Beiträge von Printus

    Ich brauch' meine Tickets selber, aber die Bahn hat immerhin auch als reguläres Angebot die Dauer-Spezial-Preise zu 29 EUR im Angebot. Die Bedingungen sind zwar nicht ganz so lässig wie beim Tchibo-Ticket weil du nicht so ohne weiteres in den erstbesten Zug steigen kannst, aber preislich fährt man da zum selben Preis wie bei Tchibo.


    Wenn du aber eh bereit bist ein bisschen draufzulegen kannst du bei entsprechender Vorrausbuchung und mit etwas Flexibilität durchaus auch ohne Tchibo-Ticket relativ gut und günstig mit der Bahn fahren.


    So gesehen ist es jetzt kein Weltuntergang die Aktion verpaßt zu haben, mit etwas Glück und leichten Abstrichen in der Flexibilität kannste immer noch ein passendes Ticket ergattern...

    Zitat

    Original geschrieben von mr3
    Ist das nur unglücklich formuliert oder gibt es tatsächlich Bundesländer, in denen es keine Pflicht zum Schulsport gibt?


    Ich kann jetzt nicht sagen wann und wo ich das mitbekommen habe, aber ich erinnere mich an Diskussionen ob türkische Mädchen am Schulsport teilnehmen dürfen bzw. dass es von den Eltern verboten wurde, insbesondere wenn Schwimmunterricht angesagt war.


    Das ist für mich ein nicht akzeptabler Fall, weil Schulsport gehört hier zu den Spielregeln, und wer das nicht akzeptieren möchte muß eben anderswo leben. In den Herkunftsländern dieser Eltern würde auch niemand akzeptieren wenn ich mich nicht an Regeln halte...

    Ich finde dass es ganz so einfach nicht ist.


    Zum einen deswegen nicht weil die rechtlichen Grundlagen schlicht unterschiedlich sind - einen Deutschen kann man nicht abschieben, obwohl es bei manchen sehr angenehm wäre wenn das ginge. Da die Regelungen, um an eine deutsche Staatsbürgerschaft zu kommen, aber relativ hoch angesiedelt sind bedeutet es für den ein oder anderen durchaus dass ihm bei Straffälligkeit eine Abschiebung droht. Ich las dass das z. B. auf einen der Münchner Täter zutrifft. Auf Mehmet, vor ein paar Jahren ebenfalls in München, traf es z. B. auch zu.


    Rein praktisch läuft jemand, der abgeschoben/ausgewiesen werden kann, Gefahr dass es passiert. Ob derjenige hier geboren wurde oder nicht, was die Eltern tun oder lassen oder welchen Bezug zu seinem offiziellen Herkunftsland jemand hat - das kann man akademisch disskutieren, es ändert aber nichts daran dass die Rechtslage ist wie sie ist und Straftätern mit ausländischen Paß die Ausweisung droht. Darüber müssen sich diejenigen, die es treffen könnte, eben im Klaren sein.


    Und insofern macht es natürlich schon einen Unterschied, denn die möglichen Folgen sind eben nicht dieselben. Wenn ich keinen deutschen Paß habe droht eine Abschiebung, den dummen Glatzen aus Brandenburg und Sachsen nicht. So ist es nun mal.


    Ansonsten ist es ja nicht so dass die Mehrheit der Eltern den ganzen Tag über arbeiten geht und die Kinder deswegen vernachlässigt. Oft ist es eher so dass die Leute in der 3. Generation Transferleistungen beziehen und nicht arbeiten. Manche Migrantenfamilien bewegen sich dazu in von der restlichen Gesellschaft abgeschotteten Parallelgesellschaften, da findet erst gar kein Versuch einer Integration statt, es gibt oft nicht mal rudimentäre Sprachkenntnisse.
    Und an dieser Stelle finde ich: das ist nicht primär ein Versagen unserer Gesellschaft - oder wenn dann nur insofern als wir nicht konsequent genug Integration an die hiesigen Lebensumstände gefordert haben (beispielsweise Sprachkenntnisse oder meinetwegen auch dass zur Schulpflicht Teilnahme am Sportunterricht gehört, auch für Mädchen) - sondern hier muß es eine Bemühen derjenigen geben, die hier leben wollen.
    Auch wenn das Argument immer wieder genannt wird, es ist ja nicht falsch: es ist überall auf der Welt gar keine Frage dass der Fremde wie ein Gast behandelt wird, man zugleich aber erwartet dass er sich an die ortsüblichen Gepflogenheiten anpaßt. Letztlich bewährt sich das ja auch, und hier würde es auch besser funktionieren weil uns die vorhandenen Parallelgesellschaften offensichtlich nicht wirklich genutzt haben.
    Der Grad zwischen erwünschtem Multikulti und Abschottung gegenüber erwünschter Anpassung ans Gastland ist eben schmal...


