Beiträge von Printus

    Favorit seit einiger Zeit ist "alverde MEN Deo Roll-on Fresh" vom dm.


    Ohne Aluminium, keine synthetischen Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe, Rohstoffe bevorzugt aus biologischem Anbau, mit Extrakten aus Agave, Wasserminze und Guaranasamenextrakt. Dieses Deo ist sogar vegan! :)


    Normalerweise bin ich bei Naturkosmetika kritisch weil sie mitunter "nur" biologisch gut, aber in der Funktion nicht mit den Chemie-Kontrahenten konkurrenzfähig sind. In diesem Fall ist das erfreulicherweise anders. Dieses Deo schützt selbst unter Extrembedingungen perfekt - und was Deos und ihre Wirkung angeht bin ich mehr als pingelig.


    Der Geruch des Deos ist für Manchen vielleicht gewöhnungsbedürftig weil es nicht so riecht wie alle anderen Deos. Frisch, vor allem die Wasserminze kommt gut durch, ansonsten natürliche ätherische Öle, die man wahrnimmt. Beim 1. oder 2. Mal fand ich es ungewöhnlich aber nicht schlecht, inzwischen mag ich den Duft sehr gerne.


    Dieses Deo schützt einen super vor Schweißgeruch und es ist ohne Aluminium und andere Bösewichte. Glycerin versorgt die Haut mit Feuchtigkeit.


    Besser geht es eigentlich nicht mehr. Ich schöre auf dieses Zeug.

    Re: Hat mein Freund die Chance auf finanzielle Unterstützung?


    Moinsen,


    ich gehe die Fragestellung mal etwas grundsätzlicher an.


    Wer von 05.00-19.30 Uhr unterwegs ist, mit einer alten Karre 120 km zur Arbeit und zurück fährt, gerade so vom Existenzminimum leben kann solange nichts schiefgeht und die Schulden der Ex abbezahlt, hat 2 Probleme: zum einen rein praktisch (ohne Moos nix los) aber zum anderen mit dem psychisch-physischen Raubbau an sich selbst.
    Dein Freund muss erkennen, dass er momentan sowohl finanziell wie auch vom Lebenswandel her im Grenzbereich ist und es wird ihn früher oder später aus der Kurve hauen. Wo hat er denn mal einen ruhigen Lebensbereich, einen Rückzugsort, wo muss er sich keine Sorgen machen? Welchen Sinn hat ein Leben, in dem man nur schuftet um nicht unterzugehen, aber wo positive Dinge und Freunden kaum noch stattfinden?


    Deine Initiative ist lobenswert und der Ansatz, sich nach Hilfen zu erkundigen, sehr gut. Erkennen, dass die aktuelle Lebenssituation nicht von Dauer sein kann, muss er aber selber, er wird sein Leben selber verändern müssen, das kann ihm keiner abnehmen. Das altruistische Verhalten, der Raubbau an sich selbst, schadet auf Dauer.


    Rein praktisch kann man es schnell abfrühstücken:
    - täglich 120 km mit einem alten Auto zur Arbeit zu fahren ist Irrsinn. Also: Wohnung im Radius von wenigen Kilometern um den Arbeitsort suchen und im Sommer mit dem Rad zur Arbeit fahren oder zu Fuß gehen; ggf. ÖPNV nutzen. Heißt: erheblich Benzinkosten sparen, die Umwelt schonen, länger schlafen, früher zuhause sein, weniger Sorge vor Ausfällen des Fahrzeugs oder dem TÜV. Mehr Bewegung, Kälte, Wärme, Sonne, Licht und Regen spüren, mehr Zeit zur Erholung, räumliche Veränderung und "Neuanfang" an einem anderen Ort um sich zu sortieren und in einem neuen Umfeld nochmal unbelastet zu starten - wobei er alte Freunde ja nicht vergessen muss, aber die schlechten Dinge zurücklassen kann.


    - bei der örtlichen Tafel melden und Lebensmittel zu vergünstigten Konditionen erhalten; nebenbei sozialer Kontakt zu Menschen in vergleichbarer Lage mit Informationsaustausch und dem entlastenden Gefühl, nicht alleine zu sein sondern sich mit verständigen Gleichgesinnten austauschen zu können (nicht alle Leute werden ihm liegen, aber vielleicht ist jemand dabei...). Hier hat er nicht den Stempel des Gescheiterten auf der Stirn, sondern alle haben das gleiche Schicksal. Es mag da auch Assis geben, die ihm nicht liegen, aber vielleicht auch Menschen, mir denen er eine Wellenlänge hat.


