Beiträge von Printus

    Anette kann Tarja nicht ersetzen aber man sollte dennoch fair sein und sie für ihre Leistungen anerkennen. Sie kann nichts dafür dass Tarja gegangen wurde. Insofern hat sie in mir durchaus einen Fürsprecher.


    Ich habe aber gerade ein paar Live-Mitschnitte auf Youtube angesehen und angehört - und bin geschockt! Bei den Stücken aus dem Studio klingt Anette ja auch ganz gut. Kein Ersatz für Tarja, das kann und will sie bestimmt auch nicht sein. Aber auf ihre Art OK.


    Aber was ich dramatisch fand: die trifft ja live kaum einen Ton!!!! Kann das wirklich sein? Jedenfalls klingt es in diversen Videos sehr schief - eine Katastrohe!


    Mal ganz ohne Witz: so gut kann ich das auch singen...

    Von der Anti-Mindestlohn-Fraktion wird immer angeführt dass Jobs wegfallen würden wenn man Mindestlöhne zahlen würde.


    Nur erklärt niemand logisch, warum! Da wird doch unterstellt dass bestimmte, im Moment unterbezahlte, Dienstleistungen wegfallen würden weil sie mit Mindestlohn unrentabel würden. Im Umkehrschluß heißt das: man zahlt im Augenblick für sinnlose Dinge nur weil sie billig sind?


    Wenn es tatsächlich so wäre dass eine Putzfrau, die einen Mindestlohn bekommt, nur noch alle 2 Tage anstatt bisher täglich putzen kommt, dann bedeutet es dass eine Reinigung alle 2 Tage ausreichend ist. Demnach würden ihr Chef und dessen Auftraggeber sie im Moment täglich einsetzten - und bezahlen! - obwohl das gar nicht nötig ist?


    Schwachsinn! Mindestlohn oder nicht Mindestlohn, wenn erkannt wird dass eine Reinigung alle 2 Tage reicht wird man das sofort umsetzen, denn so spart man auch vom kleinen Gehalt noch die Hälfte ein!


    Geht man wirklich seltener zum Friseur und rennt demnächst wochenlang mit Zottelhaaren herum weil die Preise beim Friseur so gestaltet werden dass sie die Kosten decken? Sicher nicht!


    Und schmidt, genau diese Prozentrechnungen, obwohl wohlbekannt und wahrscheinlich richtig, nutzen faktisch gar nichts weil sie am Problem vorbei gehen. Mir war aber, als ich die Zahlen vor ein paar Tagen erstmals las, sofort klar dass irgendwer sie partout als Nebelkerze nutzen würde. Glückwunsch, es war kein FDP-"Wir sind die Partei der Besserverdienenden"-Politiker in einer Talkshow, sondern du hast den Punkt gemacht.
    Es ist völlig wurscht ob die Steuerlast X oder Y Prozent des Einkommens ausmacht oder welche Bevölkerungsschicht welchen Anteil am gesamten Steueraufkommen hat. Den individuellen Bürger interessiert was er netto in der Tasche hat und welche Kaufkraft er davon hat, nicht welchen statistischen Anteil seine Abgaben ausmachen.


    In der täglichen Realität hat der eine ein Problem wenn das Geld kaum zum Leben reicht, der andere lebt in Saus und Braus, völlig egal wieviel Steuern diejenigen in den Topf einbringen. Wenn ich jeden Monat ein paar tausend Euro zum Verprassen habe ist mir völlig egal ob ich 1, 25 oder 99% Steuerabgaben zahle, wirklich wichtig ist was ich in der Tasche habe und wie ich davon leben kann.


    Ansonsten ist es okay wenn Leute, die viel arbeiten, eine anspruchsvolle Ausbildung, einen anstrengenden Job oder hohe Verantwortung haben, entsprechend honoriert werden. Es muß aber in nachvollziehbarem Rahmen bleiben. Auch der Tag eines Managers hat nur 24 Stunden, er hat auch nur 2 Hände, einen Kopf zu denken und einen Mund zum reden. Er KANN nicht so viel mehr leisten wie normale Angestellte dass er so horrend mehr Geld verdient.
    Die Leute sollen ruhig gutes Geld bekommen, aber es muß in vertretbaren Relationen bleiben - und das ist immer weniger der Fall.


    Abgesehen davon verselbstständigen sich große Vermögen weil allein die Zinsgewinne so wachsen - und exponentiell weiter steigen! - dass viele Vermögen keineswegs mit harter Arbeit verdient wurden, sondern sich ab einer gewissen Schwelle aus sich selber heraus schneeballartig weiter vergrößern. Da tut der Besitzer keinen Handschlag dafür.


