Beiträge von Printus

    Anica, das alles hier geht auch nicht gegen dich persönlich und ich kann mir gut vorstellen dass es auch nicht schön ist wenn man immer nur als der Depp hingestellt wird, der ja eh alles falsch macht obwohl man sich redlich bemüht seine Sache fair und ordentlich zu machen.


    Es stimmt sicher auch dass sich meistens die beschweren, bei denen etwas schief ging, die anderen schweigen und denken nicht weiter darüber nach.


    Trotzdem machen aber zu viele Leute die Erfahrung dass es irgendwelchen Ärger mit der Telekom gibt. Irgendwie kennt da jeder eigene Beispiele oder Geschichten aus dem nahen Umfeld. Unter dem Strich bleibt dann doch der Eindruck dass es nicht nur den normalen Prozentsatz der "sowieso nie Zufriedenen" oder "tatsächliche ungewollte Pannen" gibt, sondern dass die Quote der Probleme doch recht hoch liegt.


    Das ist sicher oft auch gar kein Verschulden des einzelnen Mitarbeiters, sondern der Strukturen in einem großen Konzern und des Schwachsinns, der von Nieten in Nadelsztreifen initiiert wird...

    Zitat

    Original geschrieben von toBee
    Hmm, bist du dir da sicher? Ich glaube eigentlich, dass bei der klassischen Fischvergiftung das durchaus ginge. Sprich, wenn das Flugzeug in Ordnung ist, der Luftraum freigeräumt wird und Funkkontakt für den Fall der Fälle besteht jemand der einige Erfahrung mit einem der richtig guten Add-Ons für den Flugzeugtyp in dem er sitzt hat durchaus in der Lage wäre das Flugzeug bis zum Flughafen zu bringen und den Autopiloten für Autoland zu programmieren. Sobald irgendwas nicht funktioniert sieht es natürlich böse aus, aber so lange alles passt ist das Programmieren des Autopiloten eines Airbus ja nun nicht gerade Rocket Science. Vorrausgesetzt der jenige geht cool und unaufgeregt an die ganze Sache ran und hält sich nicht für Tom Cruise wäre es mir als Passagier jedenfalls 1000x lieber ein Simulant sitzt vorne links als ne Saftschu...Stewar...Flugbegleiterin.


    Theorie und Praxis... mach' einfach nur mal für 30 EUR einen kleinen Rundflug mit einem "Luftmopped" auf einem nahegelegenen Flugplatz, und dann schaust du dir an wie komplex selbst ein Cessna 172-Cockpit aussieht und wieviel Gefühl du dafür haben würdest das Ding im Griff zu halten wenn der Pilot incapazitated wäre / würde.


    In der Realität siehst Du nicht einen 19-Zoll-Monitor-Ausschnitt, auf den du dich konzentrieren kannst und wo du alles im Griff hast, in der Realität hast du permanent sämtliche Sinne in Betrieb und allein optisch wirken sämtliche Anzeigen auf dich - auch die, die du in dem Moment nicht brauchst. Und du wirst in der Realität nicht unaufgeregt hier und da eingreifen wenn es piept und blinkt, sondern du bist dem Herzinfarkt nahe weil du real im Flugzeug sitzt und Warnungen dich "bedrohen". Und die größte Bedrohung ist die Gesamtsituation an sich. Da wird niemand ruhig genug sein können um die Situation zu händeln.


    In der Theorie ist zwar bei einem guten PC-Piloten abrufbares Detailwissen da, aber in der Praxis sind die Einflüsse, die in einem Cockpit auf einen wirken, ganz anders.


    Ich weiß nicht wie ich das so recht erklären soll. Du kannst am PC auch ein Formel 1-Auto mit 300 km/h über den Nürburgring prügeln oder eine Blinddarm-OP durchführen. Würdest du das aber in der Realität auch hinkriegen, wenn enorme Fliehkräfte auf dich einwirken und Du spürst dass ein Fehler für dich tödlich endet, oder dass im OP ein echter Mensch vor dir liegt? Dann nützt das theoretische Wissen nicht mehr so viel, die (emotionale) Gesamtsituation, der du ausgesetzt bist, ist so krass und du bist so angespannt dass du das eben doch nicht hinkriegst.


