ZitatOriginal geschrieben von autares
Beispielsweise?
Monkey Island:
http://www.spiegel.de/wirtscha…ssprojekten-a-876610.html
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ZitatOriginal geschrieben von autares
Beispielsweise?
Monkey Island:
http://www.spiegel.de/wirtscha…ssprojekten-a-876610.html
ZitatOriginal geschrieben von autares
Großprojekte sind schon immer finanziell aus dem Ruder gelaufen. Das ist keine Erfindung der letzten Jahre, sondern war bereits in den 50igern so.
Aber nicht überall auf der Welt. Es gibt Länder, in denen der Whorst case berechnet und auf dieser Grundlage entschieden wird. Dann wird gebaut und man freut sich später über Gelder, die ggf. gespart werden konnten.
Schief geht es nur wenn man alles Spitz auf Knopf rechnet und keine Reserven für Komplikationen lässt. Dabei kämpft jedes Bauprojekt, angefangen bei einer Hundehütte, mit irgendwelchen Schwierigkeiten. Großbaustellen verursachen zwangsläufig teure Probleme, außerdem ist man hier oft in Bereichen, in denen es nur wenige oder noch keine Erfahrungen gibt. Und so wird es immer teurer als geplant.
Spannend ist die Frage ob man aus den mehreren aufufernden Großprojekten etwas lernt und dieses Mal besser aufgestellt an die Sache herangeht. Die Bahn ist mit S21, Hamburg mit der Elbphilarmonie beide schon gebrannte Kinder. Man sollte also gewarnt sein.
Meine Erwartung ist allerdings, dass es wieder genauso läuft wie immer: irgendwelche Profiteure kungeln etwas aus, die Entscheidungsträger werden aber früher oder später abgewählt und zeichnen nicht mehr verantwortlich für spätere Pannen. Die Nachfolger schieben die Schuld auf nicht mehr greifbare Vorgänger und so diffundiert die Verantwortung. Der Steuerzahler muss es später wieder mit Unsummen richten.
ZitatOriginal geschrieben von murmelchen
Den friedlichen Demonstranten stehen komischerweise 34 verletzte Polizisten gegenüber.
So friedlich können die also nicht gewesen sein.
Da hast du vollkommen Recht, die Polizisten waren offensichtlich nicht friedlich. ![]()
Zu klären wäre, wodurch die Polizisten verletzt wurden. Bei dem Chaos in der damaligen Polizeiführung, das gerade juristisch aufgearbeitet wird, ist "friendly fire" keineswegs auszuschließen.
Und dass De̶̶m̶̶o̶̶n̶̶s̶̶t̶̶r̶̶a̶̶n̶̶t̶̶e̶̶n̶ Menschen sich wehren, wenn sie attakiert werden, ist auch relativ normal. Die Ursache wurde von der Polizei gesetzt.
ZitatOriginal geschrieben von starfuck
Ich glaube, hätten die das Teil auf "Kanonenstrahl" gestellt, wären da die Knochen nur so gesplittert. Gab es dort mehr Verletzte als den einen Wutrentner, der den Strahl mit seinen Augen aufhalten wollte?
Zitat Stuttgarter Nachrichten, 26.06.2014: "... mindestens 164 Verletzte, neun darunter schwer."
Du solltest dich zukünftig besser informieren bevor du dumme Sprüche klopfst.
ZitatAlles anzeigenOriginal geschrieben von Goyale
Gerade weil der Job ein gutes Leben ermöglichen soll, UND einen großen Teil der Lebenszeit in Anspruch nimmt, sollte sich nach meiner Meinung jeder richtig Gedanken machen, wie er optimieren kann.
Offensichtlich denken aber viele Leute wie Du:
Auch die blonde Friseuse, bei der ich heute früh war, nimmt mit 25 Jahren und ohne Kinder lieber ergänzend Hartz in Anspruch, als jetzt (wo es noch vergleichsweise problemlos möglich wäre) aus der sinnlosen Situation auszubrechen.
Wer so antriebslos ist, braucht dann aber auch nicht diejenigen zu beneiden, welche sich dauernd kümmern.
Die Frage ist, was ich will. Einen Managerjob in einer großen Bude hätte ich bekommen können (die Headhunter haben mir 'ne Zeit lang förmlich die Bude eingerannt).
Ich führe lieber ein überschaubares Unternehmen, arbeite wöchentlich nicht länger als meine Angestellen mit ca. 40h, und verdiene genug. Ich muss nicht als "wichtiger" Manager dauernd unterwegs sein und ständig arbeiten.
