Beiträge von Printus

    biketunE,


    ich habe den Eindruck dass du nichts von dem verstanden hast, was man dir zu sagen versucht. Ich starte dennoch einen weiteren Versuch... :D


    Du beschäftigst dich, gerade auch wieder im letzten Posting, mit unendlich vielen Abwägungen was du wie machen kannst und warum dieses oder jenes, oder nicht oder doch.... das alles dann auch noch unter Zeitdruck, weil morgen muß die Entscheidung fallen, und den Eltern soll's ja auch gefallen, und später gute Kohle bringen, aber man weiß ja nicht was wird... das ist ein Feuerwerk von nicht zu bewältigenden Für's und Wider's in deinem Kopf.


    Was du jetzt brauchst ist einfach nur den Mut, aus dem ganzen Zeug auszusteigen. Einfach so! Es ist egal welche beruflichen Optionen es gibt, egal was die Eltern und Freunde denken, egal wie es um deinen Finanzierung steht. Es ist alles egal.
    Du brauchst einfach nur einen einzigen Entschluß fassen, nämlich den jetzt und hier zum Voll-Verweigerer für alles weitere zu werden!


    Du wirst weiter alle 10 Minuten eine andere Meinung haben und nicht wissen was zu tun ist wenn du weiter Entscheidungen zu treffen versuchst, die momentan einfach nicht getroffen werden können weil du gar nicht weißt was du willst.


    Du solltest jetzt ALLES absagen und einfach nur in den Tag hineinleben. Am besten nicht indem du zuhause abhängst, sondern indem du einfach drauflos reist. Wohin ist egal, einfach weg. Laß' einfach mal alles hinter dir und nimm dir Zeit die Welt zu entdecken... du kannst überall ein bisschen jobben, gegen Kost und Logis ein bisschen bei der Arbeit helfen, und nach einigen Tagen zieht es dich weiter. Bei Bauern, in Klöstern, preiswerten Pensionen, mit einem kleinen Schlafsack und einem Minizelt auf jedem Camingplatz und jeder Wiese. Du wirst immer unterkommen, selbst hier in Deutschland, und im wesentlich gastfreundlicheren Ausland schon dreimal.
    Dieses Leben würde ich einfach mal eine Weile lang machen. Zwinge dich dazu dir KEINEN zeitlichen Rahmen zu setzen und auch nicht permanent daran zu denken wie es danach weitergeht.
    Was hälst du z. B. vom Jakobsweg, der zuletzt immer sehr in den Medien war? Oder mit dem Rucksack drauflos ziehen, scheißegal wohin, nur erstmal weit weg.


    Ich garantiere dir dass deine Depressionen ganz schnell weggeblasen sind, wahrscheinlich bist du kerngesund. Und wie es später beruflich weitergeht, auch da wird sich auf der Reise etwas tun. Man kann solche Entscheidungen oft nicht über das Knie brechen, sondern das Leben ist zur Hälfte Zufall und du weißt nie was weiter passiert, ob eine Entscheidung gut war oder ob es anders besser gewesen wäre. Das ist aber auch egal weil wenn man unzufrieden ist kann man es wieder verändern. Heute ist eh keiner mehr 45 Jahre lang im gleichen Job bei derselben Firma.


    Selbst wenn du 10 Jahre auf Achse gehst oder in Asien hängen bleibst - egal! Wenn du spürst dass du dich wohlfühlst ist das dein Weg. Vielleicht bist du in 3 Monaten wieder hier und weißt was du willst - egal, erstmal raus und LEBEN!


    Dieses Hinter-dem-mit-Garantie-besten-Weg herhetzen wird dich nicht weiter bringen, denn du hast heute keine gescheiteren Erkentnnisse als gestern oder morgen und du brauchst einfach nur eine Auszeit unbestimmter Dauer.


    Wenn du jetzt weiter hinter der aktuell besten Entscheidung herläufst gibt das nie was, du verstrickst dich nur noch mehr! "Alles hinschmeissen" ist jetzt angesagt, und wie es weitergeht, ob als Student, Buddhist oder was auch immer, das kannste mit 22, 23, 25, 30, letztlich alles noch ganz genauso anstreben wie jetzt.


    Also mach' dich frei für diese eine, radikale Entscheidung, die das einzig Sinnvolle ist. Alles andere vergißt du, und dann kommt die Erleuchtung von ganz alleine.