    Wie man in purem Luxus leben, dem Geld beim selbstständigen Wachstum zusehen und dennoch mit krimineller Energie Summen beiseite schaffen kann ist mir einfach schleierhaft. Was geht in Zumwinkel und Konsorten vor, die es nun wirklich nicht nötig haben zu bescheißen?
    Wie kann man sich denn vom Staat, vom Steuerrecht, benachteiligt fühlen wenn man trotz hoher Abgaben immer noch zu den finanziell bestgestellten Menschen des Landes, man kann auch schreiben "der Welt", gehört? Dazu muß man doch eine Denke entwickelt haben, die ein Psychiater als "Fixation in den Denkinhalten" bezeichnet.


    Die CDU hat nicht etwa dazu beigetragen dieses gesellschaftliche Problem zu lösen - nein, sie waren sogar so dreist mitzumachen! Ich sage nur "Parteispendenaffaire"! Ansonsten verdienen Abgeordnete schon als solche ganz gut, aber so richtig abgesahnt wird durch die Posten in Aufsichtsräten etc. Man fragt sich natürlich wo diese Leute ihre Zeit stehlen... Und zugleich wie glaubwürdig und neutral ein Politiker ist, der auf der Gehaltsliste eines Unternehmens steht, gegen dessen Interessen er im schlimmsten Fall Gesetze machen müßte...


    Die Bürger sind aber keineswegs so blöd das alles nicht zu verstehen oder sich wie dummes Stimmvieh zu gebärden. Die Leute kapieren mehr als manche Hohlköpfe glauben, wie ein gewisser Roland Koch gut zu berichten wüßte.

    Mal kurz nebenbei... wie genau und pingelig checkt ihr Autos bei der Übernahme und wie genau schauen die Vermieter bei der Rückgabe hin?


    Ich habe nur ein Mal einen Lieferwagen gemietet, bei der Anmietung lief es relativ locker ab (klar, der Vermieter ist auch nicht der Dumme wenn er etwas übersieht).


    Bei der Rückgabe war dann ein anderer Mitarbeiter extrem pingelig - meinem Gefühl nach. Er polierte nahezu jeden - wirklich offensichtlichen - kleinsten Spritzer Matsch sorgfältig beiseite und kontrollierte 5 Minuten lang und beschäftigte sich lange mit (eigentlich auch offensichtlichen) unsauberen Spritz-Graten an unlackierten Kunststoffteilen.


    Am Ende gab es keine Beanstandungen, mir hat es dennoch ein wenig "Angst" gemacht weil so genau habe ich bei der Übernahme nicht geschaut, wenn da also kleinste Spuren gewesen wären, die ich nicht beachtet habe, hätte es womöglich noch Theater gegeben.


    Ich habe aber keinen Vergleich was üblich ist, deswegen frage ich. Oder wollte man den Erstkunden "einnorden" damit ich nicht denke dass da "mal schnell rundum gegangen wird und fertig"?

    Brainstorm: ganz so eng darf man das mit den Wahlversprechen nicht sehen. Helmut und Gerhard haben eher Ziele gehabt, die nicht erreicht wurden. Das bezieht sich auf einen langfristigen Zeitraum, die Ziele wurden nicht erreicht. Als direktes Wahlversprechen würde ich das nicht notwendigerweise sehen.


    Im aktuellen Fall geht es aber um konkrete Wahlaussagen, die vor 2 oder 3 Wochen noch gemacht wurden - keine wie auich immer geartete Zusammenarbeit mit den ganz Roten. Das hat IMHO schon eine andere Qualität als Ziele, die jemand langfristig erreichen will. Hier stehen sich widersprechende Aussagen konkret und krass gegenüber, in den anderen Beispielen ist das eher ein Das-Ziel-nicht-erreichen. Selbst wenn du es doch weiter als ebensolchen Wahlbetrug sehen möchtest - es ist nicht so krass auffällig wie jetzt in dieser Sache.


    Man kann die Sache drehen und wenden wie man will, es IST eine Absprache und Zusammenarbeit wenn sich eine Frau Ypsilanti von den Linken mitwählen läßt. Sie muß deren Stimmen zwingend einkalkulieren um gewählt zu werden - das ist NATÜRLICH eine gemeinsame Sache, die da gemacht wird, und nur weil man nicht offiziell drüber verhandelt wird die Sache nichts anderes.
    Wobei ich mir denken könnte dass es dann, wie weiland in Schleswig-Holstein, SPD-Abgeordnete geben könnte, die nicht mitspielen und das miese Theater so boykottieren wie bei Heide Simonis.


