Beiträge von Printus

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    Original geschrieben von Bavarianernie
    Ausgeübte Tätigkeiten lasse ich jetzt mal weg, denn das ist wirklich nur reine Beschreibung des Jobs.


    Das macht nichts. Wenn man ein Zeugnis korrekt beurteilen will muß man auch die Zeit kennen, wie lange jemand in dem Unternehmen beschäftigt war, und auch die Tätigkeiten. daraus ergibt sich nämlich manchmal daß bestimmte Dinge in ein Zeugnis hinein gehören, z. B. bei jemandem, der mit Geld zu tun hat, explizite Erwähnung seiner Ehrlichkeit oder so... Insofern sollte man IMMER das ganze Zeugnis posten und nur die wirklich persönlichen Daten (Name) xxxx-en.


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    Original geschrieben von Bavarianernie
    Mit viel Eigeninitiative und großem Engagement arbeitete er sich schnell in seinem Aufgabenbereich ein. Fortan zeichnete sich XXXXX durch selbstständiges, verantwortungsvolles Arbeiten aus und wurde in Bezug auf Zuverlässigkeit und Einstellung für andere Mitarbeiter zum Vorbild.
    Zu seinen Vorgesetzten als auch zu seinen Mtarbeitern war er stets höflich und korrekt im Auftreten. Zusammenfassend lagen seine Leistungen weit über den an ihn gestellten beruflichen Anforderungen.
    XXXXX scheidet auf eigenen Wunsch aus xxxx aus, wir wünschen ihm für die weitere berufliche und private Zukunft alles Gute.


    Das ist ein sehr gutes Zeugnis und rundum gut gemacht. Keine komische Formulierung, nichts was dich in schlechtes Licht setzt.
    Einziger kleiner Kritikpunkt: es ist sehr kurz. Wenn jemand so positive Akzente gesetzt hat erfordert das eine gewisse Dauer und dann hat derjenige offenbar positive Entwicklungen in der Firma angestossen. Die sollten dann etwas genauer dargestellt werden.
    Das Zeugnis kannst Du aber problemlos so akzeptieren, es ist sehr, sehr gut.

    Ich mußte mich seinerzeit mit einem absolut schlechten Zeugnis herumschlagen und hatte deswegen diesen Thread gestartet. Das macht mich zumindest zu einem "kleinen Experten" im Hinblick auf das Thema denn ich mußte mich umfassend mit Zeugnissen beschäftigen.


    Zum einen ist es immer schlecht wenn man nicht den vollen Text kennt, also in deinem Beispiel die Aufgabenbeschreibung. Wenn man das nicht hat wird der Rest teilweise zu Kaffeesatzleserei.


    Trotzdem ein paar Anmerkungen zu diesem Text weil ich ihn ziemlich schlecht finde...


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    Original geschrieben von CrazyD
    Gerne bestätigen wir, dass wir in Hernn xy einen fleißigen und engagierten Mitarbeiter kennen gelernt haben, der sich gut in unser Team einfügte und die ihm übertragenen Aufgaben eigenständig und zuverlässig ausgeführt hat.


    2 Schwachpunkte: "kennengelernt" drückt Distanz aus, "übertragene Aufgaben" soll Passivität dokumentieren. Da dir zugleich Eigenständigkeit attestiert wird könnte man es zwar als ungeschickte Formulierungen durchgehen lassen, die eigentlich doch positiv gemeint waren - aber gleich 2 negative Formulierungen in 1 Satz ziehen den Wert der Aussage doch nach unten.


    Zitat

    Original geschrieben von CrazyD
    Nur der Vollständigkeit halber erwähnen wir, dass er jederzeit pünktlich und ehrlich war.


    Dieser überflüssige Satz stand damals auch in meinem Zeugnis und man muß es auslegen als "wenn wir schon sonst nix Gutes schreiben können dann wenigstens daß er pünktlich und ehrlich war". Eigentlich sind Pünktlichkeit und Ehrlichkeit selbstverständliche Tugenden, die keiner besonderen Erwähnung bedürfen, sondern vorrauszusetzen sind. Also ein ziemlich übler Satz.