    LH-Leute sind arrogant, das stimmt ;) Die halten sich immer für eine Elite und so benehmen sie sich auch. Aber nicht weil sie besser sind als andere, sondern LH sucht einen bestimmten Typ Mensch, alle anderen fliegen im Auswahlverfahren raus.


    Zu den Gehältern: Vorsicht mit irgendwelchen Vergleichen. Sicher verdient man bei anderen Airlines nominal mehr Geld. Aber gerade die in diesem Zusammenhang oft genannten arabischen Airlines zahlen eben auch keinen Arbeitgeberanteil in die Krankenversicherung und in Dubai zahlt man keine Steuern.
    Wer sich dann trotzdem krankenversichert oder seinen Lebensmittelpunkt nicht komplett verlegt, also weiterhin in Deutschland steuerpflichtig bleibt (es gibt zahlreiche Modelle, wie Piloten dieser Arbeitgeber leben) hat dann auch entsprechende Abzüge. Das muß man immer in Relation zueinander sehen. Selbst die, die tatsächlich "in den Sandkasten gehen", machen das nur vorrübergehend um für eine Weile Geld zu verdienen - bleiben will dort kein einziger!


    Wer bei LH anheuert hat einen überdurchschnittlich guten Verdienst, einen Top-Arbeitgeber und diverse Chancen innerhalb des Unternehmens. Alleine irgendwelche Summen zu vergleichen bringt nichts wenn nicht auch die anderen Vorteile in Betracht gezogen werden.


    Ryanair spart auch nicht an Pilotengehältern. Wer also behauptet dass dort schlecht verdient würde hat keine Ahnung und plappert herum. Ich glaube eher dass diejenigen, die das in Bremen geäußert haben, nur Aufschneider waren.


    Wer in der deutschen Pilotenszene ständig schlechte Kritiken bekommt ist Air Berlin. Das Saubermann-Image haben sie nur nach aussen, innen sieht es anders aus. Gewerkschaftliche Organisation wird mit allen Mitteln unterbunden, Kritik ist verboten, die Flugbegleiter werden klein gehalten damit sie nicht aufmucken. Und ausgerechnet diese Air Berlin hat nun die dba und LTU übernommen... Gerade bei LTU fliegen im Augenblich richtig die Fetzen, siehe LTU und der Stress mit dem neuen Chef.

    Naja... die Aussage "niemanden betrogen zu haben" ist aber so durchsichtig dass jeder mittelmäßig intelligente Mensch versteht dass er sich vor der Aussage "ich habe gedopt" drückt. Wenn es also eh jeder vermutet / unterstellt - warum geht er denn dann nicht gleich den Schritt und packt aus? Damit würde er immer noch besser dastehen als mit dem Image, das er sich durch seine momentanen lächerlichen Schachzüge gibt.

    In Virtual Airlines tummeln sich meistens PC-Flugsimulator-Enthusiasten, die die Routen der echten Vorbild-Airline nachfliegen. Dabei nutzen sie im Simulator die gleichen Flugzeuge und natürlich in der gleichen Bemalung wie im Original, die Startzeit wird auf den echten Zeitpunkt gesetzt und nach dem Flug reportet jeder seine Daten.


    Je mehr Flugstunden desto höher der virtuelle Titel, den der jeweilige Pilot innerhalb der Community hat.


    Nebenbei haben die meisten Virtual Airlines auch nützliche und notwendige Unterabteilungen, in denen Kartenmaterial, Flugpläne, oder auch Trainingslektionen zur Verfügung gestellt werden. Es dient der Information und Weiterbildung.