    Bzgl. der schlimmen Kindheit: das ist das übliche Totschlagsargument, was IMMER kommt und wer in bestimmten Stadtteilen oder sozialen Verhältnissen aufwächst ist regelmäßig nicht auf Rosen gebettet gewesen. Das darf aber nicht dazu führen dass grundsätzlich jeder Straftäter von vorneherein eine Art Freifahrtschein bekommt, denn "schlimme Kindheit" oder irgendwelche Ursachen, die zu der Tat führten, das trifft dann auf wirklich JEDEN Straftäter zu und dann braucht man irgendwann keinen mehr für sein Handeln in die Pflicht zu nehmen.
    Bei dem einen sind es dann die prekären Lebensverhältnisse, beim anderen das Scheitern an den Anforderungen des erfolgreichen Firmengründer-Vaters, beim Dritten die strenge Erziehung, beim Vierten die zu lasche Erziehung. Jeder ist ein Produkt seiner Lebensumstände, und dennoch trägt jeder Verantwortung für das, was er tut und läßt.


    Wenn, wie hier, Anlauf genommen wird um jemandem gegen den Kopf zu treten akzeptiere ich das Argument der schlimmen Kindheit auch nicht mehr. Wir reden hier ja nicht allein über Rauchen mit 11, Alk mit 13 oder andere relative Lappalien (im Sinne von: Verstoß gegen Gesetze) sondern hier geht es um eine Tat, wo jemand beinahe totgetreten worden ist.
    Wer jemandem mit voller Wucht und Anlauf gegen den Kopf tritt weiß dass das Opfer extrem schwere und wahrscheinlich lebenslange Verletzungen haben wird und weiß auch dass das sogar noch der "glimpflichere" Fall ist, weil so eine Tat mit hoher Wahrscheinlichkeit tödlich sein kann.
    Angesichts dieser Größenordnung akzeptiere ich Verweise auf die schlimme Kindheit nicht, weil auch wer aus sozialen Brennpunkten kommt hat grundsätzlich gewisse Regeln kennengelernt und weiß einzuschätzen was er tut.

    In der stillen Abwägung für den einzelnen ist das ja auch richtig dass man lieber einmal zuviel wegrennt als eine auf's Maul zu kriegen. In der öffentlichen Diskussion kann das aber nicht sein dass sich die Meinung verbreitet dass man Fehlverhalten dulden müsse weil man ansonsten schutzlos Schlägern ausgeliefert ist.


    Es geht nämlich weniger darum wie klug es nun war sich über das bisschen Zigarettenqualm aufzuregen, die eigentliche Sache ist dass hier ein gewisses Verständnis für Kuschen vor Gewalt salonfähig wird. Und das darf so nicht sein.


    Wenn sowas nicht immer gleich den Vorwurf rechtslastigen Denkens mit sich brächte würden bestimmt viele Leute öffentlich viel deutlicher sagen dass straffällige Ausländer rausfliegen müssen und sich die Migranten hier anzupassen haben. Dieses ganze Integrationsgelaber verkennt immer dass es eine Bringschuld der Einwanderer gibt, und nicht eine Verpflichtung unsererseits irgendwen zu integrieren.


    Mich stört sehr dass die staatlichen Maßnahmen gegenüber der Gesamtbevölkerung immer mehr ausufern - siehe Telefonüberwachung oder Vorratsdatenspeicherung - zugleich aber auch nach wie vor immer ein Skandal entsteht wenn irgendwo jemand etwas sagt, das nur im Entferntesten kritisch mit Migranten umgeht oder gar einen Bezug zu "Recht und Ordnung wie in der guten alten Zeit" haben könnte.


    Egal ob das jetzt die Eva-Herman-Diskussion oder andere Sachen sind, sobald da nur etwas gestreift wird, und obwohl es noch so harmlos ist und noch so klar ist dass niemand etwas verherrlicht, es ist hier einfach nicht möglich offen zu reden wenn der Sprecher in der Öffentlichkeit steht weil immer sofort eine Nähe zu den Nazis herbeikonstruiert wird.


    In diesem Fall geht's um ein anderes Thema, aber irgendwie wird da wieder eine völlig falsche Diskussion geführt. Anstatt mal über das eigentliche Problem zu reden, nämlich wie steht es um die Denkweisen in solchen Köpfen und wie kommt es dass Jugendliche sich so verhalten wie in der U-Bahn, wird das Thema benutzt um Telefonüberwachung ins Gespräch zu bringen...

    Meine Erfahrung war dass ich einen wahnwitzig hohen Dispo hatte - damals im normalen Wohngebiet einer allerdings gut angesehenen kleineren Stadt und obwohl ich mit der Barclaycard kaum normal gekauft habe, allerdings öfter immer höhere Barbeträge geholt habe. Offenbar war die Regel dass der Dispo um so höher wird je mehr man in der Kreide steht...


