Beiträge von Printus

    Nein, normalerweise gibt es keine Probleme und man muß nicht notwendigerweise immer Tonnen von Quittungen bei sich haben. Wenn der Zoll jetzt in der Ferienzeit jeden Urlauber filzen und in Frage stellen würde ob die Fotokamera schon mitgenommen oder erst im Urlaubsland gekauft wurde würden die Zöllner ja vor Arbeit sterben...


    Der Normalfall ist ja dass man auf seinem Notebook oder seiner Kamera Dateien hat, die die Nutzung belegen, es gibt kleinere Gebrauchsspuren. Da gibt es keinen Grund anzunehmen dass hier jemand preiswert im Ausland kaufte, sondern der Zoll wird dann in aller Regel davon ausgehen dass das schon okay ist und man einfach nur sein Reisegepäck mitschleppt, Waren, die man auch schon beim Reiseantritt mitgeführt hat.


    Es geht mehr um den Fall wo der Zoll einen kontrolliert und dann offensichtliche Spuren von teuren Einkäufen im Ausland findet: originalverpackte nagelneue Elektronik oder Bekleidung, an denen noch das Etikett hängt... Oder man hat den Laptop zwar offensichtlich in Benutzung, im Koffer liegt dann aber die Rechnung für das Gerät, durch die Seriennummer auch zweifelsfrei zuweisbar, und gekauft im Nicht-EU-Land. In solchen Fällen gibt es Ärger weil die Reisefreigrenze bei 175 EUR liegt - und Laptops, Handys, Kameras, sind in der Regel teurer, jedes einzelne Gerät und zusammen erst Recht.


    @LikeAVirgin: Du kannst deine Waren als Umsiedlungsgut deklarieren und insofern alles zollfrei einführen. Dazu mußt Du allerdings gewisse Bedingungen erfüllen, das hatte ich ganz oben schon mal erklärt.
    Wenn Du nicht kontrolliert wirst sagt ja eh keiner was. Falls doch kann es im schlimmsten Fall passieren dass Du eben die entsprechenden Nachweise bringen mußt dass du die Bedingungen für eine Einfuhr als Übersiedlungsgut erfüllst.

    Zitat

    Original geschrieben von Warped
    An erster Stelle kann man wohl UPS nennen, ohne Zweifel. Wer mal den HUB in Köln besichtigt hat, weiß wovon ich rede.


    Die Frachthallen am Airport sind sicher beeindruckend, ich war ziemlich oft dort weil ich seinerzeit in der Verwaltung von UPS am Airport gearbeitet habe. Sicher ist UPS unter den Kurierdiensten auch noch derjenige, der - gerade unter Geschäftskunden - den besten Ruf genießt und tatsächlich mehr um Qualität auf allen Ebenen bemüht ist als die Konkurrenten.


    Nur: das nützt alles nix wenn der Laden im Bezug auf den Umgang mit seinen Mitarbeitern unter aller Sau ist. Hast du mal meinen Link gelesen? Die Galeere. Niemand beschwert sich wenn bei UPS Leistung durch die Mitarbeiter erbracht werden muß - das ist OK und das erwartet wohl auch jeder, der bei einem amerikanischen Unternehmen anheuert.


    Ich kann das, was man an Infos auf der Seite findet, aber nur vollends bestätigen: es gibt nahezu systematische Repressalien und Mobbing, es werden nach Gutdünken Leute bevorzugt und andere benachteiligt, Vorgesetzte benehmen sich als ob sie Narrenfreiheit hätten und werden dabei von ihren Vorgesetzten gedeckt.


    Es mag sein dass die Leistung für den Kunden für das teure Geld, das sie kostet, qualitativ in Ordnung ist und besser funktioniert als bei den anderen Anbietern. Oft genug liegt es auch an depperten Kunden wenn Dinge nicht funktionieren. Aber trotzdem ist bei UPS Vieles nur schöner Schein, hinter den Kulissen ist das ein saumäßiger Laden.


    Wie das "System UPS" funktioniert kann man hier gut nachlesen. Spannende Lektüre...

    Nee, zum Glück nicht :D


    Man müßte jetzt "Experdde" des australischen Zolls sein um das genau zu beantworten, denn dort gelten ja deren Gesetze. Es ging hier um die Frage wie das bei der Wieder-Einreise nach Deutschland/in die EU aussieht wenn man Waren im Ausland gekauft hat.


