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Original geschrieben von Paradox_13th
Bist du Pilot oder Fachmann?
Piloten sind Fachmänner, du Nase! 
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Original geschrieben von Paradox_13th
Wow da spricht jetzt der Fachmann was. Du hängst dich jetzt ziemlich weit aus dem Fenster raus wenn du der Ansicht bist, dass die Leute die nun Kritik üben alles "Schlaumeier" sind.
Nachdem dieses Video auftauchte wissen plötzlich alle dass diese Crew "natürlich" die andere RWY hätte requesten sollen. Hätte man einen non-precision approach auf die 33 gemacht, wäre dabei so herumgeeiert und es wäre gefilmt worden, würden sich jetzt alle echauffieren warum diese Crew sich nicht für die auch sonst hauptsächlich genutzte RWY 23 entschieden hat. Im Nachhinein ist es einfach sich als Klugscheißer hinzustellen und zu behaupten dass es anders besser gewesen wäre.
Ansonsten hatte ich es ja schon angedeutet: Der Flughafen verweist an die DFS und die Piloten. Die DFS verweist an Vorgaben des Flughafens und der Stadt sowie die Piloten. Die Flugzeughersteller formulieren windelweiche Limits (besser gesagt: schwammige Empfehlungen) für X-wind-Landungen... und jeder redet sich heraus wenn es eng wird oder schief geht weil immer "die anderen", und am Ende immer die Piloten, Fehler gemacht haben - aber natürlich nie man selber.
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Original geschrieben von Paradox_13th
Du kannst dich ja gerne mal mit meinem Vater darüber unterhalten der mehr als 20 Jahre für LH geflogen ist von DC-10 bis hin zur 747.
Klingt ein bisschen wie "... dann hole ich meinen großen Bruder!"
Also mal abgesehen davon dass ich auch gerne mit dir weiterdiskutiere spielt in diesem Fall womöglich die Fly-by-wire-Steuerung und das Bedien-Design des Airbus eine nicht unerhebliche Rolle. Das Flugzeug reagiert teilweise anders als konventionelle Flieger (wie DC-10 oder B747) weil die Inputs der Piloten nicht direkt an die Ruderflächen gehen, sondern Rollraten und G-load-demands anfordern. Die dafür nötigen Ruderbewegungen werden dann vom Computer gesteuert, der vorher aber noch "Plausibilitäts-Checks" macht und bestimmte Lagen selbsttätitg korrigiert. Das bedeutet für den Piloten dass er sozusagen nicht ein Flugzeug, sondern einen Airbus-Computer und eine Bedien-Philosophie fliegt. Das ist gut gemeint und hat gewisse Vorteile, aber auch massive Nachteile, denn der Pilot wird von der direkten Einflußnahme und dem Gefühl der Ruderflächen entkoppelt.
Das gleiche Problem in grün gab es auch bei dem Crash in Sao Paolo vor ein paar Monaten, wo eine simple Eigenheit der Schubhebel eine Katastrophe auslöste. In den Akten: Pilotenfehler, erledigt. In der Realität: ein Problem, vor dem seit langem gewarnt wurde und laut Murphy: alles was schief gehen kann, WIRD irgendwann schief gehen. Und irgendwann wird es wieder schief gehen.
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Original geschrieben von Paradox_13th
In der Tat der Pilot hat die Entscheidungsgewalt. Das ist sein Job genauso auch speziell gewisse Landebahnen zu requesten auch wenn man ihm nur die 23 offeriert.
In der Theorie - ja. In der Praxis gilt das, was Siemensanier schreibt: wenn du der Einzige bist, der nicht fliegen will und wenn du mehrfach mit "eigenwilligen Entscheidungen" (ein unendlich dehnbarer Begriff, damit kann man jeden rankriegen) auffällst, stehst du schnell als Querulant da.