    - Beratungen ausfindig machen, sowohl was das Finanzielle angeht - MUSS er für die Ex zahlen? Wieviel? Zahlt er vielleicht schon zuviel oder sinnlos (nur Zinsen und null Tilgung?) - als auch für die persönliche Situation, je nachdem ob er unter der Trennung mit der persönlichen Enttäuschung und Liebeskummer leidet oder seine Lebenssituation als sinnlos empfindet. Wichtig ist ja, dass er am Ende ein glücklicher Mensch mit einer Perspektive ist - nicht einer, der sich nur verlassen, verarscht, ausgenutzt und finanziell ruiniert fühlt.


    - gebt ihm immer das Gefühl, dass Geld keinerlei Rolle in eurem persönlichen Verhältnis spielt. Lade ihn z. B. öfter mal zum Quatschen und dabei Essen ein, du besorgst z. B. Schnitzel und Bier, er den Salat und die Tüte Holzkohle für 2,99 EUR, die fast die ganze WM über reicht (naja, die ersten paar Spiele ;-) ). Aber so trägt jeder etwas bei und er wird nicht als der Almosenempfänger definiert. Das hat etwas mit Würde zu tun, er ist nicht der untergeordnete, weniger leistungsfähige Part, der arme Schlucker, den alle wehleidig als Loser betrachten, sondern er hat vollwertig mitgewirkt, wenngleich er doch subtil Unterstützung erfährt weil du "zufällig" die teuren Sachen beschaffst...


    - Sorge für Entlastung und andere Gedanken! Das ist immens (!) wichtig weil die Scheißsache mit der Ex und die permanenten Geldsorgen in seinem Leben sehr präsent sein werden. Geht wandern, radfahren, geht während der WM zum Public viewing oder unternehmt sonstwas Kostenloses/Preiswertes, er er braucht einen entspannenden Gegenpol zu dem Druck von Geld, verlorener Frau und zeitlichem Eingespannt-Sein. Gerade beim Fuppes ist man Teil der Fangemeinde und taucht ein, da vergisst man die Alltagsprobleme für ein paar Stunden, die WM kommt wie gerufen. Selbst wenn er kein ausgemachter Fussballfan ist - unter Leuten zu sein, dabei zu sein, wird ihm gut tun.


    - Er braucht ein (neues) soziales Umfeld, z. B. einen Sportverein oder irgendein Hobby, wo er unter Leute und auf andere Gedanken kommt, wo Engagement gedankt wird und er nicht nur der Ausgenutzte der Lebenssituation ist. Oft verliert man mit der Frau den gemeinsamen oder mit ihr verbundenen Freundeskreis. Dafür muss Ersatz geschaffen werden.


    Schwieriger dürfte sein, ihn ggf. mit sanftem Druck dahin zu bringen, nicht pausenlos (vielleicht sogar sinnlos) zu ackern bis zum Umfallen, sondern sich aus der Tretmühle zu befreien. Er muss nach vorne sehen und nicht mehr immer an die Ex und ihr schlimmes Erbe denken, nicht so lange und weit zur Arbeit fahren, sich nicht immer aufreiben. Stattdessen: arbeiten gehen und danach, wenn auch in bescheidenen, so aber doch sicheren Umständen leben und abschalten können. Manche Leute müssen sowas erst lernen... Es wird Kraft und Mühe kosten, sich aufzuraffen, das Leben zu verändern ist schwer. Muss aber jetzt sein!

    Genau so sehe ich das auch.


    In ein unbefangenes Parteienspektrum gehört auch eine Interessenvertretung rechts der Mitte. Solange das im demokratischen Rahmen bleibt ist dagegen nichts einzuwenden, im Gegenteil: aus historischen Gründen sieht Deutschland immer sofort rot wenn entsprechende Ansichten und Parteien auf den Plan treten. Unbeantwortet bleibt dabei die Frage, welche politische Heimat Menschen mit entsprechenden Ansichten finden sollen. Die können im Moment nur Schmuddelparteien wählen, haben aber im demokratischen Bereich keine Interessenvertretung.