Wie du ja richtig schreibst: jeder muss selber merken, was für ihn optimal ist. Das kann eben auch sein, nicht das ganze Leben in den Dienst der Karriere zu stellen und zu ackern bis zum Umfallen, sondern sich auf einem Level, den man selber als erträglich oder gar angenehm empfindet, einzurichten.
Das tust du und das tut vielleicht auch die Friseuse. Dass sie mit ihrem 40-Stunden-Job aber ausbrechen und mehr erreichen müsste, du aber nicht weil es für dich okay ist wenn es bei der kleinen Firma bleibt, da misst du mit zweierlei Maß.
Der Systemfehler ist nicht, dass jemand mit dem Erreichten zufrieden ist, sondern dass bestimmte Tätigkeiten nicht fair bezahlt werden. Sie hat eine Ausbildung und arbeitet in einem Beruf, so wie jeder andere auch. Warum wird sie dafür nicht ausreichend bezahlt? Du bekommst doch auch angemessenes Geld für deine Arbeit, der Bäcker, der Dachdecker und die in der Stadtverwaltung ebenso...
ZitatOriginal geschrieben von Goyale
Ich habe bei meinem Großvater gesehen, wie er als Bäcker zusammen mit seiner Frau immer nur gearbeitet hat. Früh um 3 aufgestanden, Mittags 1/2 Stunde geschlafen, dann nochmal bis ca. 18 Uhr weitergearbeitet. Dann abends um 8 oder 9 ins Bett. Das ganze Mo-Sa. Also ein völlig sinnloses Leben.
Meine Großeltern haben sich das evtl. nur deshalb angetan, weil der Job relativ sicher war, und der soziale Status des bekannten Bäckers recht hoch war.
Rein wirtschaftlich betrachtet hätten sie als Sachbearbeiter in der Stadtverwaltung bei einer 40h- Woche dasselbe Geld gehabt. Ich an Stelle meines Großvaters hätte mich pausenlos gekümmert, dass ich dort rauskomme.
Beweis für: viel arbeiten ist kein Garant für Reichtum und Erfolg.
Und da sind wir wieder an dem Punkt: für deine Großeltern passte die Gleichung, wir müssen ackern und bleiben doch ein kleiner Betrieb, aber es ist unser Laden und wir leben so weil es uns gefällt, sei es aus Statusgründen oder warum auch immer.
Die Friseurin sagt sich vielleicht, dass sie keine Ambitionen hat als Meisterin etc. dasselbe zu tun wie deine Großeltern, nämlich viel schuften für ebenso unangemessenes Gehalt. Da backt sie lieber kleine Brötchen. Ist ihr das vorzuwerfen? Sie macht halt dasselbe wie du, nämlich einen 40-Std.-Job, nur wird es in ihrem Fall nicht korrekt vergütet.
Wir haben auf dem Arbeitsmarkt Gewinner und Verlierer, und wohin man gehört, hängt nicht allein von der Ausbildung oder dem Engagement ab. Dabei müssen auch die, die nicht 60 Std. in der Woche arbeiten oder zufällig in einer Boom-Branche sind, ein faires Gehalt bekommen.
ZitatOriginal geschrieben von 7650w
Eher harte Arbeit und genau das ist der Grund, warum so viele in den MINT- Studiengängen scheitern und so wenige damit anfangen.
Was wir von Absolventen der Laberfächer zu erwarten haben, sehe ich allzu deutlich bei Nahles, Kipping und Co. Das soll keine Abwertung der Berufe sein, aber wer ernsthaft glaubt bei diesen Studiengängen nachher easy viel Geld einzustreichen .....
An faktenbasierten Fächern sind schon viele gescheitert.
Es kann und will eben nicht jeder MaschBau studieren. Menschen interessieren sich vielleicht für andere Dinge oder machen eine Ausbildung. Das ist auch richtig so, denn ein Beruf muss den Neigungen und Interessen entsprechen. Man kann den Beruf nicht einfach danach aussuchen, was gerade gefragt ist - und selbst wenn man es täte, wer weiß denn, wie es in 10, 20 Jahren in dieser Branche ausschaut?
ZitatOriginal geschrieben von 7650w
Soll auch keine Abwertung sein, allerdings ein dezenter Hinweis auf die Tatsache, dass am Ende Angebot und Nachfrage gelten.
