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Original geschrieben von achim007
ich sehe das heute so, wer sparen will braucht oft Geld :mad: Bsp. spart Strom, kauf dir neue A+++ Elektrogeräte, spar Öl kauf Dir eine neue Zentralheizung oder saniere dein Haus. Sichere das Risiko ab - mach eine Versicherung oder verlängere deine Garantie im MM für deinen TV auf 5 Jahre für 100€ Aufpreis. Ergo es ist wirklich oft so, das die Sparansätze durch fehlendes Geld gebremst werden
Absolut richtig.
Dagegen hilft nur "netzwerken" - Fahrgemeinschaft bilden, Elektrogeräte mit anderen teilen etc. Für die Fahrgemeinschaft finden sich womöglich Kolleginnen und Kollegen, die zumindest teilweise den gleichen Arbeitsweg haben und wo man sich irgendwo treffen kann um dann gemeinsam weiterzufahren. Kollegen deines Kumpels werden wahrscheinlich nicht über 60 km aus dem gleichen Ort wie er anreisen, aber vielleicht wohnt einer an der Strecke, bei dem man morgens aufschlägt um einen Teil des Weges gemeinsam zu bewältigen?
Fernsehen kann man über den PC, spart das Fernsehgerät.
Vielleicht kann dein Freund auch die Waschmaschine mit einem Familienangehörigen oder einem aufgeschlossenen Mitmieter teilen?
Ansonsten hilft es vielleicht ein wenig, aus der Not eine Tugend zu machen und "Sparsamkeit" nicht als aufgezwungene Belastung, sondern als sportliche Herausforderung zu betrachten. Es gibt Pfennigfuchser, die Tipps und Tricks zum Sparen austauschen. Man muss nicht jede verschrobene, peinliche Idee mitnehmen, aber das ein oder andere ist wirklich brauchbar.
Für die Lebensmittelgrundversorgung würde ich auf die Tafeln setzen.
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Original geschrieben von achim007
Ich kann meinem Freund nun sagen, das er keine staatlichen oder sonstigen Hilfen in seiner Lage erwarten kann.
Das würde ich so nicht pauschal in den Raum stellen. Mag sein, dass es keine staatlichen Hilfen gibt, aber es gibt Möglichkeiten für Geringverdiener. Der entscheidende Ansatz ist, immer genau Bescheid zu wissen. Insofern sollte sich dein Freund aus Prinzip dahinterklemmen, dass er permanent auf dem Laufenden ist und auf allen Kanälen (Kontakte zu Menschen in gleicher Lebenssituation, Beratungsstellen, Schuldnerberatung, soziale Dienste, Kirchen, Tafeln, Internet...) Informationen bekommt.
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Original geschrieben von achim007
Ich rechne ihm wirklich hoch an, das er jeden Tag einen klasse Job macht und nicht einfach im Bett liegen bleibt und sich so die staatlichen Hilfen einsackt. :top:
Es ist auch nicht so einfach wie es an den Stammtischen von Bescheidwissern erzählt wird, die zwar keine eigenen Erfahrungen haben, dafür aber glauben, sie wüssten was. Die Arbeitsagentur und das Jobcenter setzen ihn unter Druck und zwingen ihn, jede zumutbare Arbeit anzunehmen. Es ist eine Form struktureller/institutionalisierter Gewalt.
Ein paar Mal kann man sich vielleicht herauswinden, langfristig nur schwer. Man muss schon ein sehr dickes Fell haben um vom Druck dieser Repressionsbehörden unbeeindruckt zu bleiben. Die dafür nötige Energie setzt man effektiver ein wenn man ein "freier Mann" bleibt und auf einer vorhandenen Arbeitsstelle bleibt. Immerhin baut man sich mit der Zeit immer etwas auf, eine gewisse Position in der Rangordnung, "Seniority"...
Ansätze/Webseiten, die ich kenne - bezieht sich zwar auf Arbeitslosigkeit, aber man findet ggf. auch weitere hilfreiche Tipps:
Lisa Schroeder
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