    Wenn Du im Nicht-EU-Ausland warst und zurückkommst mußt Du bei der Einreise in die EU am Zoll vorbei. Sollte der dich kontrollieren darfst Du im Ausland erstandene Waren mit einem Wert von zusammen max. 175 EUR einführen (Sonderregeln für Tabak, Kaffee, Branntwein...!!!).
    Bei Zweifeln muß nicht der Zöllner dir beweisen dass Waren preiswerter sind, sondern du mußt ggf. anhand von Quittungen nachweisen dass der Wert der mitgeführten Waren nicht höher liegt. Du darfst zwar durchaus höherwertige Dinge mitführen, mußt diese dann aber beim Zoll anmelden und dafür Einfuhrabgaben blechen.


    Alles, was du schon bei der Ausreise mitgenommen hast, kannst du zollfrei wieder einführen - das hat mit den 175 EUR nix zu tun, die beziehen sich nur auf im Ausland gekaufte Waren.
    Wer einen Laptop, eine Kamera, ein Handy etc. bei sich hat und wenn die Geräte dazu nicht nagelneu aussehen wird der Zoll in aller Regel nicht groß fragen sondern zu deinen Gunsten annehmen dass du diese Dinge bei der Ausreise schon bei dir hattest und dementsprechend bei der Wiedereinreise auch nicht verzollen mußt.


    Im Zweifel liegt die Beweislast aber bei dir. Sollte der Zöllner mißtrauisch werden weil Geräte nagelneu aussehen, in Originalverpackungen stecken, bekannte Auslands-Editionen sind, du ungeschickterweise Kaufquittungen bei dir hast, bist allerdings du in der Pflicht die Herkunft der Waren zu beweisen.


    Wenn du dann Belege vorlegen kannst dass der Laptop etc. eben doch hier gekauft wurde und du ihn demnach schon bei der Ausreise bei dir hattest, ist alles OK. Wenn du das aber nicht nachweisen kannst, kann dir der Zöllner Ärger machen, denn dann mußt du die Waren verzollen und dementsprechende Einfuhrgebühren zahlen.


    Für den Fall den Du beschreibst, dass man vorrübergehend als Gast im Ausland war und dann wieder in die EU zurückkehrt gibt es in der EU spezielle Zollverfahren, die es ermöglichen die Ware ohne Zoll zahlen zu müssen mitbringen und nutzen zu dürfen. Allerdings muß man die Waren dann auch sicher wieder mitnehmen.
    Wahrscheinlich gibt es in Australien eine vergleichbare Regel.


    Das bedeutet dann: Du kannst den Laptop mitnehmen, vor Ort benutzen, und auch zollfrei damit in die EU zurückkehren. Nur wenn Fragen gestellt werden ist es gut Belege zu haben dass die Ware hier gekauft wurde und schon bei deiner Ausreise dabei war.

    Auf Binnenflügen innerhalb der EU gibt es keinen Zoll mehr, aber bei deiner Einreise in die EU. Du wirst in London also in jedem Fall am Zoll vorbei müssen.


    "Einfach mal nachzahlen"... naja. Das sind immerhin 19% MwSt und je nach Artikel womöglich zusätzlich Zoll. Außerdem muß der Zollbetrag, falls man Zoll zahlen muß, ebenfalls mit den 19% versteuert werden, also gleich doppelt teuer. Es kann sich zwar manchmal trotzdem lohnen, aber ganz preiswert ist es meistens nicht.

    Aber anhand deiner Adresse müßte doch feststellbar sein dass sie übereinstimmt und dann ist ja nicht mehr wahrscheinlich dass im selben Haus 2 Menschen mit gleichem Namen, bei denen nur Vor- und Zuname verdreht sind, wohnen...


    Oder bist du an der Adresse nicht gemeldet? Dann verstehe ich wiederum dass es zu viele Abweichungen sind und dass die Frau kritisch war.


    Ansonsten macht UPS 3 Zustellversuche. Du kannst es auch zu einer anderen Adresse anliefern lassen. Also neuer Versuch es nicht beim Depot abzuholen, sondern lasse die Sendung an dem Ort, an dem du erreichbar bist, zustellen und gib jemandem ne Vollmacht.