    Selbst wenn man andere Ansichten als das rechte Lager hat, aber seine Existenz ist wichtig. Allein schon um den Menschen zu vermitteln, dass es keine Denkverbote gibt und eine tatsächliche Demokratie besteht, wo jeder seine Ansichten vertreten sieht solange demokratische Spielregeln eingehalten werden.

    Schon richtig, aber das war ein Einzelfall in dieser krassen Form.


    Normalerweise wird nicht so massiv und offensichtlich reingefunkt, den meisten Bediensteten der Öffentlich-Rechtlichen ist auch so klar, dass eine wohlgesonnene und nur bedingt kritische Berichterstattung von der Politik gedankt wird indem die GEZ-Gebühr nicht angetastet wird. Politiker hingegen wünschen eine positive Hofberischterstattung. So profitieren beide Seiten.


    Ich habe schon vor Jahren auf "Das Medienmonopol" hingewiesen. Man kann es als pdf im Netz finden. Ich stimme nicht jeder steilen These des Werks zu, aber die grundlegenden Prinzipien der Mediensteuerung werden darin prima dargestellt.


    Man kann halt nicht erwarten, dass Journalisten mir privilegierten Lebensumständen massiv das System kritisieren, das ihnen den hohen Lebensstandard garantiert.

    So plump läuft es natürlich nicht. Das Ganze funktioniert subtil.


    Beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk weiß man, dass die fast beamtenmäßige Stellengarantie und Versorgung mit sehr schönen Gehältern der politisch gewollten GEZ-Zwangsabgabe geschuldet ist. Plasberg und Co. verdienen sich obendrein dumm und dusselig indem sie mit ihren eigenen Produktionsfirmen Sendungen produzieren, die im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ausgestrahlt werden.


    Des weiteren geben Politiker Informationen an jene, die ihnen wohlgesonnen sind, nach außen aber den Schein von Unabhängigkeit und Neutralität wahren. Wirklich kritische Journalisten bekommen keine Infos, keine Interviews - und damit nicht die in der Medienwelt überlebenswichtigen Infos.
    Nebenbei kitzelt es natürlich auch die Eitelkeit wenn man mit der Bundeskanzlerin oder anderen Politgrößen vernetzt ist und sich als wichtiger politischer Mitspieler im Berliner Regierungszirkus fühlt.


    Und so greift in mehrfacher Hinsicht das Prinzip: man beißt nicht in die Hand, die einen füttert.


    Und ein Weiteres: wer angesichts der horrenden GEZ-Einnahmen ein sehr gutes Gehalt bezieht lebt in anderen Lebensumständen und damit in einer ganz anderen Welt als viele Menschen oder gar die (finanziellen) Verlierer der Gesellschaft.

    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Das er die hinterzogenen Steuern nachzahlt ist doch keine Konsequenz und Einsicht.


    Was denn sonst? Er könnte ja auch erstmal kleinreden, vertuschen, auf Zeit spielen, abwarten ob eine Nachforderung kommt...


    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Ob er die Steuerhinterziehung fahrlàssig oder vorsàtzlich begangen hat làßt sich nicht eindeutig feststellen, niemand kann in die Person Hofreiter hineinschauen. Spielt aber keine Rolle,


    Doch, das spielt eine Rolle. Der Anscheinsbeweis und auch der gesunde Menschenverstand besagen, dass jemand mit Einnahmen von über 8000 EUR nicht wegen 23 EUR monatlich, noch dazu als Person des öffentlichen Lebens mit einer herausgehobenen Position in seiner Partei, politischen Selbstmord begehen wird. Es ist absurd, das anzunehmen oder zu unterstellen. Du kannst jetzt lange herumargumentieren, dass man es aber ja nicht wisse und so weiter und so weiter. Stimmt zwar, ist aber abwegig, reine Unterstellung und eine ziemlich steile Annahme.


    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Vergeßlichkeit oder Leichtsinn schûtzt nicht vor der Strafbarkeit Bei Steuerhinteziehung.


    Was du weiterhin außen vor lässt - weil es nicht in deine Argumentationskette passt - ist, dass es einen gewaltigen Unterschied macht ob jemand vorsätzlich oder fahrlässig handelt, dass es im Steuerrecht Geringfügigkeitsgrenzen gibt und dass die Staatsanwaltschaft auch zugunsten eines Beschuldigten ermitteln muss. In diesem Fall würde ziemlich klar herauskommen, dass hier kein abgebrühter Betrüger die Staatskasse um hohe Einnahmen bringen wollte. Zumindest ist es nicht beweisbar, allein deswegen muss das Gegenteil angenommen werden.