    Ansonsten fliegt zwar jeder an seinem eigenen PC, man kann aber durch gewisse Schnittstellen auch online fliegen und sieht dann außerhalb seines Flugzeugs alle anderen, die in der gleichen Gegend online sind.
    In dieser virtuellen Welt gibt es dann auch Controller, die wie im echten Leben die Flugsicherung simulieren und die Piloten sollten sich tunlichst daran halten, denn auch wenn im virtuellen Raum nichts Schlimmes passieren kann verdirbt es anderen den Spaß und ist ja auch nicht Sinn der Sache wenn da Querschläger herumdüsen, die sich nicht an die vorgegebenen Routings halten.


    Ein Freund simuliert kräftig mit und Hut ab, die Zeiten, in denen PC-Simulatoren nur Spielzeuge waren, sind vorbei. Wer da ein Verkehrsflugzeug mit komplett nachgestelltem Flight-Management-System bedienen kann und dazu auch noch nach realen Verfahren und mit Air Traffic Control fliegt, der muß schon grundsätzlich kapiert haben wie es funktioniert...


    Wobei sicherlich niemand anhand seiner PC-Erfahrungen in der Lage ist in der Realität ein Flugzeug zu fliegen. Theorie und Praxis liegen dann doch noch auseinander. Was also alle träumen, von wegen bewußtlose Piloten und irgendein Simulant landet den Jumbo - das ist zwar Wunschtraum der Leute, aber Schmarrn.


    Aber immerhin - grundlegendes Wissen ist meistens da.

    SAT1 als "Deppensender" hinzustellen ist mir zu primitiv. Wenn 1 Million Zuschauer die Tour verfolgen wollen und es zuletzt 6 oder 7 Millionen waren mag das aus ARD/ZDF-Sicht ein Zuseher-Schwund sein.


    Aus der Warte von SAT1 ist das ein Zugewinn von 1 Million Zuschauen - und so gesehen kein schlechter Coup für den Sender. Sie sind im Gespräch, die Werbeminuten werden deutlich teurer... für SAT1 ist das doch klasse.

    Zitat

    Original geschrieben von nirvana412
    Naja, die Argumentation, dass wohl nun niemand mehr so doof ist und dopt, trifft im Fall Sinkewitz ja nur begrenzt zu. Die Probe wurde ja vor der Tour genommen, lediglich das Ergebnis jetzt bekannt gegeben.


    Ich hörte gestern dass der Sinkewitz, wenn er ein Jahresgehalt zurückzahlen (oder als Strafe zahlen) muß etwa 500.000 EUR abdrücken wird. Ich habe erst gedacht ich hätte mich verhört, aber die Summe wurde später nochmal genannt.


    Mein lieber Scholli, das entspricht einem rechnerischen Monatsgehalt von 41.666 EUR. Ich hätte nicht gedacht dass ein Radprofi - und Sinkewitz ist nun nicht einer der besonders Bekannten - so viel Geld verdient!


    Aber das scheint dann wohl die Erklärung zu sein. Wenn man so viel Kohle abgreift verstehe ich dass die Versuchung da ist sich auch mit illegalen und gefährlichen Mitteln auf möglichst gute Platzierungen zu dopen. Du mußt ja nur 1, 2, 3 Jahre durchkommen und hast fast schon ausgesorgt für's ganze Leben!


    Wenn dir ein Arzt erzählt "Alter, paß auf, ich hab' da was, das findet kein Kontrolleur" und du bekommst mit dass auch andere Radsportler sich bei diesem Arzt die Klinke in die Hand geben - so wie das bei Fuentes und Ferrari war - dann mußt du doch das Gefühl haben dass das ne relativ ungefährliche Sache ist. Wenn es gefährlich wäre - medizinisch wie juristisch - würden es nicht alle machen. Also gehst du auch hin und läßt dich behandeln.


    Das schlechte Gewissen ist schnell beruhigt wenn du einerseits weißt dass alle anderen dasselbe tun und dazu ein Jahresgehalt von 500.000 EUR herausspringt...


    Es kann sich ja jeder mal selber fragen ob er unter solchen Bedingungen, wenn es um so viel Kohle geht und alle anderen dasselbe machen, nicht genauso versucht ist die paar kleinen Bedenken zu übergehen und sich auf Doping einzulassen.


