Beiträge von Printus

    Das Geile an solchen Diskussionen ist immer wie die Anti-Tempolimit-Fraktion argumentiert.


    Weltweit haben die meisten Länder Tempolimits, und dennoch werden dort auch große, starke deutsche Autos gefahren. Oder sind die USA kein Markt für Porsche, BMW, Mercedes?


    Weiterhin werden Unfallfolgen nicht größer wenn man langsam fährt, sondern generell kleiner.


    Wer langsam fährt verbraucht exorbitant weniger Treibstoff, der knapp ist und deswegen immer teurer wird. Wirtschaftlich lohnt es sich also langsam zu fahren. Umweltpolitisch ebenso, denn Aussagen wie "der CO2-Ausstoss wird bei hohem Tempo nicht größer ist absurd; wer bei 200 km/h 19l Sprit verbrennt pustet NATÜRLICH mehr Abgase in die Luft als wenn man bei 130 km/h nur 10l verbraucht. Wo bleiben denn die Rückstände aus den anderen 9l? Weggezaubert, oder wie?
    Wer langsam fährt belastet die Umwelt weniger, und es ist völlig wurscht ob viel oder wenig. Fakt ist dass es die Belastung senkt und man nie genug tun kann.


    Also diese ganzen "Sachargumente" warum das Tempolimit angeblich nichts bringen würde, sind ein bemerkenswertes Musterbeispiel für Ignoranz und Realitätsverlust. Echt geil wie manche sich etwas einreden, was bar jeder Logik ist.


    Wenn ihr einfach sagen würdet "Hey, wir haben eben Bock weiter schnell zu fahren, es macht einfach Spaß - und wir wollen es obwohl es unvernünftig, umweltschädigend, gefährlich und im Hinblick auf die Treibstoffvorräte der Welt und die Wirtschaft schlecht ist!" würde ich das als Argument anerkennen. Aber all die anderen Dinge, die da genannt werden, sind unglaublich dummer Schwachsinn.

    Warum schreitet Ebay bei sowas denn nicht in Windeseile ein? Es ist doch offensichtlich dass das eine Verarschung ist.


    Der Typ hat kein Foto in einem Bilderrahmen, sondern das Handy selber auf seinem Auktions-Produktfoto. Er beschreibt lang und breit die technischen Daten.


    Es ist doch mehr als klar, wenn man die Hintergründe versteht, dass hier unbedarfte Kunden betrogen werden. Also - warum unternimmt Ebay nichts dagegen???


    Es bestätigt ein weiteres Mal dass Ebay immer schön still hält wenn sie mitverdienen.

    Zitat

    Original geschrieben von minako
    Nicht mehr lange und die Züge werden eh nur noch von Computern gefahren...


    Wenn man sich mal anschaut wie die U-Bahn Fahrer oder S-Bahn Fahrer ihre Züge bedienen mit einem Hebel und Fusspedal als Lebenszeichen.... das könnte glatt ein dressierter Schimpanse übernehmen ;)


    Ja, das ist wie einen Airbus fliegen. Dessen Piloten sind auch nur Knöpfchendrücker, ne?


    Als Ende der 1980er Jahre der A320 herausgebracht wurde, mit der damals revolutionären Fly-by-wire-Technik und Flight Envelope Protection, verstieg sich einer der damaligen Airbus-Chefs zu der Aussage dass dieses Flugzeug von einem dressierten Affen geflogen werden könne, man müsse ihn nur darauf dressieren zur richtigen Zeit den richtigen Knopf zu drücken, aber fliegen müsse er nicht können.


    Blöderweise kamen dann ungeplant ein paar von den Vögeln herunter und hunderte Menschen waren tot, unter anderem deswegen weil Knöpfchendrücken eben doch nicht reicht...


    Mit der Bahn kenne ich mich im Gegesatz zur Fliegerei nicht aus, vermute aber dass die ebenfalls nicht alleine fahren nur weil da jemand mal auf's Knöpfchen drückt.

