Beiträge von Printus

    mpbrei,
    Du liest über dieses Posting mal bitte hinweg...


    Ernie,
    er hat nicht ganz unrecht. Es gibt statistische Werte, die zumindest dann, wenn Kinder verschwinden, besagen dass die Wahrscheinlichkeit, sie lebend wieder zu finden, drastisch sinken wenn es nicht innerhalb der ersten 48 (?) Stunden zu einem Fahnungserfolg kommt.


    Die Gefahr, dass mpbreis Schwester Opfer eines Verbrechens wurde oder irgendwo hilflos ist, das hat niemand so klar ausgesprochen aber der Gedanke geht doch jedem durch den Kopf, oder nicht?


    Insofern finde ich es durchaus berechtigt es als gute Nachricht zu sehen wenn das Mädel in einer Fußgängerzone gesehen wurde und offenbar okay war.


    Hoffentlich war es keine Verwechslung und sie war es wirklich!

    Meine Glaskugel sagt: Ullrich sieht sich als Opfer der Doping-Mafia, die ihm etwas untergeschoben und sein Blut nach Madrid zu Fuentes geschickt hat. Er wußte von nichts... piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb

    Zitat

    Original geschrieben von wrywindfall
    Äh, welche Schulden müssen denn Hartz IV-Empfänger abzahlen? Ich dachte, da ist nichts pfändbar? Und wenn das richtig gemacht wird, gibts doch noch die Privatinsolvenz.


    Wie meinst Du das, "welche" Schulden? Sehr viele Menschen haben irgendwelche Finanzierungen laufen. Werden sie arbeitslos oder man trennt sich und wird für einen Partner, vielleicht Kinder, unterhaltspflichtig geht's selbst mit Leuten aus gutbürgerlichen Verhältnissen ratzfatz abwärts.


    Oder ein Selbstständiger, der sich nicht perfekt abgesichert hat, womöglich mit seinem Privatvermögen haftet und dann pleite geht. Du kannst nicht so schnell gucken wie das selbst guten, im Grunde talentierten Menschen passieren kann. Ein, zwei unglückliche unternehmerische Entscheidungen, dazu noch ein, zwei Kunden, die größere Summen nicht zahlen, und schon ist dein Unternehmen platt.


    Die typischen Karrieren laufen fast immer so ab, Arbeitslosigkeit, Kredite können nicht mehr bedient werden, Pfändung, und dann sind die Leute im freien Fall.


    In der Theorie gibt es zwar Pfändungsgrenzen usw., in der Praxis ist es aber regelmäßig sehr schwer seine Rechte durchzusetzen und die Beteiligten auf der anderen Seite, Banken etc., spielen auch ganz bewußt und meistens erfolgreich auf Zeit, denn es ist klar dass den Betroffenen sowohl psychisch wie auch vom Wissen um ihre Rechte extrem schnell die Puste ausgeht... oder besser gesagt: sie schon von vorneherein so "fertig" sind dass sie sich nicht mehr in der Lage fühlen zu kämpfen.


    Im übrigen ist es realitätsfern davon auszugehen dass jemand keinerlei weitergehende finanzielle Verpflichtungen hat nur weil er plötzlich ans Existenzminimum rutscht. In der Realität wird niemals jemand seine 345€ so einsetzen können wie in der Theorie vorgesehen. Nehmen wir den fiktiven Erik Mustermann, TT-Mitglied, hat wie die meisten hier 1 benutzten und 1 oder 2 Schubladenverträge bei Mobilfunk-Unternehmen. Die mindestens 20, 30 EUR Grundgebühr fallen weiter an, die sind nicht plötzlich weg obwohl der Herr Mustermann jetzt besser eine Prepaid-Karte vom Aldi nutzen sollte...
    Vielleicht "erdreistete" er sich dazu auch noch eine Zeitung oder Zeitschrift zu abonnieren und kommt erst am Jahresende aus dem Vertrag heraus. Was nun?