    Zitat

    Original geschrieben von CrazyD
    Besonders hervorheben möchten wir, dass seine Abrechnungen jederzeit präzise und korrekt durchgeführt waren


    Da wäre es jetzt gut zu wissen in welchem Job Du tätig warst... An sich eine gute Formulierung und in manchen Jobs absolut lebenswichtig, aber diese "starke Hervorhebung" stört irgendwie. Man fragt sich was das soll... Manche Zeugnisschreiber übertreiben Aussagen absichtlich um sie lächerlich zu machen, also hier entweder sie ins Gegenteil zu verkehren oder zumindest eine besondere (negative) Pingeligkeit zu betonen. An sich eine gute und je nach Job nötige Aussage, aber wieder mit einem negativen Beigeschmack.


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    Original geschrieben von CrazyD
    Sein Erscheinungsbild war stets ordentlich.


    Wieder so eine überflüssige Bemerkung. In manchen Jobs wird ordentliches Erscheinungsbild vorrausgesetzt - bedarf dann aber keiner speziellen Erwähnung. Insofern frage ich mich hier wieder was diese Aussage soll...


    Oder bist Du immer im Schlips zur Arbeit in der Autowerkstatt erschienen? Dann soll es ausdrücken daß Du zu viel Wert auf lächerlich overdresste Bekleidung gelegt hast. Man wird den Eindruck nicht los daß wieder ein negativer Touch in der Bemerkung liegt und man womöglich Auffälligkeiten an deinem Erscheinungsbild verklausuliert ansprechen will...


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    Original geschrieben von CrazyD
    Vorgesetzten gegenüber verhielt er sich korrekt; sein Verhalten Gästen und Mitarbeitern gegenüber war immer höflich und zuvorkommend.


    Bezgl. der Vorgesetzten fehlt ein sehr wichtiges Adjektiv wie "immer", "stets", "jederzeit". Also war Dein Auftreten gegenüber Vorgesetzten manchmal nicht korrekt.


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    Original geschrieben von CrazyD
    Zusammenfassend können wir sagen, dass Herr xy alle ihm gestellten Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit ausgeführt hat.


    "Gestellte" Aufgaben betont wieder daß man dich immer erst ermahnen mußte. Bei wirklicher Eigeninitiative sollte dort nur "Aufgaben" stehen. "Volle Zufriedenheit" ist OK... nicht supertoll, aber ordentlich. Das geht in Ordnung da man den normalen Mitarbeiter im Bereich einer 3 sieht und nur wer überdurchschnittlich gut war bekommt eine 2 oder gar eine 1. "Volle Zufriedenheit" ist daher problemlos.


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    Original geschrieben von CrazyD
    Das Arbeitsverhältnis war auf ein Jahr befristet. Wir danken Herrn xy für seine Mitarbeit und wünschen ihm für seinen weiteren Lebensweg alles Gute.


    Hier fehlen 2 wichtige Komponenten: man bedauert zum einen Deinen Weggang nicht - gleichbedeutend mit "gut daß er weg ist" und zum anderen lautet eine gute Schlußformulierung "wünschen ihm für seinen weiteren beruflichen und privaten Lebensweg weiterhin alles Gute". Daß man nur "Lebensweg" schreibt und "beruflich und privat" wegläßt mag noch angehen. Ein fehlendes "weiterhin" unterstellt aber daß es bisher nicht gut war. Da wird also schon wieder betont daß Du kein so toller Mitarbeiter warst. Der Schlußsatz ist also nochmal ein dicker Minuspunkt.


    Ganz allgemein wird auch sehr wenig auf Deine fachlichen Leistungen und ganz wenig auf deine sog. Führung , also das Sozialverhalten, eingegangen. Der eine Satz "Vorgesetze, Gäste, Mitarbeiter...." ist viel zu knapp.