Schon lange nicht mehr. Tarifverträge, politischer Wille oder Marktverwerfungen, egal ob positiv oder negativ, verändern so viel, dass es kaum noch nach dem klassischen Prinzip funktioniert. Das mag bei deiner Betrachtung eines einzelnen Berufszweiges zutreffen, nicht aber in der Fläche.
ZitatOriginal geschrieben von 7650w
Anscheindend fehlt manchem linken Zeitgenossen hier im Forum ein wenig Praxis in richtigen, produktiv arbeitenden Betrieben der Wertschöpfungskette.
Dein Beitrag macht nicht gerade den Eindruck als ob du die gesamtwirtschaftliche Lage sehen würdest. Es gibt schließlich unterschiedliche Produktivitäten und selbst unproduktive Zuschuss-Strukturen sind manchmal nötig. Caoz hat das angesprochen: manche Aufgaben sind für die Gesellschaft nötig auch wenn sie erstmal keinen Gewinn bringen, sondern bestenfalls Verluste minimieren oder die Gesellschaft humanitär weiterbringen.
Mal ganz abgesehen davon, dass man heute nicht mehr durch Arbeit reich wird. Große Vermögen entstehen durch Spekulation und Zinsgewinne, nicht durch Arbeit.
ElChefe, mit dir diskutiere ich nicht weil du beleidigst anstatt sachlich zu bleiben.
ZitatOriginal geschrieben von Goyale
Sehr viele Leute sind auch nicht bereit, sich weiterzubilden: Diese Leute montieren irgendwas in einer Fabrik, und haben keinen nötigen Antrieb, sich weiterzubilden, oder sich wenigstens alle paar Jahre einen neuen Job zu suchen, damit sie irgendwann mal auf Grund ihrer Erfahrungen Vorarbeiter werden können. Solche austauschbaren Leute erwischt es bei den Entlassungen. Die System- Admins, welche sich um die Datenverarbeitung in der Firma kümmern, werden nicht entlassen...
Jobs und Qualifikationen erwirbt und tauscht man aber nicht wie Unterhosen. Der Lebenslauf sollte plausibel sein, nicht allzu viele Arbeitgeberwechsel enthalten und es gibt auch kein unbegrenztes Wachstum, beispielsweise Aufstieg auf der Karriereleiter.
Mal ganz abgesehen davon, dass viele Leute nicht nur für den Job leben, sondern arbeiten um zu leben und da sind immer neue Probezeiten, befristete Verträge, Orts- und Funktionswechsel keine Grundlage zum Aufbau einer langfristigen Lebensperspektive oder vielleicht einer Familiengründung.
Und nicht zuletzt sollte einem der Beruf auch liegen und Freude machen. Das mag für Manche der Grund gewesen sein, warum sie Friseure wurden.
Unter dem Strich ist mir die Argumentation auch zu simpel, dass man mit einem Mindestmaß an Cleverness ganz easy die richtige Branche und einen prima Beruf erwischt, in dem man allerbeste Entwicklungs- und Verdienstmöglichkeiten hätte. Wenn das alles so einfach wäre würden alle Leute tolle Jobs ausüben und es gäbe keine prekären Arbeitsverhältnisse mehr. Es sind nicht alle Leute einfach nur zu blöd um sich beruflich erfolgreich zu positionieren.
Wenn Selbstvermarktung und Gewinnmaximierung so einfach funktionieren, warum führst du dann ein kleines Unternehmen anstatt nach kurzer Zeit einen ganzen Konzern aufgebaut zu haben und warum schaffen es manche Arbeitgeber nicht, die benötigten Spezialisten a) abzuwerben oder b) selber auszubilden wenn der Mangel seit Jahren besteht? Warum wechseln sie nicht ratzfatz das Unternehmensziel und starten durch in einer Branche, in der man noch besser verdient? Friseursalons und Fleischereien sind ja eigentlich total blöd wenn sie nicht dichtmachen und 2 Tage später als Netzwerk-Buden neu eröffnen, oder? Schließlich findet jeder Heini mit 3x googlen heraus, welche Branchen lukrativ sind... Wie kann es sein, dass Betriebe in die Insolvenz geraten, wo man doch ganz einfach gutes Geld verdienen kann wenn man es richtig anstellt?
ZitatAlles anzeigenOriginal geschrieben von Goyale
Printus zeigt das sogenannte "Angestelltendenken": Das maximale aus dem Betrieb rausholen, und wenn ein Betrieb auch wegen Printus den Bach runter geht dann heuert er eben beim nächsten Betrieb an und weint dem bisherigen AG, der evtl. in der Insolvenz ist, keine Träne nach.
