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Original geschrieben von NoTeen
Das sehe ich nicht sehr viel anders. Allerdings muß der Arbeitnehmer dann auch damit leben, daß er vor die Türe gesetzt wird, wenn keine Nachfrage mehr für die von ihm angebotene Arbeitsleistung besteht.
Aber genau das findet doch auch statt. Kein Unternehmen hält Arbeitnehmer, für die es keinen Bedarf mehr gibt. Wäre ja auch wirtschaftlich unsinnig und manchmal finanziell unmöglich.
Bestenfalls versucht man die Jobs "sozialverträglich" abzubauen - aber dass sie verschwinden dürfte regelmäßig genau so stattfinden.
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Original geschrieben von NoTeen
Daß die Telekom versuchen möchte, alle Arbeitsplätze zu erhalten - nur eben zu geänderten Bedingungen - das könnte man auch, arbeitgeberfreundlich betrachtet, als Zeichen des guten Willens deuten. Ich tue es nicht, sehe aber keine Alternativen zu Entlassung oder Gehaltsverminderung, wenn sich die Lage für ein Unternehmen verschlechtert.
Ich sehe den Fehler grundsätzlich nie in erster Linie beim kleinen Mitarbeiter. Der macht seine Arbeit, seinen Job, erfüllt seine Aufgabe. Wie gut oder schlecht er sie macht und wie sinnvoll das, was er tut, ist, hängt IMMER davon ab wie die Führung des Unternehmens bzw. der direkte Vorgesetzte dafür sorgen dass der Mitarbeiter positiv für das Unternehmen arbeitet.
Egal ob der Mitarbeiter Mist baut oder die falschen Aufgaben wahrnimmt - es ist immer die Unternehmensführung, die dafür sorgen muß dass sowas eben nicht passiert und die Leute etwas tun, was das Unternehmen vorwärts bringt.
Die Realität ist oft genug dass die Leute an der Front recht gut wissen wo es hakt, nur hört man ihnen nicht zu weil die Schlaumeier in den Chefetagen glauben alleine ihre Position gäbe ihnen die Weisheit alles schon richtig machen und entscheiden zu können.
Wenn der Service bei der Telekom nicht stimmt frage ich mich warum das so ist. Wer hat für kundenfreundliche Strukturen zu sorgen, und wer hat dafür zu sorgen dass den Kunden freundlich und hilfsbereit gegenüber getreten wird? Das muß "von oben" vorgegeben werden. Die Mitarbneiter werden es dann schon umsetzen - und wer nicht mitzieht ist fehl am Platze.
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Original geschrieben von NoTeen
Es war nunmal im Kapitalismus seit jeher so, daß die Arbeitnehmer das Unternehmerische Risiko insoweit mittragen, daß sie gefeuert werden, wenn für den Produktionsfaktor, den sie zur Verfügung stellen - die Arbeit - nicht mehr genügend Nachfrage da ist.
Das hat nichts mit Ausbeutung oder Unterdrückung zu tun, sondern ist eine der Grundlagen der Freien Marktwirtschaft: Wenn das Angebot (hier an Arbeitskraft) die Nachfrage übersteigt, dann sinken die Preise oder es findet eine Marktbereinigung statt.
Im Idealfall kommt es soweit aber gar nicht weil das Unternehmen schon vorher so auszurichten ist dass es am Markt bestehen kann.
Es war von jeher so dass der Unternehmer das unternehmerische Risko und die Verantwortung trug, deswegen verdiente er ja auch primär besonders stark an den Gewinnen. Dafür muß er allerdings auch riskieren bei Verlusten zu haften, nur ist das theoretische Prinzip darauf ausgelegt dass es beständigen Gewinn und Wachstum gibt, der Unternehmer dieses Modellbeispiels also im Regelfall auch immer besonders gut verdienen wird.
Der Angestellte hatte demgegenüber immer das kleinere Gehalt und keine Entscheidungsgewalt, dafür aber eben ein gleichmäßiges Einkommen.
Und diese Gesetzmäßigkeiten lösen sich immer mehr auf. Egal wie die Sache gedreht und gewendet wird, immer ist der AN der Verlierer während der AG und die Kapitalgeber, die ich jetzt mal zur AG-Seite hinzunehme, immer Gewinne machen. Das ist zwar anfangs mit der T-Aktie nicht ganz aufgegangen, aber das war eine Art "Versehen".
Wie kann es denn sein dass hohe Dividende ausgeschüttet werden wenn andererseits das Geld fehlt die vorhandenen Mitarbeiter zu bezahlen? Dahinter stecken doch letztlich Schachzüge, mit denen man Anleger nicht verärgern will, obwohl man andererseits die eigenen Mitarbeiter für dumm verkauft.
Die gleichen Anleger zahlen übrigens, je nachdem wie und wo ihr Besitz versteuert wird, mit einem Teil ihrer Kapitalerträge das Arbeitslosengeld der Telekomiker, die aufgrund der Rationalisierungsbemühungen des Unternehmens auf die Straße gesetzt werden.
Wir sind eine soziale Marktwirtschaft und gerade im Dienstleistungsbereich steht und fällt Vieles mit der Motivation der Mitarbeiter, weil die haben Kundenkontakt und bestimmen wie das Unternehmen wahrgenommen wird.