    Dass UPS ein Sauladen ist, stimmt ansonsten: Die Galeere

    Das ist ein großes Problem. Visum und Studienbescheinigung bedeuten erstmal gar nichts...


    Abgabenfrei kannst Du Waren nur dann einführen wenn Du nachweisbar mehr als 12 Monate im Ausland warst oder nachweisen kannst dass der Aufenthalt mindestens so lange geplant war, auch wenn er früher endet. Zusätzlich mußt du die Waren seit mehr als 6 Monaten in Gebrauch haben und bei der Rückkehr hier einen Arbeitsvertrag oder einen Mietvertrag nachweisen (Studienbescheinigung dürfte auch OK sein). Sind diese Bedingungen erfüllt kann man seinen ganzen Krempel abgabenfrei als Übersiedlungsgut einführen, muß aber bedenken dass alle Waren für eine gewisse Zeit noch der zollamtlichen Überwachung unterliegen und jederzeit kontrolliert werden können. Verleihen, vermieten, verkaufen iss nich in dieser Phase; die Bestimmung dient dazu zu verhindern dass jemand Waren schon frühzeitig mit dem Ziel einkauft, sie als Umzugsgut zu deklarieren und dann später hier zu verticken.


    Bei dir sind diese Bedingungen nicht erfüllt weil Du schon nicht nachweisen kannst dass dein Aufenthalt auf mindestens 12 Monate ausgelegt ist. Zusätzlich hast du die Waren vermutlich nicht nachweislich mehr als 6 Monate in Gebrauch weil dein Aufenthalt gar nicht lang genug ist.


    Dieses Problem wird sich in jedem Fall nach den 6 Monaten bei deiner endgültigen Rückkehr - ohne dass Du es bisher wußtest - stellen, auch wenn Du hier nur nach dem Besuch gefragt hast. Selbst wenn also während des Besuchs alles glatt ginge stehst Du in 6 Monaten mit diesem Problem da...


    Was nun diesen Besuch angeht - das sehe ich auch problematisch. Ich weiß nicht genau wie der Zoll in solchen Fällen faktisch agiert, vielleicht hat jemand anderes damit praktische Erfahrungen.


    Ich male aber mal anhand der Bestimmungen ein whorst-case-Szenario: Ein schlecht gelaunter Zöllner fischt ausgerechnet dich ab. Dass das Noteboook alleine schon die Reisefreigrenze von 175 EUR überschreitet liegt auf der Hand, ganz zu schweigen von anderen Dingen - Handy, Fotoapparat, Mitbringel, etc. etc. etc., die du mitführst und die ebenfalls Werte darstellen. Der Zöllner fordert dich nun auf nachzuweisen dass du die mitgeführten Dinge schon bei der Ausreise in die USA bei dir hattest...
    Bei allen in den USA gekauften Waren wirst Du das aber nicht nachweisen können weil die entsprechenden Belege - die du nicht mal dabei hast - sowieso besagen würden dass diese Dinge in den USA gekauft wurden.
    Der Zöllner unterstellt dir also zu Recht Ware einzuführen, deren Wert über den erlaubten 175 EUR zollfreier Einfuhren liegt und kassiert die vollen Einfuhrgebühren.
    Du argumentierst natürlich dass du wieder in die USA zurückkehren wirst und das Notebook wieder ausführen willst, Du hast sogar ein Rückflugticket in der Hand.


    Die geplante Ausreise kann er dir nun glauben oder nicht glauben; es könnte ja auch sein dass Du es dir zwischenzeitlich anders überlegst und doch nicht wieder ausreist... Was dann?
    Selbst wenn Du als EU-Bürger eine sog. "vorrübergehende Verwendung" anstreben kannst (was ich nicht weiß, weil dein Hauptwohnsitz in der EU ist und dann ist diese Reise kein Besuch eines Nicht-EU-Bürgers, sondern eigentlich die Rückkehr eines EU-Bürgers - weshalb vorrübergehende Verwendung für dich womöglich gar nicht geht) könnte er dir eine entsprechende Zollanmeldung mit Nämlichkeitssicherung etc. aufbrummen damit sichergestellt wird dass Du das Notebook wirklich wieder ausführst. Das bedeutet Formulare, Formulare, Formulare bei der Ein- und der Ausreise, alles reichlich kompliziert.