Das halte ich aber für Angestellte für legitim.
Der AG muss schauen, dass die Interessen der AN, und seine eigenen, übereinstimmen.
AG denken meist sozialer als AN:
Der AN geht woandershin, wenn es dem Betrieb schlecht geht, oder der AN einen besseren Job woanders bekommt.
Der AG schließt seine Bude nicht so schnell, wenn sich andere Möglichkeiten eröffnen oder wenn es wirtschaftlich nicht mehr optimal läuft, auch damit die AN nicht ihre Arbeitsplätze verlieren.
Du bist Arbeitgeber, der einen (vermutlich kleinen) Betrieb führt und als "gebranntes Kind" seinerzeit eine Mitarbeiterin plötzlich verloren hat. Aus deinen Postings spricht, dass du mit deinen Mitarbeitern gut umzugehen versuchst und als derjenige, der die Verantwortung und das Risiko trägt, Gefahr läufst von egoistischen Mitarbeitern ausgespielt zu werden, die im Gegensatz zu dir nicht "das große Ganze" sehen sondern nur ihren Vorteil.
Meistens sind aber Arbeitgeber in der stärkeren Position. Bei gefragten Spezialisten mag es anders sein, das Fußvolk der einfachen Arbeiter und Angestellten mit weitverbreiteten Qualifikationen ist meist austauschbar und damit in der schwachen Rolle.
Natürlich trägt man bei einer Neueinstellung immer ein gewisses Risiko und ein neuer Mitarbeiter leistet naturgemäß nicht sofort dasselbe wie der erfahrene Abgänger. Letztlich ist das Heer an Bewerbern gewöhnlich größer als das Angebot an adäquaten Arbeitsplätzen.
Der angebliche Fachkräftemangel resultiert eher daher, dass man gut ausgebildetes und erfahrenes Personal schwerlich zu Dumpingpreisen bekommt und nicht erwarten kann, dass sich Leute in Zeitarbeit oder in befristeten Verträgen anstrengen als sei es eine Stelle für's Leben...
Soziales Denken kann ich bei den allerwenigsten AG's erkennen. Die denken nicht darüber nach, dass "eine Stelle haben oder nicht haben" eine existentielle Frage für Menschen ist, sondern suchen halt den Nächsten, der Vollgas geben soll und wenn sie ihn haben ist es ihnen egal, was es für den Menschen dahinter bedeutet.
Arbeitgeber "denken" gewinnorientiert und wenn Humanität eine Rolle spielt dann nur weil das der Motivation förderlich sein soll und das Geschäftsergebnis stabilisieren soll.
Im besten Fall zieht man an einem Strang und schafft eine Win-win-Situation für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
@ caoz, bei Behörden mahlen die Mühlen in der Tat langsam. Wenn es läuft wie meistens zieht es sich eine ganze Weile hin bis du eine verbindliche Nachricht und ein Einstellungsangebot bekommst. Dann kannst du aber auch problemlos sagen, dass du zwischenzeitlich eine anderweitige Tätigkeit ausübst und eine Kündigungsfrist absitzen musst falls der AG nicht entgegenkommt und dich früher gehen lässt. Das sollte aber kein Problem sein, Behörden wollen Mitarbeiter nicht unbedingt schnellstmöglich, am Besten gestern, zur Arbeit antreten lassen.
Ich denke deswegen, es wird schon alles klappen.
ElChefe: ein ganz, ganz armes Posting.
Handyman,
wahrscheinlich haben wir uns missverstanden. Ich rate natürlich niemandem, vertragswidrig nicht zur Arbeit zu erscheinen. Pacta sunt servanda....
Sollte der Vertrag eine Strafzahlung im Falle des Nichtantretens der Stelle oder Kündigung vor Arbeitsbeginn etc. vorsehen tut man gut daran, nicht gegen entsprechende Klauseln zu verstoßen - es sei denn man kann sich das finanziell leisten. Das hatte ich nicht extra erwähnt, aber vorausgesetzt.
Solche Situationen wie hier beschrieben sind nicht mit einer Patentlösung zu beheben, man muss flexibel sein und ein bisschen Glück haben, meistens fügen sich die Dinge dann von alleine. Wenn es ganz saublöd läuft, hat man ein Problem.
Ich würde aufgrund der gutem Chance aber auf Risiko spielen. Ein verständiger Arbeitgeber legt einem Mitarbeiter, der gehen will, niemals Steine in den Weg weil er davon ausgehen muss, dass der Aspirant sich nicht mehr für das Unternehmen bemühen wird.