    Die SPD kommt nicht ohne Schaden aus der Linken-Diskussion heraus, und das vor allem weil jetzt kurz nach der Wahl darüber diskutiert wird, obwohl es vor der Wahl ausgeschlossen wurde. Da helfen keine Wortspielereien.
    Es wäre besser gewesen sie hätten ihre Position zur Linkspartei in einer wahlfreien Periode geführt, dann hätte es weniger Auswirkungen auf die Wahlergebnisse und den Vorwurf der Wahlbetrügerei gegeben.


    schmidt3: Was die Union hätte tun können um der Linkspartei das Wasser abzugraben? Eine sozialere Politik machen, die mehr Rücksicht auf die Berlange der kleinen Leute nimmt! Die Linkspartei wird nicht gewählt weil sie tragfähige und realistische Antworten im Programm hat, sondern das ist eine reine Protestpartei für all diejenigen, die sich verraten und verkauft fühlen und es den Politikern kund tun wollen.
    Dass sich die Kleinen seit Jahren immer mehr belastet fühlen und die gesellschaftliche Arm-Reich-Schere immer weiter auseinanderklafft wird bisher von keiner Partei wahrgenommen und thematisiert. Wenn überhaupt gibt es ein paar sehr gewollte Bonbons um die Bürger zu beruhigen, aber keine wirkliche Beschäftigung mit dem Phänomen.
    Hätten die etablierten Parteien sich dieser Problematik angeniommen gäbe es keine Linkspartei. Jetzt hat man die Quittung für diese Ignoranz bekommen und das ist vielleicht auch ganz gut so.

    Ich bin mir allerdings nicht sicher ob man das Hamburger Wahlergebnis allgemein interpretieren kann und halte es eher für eine rein lokal zu erklärende Sache.


    Es geht hier nicht mal um ein größeres Bundesland, sondern nur einen kleinen Stadt-Staat. Da dürften hauptsächlich Hamburger Themen von Belang gewesen sein. Sicherlich wollen ein paar Wähler auch bestimmte Parteien oder Trends pushen, aber das dürfte eher wenig Einfluß auf das Gesamtergebnis gehabt haben.


    Wäre das Ergebnis von größerer Aussagekraft für die Stimmung im ganzen Land würde mich das Abschneiden der Linken sehr wundern. In der momentanen Stimmung müßten die dann viel mehr abräumen als es hier tatsächlich der Fall war.


    Ich denke eher dass es hier darum ging wen man als Bürgermeister sehen will und von welcher Partei man regiert werden will. Da gibt es dann Ole von Beust und Michael Naumann als Bürgermeisterkandidaten zur Auswahl, man will die Grünen für Umweltschutzthemen in der Bürgerschaft sehen und für ausreichende Beachtung sozialer Belange die Linken, die dieses Feld besetzt haben.
    Die FPD kippt hinten runter weil die nichts einbringen, was in einem Stadtrat interessiert... Wirtschaftsinteressen werden CDU und SPD schon ausreichend beachten...

    Der Wert der Ware wird in folgender Reihenfolge ermittelt, wobei die nächsthöhere Stufe nur dann relevant wird wenn alle Vorstufen nicht zu einem Ergebnis führten:


    1. Transaktionswert für die eingeführte Ware
    Also das, was man tatsächlich bezahlt hat, wenn es ein Kaufgeschäft war und der bezahlte Preis einen realistischen Warenwert wiederspiegelt.


    2. Transaktionswert für gleiche Waren
    Ist der Wert der einzuführenden Ware nicht genau festzustellen, schaut man sich an was dieses Produkt im Allgemeinen wert ist, zu welchen Preisen es normalerweise eingeführt wird.


    3. Transaktionswert für gleichartige Waren
    Gibt es keine gleichen Waren, muß man die Werte ähnlicher Produkte als Referenz nehmen (beispielsweise vergleichbare Modelle anderer Hersteller etc.).


    4. die deduktive Methode
    Man schaut sich den Endkunden-Verkaufspreis im Inland an und schließt daraus auf den Warenwert zurück.


    5. die Methode des errechneten Werts
    Man schaut sich die Kalkulationen des Einführers an (unterstellt dabei dass es ein Geschäftsmann ist, der Waren weiterverkaufen will) und errechnet auf dieser Grundlage den Warenwert.


    6. Schätzung
    Wenn sonst nichts zu einem Ergebnis führte... Die Schätzungen des Zolls fallen meistens ungünstig für den Einführer aus.



    Ebay-Ersteigerungen werden nach 1.) verzollt wenn ein realistischer Verkauspreis zustande kam. Hat man ein echtes Schnäppchen geschossen, das deutlich unter Wert den Besitzer wechselte, wird der Warenwert nach 2.) oder 3.) ermittelt.