    Vielleicht glaubt dir der Zöllner aber von vorneherein nicht oder läßt sich erst gar nicht auf solche Aktionen ein, dann hast du gleich "verloren".


    Wenn Du durch den grünen Ausgang latschst ist das eine konkludente Zollerklärung, d. h. wenn Du danach kontrolliert wirst und hast doch anmeldepflichtige Waren dabei wird es seeehr unangenehm. Also gleich den roten Ausgang - aber dann trittst Du dem Zoll ja erst Recht unter die Augen und sorgst noch selber dafür dass die Damen und Herren genau hinschauen...


    In meinen Augen eine sehr undankbare Situation... sowohl bei der vorrübergehenden Reise als auch bei der endgültigen Rückkehr. Ganz sauber und legal kannste in beiden Fällen keinen teureren Gegenstände, die in den USA gekauft wurden, mitführen. WENN Du gefilzt wirst wird es garantiert ne Menge Ärger geben. Dein Aufenthalt ist schlicht und einfach zu kurz um sich in den USA preiswert mit Waren einzudecken um sie dann problemlos mit hierher bringen zu können.

    Wobei ich glaube dass diese Spielereien nicht immer weiter gehen werden. Frau Pauli führte sich ein indem sie Stoiber stürzte und der Coup ist tatsächlich gelungen.
    Seitdem bringt sie aber nichts politisch Sinnvolles mehr, sondern macht Schlagzeilen durch Latex-Gabi-Skandale und nun diese Kandidatur, bei der viele den Eindruck haben werden dass es nur einem erneuten "sich in den Vordergrund spielen" dient.


    Ich weiß noch genau wie sie vor einiger Zeit auf eine konkrete Frage klar gesagt hat dass eine Kandidatur um den Parteivorsitz nahezu undenkbar wäre, also jedenfalls keine Option für sie.


    Ich glaube sie muß ein bisschen aufpassen dass sie sich nicht irgendwann lächerlich macht. Wenn die Schlagzeilen über sie weiterhin solche Albernheiten wie die Latex-Fotos, jetzt die Nummer mit dem Parteivorsitz und zukünftig noch ein paar andere schwachsinnige populistische Aktionen sind, verliert sie schnell jeden Respekt und jede Glaubwürdigkeit. In der Boulevardpresse als "schöne Landrätin" bekannt zu werden reicht nicht aus um in der Parteipolitik zu punkten.

    Zitat

    Original geschrieben von knocker
    Und warum bitte soll dann gleich das gesamte Team ausgeschlossen werden?


    Um einen starken Gruppendruck zu erzeugen. Bisher wird immer der einzelne Fahrer bestraft und bis auf die Tatsache, dass er keine Rennen fährt, passiert aber gar nichts weiter.
    Die Strukturen im Team bleiben die alten, das Team füttert auch den nicht rennfahrenden Mitarbeiter weiter durch, das Team geifert weiter nach Höchstleistungen.


    Um das zu beenden müssen Strukturen her, die wirklich weh tun und den Profiteuren des Dopings bzw. den bislang desinteressierten Nutznießern weh tun.


    Wenn das ganze Team gesperrt wird und niemand mehr Geld verdient wird der wirtschaftliche Druck auf das Team ganz anders, viel größer. Da entsteht eine Gruppendynamik, bei der jeder Fahrer und auch die Teamleitung ein großes Interesse daran haben auf saubere Kollegen zu achten.


    Und ich würde sogar noch weiter gehen: Wer aufgefallen ist darf als Team überhaupt nirgends mehr antreten und auch der betroffene Sponsor darf nicht mehr im Radsport werben. DANN tut sich was, weil wenn der Geldgeber selber sich nicht mehr raushalten kann und seine Hände in Unschuld wäscht, sondern negative Folgen fürchten muß, werden insgesamt Strukturen eines sauberen Sports möglich.

    Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Und nebenbei kommt sie auch mal wieder für ein paar Tage ins Rampenlicht.


    Das scheint mir die Haupt-Motivation zu sein...