    Du kannst dich weiter künstlich aufregen über das schwere Verbrechen. Richtiger wird die Ansicht dadurch nicht.

    Wer zuletzt lacht hat es nicht früher verstanden. Es geht um eine Ordnungswidrigkeit, nicht um eine Straftat.


    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Komm hör mit dem Quatsch auf, nur weil ich das Fehlverhalten und die Doppelmoral von Hofreiter kritisiere bin ich kein Sprachrohr der CSU. Welche Meinung die CSU zu diesen Thema hat weiß ich garnicht und interressiert mich auch nicht. Sie hat sich ja bisher noch garnicht zu den Fall geäußert .


    OK, Reduktion auf die CSU ist zu plump, obwohl sie wie keine andere Partei die bayerische Politik und das Gesellschaftsbild repräsentiert. Du vertrittst eine bayerisch-konserative Mir-san-mir-Sichtweise und die eigentliche Angreifbarkeit liegt darin, dass du fast immer rechtfertigst, was in dieses Weltbild passt und kritisierst, was nicht passt, auch wenn das im Einzelfall zu schrägen Wertungen führt.


    Man sieht es an deiner Haltung zu Hofreiter und Hoeness: bei dem einen, ins konserative Weltbild und für "den" Bayernverein stehenden Straftäter, isses halb so schlimm. Bei dem anderen, der als langhaariger Grüner nicht so recht ins konserative bayerische Weltbild passt, ist es ein schlimmes Vergehen, obwohl der eine vorsätzlich Millionen hinterzogen hat, der andere durch unglückliche Umstände einen kleinen Betrag.


    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Könnte ich dir genauso vorwerfen, ein Sprachrohr der Linken zu sein indem ich dies aus deinen Beiträgen hier ableite


    Könntest du weil ich oft deren Meinung teile. Der Unterschied ist aber, dass ich da, wo die Linken Müll reden, es auch Müll nenne und nicht als Sympathisant "ein Auge zudrücke".


    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    oder dem "Frank aus Wedau" ein Sprachrohr der Grünen zu sein, da er ja Mitglied der Grünen ist.


    Dasselbe. Er argumentiert immer sehr dezidiert und mit Vernunftargumenten. Da, wo sie Grünen Mist reden, sagt er das auch so und spielt es nicht herunter weil er Parteimitglied ist.


    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Außerdem ist falsch, daß ich beim Betrachten der Fälle nicht differenziere. Niemand sagt doch Hofreiter müsse wegen einer Steuerhinterziehung von ca. 2500 Euro ins Gefängnis. Das Strafmaß richtet sich nach der Höhe der Steuerhinterziehung. Trotzdem muß man Hofreiter hier scharf kritisieren, da er selbst bei diesem Thema immer moralisierend den Zeigefinger erhob. Daran muß er sich auch selbst messen lassen.


    Du sieht hier nur, was gegen ihn spricht - nicht aber, was für ihn spricht. Zwischen Vorsatz und leichter Fahrlässigkeit differenzierst du immer dann, wenn's grad passt oder nicht, wenn es nicht passt in deinem Weltbild.

    mws55, was ist in deiner Kindheit schief gelaufen, woher kommt der Drang, permanent provozieren zu müssen? Der Vergleich mit Breivik ist völlig daneben und es wird dringend Zeit, dass die Forenpolizei dich abgarniert.


    bernbayer, wenn jemand einen unwissenden Steuerberater am Start hat oder das komplizierte deutsche Steuerrecht nicht in Details kennt und deswegen drauf reinfällt ist das etwas anderes als wenn er wie ein Uli Hoeness vorsätzlich betrügt.


    Ersteres schon als Doppelmoral hinzustellen und überhaupt nicht zu differenzieren bringt dir zu Recht den Verdacht ein, parteipolitisch zu urteilen. Ich habe dir ja schon immer unterstellt, ein Sprachrohr der CSU zu sein und den Ruf wirst du auch zu Recht nicht los wenn du jedes Mal wieder so argumentierst wie hier.

    Weil es ja auch nichts Neues gibt.


    Rein medientechnisch muss es auch immer neue Schlagzeilen geben und ein vor über einem Monat abgestürztes Flugzeug gibt nichts mehr her. Jetzt ist das Fährunglück an erster Stelle und die Ukraine als Dauerbrenner.