    Offenbar hat das Zeugnis jemand geschrieben, der nicht so die große Ahnung davon hat. Blöderweise hat derjenige aber ganz viele mehr oder weniger große Patzer eingebaut, die den Text sehr zu deinem Nachteil abwerten.


    In meinen Augen ist das ne glatte 4, und das ist schon eher positiv beurteilt. Ich würde den Text beinahe eher im Bereich 4- ansiedeln...


    Dagegen würdfe ich mich definitiv wehren! Am besten ist wenn Du einen eigenen Textvorschlag machst, schau z. B. mal auf Arbeitszeugnis.de und reiche dann einen eigenen Textvorschlag ein, der diese ganzen Mängel nicht hat. Aber so solltest Du das in keinem Fall akzeptieren!

    Ich finde den Gedankengang der TE sehr gut. Es ist tatsächlich eigenartig daß man hier jemandem seine Meinung verbietet...


    Ich finde daß man das nicht so gut mit dem Kinderfi**er vergleichen kann weil dahinter steht der klare Verdacht daß jemand, der eine solche Meinung vertritt, entsprechende Verbrechen ausführt. Solch eine Meinungsäußerung kann man also nicht als "krankes Gerede" abtun.


    Wenn aber jemand den Holocaust leugnet fällt das IMHO eher in die Kathegorie "armer Irrer", der aber so konkret niemandem schadet. Weil sein Gerede keine faktische Straftat nach sich zieht.


    Man kann das zwar für Demagogie und Volksverhetzung halten und sicher beleidigt es viele Menschen - aber ich sage es mal salopp: wenn der Bohlen bei DSDS über eine dicke Frau lästert verletzt das auch Menschen...


    "Die Gedanken sind frei" und jemandem verbieten zu wollen etwas denken zu dürfen (und folglich auch darüber zu sprechen) finde ich grenzwertig bis "einer Demokratie nicht würdig". Für mich ist das in der Tat zu einem guten Teil noch Folge eines befangenen Umgangs mit der Vergangenheit - was man auch daran sieht daß es in keinem anderen Bereich ein so explizites Verbot von Gedankengut gibt wie speziell beim Holocaust.


    Weil - mal ehrlich: da stellt sich einer hin und leugnet daß es die Massenvernichtungslager gab. Das ist aber doch genauso albern als wenn jemand die Existenz der Sonne leugnet... Wer solche Aussagen tätigt schießt sich doch selber ins Abseits, macht sich von alleine lächerlich. Ihn dafür zu verurteilen ist, wenn man drüber nachdenkt, in der Tat komisch und paßt nicht so wirklich zu unseren sonstigen Rechtsauffassungen.


    Ich will den Zündel jetzt moralisch nicht auf dieselbe Stufe stellen. Aber in der Sache erinnert es eben doch ein bisschen an Galileo Galilei, dem bei Strafe verboten wurde zu behaupten daß die Erde keine Scheibe, sondern eine Kugel sei.
    Der hatte zwar im Gegensatz zu Zündel Recht. Aber die Parallele ist schon daß hier vorgeschrieben wird was jemand denken darf. Das ist eigentlich nicht mehr wirklich zeitgemäß.

    Und deswegen sollte man auf dem TE auch nicht gleich rumhacken. Ich finde es erstmal klasse daß er die Ausbildung durchgezogen und auch bestanden hat. Es wäre doch viel schlechter wenn er jetzt arbeitslos und ohne Ausbildung wäre.


    Das zeigt aber auch ein Dilemma, das es hierzulande wirklich gibt: nämlich daß seine Fähigkeiten de facto kaum unterschiedlich gewesen wären mit Abschlußprüfung oder ohne. Hätte er die Prüfung nicht bestanden könnte er rein faktisch genauso viel oder wenig wie jetzt auch. Aber die Tatsache daß er die Prüfung noch gemacht hat setzt ihn auf dem deutschen Arbeitsmarkt gleich in viel besseres Licht. Aber ohne daß das nun einen tatsächliche Entsprechung in seinem Wissen hätte.