    Vielleicht hat der Herr Mustermann auch Freunde oder Familie und die haben irgendwann Geburtstag, ein Jubiläum, ... muß er den Besuch im Kino, in einem Museum, oder das Lesen eines Buches unterlassen weil er in dem jeweiligen Monat das entsprechende Budget für eine andere "kulturelle" Ausgabe, ein kleines Geschenk, verwenden mußte? Darf/kann er jetzt nur noch die Hälfte essen weil blöderweise der Anteil seiner geistigen Nahrung teurer als geplant war, oder weil er unverschämterweise eine Zeitung abonnierte und den Vertrag nicht passend zum gesellschaftlichen Ausstieg kündigen konnte, oder weil er insofern gesellschaftlich integriert bleiben wollte dass er jemandem zum Geburtstag gratuliert und ein kleines Geschenk gemacht hat?


    Mobilfunk-Vertrag, Zeitung, das waren jetzt nur zwei kleine Beispiele. Viele Menschen sind dazu Mitglied in einem Sportverein oder fröhnen irgendeinem Hobby, es kann ja mal jeder überlegen wo man überall mit regelmäßigen Zahlungen im Rennen ist - und da kommst Du nicht überall sofort raus. Mal ganz abgesehen davon wie sich derjenige fühlt wenn er auf diese Weise aus der Gesellschaft aussteigen muß.

    Ein weitere Aspekt ist doch auch ganz einfach dass gerade die Leute, die keinerlei Reserven haben, hier zu einem Spielball diverser Aussagen gemacht werden und offensichtlich keine klare Ansage haben welches Geld sie nun halten und was sie zahlen/einbüßen müssen. Allein dieser Thread, vor allem auf Seite 1, zeigt dass diverse Varianten im Umlauf sind und es keine Klarheit gibt. Der eine sagt es geht um 9€ am Tag, der andere um das anteilige Essengeld, beim Dritten gibt es eine Obergrenze von 2% der Bezüge, beim vierten wieder anders.


    So einen Zirkus kann man sich leisten wenn man genügend Geld hat und immer noch auf der finanziell sicheren Seite ist - und auch dann nur ungern - aber nicht wenn einem das Wasser dauerhaft bis zum Hals steht.


    Und nehmen wir mal jemanden, der raucht und vielleicht Schulden hat. Der kann definitiv nicht überleben von der Kohle. Natürlich ist die Gesellschaft nicht für gesundheitsschädliche Laster und private Schulden zuständig, nur geht es auch nicht so einfach dass man solche Einwände und fragen einfach ignoriert, weil das ist nun mal die Lebensrealität und die Menschen stehen vor derartigen Schwierigkeiten.


    Erst Recht weil die Mentalität "mit denen kann man es ja machen, die können sich eh nicht wehren", offenbar sehr verbreitet ist. Banken haben keine Mühe den Leuten einfach Geld zu pfänden, auch die letzten 345 € oder das Girokonto zu sperren - und ohne Konto ist man finanziell "tot".


    Sicher darf die Bank das nicht, es gibt auch die Verpflichtung jedem ein Girokonto auf Guthabenbasis zu eröffnen, aber man muß ja nur mal die Berichte von Betroffenen lesen oder sich anhören, dann weiß man dass die Dinge eben doch passieren. Und was soll der Betroffene dann machen? 10, 15 Tage Winterschlaf oder Tiefkühltruhe und von Luft und Liebe leben bis das alles geklärt wurde?

    Also falls das auf mich bezogen sein sollte:


    Ich habe von Gesetze "entwerfen" gesprochen und nicht behauptet dass es schon eins wäre.


    Ansonsten kann ich gut verstehen dass einem ALGler die Muffe geht wenn solche Vorschläge diskutiert werden, weil wer garantiert ihm dass sie nicht durchkommen? Keiner. Es gibt genügend Wissenschaftler, die der Meinung sind dass es schlicht unmöglich ist von 345 EUR zu leben, allein schon deswegen weil man einen Menschen nicht auf seine Nahrungsmittel zu 4 Euro irgendwas reduzieren kann. Ein Mensch braucht zum Leben auch soziale Teilhabe am Leben - was aber nicht geht wenn man statistisch 0,73 EUR pro Tag für diesen Zweck zur Verfügung gestellt bekommt (ich kenne die Summe nicht, war nur ein Beispiel).