    Ich weiß nicht ob du begreifen wirst dass du einfach komplett raus mußt aus dem schon oft zitierten Hamsterrad. Du mußt es nur kapieren und wollen. Und nicht wieder lange abwägen, sondern HEUTE den Rucksack packen und MORGEN geht's los, einfach ins Blaue rein. Dann hast du schlagartig ganz andere Gedanken und die jetzigen Probleme sind ruckzuck weit weg. Du kümmerst dich einfach nur um Schlafgelegenheiten und etwas zu essen.


    Ich drücke dir die Daumen dass du verstehst was ich und alle anderen dir sagen wollen, nämlich dass du jetzt ganz spontan und ohne langes Überlegen eine Entscheidung für die Freiheit, sozusagen, treffen solltest. Freiheit von wirklich allem und jedem, von diesen ganzen Sachen, Personen und Ideen, die dich gerade beeinflussen.

    Zitat

    Original geschrieben von TMausHB
    WAS?! Das geht...? Noch nie gehört! :D ;) :p


    Geht, ist aber zum einen nicht erlaubt und zum andern nur halb so spannend wie es erstmal klingt, wenn du nicht weißt wie die BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) strukturiert sind. Und selbst dann...


    Dein Problem wird sein dass du das System der Funkrufnamen der Fahrzeuge und Leitstellen nicht kennst und deswegen nicht verstehen wirst wer da mit wem quatscht. Zum anderen geht es hauptsächlich um Statusmeldungen, also wenn sich ein Fahrzeug in einen Einsatz reindrückt, am Notfallort ankommt, wieder einsatzbereit ist usw.


    Die Alarmierung, wo was los ist, also das eigentlich Spannende, wird heute oft nicht mehr im Klartext über den Funk besprochen. Wirklich auf dem Laufenden biste also nicht.


    Außerdem sollte schon zur WM 2006 digitaler Funk bei den BOS eingeführt worden sein. Hat nicht geklappt, zieht sich auch noch weiter hin, wird aber irgendwann kommen. Spätestens dann ist mit der Abhörerei komplett Schluß weil die digitalen Daten nicht mehr so abgescannt werden können wie analoge Daten.

    Warum hier ein Schloß her soll ist mir nicht klar und auch nicht warum das hier das falsche Forum sein soll. Klar ist das hier nicht das Juristenforum, aber dafür "Geplauder", und wenn man das jetzt angesichts des ernsten Themas nicht wörtlich nimmt, sondern so versteht wie es gemeint ist, nämlich als Sammelbecken für alle anderen Themen, dann spricht doch nichts gegen die Frage. Der TE weiß auch dass das hier kein Juristenkongreß ist und wird deswegen auch nicht jede Antwort für bahre Münze nehmen.


    Da hier keine Daten genannt wurden, die irgendwelche Rückschlüsse auf die Identität der Betroffenen zulassen, ist es kein Problem ihre Geschichte hier anonymisiert wiederzugeben.


    Selbsttätig eine Anzeige zu erstatten ist definitiv nicht drin, das verstößt eindeutig gegen die Schweigepflicht. Diese wird - wir lassen den Idioten Schäuble und seine kranken Ideen mal außen vor - bisher noch ganz hoch angesetzt und wenn man sie brechen will muß man dafür mehr als gute Gründe haben. Selbst der vage Verdacht dass der Bruder auch die kleinere Schwester mißbrauchen KÖNNTE reicht da nicht aus.


    Es gibt Beispiele, wo Leute vor Gericht bei wirklich abstrusen Konstellationen größten Ärger wegen Mißachtung der Schweigepflicht bekamen. Rechtlich betrachtet kann man jedem Schweigepflichtigen nur raten lieber 1000 Mal nichts zu sagen als nur 1x zu viel.


    Es gibt ja auch noch den Grundsatz "Der Wille des Patienten ist beachtlich." Das macht eine Anzeige, die nicht durch die Patientin authorisiert ist, zusätzlich heikel weil sie gleich doppelt gegen Grundsätze verstößt.
    In meiner medizinischen Ausbildung wurde immer und immer wieder darauf hingewiesen dass man fast nie zu wenig sagen kann, aber jedes Wort theoretisch eins zu viel sein kann.


    Selbst kleinere Straftaten oder Geständnisse irgendwelcher Straftaten entbinden einen erstmal nicht von der Schweigepflicht, solange sie nicht von einem Gericht - oder aber natürlich dem betroffenen Patienten - aufgehoben wird.


    Man darf sich hier in diesem Fall nicht dadurch verleiten lassen weil bei "Mißbrauch" immer alle Panik bekommen und man wesentlich schneller als bei anderen Sachverhalten geneigt ist helfen zu wollen, auch wenn es rechtlich alles andere als sauber ist. Man kann auch hier in Teufels Küche geraten.


    Ich sehe nur einen Weg: die Patientin stabilisieren, und dann darauf hinwirken dass sie eine Anzeige in eigener Sache erstattet, dabei auch die Sorgen für die Schwester artikuliert. Oder aber explizit eine Entbindung von der Schweigepflicht durch die Patientin bekommen, dann geht's auch. Aber "in Eigeninitiative drauflos" - das ist ein ganz klarer Verstoß. Das ist nur legitimiert bei wirklich schweren Verdachtsmomenten wie geplanten terroristischen Anschlägen oder geplanten Kapitalverbrechen. Als ein solches könnte man Mißbrauch sehen, aber bei einem nur vagen Verdacht - schwierig, schwierig...


    Ein weiteres praktisches Problem wird sein dass nur ein Verdacht - der Bruder KÖNNTE der Schwester etwas antun - nicht reicht. Da muß es schon einen konkreten Tatverdacht geben und selbst dann ist es in Deutschland sehr schwer einzuschreiten. Hier muß immer erst klar nachweisbar ein Übergriff stattfinden oder beweisbar geplant gewesen sein, reine Behauptungen oder Befürchtungen reichen regelmäßig nicht um einzuschreiten.


    In einem Fall wie diesem ist das sehr blöd, aber es verhindert andererseits dass Leute, denen einfach nur eine Nase nicht gefällt, jemand anderen einfach so von der Polizei wegsperren lassen können.

    Zitat

    Original geschrieben von Jochen
    Daher täte die FDP gut daran, sich nicht, nur um mitregieren zu können, doch mit der SPD einzulassen.


    Neiiiiiiiin, natürlich nicht nur um mitregieren zu können! Wer wird denn sowas unterstellen... Aber wenn lange genug gebettelt und ausreichend Zugeständnisse gemacht werden *hüstel* ist die FDP vielleicht gezwungen in eine Koalition einzutreten "um Hessen zu retten". "Natürlich" nur mit Bauchschmerzen und blablabla, aber man muß ja Verantwortung übernehmen und deswegen doch die schlimme Bürde einer Regierungsbeteiligung übernehmen... :rolleyes:


    Zitat

    Original geschrieben von Jochen
    Aber ich kann mir Koch nicht mehr als Regierungsbeteiligten vorstellen, nach der Wahlschlappe. Und ich denke, das hatte sehr, sehr viel mit seiner Person zu tun.


    Er hat fertig. Im Gegensatz zu Frau Y verkörpert er einen windelweichen Opportunisten, der immer das sagt, was er glaubt dass die Leute hören wollen. Noch blöder als jahrelang Kapazitäten bei der Justiz abbauen um dann aber populistisch über Maßnahmen gegen steigende Kriminalität zu wettern kann man es kaum machen.


    Vor ein paar Tagen wurde er in einem Interview erst nach Hessen-Themen gefragt, und dann kam plötzlich die Frage: "Herr Koch, was für ein Handy haben Sie eigentlich?" Er stammelte dann herum er wisse nicht genau und müsse erst nachsehen...


    War sehr witzig, man merkte wie verdattert er war, dass er garantiert ein Nokia hat, es aber nicht sagen will weil das gerade nicht gut ankommt. Dieses Ausweichen, er wisse nicht von welcher Marke sein Handy sei, war aber keineswegs besser, sondern eher noch schlechter als einfach dazu zu stehen. Am Ende blieb hängen: wieder mal ein echter Koch, bloß keine Position beziehen sondern entweder sagen was alle hören wollen oder ausweichen...

    Neuwahlen können aber nicht im Interesse der SPD sein, denn das Wahlergebnis ist maßgeblich auf die sensationell schlechte Performance von Koch zurückzuführen. Wenn er nochmal antritt wird er sich "schlauere" Wahlkampfthemen suchen und wenn die CDU auch noch einen anderen Spitzenkandidaten bringt, ist außerdem der "Nasenfaktor" positiver. Viele, die Koch abstrafen wollten, werden die CDU dann wieder wählbar finden - zu Lasten der SPD.