    Ich hörte letztens daß Wissenschaftler, die das Thema erforschen, mal fiktive Bewerbungen mit Ideal-Lebensläufen verschickt hatten und als Ergebnis kam heraus daß von 100 Bewerbungen gerade mal 4 erfolgreich gewesen wären - und das mit einem idealisierten Bewerbungsschreiben!


    Ich verstehe sehr gut daß der TE unentspannt ist und dfas auch nicht zu unrecht. Der möchte nichts weiter als in einem Bereich, der ihn persönlich interessiert und halbwegs anspricht tätig sein. Ist das zuviel verlangt?
    Ich finde: ganz klar nein! Es ist sein gutes Recht zu finden daß man es hierzulande nicht einfach hat, weil es ja auch stimmt.


    Eine Freundin, die vor ein paar Monaten ihr Studium als Wirtschaftsinformatikerin abgeschlossen hat ist auf dem Markt sehr begehrt und bekommt natürlich ihren Wunschjob ganz schnell, aber wenn man nicht zufällig Interessen und eine Ausbildung in der "richtigen" Branche hat ist es sehr schwer - bis hin zu unmöglich - in diesem Land glücklich zu werden.


    Es ist Realität daß ein enorm großer Anteil der Bevölkerung arbeitslos ist und ein noch größerer Anteil zwar einen Job hat, aber nur gerade so leben kann (sowohl finanziell gesehen wie auch von Arbeitsklima her). Wieviel % der Bevölkerung können denn sagen daß sie gut verdienen, keine Sorgen um Geld und Zukunft haben, und das auch noch in einem Job, den sie fast wie ein Hobby betrachten?
    Sowas gibt es, aber das dürfte trotzdem ganz selten sein.


    Ich verstehe sehr gut daß es nicht gerade toll ist wenn man zum Straßenkehren abkommandiert wird anstatt eine positive Zukunft aufbauen zu können. Der TE hat sicher zu Recht das Gefühl daß gerade alles Scheiße ist und keine besonders tollen Aussichten für die Zukunft zu haben.


    Wärt ihr nicht allesamt genauso enttäuscht wenn ihr an seiner Stelle wärt? Es redet sich immer leicht wenn man erstmal weiter oben ist und halbwegs klar kommt...

    Wirkliche Schnäppchen sind oft bei Klamotten zu machen. Z. B. kostet meine bevorzugte Levis-Jeans dort 34.99 USD -> 26,90 EUR, das Ding kostet hier im Laden 79.90 EUR. Da merkt man den Unterschied also richtig fett.


    Aber Achtung wegen dem Zoll: bis zu einem Wert von 175 EUR kann man als Reisender Waren zollfrei einführen, hat man Teurers oder in der Summe mehr dabei muß das Zeug angemeldet und verzollt werden.
    Wobei - wenn man nicht nach 2wöchiger Reise 30 Hosen mit noch vorhandenen Etiketten im Koffer hat weiß der Zoll nicht ob eine Hose dort gekauft wurde oder nicht...

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    Original geschrieben von knuddelbacke
    Gut, das ich arbeiten muss, da hab ich meine Ruhe vor den Pappnasen!


    Die Pappnasen sind überall. Auch ohne Karneval... :rolleyes:

    Sie sollte es deswegen öffentlich tun weil die Taten damals auch keine Aktionen im privaten Bereich waren, sondern gegen "den Staat" und "die Gesellschaft" gerichtet waren, und sie ganz schlicht, einfach und pragmatisch eine "Person der Zeitgeschichte" ist, die von öffentlichem Interesse ist. Die Medien werden sich so oder so auf sie stürzen und berichten, es gibt eine öffentliche Diskussion darüber. Ich sehe da schon einen Bedarf an öffentlichkeitswirksamer Auseinandersetzung...


    Natürlich richtet sich der Protest gegen unsere Gesetzgebung. Es behauptet niemand daß der Vorgang gegen Gesetze verstößt, weil das tut er ja nicht.