    Welche Taktik das sein soll erschloß sich mir damals nicht, weil abgesehen davon dass das die Kunden immer mehr in die Schuldenfalle treiben kann muß Barclay doch damit rechnen dass ein solcher Kunde irgendwann mit den Rückzahlungen nicht mehr nachkommt.


    Die ganze Rechnung, an Zinsen zu verdienen, funktioniert doch nur so lange wie der Kunde das noch abbezahlen kann... :confused:

    Zitat

    Original geschrieben von chrischros
    Also bei mir stand bei der Bestellung im Kleingedruckten zum Gutscheincode:
    "Bitte beachten Sie: Der Gutscheinabzug erfolgt unter Vorbehalt
    und wird vor Versand der Ware geprüft."


    Das ist doch keine Zusage, dass der Gutschein angenommen wurde.


    Das stimmt, und genau das meinte ich mit meinem Posting vor deinem: Tchibo sollte es so machen dass der Gutschein sofort überprüft wird, damit ich direkt sehe ob der anerkannt wird oder nicht. Sonst denkt man nämlich erstmal dass es wohl klappen wird (auch wenn's natürlich nicht da steht) und ist nachher enttäuscht wenn man dann doch einen höheren Rechnungsbetrag als erwartet präsentiert bekommt - immerhin rechnet man damit dass der Code gültig ist.

    Nein, das ist keine Absicht. Oft sind die Webshops von Online-Anbietern verkappte Links zu den Daten ihrer Zulieferer, d. h. auch wenn das ganze Layout vorgaukelt auf der Seite von Shop XY zu sein tummelt man sich in Wirklichkeit im Bestand des Großhändlers dieses Shops.


    Solange der Distributor die Ware vorrätig hat wird sie dir natürlich als verfügbar gezeigt, aber es ist nicht automatisch so dass wenn du die Ware in den Warenkorb deines Händlers legst, diese auch zugleich vom Distributor an den Händler oder direkt als Streckengeschäft an den Besteller geschickt wird. Dein Händler muß seine Bestellung beim Zulieferer - mit den Sachen, die dann in dem Warenkorb sind - auch nochmal auf den Weg schicken.


    Das heißt also: Du siehst die Ware abends als verfügbar, sie ist beim Großhändler tatsächlich im Bestand. Du legst sie in den Warenkorb und denkst dass du sie kaufst. In Wirklichkeit wandert der Artikel aber durch deine Bestellung nur in den Warenkorb deines Onlinehändlers bei seinem Distributor. Damit dein Händler die Waren nun tatsächlich bekommt muß er seine Bestellung erst noch selber beim Distributor aufgeben. Tut er das aber erst am nächsten Mittag, während ein anderer Händler morgens schon alle Bestände gekauft hat, passiert eben genau das, was dir passiert ist, nämlich dass es zum Zeitpunkt deiner Bestellung tatsächlich verfügbar war, zum Zeitpunkt der Bestellung deines Händlers bei seinem Zulieferer hatte der Zulieferer es aber schon nicht mehr vorrätig.


    Ist blöd, aber sowas passiert immer wieder, gerade auch bei sehr gängigen und gefragten Artikeln, die fliessen oft auch bei den Zulieferern nicht so schnell nach wie es wünschenswert wäre. Oft verschiebt sich das erwartete Empfangsdatum dann von einem auf den anderen Tag, dafür kann der Händler nichts weil er vom Zulieferer abhängig ist, und der ist abhängig wie gut und schnell die Chinesen liefern, ob der Seetransport und die Verzollung problemlos laufen. Und irgendwo hakt es immer...


    Sicher steht der Händler immer blöd da vor dem Endkunden, aber die Händler können da nichts für weil sie das letzte Glied in der Kette sind und abhängig von allen Vorstufen, wo jeder Beteiligte ein bisschen Mist baut. Nur badet der Händler das vor dem Endkunden aus.


    Lagerhaltung und Warenwirtschaftssysteme sind sehr teuer und komplex, deswegen satteln eben viele nur auf die Onlineshop-Lösungen ihrer Distributoren auf. Kaum jemand führt da seinen eigenen Bestand. Amazon und andere Große machen es vielleicht selber, ansonsten dürften die aber auch in Größenordnungen kaufen bei denen es seltener Engpässe geben wird als bei einem eher kleinen Händler, der nur in sehr kleinen Mengen ordert.


    Oder vielleicht ist Amazon gleich selber in der Position direkt bei den herstellern kaufen zu können? Dann sind die natürlich auch immer näher dran und haben sofort Zugriff wenn Waren überhaupt verfügbar sind...