    Eins ist doch klar: irgendeine Partei muß zwangsweise umkippen, weil wenn gegen jede noch mögliche Kombination die Aussage irgendeiner Partei steht würde ja gar nix gehen.


    Man hat in Hessen gesehen dass der brutalstmögliche Aufklärer Koch jetzt die Quittung für seinen populistischen Wahlkampf, seine unsympathische Art und das ständige Taktieren bekommen hat - und das zu Recht. Das ist so ein Typ, der auch seine Oma verkaufen würde wenn es Stimmen bringt, der sich aber schmierig immer aus allem rausredet und allzu offensichtlich immer nur seinen Vorteil sieht, ohne sich um sein Geschwätz von gestern zu scheren. Das haben die Wähler "goutiert" :D und mit dramatischen Stimmverlusten zu Recht abgestraft.


    Ansonsten wird die Rolle der Linkspartei IMHO völlig verkannt. Dieses Rumgelabere von der Stasi-Partei, den Kommunisten und was hier sonst so getönt wird, geht völlig am Thema vorbei und ist nicht zielführend.
    Gerade im Westen zieht die Aussage, dass es sich hier um ein versprengtes Häuflein ewiggestriger DDR-Fans handelt, gar nicht, denn hier gibt es keine Ex-DDR-Funktionäre, die ihre alten Seilschaften pflegen. Weite Teile der Linken sind hier aus der WASG entstanden, in der sich zahlreiche unzufriedene Ex-SPD-Mitglieder versammelt hatten, die sich nach den harten und unsozialen Hartz-Reformen des Herrn Schröder in der SPD nicht mehr heimisch fühlten und eine neue Partei gegründet haben um vor allem soziale Themen in den Mittelpunkt zu rücken. Das hat mit Stasi, DDR und Kommunismus absolut nichts zu tun und das dümmliche Herumgehacke auf solchen Begriffen sollte endlich aufhören. Es stimmt nicht, es wird der Sache nicht gerecht und ignoriert was das Abschneiden der Linken eigentlich sagen will.


    Hier geht es ganz klar um die Sorgen der Menschen um ihre Zukunft, um soziale Gerechtigkeit. Den Menschen wurde klar dass die Renten nicht sicher sind, jeder spürt die Reallohnverluste, zugleich gibt es die Mindestlohndebatte und die Managergehälter, den Aufschwung, der bei den Menschen nicht ankommt, und brandaktuell das Heuschreckenbeispiel Nokia, die hier Steuergelder abzocken um 3 Tage später Millardengewinne zu verkünden während die Leute hier auf die Straße gesetzt werden.
    Die Sorge um den sozialen Abstieg und die Angst vor der Zukunft haben dazu geführt dass die Menschen eine Protestpartei gewählt haben, die zwar nicht real die Probleme lösen wird, die den anderen Parteien aber Dampf machen wird und als Denkzettel für eine gesellschaftliche Entwicklung dient, die nicht mehr akzeptiert wird.


    Genauso ist auch die schlechte Wahlbeteiligung zu interpretieren. Viele Menschen gehen aus Protest und Desillusionierung nicht mehr wählen - das sind die, die nicht mal mehr die Linken gewählt haben, sondern sich inzwischen ganz verweigern.


    Was mich wirklich wundert ist dass weite Teile der Politik - aber scheinbar auch hier - nicht erkannt haben wie die Linkspartei zu sehen ist. Es geht nicht darum wie schlau ihr politisches Angebot ist, sondern darum was dahintersteht wenn die Menschen so stark eine Partei wählen, die sich "soziale Gerechtigkeit" auf die Fahne geschrieben hat.


    Solange man über die bösen Kommunisten und von Stasi und DDR schwadroniert hat man nicht verstanden was die Wähler hier zum Ausdruck bringen wollen. Das sollte endlich mal zur Kenntnis genommen werden.

    tomi78,


    "Selbstverzoller" ist ein mißverständlicher Begriff weil es diesen Terminus tatsächlich in einem anderen Zusammenhang gibt, nämlich im Versandverfahren NCTS. Ich weiß aber was du meinst - selber zum Zollamt latschen und dort das Paket abholen.


    Hier kommt ein Unterschied zwischen Paketdiensten und der Post (heute DHL) zum Tragen. Die Paketdienste MÜSSEN im ersten Hafen/Flughafen in der EU verzollen und dürfen die Ware nur nach entsprechender zollrechtlicher Bestimmung weitertransportieren. Es geht also nicht anders als dass der Paketdienst die Formalitäten regelt und du die Gebühren später an der Haustür zahlst.


    DHL genießt bisher einen Sonderstatus weil es noch aus der Zeit der "Deutschen Bundespost" so läuft dass die auch am ersten (Flug)hafen verzollen sollen, kann das aber nicht gemacht werden weil z. B. der Warenempfänger nicht erreichbar war darf DHL die Sendung zu einem Binnenzollamt transportieren, wo der Addressat sie dann selber abholen kann.


    Diese Möglichkeit besteht aber nicht wenn die Sendung von einem Paketdienst transportiert wird. Dass du selber auf dem lokalen Zollamt auftrittst um die Formalitäten zu regeln geht nur wenn die Lieferung per DHL kommt, nicht aber bei allen anderen Lieferdiensten.


    Meine eigene Erfahrung ist allerdings auch dass man auf den Binnenzollämtern Glück aber auch viel Pech haben kann. Die Zöllner dort haben oft überhaupt keine Ahnung und rechnen auf gut Glück herum, aber das ist oft nicht so, wie es nach allen Regeln der Kunst sein müßte. Man kann Glück haben und profitiert davon, der Schuß kann aber auch nach hinten losgehen. Sehr beliebt ist z. B. dass da nicht nur die anteiligen Transportkosten berechnet werden (mühsam zu rechnen) sondern dass der Einfachheit halber Zollsatz und Einfuhrumsatzsteuer auf Warenwert und komplette Transportkosten gerechnet werden - und fertig. Oder sie kennen die Freischreibungsmöglichkeiten und besondere Zollverkehre nicht und verzollen alles durch die Bank weg. Der Endkunde weiß ja noch weniger was da los ist und zahlt einfach was die Beamten sagen...


    Zollabwicklungen sind kostenintensiv und du kannst dir ja mal anschauen was Speditionen dafür verlangen... Jede Sendung muß einzeln angemeldet werden, es muß auch korrekt laufen weil sonst entweder der Zoll oder der Kunde meckert, und dafür braucht man qualifizierte Mitarbeiter, die für jede Sendung einen gewissen Zeitbedarf haben. Das kostet einfach viel Geld und irgendwie muß es finanziert werden. Die einen verlangen dafür einzeln aufgeführte Gebühren - wie offenbar TNT - die anderen haben von Anfang an sehr hohe Transportkosten (z. B. UPS). Das Problem der zweiten Variante ist dass die hohen Transportkosten in die Einfuhrabgaben-Berechnung einfliessen und den Kunden dann doppelt teuer zu stehen kommen. Insofern ist der Weg von TNT, es unabhängig in Rechnung zu stellen, zwar psychologisch ungeschicht, denn der Kunde glaubt (so wie du jetzt) dass er da teuer abgezockt wird. Tatsächlich ist das aber fairer und ehrlicher als der andere Weg, die Kosten schon gleich in besonders hohe Transportkosten einzupflegen.


    Die anderen sind nicht besser und nicht schlechter als TNT, da zahlt man in aller Regel genauso bei Paketübergabe an den Kurierfahrer - es sei denn man ist offiziell registrierter Kunde und bekommt eine monatliche Rechnung über die aufgelaufenen Gebühren. Letztlich läuft es aber immer gleich.

    Zitat

    Original geschrieben von tomi78
    1.)
    Für eine Express-Importsendung mit Warenwert von ~ 27 € hat der Zoll mal eben satte 80 € fiktive Portokosten in Rechnung gestellt, so dass sich der gesamte Zollwert auf knapp 110 € beläuft bzw. von diesem die 19% EuST berechnet wurden.


    Gut, der Absender hat auf der Handelsrechnung leider nichts bzgl. der Frachtkosten erwähnt, deshalb hat der Zoll diese geschätzt, soweit auch o.k., aber direkt 80€?!


    80 EUR Frachtkosten erscheinen im Verhältnis zu einem Paket hier im Inland sehr hoch, sind aber für internationale Luftfracht-Express-Sendungen absolut realistisch. Es kommt nicht nur auf den Wert der Sendung an, sondern auch die Größe und das Gewicht, Luftfracht ist immer teuer, Expressversand auch, und die oft gebuchten Optionen "Lieferung vor 10 Uhr" oder "vor 12 Uhr" etc um so mehr. 80 EUR Versandkosten anzunehmen ist nicht von vorneherein überzogen, sondern das ist ein durchaus gängiger Preis, den der Zoll hier angesetzt hat.


