass sie einem das eigene Geld zur Verfügung stellen.


    Und was die fremden Kunden angeht: 1,74€... Es kann natürlich sein dass es die Sparkasse so dicke hat dass sie dieses Geld nicht nötig hat, was ich eher nicht glaube.


    Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    Kontoführungspreis hier verhandelbar war und mit 10 Euro im Monat für beide Partner zusammen incl. KK, "Purchase-Versicherung", Reiseservice, günstigen Dispozinssatz von 8,9% durchaus als günstig gelten kann....


    Suuuuuuper, das sind 240€ im Jahr - für was eigentlich? Die Kontoführung finanziert sich auch dadurch dass die Bank mit MEINEM Geld arbeitet.


    Nichts für ungut, jeder soll die Bank wählen, die ihm zusagt und ich will dir deine Bank nicht madig machen, warum sollte ich auch. Ich verstehe nur nicht wieso manche hier krampfahft gegen jede Logik argumentieren.
    Dass 240€ im Jahr teurer sind als ein kostenloses Konto, dass die Sparkasse an fremden Kunden 1,74€ verdient aber nur 0,60€ Unkosten hat... dass sie also an Fremdkunden bisher verdienten anstatt drauf zu zahlen... was gibt es da zu disskutieren, es ist doch Realität!

    Der Dienstleister arbeitet aber nicht kostenlos und eine Gewährleistung / Garantie kannst du bei einem Kauf in den USA auch nicht so einfach geltend machen, wenn eines der Geräte einen Defekt hat.


    Angesichts der hohen Lieferkosten, des Aufwands, des generellen Risikos und der geringen Ersparnis würde ich von der Idee, die Taschenrechner in den USA zu kaufen, Abstand nehmen. Es lohnt sich einfach nicht ausreichend wenn man alle Faktoren bedenkt. Im Gegenteil, es würde mich nicht wundern wenn es am Ende gar teurer wäre.