    In diesen 345 EUR stecken, wie ich seinerzeit hörte, einige Cent für Fahrkarten des öffentlichen Nahverkehrs. Und jetzt darfst Du mir mal ein einziges Verkehrsmittel in Deutschland zeigen, bei dem man nur 1 Tarifzone weit für unter 1 EUR fahren kann!


    Sicher muß das alles finanziert werden und es ist auch korrekt dass jemand, der arbeitet, mehr in der Tasche haben sollte als jemand, der es nicht tut. Solche Grundsatzdiskussionen können wir uns sparen.


    Was aber schlicht und einfach genauso stimmt ist, dass man die Leute nicht mit solchen zu kleinen Beträgen abspeisen kann und erwartet dass es keine Schwarzarbeit, Beschaffungskriminalität etc. gibt.
    Dass viele Leute trotz Arbeitsstelle zu wenig verdienen und es Drückeberger unter den ALGlern gibt ist ja alles richtig, rechtfertigt aber trotzdem nicht dass den Leuten generell zu wenig Geld gezahlt wird, alle unter Generalverdacht stehen und man überhaupt solche hahnebüchenen Ideen hat wie das niedrige Geld zum Leben, das die armen Säcke haben, auch noch diskutiert.


    Wenn über dein Gehalt diskutiert wird nimmst Du es sicher auch nicht so locker wenn da von irgendwelchen Kürzungen die Rede ist, und da reicht es dir sicher nicht dass die Vorschläge vielleicht abwegig erscheinen... Wenn mein Gehalt zur Disposition stünde würde ich mich jedenfalls aufregen wenn ich mir so eine Scheiß-Diskussion anhören müßte.

    mpbrei,


    macht in jedem Fall nicht den Fehler euch auf einen Wahrsager oder so einen Käse einzulassen! Die entsprechenden Angebote oder vielleicht auch eine entsprechende eigene Idee könnte ja möglicherweise aufkommen...


    Was das Verhalten der Polizei angeht: das würde ich schlicht nicht akzeptieren! Es mag sein dass sie aus ermittlungstaktischen Gründen nicht viel sagen wollen, es gibt manchmal Gründe sich zurückzuhalten - beispielsweise weil auch ihr die Dinge dann ausplaudern könntet und dann stehen kurze Zeit später in TT Sachen, von denen die Grünen eher nicht möchten dass sie öffentlich sind.
    Allerdings dürften solche Aspekte, so es sie denn überhaupt gibt, kein Grund sein euch nicht trotzdem ordentlich zu betreuen! Ich denke schon dass die Polizei, völlig unabhängig von einer Sachlage, die verdammte Pflicht hat sich einem Bürger gegenüber korrekt zu benehmen und man darf Rücksichtnahme auf die persönlichen Befindlichkeiten erwarten.
    Angemeckert zu werden geht in jedem Fall zu weit in dieser Situation und das würde ich so auch nicht hinnehmen. Gibt es vielleicht irgendeinen Ansprechpartner, der euch genannt wurde, oder könnt ihr da immer nur auf dem Kommissariat anrufen und habt dann den erstbesten Vogel am Draht?


    Vielleicht wäre das schon mal eine Idee sich bei übergeordneten Stellen über den Ton zu beklagen und darauf hinzuweisen dass es ja wohl nicht sein kann dass man gerade jetzt so mit euch umgeht, allein vom Tonfall her, und dass ihr zumindest eine Erklärung haben wollt warum man euch nichts Genaues sagt, und dass ihr wissen möchtet was unternommen wird.


    Alles Gute!

    Zitat

    Original geschrieben von pomfiedel
    will ja hier nicht den sheriff spielen, aber wo genau steht in deinem ersten posting was davon, dass das erst ein gesetzentwurf ist? und in welchem verhältnis das krankenhaustagegeld zu der kriminalitätsrate bei dir steht, verstehe ich auch noch nicht :confused:
    cu


    Ja, stimmt, neben dem Gesetzgeber gibt es noch 1000 andere Organisationen, die Regeln für ALGler entwerfen, nicht?


    Und wie Geldmangel im Zusammenhang mit "Beschaffungskriminalität" stehen könnte - da muß man auch zu weit denken um einen Zusammenhang herstellen zu können... :rolleyes: