Beiträge von Printus

    In anderen Bereichen klappt es auch. Australien verbietet die Glühbirne - da werden sich die Produzenten schon einfallen lassen welche Alternativen sie bieten können, denn wenn das Gesetz Gültigkeit erlangt wird es eine riesige Nachfrage nach alternativen Leuchtkörpern geben. Wer dann eine gute Alternative im Programm hat kann sehr viel Geld verdienen...


    Bei den Autos kann es genauso funktionieren. Da legt man einfach gesetzlich fest daß ein Auto mit Gewicht X oder Größe Y nicht mehr als einen bestimmten Wert an Schadstoffen ausstossen darf. Modelle, die die Vorgabe nicht halten, dürfen in Deutschland oder am besten Europa schlicht und einfach nicht mehr verkauft werden. So einfach wäre es.


    Dann würden sich die Autobauer - und wir haben ja einige in Deutschland - schon einfallen lassen ob sie nur noch Autos für Fernost und Nordamerika produzieren, oder auch weiterhin auf dem hiesigen Markt präsent bleiben wollen.


    Gehen wir mal weg vom Thema Schadstoffe zum Thema Treibstoff. Auch der letzte Hirnie sollte inzwischen mitbekommen haben daß die fossilen Treibstoffe in ungefähr 30 Jahren zu Ende sind. Schon jetzt kann man an den steigenden Benzinpreisen und wenn man die Entwicklung in China oder Indien betrachtet absehen daß wir JETZT und nicht erst in 20 oder gar 30 Jahren Alternativen brauchen wenn wir nicht wollen daß unsere Mobilität verloren geht.


    Kümmert sich aber ein Autobauer um dieses Problem? Nein... Weil die Manager jetzt ungehörig viel Geld kassieren, nicht darüber nachdenken was morgen oder gar in 30 Jahren ist - man hat seine eigenen Schäfchen dann ja im Trockenen - und der Rest der Menschheit steht da mit dem Problem.


    Es ist doch schon jetzt ein Problem, und sogar wir, die reichen Deutschen, haben es. Wer äußert sich nicht regelnmäßig über die Treibstoffpreise? Sicher ist der Anteil der Steuerbelastung hierzulande sehr groß. Nichtsdestotrotz ist die generelle Problematik für jeden erkennbar und steigende Rohölpreise bedeuten steigende Steuern - das ist ein direkter Zusammenhang, am Ende mit immer teureren Benzinpreisen.


    Für den einzelnen Autobauer mag es einfacher sein nach wie vor eine völlig ineffiziente, 100 Jahre alte Verbrennungstechnologie anzubieten, für den einzelnen Verbraucher ist es "besser" ein solches als ein Auto mit alternativem Antrieb zu kaufen - er kann es nicht mal kaufen weil es nicht im Angebot ist und die Offerten, die es gab, waren entweder so teuer oder so unzuverlässig daß kein Mensch das als sinnvolle Alternative sehen konnte.
    Beide Gruppen werden von sich aus erstmal nichts ändern weil es für beide bequem und preiswert ist, so wie es ist.
    Also MUSS der Anreiz doch von außen, politisch, geschaffen werden - indem man die Autokonzerne zwingt ihr Angebot umweltschonender auszurichten. Die Verbraucher werden automatisch das kaufen, was angeboten wird (weil es anders auch gar nicht geht).

    Eigenverantwortung ist schön und gut, nur muß man mal Folgendes sehen: wenn jemand ein Auto kauft dann spielen viele Faktoren hinein. Nur weil Umweltpolitik im Augenblick en vogue ist wird kein Mensch seine Kaufentscheidung allein nach dem Schadstoffausstoß treffen.


    Bei sowas auf Eigenverantwortung zu pochen wird nicht funktionieren. Der Kunde sieht das Angebot und sucht sich dann das heraus, was in möglichst vielen Disziplinen seinen Anforderungen entspricht. Umweltaspekte sind da nur 1 von 100 Kriterien, selbst die Unterhaltskosten sind relativ, je nachdem wie hoch die monatlichen Gehaltsschecks der Käufers sind und ob man sich vielleicht auch einen Stinker leisten kann.


    Ich sehe das in dem Fall ganz pragmatisch: es muß einfach dafür gesorgt werden daß umweltfreundlichere Autos angeboten werden, da muß die Politik Druck auf die Autokonzerne ausüben und die müssen dann entsprechende Modelle feilbieten. Hier aber wieder mal den Bürger unter Druck zu setzen ist einfach eine Sauerei und Unsinn, die auch nicht funktionieren wird.
    Bestenfalls könnte man für Neuwagen entsprechende Regeln einführen um Käufer, die die freie Wahl haben, ein wenig zu beeinflussen.


    Aber diejenigen, die ein Auto haben, finanziell unter Druck zu setzen ist nur ärgerlich und sinnlos dazu - nicht nur Geringverdiener, auch die "Mittelschicht" kauft nicht "mal eben so" ein neues Auto. Wer hat denn mal eben so 30.000 EUR herumliegen? Da wird dann einfach nur wieder mehr Geld abgezockt, aber sicher nicht erreicht daß morgen jeder ein schönes, neues, umweltfreundliches Auto kauft.
    Man setzt einfach an der falschen Stelle an wenn der Bürger, der noch 100 andere Kriterien beim Autokauf hat, nun also ausgerechnet den CO2-Ausstoß so massiv beachten soll. Vor allem wird es gerade die Käufer teurer Autos nicht interessieren - die können sich nämlich auch teure Unterhaltskosten leisten und dann weiter mit großen, überdimensionierten, schweren Wagen die Umwelt schädigen.


    Meiner Meinung nach müssen die Autokonzerne ihr Angebot entsprechend ausrichten, dann können und müssen die Leute umweltschonendere Autos kaufen. In diesem Fall ist das OK wenn es keine Eigenverantwortung gibt, sondern der Bürger einfach ein entsprechendes Angebot vorgesetzt bekommt.


    Das ist wie mit dem Nichtraucherschutz. Wenn man gewartet hätte daß Wirte freiwillig rauchfreie Kneipen einrichten oder Raucher von sich aus den Glimmstengel aus lassen - da hätte man ewig warten können. In solchen Dingen muß einfach eine Vorgabe her, von alleine klappt das nicht.


    Insofern muß auch bei den Autos einfach das Angebot anders werden, da müssen die Hersteller unter Druck geraten. Der Kunden kauft dann das, was verfügbar ist, nämlich zwangsläufig umweltschonendere Autos.

    Als Geringverdiener nervt mich an der Diskussion daß es immer heißt daß Leute zum Kauf moderner, sparsamer Autos angehalten werden sollen, nur zahlt mir das Bundeskabinett das Auto nicht.


    Die älteren Wagen werden immer von denen gefahren, die sich eben nicht einfach so ein neues Auto kaufen können. Der Ansatzpunkt kann also nicht sein ausgerechnet Familien, Rentner, Azubis, Geringverdiener abzustrafen indem ausgerechnet sie besonders viel zahlen sollen. Diese Sauerei findet jetzt schon statt weil man die höheren KFZ- und mehr Mineralölsteuer zahlt - schon jetzt werden gerade die, die nicht mal eben einen Neu- oder Jahreswagen anschaffen können, am meisten abgezockt.


    Insofern finde ich es tatsächlich besser es über die Mineralölsteuer zu machen weil dann diejenigen mehr zahlen, die viel fahren und viel in die Luft blasen.
    Man kann ja noch eine Staffelung einbauen nach der z. B. SUV's in eine teure Klasse fallen, während Lieferwagen oder beruflich genutzte Autos entsprechend preiswerter einzustufen wären.


    Und ansonsten gehört endlich ein Tempolimit her. In fast allen Ländern der Welt geht es, nur hier wird darum immer so ein Riesentheater gemacht. Irgendwann muß man doch mal schlau werden...
    Außer "Lustgewinn" bringt es nämlich gar nichts daß hier auf manchen Teilstrecken schnell gefahren werden darf. Es gäbe weniger Tote, weniger Verletze, weniger Blechschäden, weniger Drängelei, weniger Streß...

    Äußere dich zur Sache anstatt mich zu beleidigen wenn Du mitreden willst.


    Ullrich hat 1997 die Tour gewonnen - das war vor 10 (!) Jahren. Seitdem war er zwar vorne dabei, aber letztlich nie so daß es für den Spitzenreiter wirklich ganz eng wurde.


    Das ist an sich nicht schlimm und auch 2. zu werden ist eine Leistung. Nur sollte man dann etwas kleinere Brötchen backen und nicht so reden als sei man schon der designierte Gewinner des Rennens.


    Was im Bewußtsein der Leute hängen bleibt ist nicht wenn man irgendwo 2. oder 3. wird, aber schon wenn man zum wiederholten Male in Doping verwickelt wird - und das war 2002 so und im letzten Jahr erneut; juristisch ist es ihm noch nicht nachgewiesen worden, aber die Indizien sprechen eine deutliche Sprache und er tut ja auch nichts um zur Aufklärung beizutragen. Warum nicht - wenn er tatsächlich unschuldig ist? Ihm muß doch auch klar sein daß das eh schon schlechte Image des Radsports jetzt völlig kaputt geht wenn Leute, die sich auf den Spitzenplätzen sehen, sich so verhalten wie er.


    Wenn man Leithammel sein will muß man als gutes Beispiel vorran gehen, aber nicht wie er indem man sich möglichst lange windet um nicht bewiesen zu bekommen daß es irgend etwas gibt.


    Dann gab es auch noch die Eskapaden, wo er mit dem Porsche einen Unfall gebaut und geflohen ist - das alles unter Alkoholeinfluß... zwar zum Glück ein eher harmloser Sachschaden. Nur so verspielt man Sympathien und verscherzt sich den Ruf und das Image eines wirklichen Profis und eines positiven Beispiels.


    Man kann z. B. von einem M. Schumacher halten was man will. Aber seine Rolle füllt der wesentlich besser als ein Ullrich - und das nicht allein weil er immer siegt, sondern weil er sich "benimmt" und nicht den Mund voll nimmt, um dann aber letztlich nie das angekündigte Ergebnis zu bringen.


    Nochmal für dich zum Mitschreiben: seine Leistungen sind nicht das eigentliche Problem, sondern das großspurige Gerede, das er dann immer nicht halten kann und das dadurch ramponierte Image.


    Du wirst aber in der Vita fast jedes Radrennfahrers gewonnene Rennen finden, und wenn es nur kleine Dorf-Veranstaltungen waren.


    Es hat ja auch keiner unterstellt daß der Mann überhaupt gar nichts kann, aber sein Ruf und auch sein Gerede passen andererseits nicht zu der Bilanz, die er objektiv hat.


    "Second to win is first to loose", und er hat die Tour einmal gewonnen, aber 10 Mal geredet als sei er ein Favorit auf den Titel - und dann konnte er dieses großspurige Gerede nicht erfüllen.


    Man könnte ja jetzt noch zugute halten daß es deswegen nie klappte weil alle gedopt waren - außer ihm. Nur ist auch er wiederholt aufgefallen und somit ist das auch unglaubwürdig.


    Es geht nicht darum daß auch jemand, der nicht den 1. Platz macht, seine respektable Leistung brachte. Aber dann sollte man nicht immer reden als ob man der permanente Titelgewinner wäre.

    Der Kollege soll mal vorsichtig aus dem Fenster schauen ob da schon ein auffällig unauffälliges Auto versetzt vor der Tür parkt, mit 2 Typen in schwarzen Trenchcoats darin...

    Alter, das ist einen Agententrick der CIA. Bist Du nicht der Kontaktmann, der das Handy in der Bar annehmen sollte????? Dann möchte ich nicht in deiner Haut stecken...
    Die haben jetzt nämlich durch deinen Kontakt zu o2 deine Spur und heute Nacht holen dich Vermummte ab. Dann geht's im Geheimflugzeug ab nach Guantanamo... :cool:


    Oder da baggert eine Frau dich an: ich habe mal von der Masche gelesen einer Frau ein älteres Handy mit Prepaid-Karte zuzustecken und sagen soll "Ich rufe dich an".
    Warte also einfach ab bis es klingelt und eine heiße Mieze sich bei dir meldet... :D

    Zitat

    Original geschrieben von senderlisteffm
    Jedes Jahr das Gleiche. Auf der Tour bringt er nicht die vollmundig versprochene Leistung. Und statt Konsequenzen zu ziehen oder ehrlich zuzugeben "Ich war zu faul im Winter - und ich habe auch keine Lust mehr - Ich höre auf." werden Jahr für Jahr neue Gründe dafür konstruiert.


    Absolut meine Meinung! Wenn man die Tour-Threads der letzten Jahre heraussuchen würde - da habe ich genau das schon immer geschrieben. Sicher ist er auch ein "Opfer" der Medien, die ihn immer wieder zum Favoriten stilisiert haben, der er tatsächlich gar nicht war.


    Nichtsdestotrotz, seit dem Toursieg vor diversen Jahren kam in jedem Jahr auf's neue das Gerede über den Favoriten Ullrich und der nachfolgende Absturz. Nicht daß es schlimm wäre gegen zwielichtige Unsympathling wie Armstrong nicht anzukommen - der gilt ja auch nur als dopingfrei weil ihm nie etwas bewiesen wurde, aber nicht weil die Weste wirklich weiß ist. Aber ein einzelner Toursieg und ansonsten unstete Leistungen rechtfertigen nicht daß immer wieder auf's Neue geredet wird als wäre Ullrich ein brandheißer Titelverteidiger.


    Der hatte einmal, vor vielen Jahren, Glück und sicherlich auch eine gute Leistung. Aber einmal heißt nicht daß man lebenslang für Supermann gehalten werden muß.