    Aber "Verantwortung" oder "Ausbildung" sind doch "virtuelle Argumente", die für die tägliche Arbeit keine Bedeutung haben. Wie du schon sagst, die meisten tragen in irgendeiner Weise Verantwortung und werden nicht dementsprechend bezahlt, weil sonst müßte Gottschalk Hartz4-Aufstocker und ein Rettungsassistent Millionär sein...


    Gerade in der Fliegerei kenne ich mich aus, aber ich kenne niemanden, der sich im Cockpit denkt "Oh je, welche Verantwortung!". Die Realität ist dass ein Pilot, wie auch jeder Autofahrer tagtäglich, einfach nur sicher unterwegs sein und gut ankommen will.


    Zwar wird "safety-minded attitude" ganz groß geschrieben und extrem viel Wert auf "good airmanship" gelegt, natürlich geht das auch jedem Piloten in Fleisch und Blut über (sollte zumindest) aber der versucht seinen Bock gut zu fliegen wie der Kirmesmann das Karrussell gut bedient. Da ist nicht immer der Gedanke im Kopf dass man jetzt die schwere Last der Verantwortung trägt.


    Flugzeuge haben immer überall Redundanzen, im Airbus eine Flight Envelope Protection, da sind schon auch Sicherheitsfeatures gegeben - wie im Zug auch.


    Ich finde dass sich ein Gehalt an der Schwere der Arbeit, also den körperlichen/geistigen Mühen oder dem Betriebsrisiko, bemessen sollte, außerdem an den Möglichkeiten des Unternehmens - und die Grundlage von allem muß sein dass ein Leben und die Teilnahme an der Gesellschaft möglich ist ohne dafür enorme Klimmzüge machen zu müssen. Einem stinknormalen Arbeitnehmer sollte es möglich sein ein bürgerliches Leben führen zu können ohne dass ihn sozusagern systemimanent schon Gedanken beschäftigen müssen ob er sich Kinder leisten kann, ob er ein Auto kaufen kann, oder ob es möglich ist einmal im Jahr in einen stinknormalen Urlaub zu fahren.

    Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    Vergleiche zu anderen Berufen mit ähnlicher Qualifikation sind durchaus angebracht um ein realistische Bild dessen zu vermitteln was man eben mit so einer Qualifikation durchschnittlich an Gehalt erreichen kann.


    Aber Vergleiche hinken immer, vor allem weil es keinen wirklich vergleichbaren Job gibt. das funktioniert vielleicht wenn man Internisten mit Orthopäden vergleicht, aber Lokführer zu Einzelhandelskaufmann oder sowas ist immer schief weil die Arbeitsbedingungen ganz andere sind.


    Letztlich denke ich aber dass es, Vergleich hin oder her, generell jedem freisteht das Maximale für sich herausholen zu wollen. Wenn andere das nicht so können weil sie austauschbarer sind oder aus anderen Gründen nicht dazu in der Lage sind - dumme Sache, aber das kann kein Grund sein warum jemand, der die Möglichkeiten hat, schon vorher abdanken und geringe Forderungen stellen soll. Außerdem wurde ja schon erklärt dass sich die Forderungen auch relativieren wenn man sie mal hinterfragt.


    Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    Denn sonst könnte im Prinzip ja jeder Berufszweig sagen, dass die eigene Familien planung und sonstige materiellen Wünsche durch den eigenen Job nicht finanzierbar seien weswegen man dringend mehr Gehalt bräuchte. Man kann sich und seine (Familien)Pläne eben soweit verwirklichen wie es der eigene finanzielle Spielraum zulässt und wenn man sich für einen Job entscheidet weiß man auch vorher wie die Entlohnung dafür ist. Wer gleich von Anfang an deutlich mehr verdienen will muss halt schauen in wie weit die persönlichen Voraussetzungen dafür ausreichend sind.


    Genau das passiert ja auch und erklärt warum die Geburtenquote in Deutschland so katastrophal ist. Kinder sind eines der größten Armutsrisikos in Deutschland und wenn man sich anschaut wieviele Kinder geboren werden, und wie die Kinderarmut in Deutschland ist muß diese Gesellschaft sich schämen. Und nicht nur das - es führt zu vielen Problemen, die daraus zukünftig entstehen weil die Gesellschaft überaltert. Schaut man sich dazu mal an wo die Kinder geboren werden... das sind dann nämlich relativ oft auch noch ausgerechnet nicht Akademiker-Familien, sondern eher prekäre Verhältnisse. Und die "leisten" sich dann aber gleich eine ganze Sozialwohnung voller Kinder...


    Wir nehmen es zwar als gegeben hin und denken nicht philosophisch darüber nach. Aber lass' dir mal auf der Zunge zergehen dass auf höchster politischer Ebene inzwischen über einen gesetzlichen Mindestlohn diskutiert wird! Ich meine, welcher Wahnsinn geht denn in diesem Land ab wenn der Gesetzgeber inzwischen dafür sorgen muß dass Menschen, die arbeiten gehen, dafür einen Lohn bekommen, von dem sie leben können müssen!
    Und es kommt ja noch "besser": in den meisten Ländern rundum gibt es einen Mindestlohn und es funktioniert. Hier glauben viele Politiker dass es angeblich nicht funktionieren soll... und dass obwohl wir zu den reichsten Ländern Europas gehören.
    Inzwischen ist es soweit dass selbst die polnischen und rumänischen Erdbeerpflücker nicht mehr hier, sondern anderen Ländern arbeiten gehen weil die Löhne hier zu gering sind.


    Wenn man das mal durchdenkt - das ist doch irrwitzig und wahnsinnig!


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    Original geschrieben von ChickenHawk
    Und was die Pilotenkiste angeht: Ja es ist theoretisch auch möglich eine ATPL Lizenz ohne Abitur zu machen, wenn man sie denn selbst bezahlt (ca. 50.000 €) nur das können in der Praxis wohl den wenigsten und einen Kredit dafür gibt es auch nicht einfach so weil eben diese Absolventen im Vergleich zu ihren Kollegen die von einer Airline ausgebildet wurden auch nicht immer die besten Berufschancen haben.


    Das ist aber hauptsächlich ein finanzielles Problem, weniger eines des fehlenden Abiturs. Bei der Lufthansa, die in der Tat das Abi als Zugangsvorraussetzung fordert, fallen gute 90% der Bewerber in der FQ, einer Art Assessment Center, durch (hurra, ich war auch dabei...). Dort geht es allerdings weniger um die rein fachlichen Vorraussetzungen, sondern LH sucht einen bestimmten Typ Mensch. Nicht, weil das der einzige oder beste charakterliche Background für eine Arbeit im Cockpit ist, sondern letztlich nur weil LH es eben so will. Sehr viele der "Durchgefallenen" haben dann aber bei anderen Airlines durchaus gute Chancen und kommen unter.
    Hinderlich ist hier, wie du richtig schreibst, hauptsächlich der Geldfaktor weil ein frei finanzierter ATPL einen entsprechenden Geldgeber erfordert, den viele nicht aus dem Hut zaubern können. Es scheitert dann aber schlicht am Geld, weniger an der Qualifikation.
    Als ATPLer eine Stelle zu bekommen hängt dann stark von der Konjunktur ab. Vor 2, 3 Jahren kamen selbst Leute mit LH-Abschluß kaum unter, in diesem Sommer hatte sich das aber stark verändert. Da suchten alle Airlines händeringend nach Piloten und wer da nicht untergekommen ist muß sich im Vorstellungsgespräch und beim Vorfliegen schon ziemlich schlecht verkauft haben. Selbst wenn es nicht in der 1. Liga klappte, spätestens in der 2. Liga konnte jeder unterkommen. Wer das nicht geschafft hat, sollte sich überlegen ob er für einen Job im Cockpit geeignet ist...


    Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    Aber um das noch mal klarzustellen bevor ich hier wieder böse PN bekomme:
    Es steht außer Frage das die GDL berechtigt ist höher Löhne für ihre Mitglieder zu fordern, imho stellen sie sich dabei aber taktisch äußerst unklug an. Otto-Normalpendler der jeden morgen um 6 in der Bahn sitzt um zu seinem 40 Std. 1.500 € brutto Job zu fahren kennt die Details nicht sondern der hat eben nur die plakativen 30 % die ihm die Bildzeitung präsentiert.


    Mag sein, aber es geht hier ja letztlich nicht nur darum in der Öffentlichkeit Sympathiepunkte zu sammeln, sondern es sollen konkrete andere Forderungen durchgesetzt werden.


    Dafür, dass einen die Fahrgäste lieben, treten die Lokführer nicht in den Streik.



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    Original geschrieben von ChickenHawk
    Aber wenn man das Paket "30% mehr bei geringer Arbeitszeit und eigenem Tarifvertrag" und die vermeintlich fehlende Bereitschaft der GDL zu wirklichen Verhandlungen präsentiert bekommt beschleicht einen schon das Gefühl, dass die GDL ihre "Machtposition" viele Pendler und andere Kunden zu verprellen um die Bahn zu "erpressen" ausnutzt um sich mehr als eigentlich gerechtfertigt in die Tasche zu stecken.


    Warum argumentierst du so arbeitgeberfreundlich? Die Angebote der Bahn (Bezahlung von Überstunden - wie gnädig!) sind doch noch viel unverschämter. Das dicke Geld machen, fürstliche Vorstandsbezüge, und dann aber die Mitarbeiter verarschen finde ich viel verwerflicher als die Forderung der Lokführer. Wenn es dem Unternehmen so gut geht soll es die Mitarbeiter doch bitte partizipieren lassen.
    Ich kann hier nicht erkennen dass die Lokführer "die Bösen" sind. Die Bahn bewegt sich auch nicht und bringt unsägliche Angebote, da kann man nicht alleine der anderen Seite den schwarzen Peter hinschieben...

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    Original geschrieben von bambi05Wenn ja die Vorstandsgehälter so unverschämt hoch sind und das offenbar einer der Hauptstreikpunkte ist, wieso wird dann nicht einfach beim Fahrkartenverkauf und bei der Fahrkartenkontrolle gestreikt? Da geht es dem Unternehmen spürbar ans Geld und tut weh, den Pendlern wird aber nicht geschadet. Die kommen trotzdem ans Ziel und haben sogar noch etwas davon.


    Nein, es geht nicht primär darum dass der Vorstand nicht sein Gehalt verdienen soll. Es zeigt aber die Lamoryanz von Mehdorn und Co. wenn die sich selber die Taschen vollstopfen während man andererseits die Mitarbeiter schuften läßt, mit Abmahnwellen überzieht, schlechte Arbeitsbedingungen duldet und so tut als sei man der große Wohltäter weil "großzügigerweise" bereits geleistete Überstunden bezahlen werden sollen.


    Die Lokführer können des weiteren nicht die Fahrkartenausgabe bestreiken, sondern deren Baustelle ist eben dass sie den Zug stehen lassen. Und im übrigen gelangt das Unternehmen Streik viel mehr in die Öffentlichkeit wenn er nicht in irgendwelchen versteckten Strukturen stattfindet (dann buchen die Leute selber im Internet und der Streik bringt nichts) sondern die Bevölkerung trifft. Das ist zwar blöd für die Bürger, aber das soll den Druck auf das Unternehmen erhöhen.


    Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    2.) "Hungerlohn", nun ja also man braucht einen Realschulabschluss und macht eine 3jährige Berufsausbildung, im Vergleich zu anderen 3jährigen Berufsausbildungen z.B. Industriekaufmann (die bekommen auch nur 1.800 - 2.000 € brutto (!)) ist das schon mal gar nicht so schlecht.


    Klar, man verhungert nicht wenn man einen Lokführer-Lohn bezieht. Aber besonders üppig ist dieses Gehalt auch nicht. Man kann davon leben, wenn man keine großen Anspüche hat, das war's aber auch. Wer eine Familie gründen will muß schon schauen wann und wo er wieviel Geld ausgeben kann...


    Vergleiche zu anderen Branchen find' ich immer doof. Man kann jetzt 1000 Beispiele von anderen Jobs nennen, in denen mehr oder weniger verdient wird, und 500 davon beweisen dass die Lokführer schon jetzt gutes Geld verdienen und die anderen 500 zeigen dass die Lokführer-Gehälter vergleichsweise schlecht sind.


    Geringe Gehälter in anderen Berufen sind kein Argument warum sich irgendwer auch mit einem geringen Gehalt begnügen soll. Ich finde es völlig OK und normal wenn jeder danach strebt sich in eine bessere Position zu bringen. Vergleiche mit schlechter Gestellten können nicht das Maß der Dinge sein, gerade auch dann nicht wenn ein Unternehmen sich so präsentiert wie die Bahn es tut, nämlich mit fetten Gewinnen und dem geplanten Börsengang. Einerseits das erfolgreiche Unternehmen raushängen und andererseits aber die Mitarbeiter nicht an den guten Gewinnen beteiligen - das ist keine Art.


    Was die Ausbildung angeht: auch das ist IMHO kein Argument. Es gibt auch in der Hinsicht 1000 Beispiele von Leuten, die weniger unter angenehmeren Bedingungen arbeiten und trotzdem weit mehr verdienen, genauso wie es schlechtere Jobs gibt, wo Leute mit mehr Ausbildung weniger verdienen. Das sollte aber die Lokführer nicht interessieren, die kämpfen für sich und nicht den Rest der Welt.



    Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    Es ist ja auch gar kein Thema, dass auch Lokführer durchaus mehr Gehalt fordern dürfen, aber diese 30% von denen die GDL bisher partou nicht abweichen will ist einfach zu viel im Vergleich zu anderen Berufen im Verhältnis zur nötigen Qualifikation. Und weil da ja häufig der Vergleich zu Piloten kommt, ohne Abi bzw. Hochschulberechtigung geht da in der Regel nichts.


    Der stellvertretende GDL-Vorsitzende, der gerade die Verhandlungen führt, hat schon gesagt dass die 30% nur aus plakativen Gründen genannt wurden, aber nicht als realistische Verhandlungsgrundlage gesehen werden. Sobald die Bahn davon abläßt das selbstverständliche Bezahlen von Überstunden als besondere Großtat herauszustellen gibt es auch keine 30%-Forderung der GDL mehr. Das war nie eine realistische Größe, sondern nur eine plakative Forderung.


    Was die Piloten angeht: was du sagst stimmt für die Lufthansa. Ansonsten nicht.


    Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    Und ja es ist immer eine Frage wie viel denn eine Arbeitsleistung nun tatsächlich wert ist, fragt man den der sie erbringt immer mehr als den der sie bezahlen soll.
    Nur wenn es danach geht sind Polizisten, Krankenschwestern, Erzieher, Rettungssanitäter bis hin zur Frisörin doch irgendwo alle unterbezahlt oder nicht? Und da wir leider nicht in der Position sind einfach jedem das zu geben was er meint das ihm zusteht muss man eben schauen dass es irgendwo ein halbwegs ausgeglichenes Verhältnis von Leistung/Qualifiaktion zur Bezahlung gibt.


    Alle, die du nennst, sind sicher auch unterbezahlt. Das kann aber nicht das Problem der Lokführer sein, sondern dann müssen die anderen Gruppen auch für ihre Rechte und bessere Gehälter kämpfen.


    Manchmal mag nicht mehr drin sein, aber die Bahn macht gute Gewinne, und die hat das Geld die Lokführer besser zu bezahlen. Auch vernünftige Dienstpläne etc. muß man ja wohl auf die Reihe kriegen. Das klappt anderswo auch.

    Wir wollen aber mal nicht vergessen dass sich die Bahn gerne als einer der weltweit erfolgreichsten Transportdienstleister präsentiert, ihr Geld hauptsächlich im internationalen Güterverkehr verdient (da sind die paar Personenzüge innerhalb Deutschlands nur Peanuts), demnächst gerne an die Börse möchte - und vor allem die (sowieso fürstlichen) Vorstandsgehälter von Mehdorn und den anderen Flachpfeifen des Vorstands seit ihrem Amtsantritt um schlappe 300% (!!!) gestiegen sind.


    Währenddessen sollen sich die Lokführer, die immerhin eine relativ große Verantwortung übernehmen, ganz kurzfristige Dienstpläne bekommen, zu den unmöglichsten Zeiten unterwegs sind, mit einem kaum veränderlichen Hungerlohn abspeisen lassen?


    Wie weit kommt man denn mit 1500 EUR netto, oder 1800 EUR bei einem Familienvater? Das reicht um nicht am untersten Existenzminimum zu krebsen, aber ein "gutes" Gehalt ist etwas anderes.
    Für einen Berufseinsteiger, der solo ist, sind 1500 Piepen sicher gutes Geld, aber wenn sich dieses Gehalt ohne Progression so durchzieht bis knapp vor der Rente sieht's anders aus.


    http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video221668.html - Jörg Schönenborn bringt es auf den Punkt!


    Aus Sicht von Reisenden ist ein Streik sicher doof, aber ich habe alles Verständnis der Welt für die Lokführer und die sollen nicht klein beigeben bis sie ordentliche Arbeitsbedingungen und ein angemessenes Gehalt erkämpft haben!


    Streik ist ein legitimes und vom Gesetzgeber vorgesehenes Mittel für Arbeitnehmer und der ein oder andere sollte sich mal mit den Regeln auseinandersetzen, dann würde nicht so viel Unsinn erzählt.
    Die GDL hat seit längerem selber gesagt dass die 30% publikumswirksam in die Runde geworfen wurden, aber nicht ernsthaft als Verhandlungsbasis/Forderung anzusehen sind.

    Bei Vista Print habe ich vor Jahren mal bestellt und dann lief die Bestellung über die Bahamas und die Visitenkarten kamen aus Schottland. Das ist an sich noch nichts, was man Vista Print vorwerfen kann, nur stellt sich die Frage wozu dieses Konstrukt dient. Im Zusammenhang mit allem anderen - dennoch dubios.


    Die angeblich kostenlosen Visitenkarten waren dann so unmögliche Motive oder Papiere dass man eigentlich gar nicht anders konnte als die - natürlich aufpreispflichtigen - vernünftigen Sachen auszuwählen. Mehr als 3 Zeilen (Name, Straße, Ort) waren nicht drin. Emailadresse oder Telefonnummer kosteten extra.


    Dazu ziemlich teure Lieferkosten aus Schottland.


    Unter dem Strich war die ganze Nummer mindestens genauso teuer als hätte ich von Anfang an anderswo gekauft und regulär bezahlt, und das ist noch moderat ausgedrückt, ich habe mir damals verboten nachzudenken ob es vielleicht sogar teurer gewesen ist.
    Hätte ich anderswo gekauft hätte man mich nicht mit dem Wörtchen "gratis" gelockt, ich hätte mich aber auch nicht für dumm verkauft gefühlt.


