ZitatOriginal geschrieben von ElTurco
ich könnte dir jetzt 1000 andere Vorfälle aufzählen,du aber auch mindestens genausoviele...
Es geht nur darum,sobald das Wort "islam,Moslem" fällt,ist die Abneigung enorm....
Nein, so einfach ist das nicht. Du kannst nicht Untaten, die aus dutzenden unterschiedlichen Motiven passieren, aufrechnen gegen Islamistenterror. Letzterer wird immer wieder mit der Religion begründet, weiter vorne lasen wir, dass ca. 66% der weltweiten Terroropfer 2013 durch islamistische Anschläge starben. Fast 2/3 aller Opfer starben also aus ein- und derselben Ursache, während sich die anderen 33% auf diverse individuelle Auslöser aufspalten. Das belegt doch mehr als deutlich, dass es hier keinen großen Topf unterschiedlicher Usachen gibt, sondern der Islam als Grundlage und Begründung für die allermeisten Taten angeführt wurde.
ZitatOriginal geschrieben von ElTurco
Bringt ein Deutscher seine Frau und die Kinder um,ist es ein "Familiendrama".
Macht es ein Türke oder ein andere Moslem,ist es "Ehrenmord"
Auch das stimmt so nicht. Ehrenmorde sind solche, bei denen ein Familienmitglied aufgrund seiner westlichen Lebensweise umgebracht wird weil man glaubt, diese würde die Ehre beschmutzen. Bei Familiendramen töten Verzweifelte aus einer individuellen Verzweiflung heraus, nicht aber aufgrund irgendeiner Ideologie.
Wobei Ehrenmorde nochmal wieder ein anderes Thema sind als Terroranschläge.
ZitatOriginal geschrieben von ElTurco
Das Problem ist,dass man Nachrichten besser verkaufen kann,wenn das Wort "islamistisch" fällt.
Habe ich als Türke einen Verkehrsunfall und fahre gegen eine Hauswand ist es eine Nachricht nicht wert.
wird aber die Nachricht verbreitet,dass ein"islamisticher Autofahrer gegen die Hauswand gefahren",erwähnt,läuten sämtliche Alarmglocken.....
Auch da widerspreche ich dir. Deutschland ist, schon aufgrund seiner jüngeren Geschichte, ein Land, in dem Nationalismus keine Rolle spielt. Ganz im Gegenteil, wer nur im Ansatz rechte Ansichten äußert, schießt sich damit meistens sofort ins Abseits.
Dass es unter 80 Millionen Einwohnern auch eine rechtsradikale Szene gibt, dass es die NSU-Terroristen gab, ist sicher richtig und darf nicht unterschätzt werden. Dennoch sind es nur einzelne Fehlgeleitete, die konträr zu allgemeinen Gesinnung im Land stehen.
Und falls du jetzt mit Pegida kommst: IMHO wird diese Bewegung zu Unrecht pauschal in die rechte Ecke gerückt. Sicherlich wird die Bewegung von Rechten, denen das Grundthema sehr zupass kommt, unterlaufen. Die nutzen natürlich die Chance, auf einen Zug aufzuspringen. Tatsächlich sind die Teilnehmer der Demos in weiten Teilen keineswegs rechtsradikale Knalltüten, sondern meist normale Bürger, oft Großstädter, die im Alltag die zunehmenden Probleme mit gewissen Gruppen Migranten erleben und sich dagegen wehren.
Die Medien, die in Deutschland schon lange nicht mehr ernstzunehmen sind, verkaufen das reißerisch als Protest gegen Asylsuchende, was so für viele Pegida-Leute mit Sicherheit nicht stimmt.
Zurück zu deinem Beispiel: wenn du im Rahmen eines Unfalls gegen eine Wand fährst wird mit Sicherheit nicht in der Zeitung stehen, dass "ein islamistischer Verkehrsunfall passiert ist".
ZitatOriginal geschrieben von ElTurco
Übrigens,was waren denn früher die Kreuzzüge??
Oder der Amoklauf in Norwegen
...keinen christlichen Hintergrund???
Selbstverständlich waren das schreckliche Verbrechen. Aber die Kreuzzüge liegen hunderte Jahre zurück und in Norwegen war es ein einzelner Massenmörder. Das sind für mich deswegen keine validen Vergleiche zu 12000 Morden, die in der heutigen Zeit mit Verweis auf den Islam verübt werden.
Gerade Deutschland hat aufgrund der Vergangenheit ein ganz starkes, nahezu neurotisches Verhältnis gegenüber jedem nur ansatzweise rechten Gedankengut. Das ist gut so, aber der Islam muss auch seine Hausaufgaben machen. Wieso hört man denn immer wieder von Hasspredigern und Aufwieglern, aber nie davon, dass sich ein islamischer Gelehrter, ein Religionsführer, hervortut, der für Humanismus, Menschlichkeit, Offenheit und Nächstenliebe ausspricht? Warum gibt es weltweit überall Beispiele von islamischer Radikalität im Bezug auf Terror, aber kein Beispiel eines positiven Aufbruchs?
Die Toleranz der anderen einzufordern (und die ist in Deutschland vorhanden!) kann nicht bedeuten, die eigene Bringschuld zu vergessen. Ich erwarte von Menschen, die hier leben, dass sie sich integrieren und die Werte des Landes respektieren.