    Wobei ich es so kenne dass in solchen Fällen, wo keine oder viel zu geringe Transportkosten auf der Rechnung stehen, die tatsächlichen Transportkosten aus dem Buchungssystem des Paketdienstes ausgelesen und dem Zoll mitgeteilt werden, dann richtet sich der Zoll normalerweise nach den Transportkosten, die auch wirklich angefallen sind.


    Zitat

    Original geschrieben von tomi78
    Der Händler aus China verlangte für den Versand gerade mal umgerechnet 16€, hätte der Zoll diese bei Auflistung auf der Rechnung als Maßstab genommen oder hauen die immer willkürlich diese 80€ bei Express Sendungen drauf?


    Den Zoll interessieren grundsätzlich die wirklich angefallenen Kosten. Manche Versender verschicken für 80 EUR und stellen dem Kunden aber nur 16 EUR in Rechnung. Das passiert zwar eher in besonders guten und engen Geschäftsbeziehungen und nicht bei einmaligen Privatbestellern, generell kommt es aber vor. In diesen Fällen kann es auch tatsächlich sein dass der Zoll die deklarierten Transportkosten, auch wenn sie offiziell so auf der Rechnung geführt werden, nicht akzeptiert weil sie nicht den wirklich entstandenen Transportkosten entsprechen.


    Dann hast du dem Versender zwar erfreulicherweise nur 16 EUR Versandkosten zahlen müssen, für die Verzollung müssen aber dennoch die realen Kosten des Transportes zugrunde gelegt werden.



    Du hast Recht, der Paketdienst verzollt immer "im Auftrag und in Vertretung" des Paketempfängers und braucht dazu dessen Authorisierung. Das wird bei kleineren Beträgen (meist so bis ca. 25 EUR) meistens dennoch ignoriert weil der Aufwand, den Warenempfänger zu kontaktieren, teurer ist als zu riskieren dass einige wenige Leute die Zahlung mit Hinweis auf die fehlende Verzollungsvollmacht verweigern.


    Dass der Warenempfänger auch bei teureren Beträgen nicht avisiert wird sollte eigentlich nicht passieren, aber ich kenne da die Firmenpolitik von TNT nicht.


    Du kannst jetzt entweder wohlwollend zumindest die Einfuhrgebühren zahlen, weil diese werden dir zu Recht in Rechnung gestellt. Zollanmeldungen sind aufwändig, kompliziert und jede Sendung muß von einem Mitarbeiter einzeln bearbeitet werden, so dass auch die Bearbeitungsgebühr, die TNT dafür berechnet, grundsätzlich okay ist. Da wird immerhin eine nicht ganz einfache Dienstleistung für dich erbracht.


    Du kannst dich jetzt natürlich auch darauf berufen dass du die Verzollung nicht beauftragt hast und deswegen die Zahlung verweigern. Wehren kann sich TNT dann nicht dagegen weil du formalrechtlich auf der sicheren Seite bist. Ich würde es trotzdem nur tun wenn du die Ware in Händen hast und auch nur wenn du nicht öfter mal Sendungen von TNT bekommst - und der Meinung bist dich aufgrund des Verfahrensfehlers vor einer Zahlung drücken zu wollen, die du eigentlich schon zahlen müßtest, denn immerhin hast du Waren im Nicht-EU-Ausland bestellt.


    Dass die Einfuhrabgaben im Verhältnis zum Warenwert sehr teuer sind... tja, da kann TNT nix dafür, sondern das ist eben deutsches Zoll- und Abgabenrecht.

    1. steht im Ursprungsposting nirgendwo dass es lustig wäre
    2. ist das hier das Geplauder-Brett, also laß' die Leute plaudern
    3. es geht um den Gatten von Verona Feldbusch/Poth. Man kann sagen dass das uninteressant ist, aber manchem ist es eine Meldung wert
    4. die Maxfield-mp3-Player sind relativ bekannt, also interessiert es manche wenn die Firma insolvent ist
    5. Nokia in Bochum wird auch diskutiert obwohl viele weder dort arbeiten, noch dort leben, noch ein Nokia-Handy haben...


    Also - wenn es so unwichtig ist halte dich doch einfach raus, vergeude keine Lebenszeit mit Dingen, die dich nicht interessieren, spare Webspace und Nerven, und alles ist gut.