    Wenn ich jetzt lese dass die Adressen der Kunden offenbar zu Werbezwecken mißbraucht werden - prima, das ist der Gipfel. Paßt aber ins restliche Bild.


    Mein Fazit: einmal und nie wieder. Einen Kunden für blöd verkaufen und dadurch verärgern ist das Schlimmste, was man tun kann - und das haben sie bei mir geschafft.


    Ich habe seit Jahren immer wieder sehr gute Erfahrungen mit Druckmaus gemacht. Nicht alle Motive und Papiere treffen meinen Geschmack, manches ist eher auf Kinder oder Jugendliche ausgerichtet, aber man findet auch ordentliche Sachen. Ich habe dort über die Jahre hinweg locker 25 oder 30 Mal bestellt, z. B. Aufkleber als kleines Geschenk oder Mitbringsel für jemanden. Und JEDES Mal war ich super zufrieden!


    Es geht schnell, die Ware ist 1a, der Service stimmt und die Preise sind absolut fair. Andere Schriftart gewünscht? Kein Problem, einfach im Warenkorb zu den Bemerkungen schreiben. Bezahlung auf Rechnung - das alleine ist schon eine gewisse Aussage, nämlich ein Vertrauensbeweis gegenüber dem Käufer. Ins Bild passen auch die wirklich absolut fairen Versandkosten, die man so fast nirgendwo findet, da wird auch immer gerne zugelangt - hier nicht.


    Wenn ich eine Handvoll Namen von Firmen nennen sollte, die ich wirklich gerne empfehle weil ich seit Jahren immer komplett zufrieden war - dann ist Druckmaus.com in jedem Fall ganz vorne mit dabei.

    Ich glaube was er meinte ist einfach: da werden irgendwelche Schnäppchen angeboten, aber als Kunde mußt du aufpassen dass es für dich auch so gilt, wie du es im ersten Moment verstehst, denn oft genug gibt's Fußangeln, dass es dann in deinem eigenen, konkreten Fall doch nicht so funzt wie du anhand der Werbung dachtest.


    Kleines Beispiel: ich habe Verwendung für 1 Tchibo-SIM, habe aber inzwischen selber alleine 4 auf mich registriert und nochmal genauso viele auf andere Familienmitglieder. Warum?


    Weil den Neukunden tolle Angebote gemacht werden, aber die Bestandskunden bekommen gar keinen Goodie. Es ist andauernd wieder besser eine ganz neue SIM-Karte zu holen weil man da sagenhafte Vorteile geboten bekommt, die den Bestandskunden schlicht vorenthalten werden. Nur sollten diese eben auch "gepflegt" werden, weil das sind die Leute, an denen Tchibo verdient.


    Böse formuliert: Tchibo verdient nichts an denen, die bei den Superangeboten zugreifen, die Handys dann aber in Urlaub schicken und dann mit anderen SIMs im von Tchibo subventionierten Handy telefonieren.


    Ich habe seit über einem Jahr eine Tchibo-SIM und nutze sie. Intern-Flat gab es letztens für alle Neukunden, angeblich zuletzt auch für Bestandskunden, aber diese Aktion ist jetzt Hotline vorbei. Toll! :-(


    Also muß ich, als guter Kunde, der Tchibo Gewinn bringt, auf Goodies verzichten, während man den Nomaden, die gensauso schnell wieder weg sind wie sie kamen. Warum pflegt man die langen Kunden nicht indem man ihnen auch die guten Konditionen anbietet?


    Ich wollte gestern die Intern-Flat (Tchibo zu Tchibo 0 EUR) buchen, aber es hieß dass die Aktion vorbei sei. Warum? Jetzt bin ich, als Kunde der ersten Stunde, der Doof, während die Neukunden solche Geschenke bekommen?


    Das ist wirklich ärgerlich und so sollte man seine Kunden nicht provozieren, dann würden diese auch nicht versuchen mit Herumtrickserei auch ein Stückchen vom Kuchen zu bekommen.