    Ich bin mir sicher dass die meisten auch mitmachen würden. Ist ja irgendwie auch verständlich unter solchen Bedingungen. Da geht's weniger um Dummheit, sondern wohl eher den Gedanken, den auch der Herr Ullrich, der übrigens in einer Millionen-EUR-Villa in der Schweiz wohnt, geäußert hat: "Ich habe eigentlich keinen betrogen."

    www_sotel_de, warum wird die DTAG denn nicht proaktiv tätig? Wenn ich Unternehmer wäre und mitbekomme dass irgend etwas anfängt schief zu laufen interessiert mich erstmal nicht so sehr wer genau das verbockt, ob das tatsächlich ein Fehler meines Unternehmens ist oder eine blöde Fügung "von außen".


    Auch im 2. Fall werde ich dagegen sofort vorgehen weil es letztlich auf mich zurückfällt, egal ob ich schuld bin oder nicht.


    Soviel Grips muß man doch auch bei der DTAG haben. Man kann doch nicht die Hände in den Schoß legen und warten bis eine unsinnige Quote von Kunden verärgert ist, sondern wenn man merkt dass sich ein unseeliger Trend bildet, der das Unternehmen schädigt, dann muß dagegen etwas getan werden.


    Ich sehe hier schon ein Interesse und auch eine Verpflichtung der Telekom diesen Unsinn zu unterbinden. Meinetwegen sogar nicht weil Kunden verärgert werden, aber dann zumindest weil der gute Name des Unternehmens in Verruf gerät. Da kann man als Unternehmen doch nicht zuschauen bis irgendeine Verärgerungs-Stufe erreicht wurde...

    Zitat

    Original geschrieben von tors2985
    Entweder alle mit der gleichen Dosis oder
    gar keiner.


    Wenn 80% Dopen ist das unfair den restlichen 20% gegenüber. Solange da noch nichts eindeutig geregelt ist, sollen alle Dopingfahrer grob bestraft werden.


    Viele verstehen nicht so ganz um was es bei Doping geht. Wenn das nur ein sportlicher Betrug wäre, bei dem der eine Radfahrer dem anderen die Platzierung streitig macht, könnte man es so sehen wie du schreibst. Dann wäre es sozusagen egal wenn sie alle dopen, wenn jeder jeden betrügt ist wieder das Gleichgewicht da und der eine Betrüger haut den anderen über's Ohr - egal, weil es hat ja auch jeder verdient.


    Doping wird allerdings mit sehr potenten und - für Gesunde - gefährlichen Medikamenten durchgeführt. "Mal eben so" ein paar Hormone oder auf die Nieren und das zentrale Nervensystem sowie die Blut-Zusammensetzung wirkende Mittel zu nehmen ist nicht wie mal ein Pillchen Aspirin zu nehmen obwohl man gerade keine Kopfschmerzen hat.


    Dopingmittel können sehr, sehr gefährlich sein und es gab ja auch schon mehr als einen Todesfall. Tom Simpson, Birgit Dressel, Florence Griffith-Joyner...


    Hier geht es um nicht weniger als Menschenleben, um die Gesundheit von Menschen, und strafrechtlich um Verstösse gegen das das Arzneimittelgesetz, teilweise auch um Körperverletzung und Verstösse gegen ärztliche Standesrechte, denn man darf Leuten keine Medikamente zugänglich machen oder gar verabreichen, die ihnen schaden und die nicht indiziert sind.


    Doping ist also nicht einfach nur ein sportliches Kavaliersdelikt, sondern eine ganz gefährliche und bitterböse Gesundheitsbelastung sowie handfeste Verstösse gegen Gesetze.

    Bücher sind zollfrei, man muß nur die MwSt zahlen. Wenn die aber unterhalb bestimmter Grenzwerte liegt fällt sie weg.


    Andere Möglichkeit: Kumpel hat nicht bestellt, sondern eine private Sendung bekommen.


    Noch andere Möglichkeit: Warenwert deiner und seiner Bücher war sehr unterschiedlich. Bis zum Grenzwert kostenfrei, darüber MwSt-pflichtig - wenn nicht Fall 1 zieht.