Beiträge von Printus

    Nun, das hätte man seitens der Jauch-Redaktion aufarbeiten müssen und Draxler damit konfrontieren sollen. Dann wäre man wenigstens auf der Höhe der Zeit gewesen mit der ganzen Diskussionsrunde.


    Grundsätzlich bleibt meine Meinung so, wie uwm es auf den Punkt gebracht hat: Schumi ist eine öffentliche Person und deswegen lässt sich das Interesse an ihm nicht von heute auf morgen abstellen. Füttert man die Medien ausreichend mit Informationen, haben die keinen allzu großen Grund mehr im Gebüsch zu sitzen und Dinge herausfinden zu wollen, die eh publiziert werden. Womöglich funktioniert bei den meisten Medienvertretern auch der Deal "Wir geben euch Informationen, dafür lasst ihr die Familie darüber hinaus in Ruhe."


    Wenn man aber ständig darauf herumreitet keine Informationen geben zu wollen und dies auch nicht tut, provoziert man, dass Reporter eben unkontrolliert und auf unsauberen Wegen an Neuigkeiten gelangen wollen.

    Zitat

    Original geschrieben von mws55
    Ich habe die Sendung nicht gesehen. Aber eigentlich war das ja eben gerade nicht das Thema. Seine Managerin kommt in eine Sendung mit dem Titel „Wie geht es Michael Schumacher?“ und erzählt kein Wort darüber wie es ihm geht. Absurd. So zumindest die Hinterher-Berichterstattung über die Sendung.


    Es ging auch allgemein um Persönlichkeitsrechte, insbesondere Prominenter, und die Verhaltensweise der Presse, wie weit sie in die Privatsphäre eindringen darf, wo die Grenze des "öffentlichen Interesses" ist.


    Zitat

    Original geschrieben von mws55
    Mal davon abgesehen, dass man den Abschaum BILD in eine solche Sendung einlädt


    BILD ist immerhin das Aushängeschild des Sensationsjournalismus, neben dem Express... Insofern fand ich es angemessen einen Vertreter dieses Blatts in der Diskussionsrunde zu haben.


    Zitat

    Original geschrieben von mws55
    Ein Mann, der seine Milliarde (!) auf dem Konto großteils eben gerade WEGEN der Medien gemacht hat, soll nun in seiner Privatsphäre geschützt werden. Anfangs war die Presse toll zum Bekanntwerden und Bekanntbleiben und Sponsoren in die Kamera halten, klingeling machte die Kasse. Aber nun? Nö, die böse Presse hat wegzubleiben. Der Mohr hat ausgedient, der Mohr soll gehen.


    Er hat einen Großteil seiner Bekanntheit und seiner Vermögens als Sportler erarbeitet. Dass ein mehrfacher Weltmeister dadurch auch einen medialen Marktwert erhält, ist eher eine zwangsläufige Folge. Natürlich hat er das gerne "mitgenommen", aber es war ja nicht so, dass der Marktwert primär nur durch Medienpräsenz getriggert wurde und jetzt, wo es unlieb ist, will man davon nichts mehr wissen.


    Ob Schumacher selber, wenn er bei Bewusstsein und halbwegs okay wäre, auch so mauern würde, sei dahingestellt. Das geht im Moment vom Management und der Familie aus. Die haben auch verständlicherweise ein Bedürfnis nach Ruhe, immerhin sind sie nur die Angehörigen und nicht selber die Stars, obendrein haben sie genug Sorgen und müssen das nicht auch noch in der Zeitung lesen. Kann ich also durchaus verstehen.


    Im Hinblick auf den Medienstar selber reicht es aber nicht wenn man von dem plötzlich nichts mehr hören soll, obwohl er gerade jetzt schlagzeilenträchtige Ereignisse produziert.


    So gesehen scheint mit die Taktik des Umfelds nicht so ganz passend und damit provozieren sie, dass manche Pressevertreter sich auf anderen Wegen Infos beschaffen wollen. Dosierte, nicht allzu detaillierte Informationen und damit eine Kontrolle über das, was öffentlich wird, wäre IMHO der bessere Weg.

    Na also, dann passt doch alles.


    Meine Erfahrung ist, dass Ehrlichkeit immer am überzeugendsten ist. Wenn mangelnde Auftriebschancen deine Triebfeder sind kannst du auch problemlos so argumentieren.


    Auch wenn "Sei wie du bist!" vielfach eine Plattitüde ist, in diesem Fall stimmt es aber: ein Arbeitgeber, der dich nicht so einstellt, wie du bist, sondern in dir einen anderen sieht - weil du dich möglicherweise im Vorstellungsgespräch auch anders präsentiert hast - wird nicht lange Freude an dir haben und du nicht an ihm.


    Insofern ist ein ehrlicher Abgleich der Interessen von Vorteil für beide Seiten.

    Genau das meine ich damit. Vor dem Unfall hat Schumacher seine Privatsphäre richtigerweise geschützt aber dennoch Interviews gegeben, Informationen über sich und sein Tun verbreitet und damit war ein funktionierendes Gleichgewicht hergestellt.


    Jetzt blockt man jedwede Information ab und versteckt sich hinter nichtssagenden und/oder einen falschen Eindruck erweckenden Floskeln anstatt Basisfakten zu nennen und damit für Ruhe zu sorgen.


    Man kann sich doch nicht über Medienauswüchse und Wichtiguer, die in der Öffentlichkeit ihr angebliches Insiderwissen darstellen, echauffieren wenn keine ausreichende offizielle Informationspolitik stattfindet. Lieber ein paar klare und konkrete Aussagen zur Situation mit der Ankündigung, Veränderungen öffentlich zu machen, dann würde der Markt für angebliche Bescheidwisser in sich zusammenbrechen.

    Schumachers Zustand war gestern Abend Thema bei Günther Jauch.


    Was mir ein wenig missfällt ist, dass seitens Schumachers Managerin immer massiv gemauert und permanent nichts über seinen Zustand ausgesagt wird, immer mit der Begründung, die Familie müsse geschützt werden. Man versteckt sich hinter Aussagen wie "Aufwachphase"...


    Schumacher ist eine Person öffentlichen Interesses und die Zuschauer nehmen Anteil. Medien sind dementsprechend interessiert.


    Warum gibt man nicht dosiert Informationen heraus und unterbindet auch damit Auswüche und Spekulationen? "Aufwachphase" klingt doch für Unbedarfte so, als sei jemand nach ein paar Stunden wieder präsent und wenn das aber nicht der Fall ist, werden Fragen laut, die nicht beantwortet werden. Man will den Eindruck aufrecht halten, als sei Schumacher in Kürze wieder topfit. Da das aber nicht der Fall ist, die Zeit verstreicht, provoziert man doch auch, dass übereifrige Journalisten auf unsauberen Wegen versuchen an Informationen zu gelangen.


    Wäre es nicht besser, hin und wieder eine klare Aussage zu bringen, auch wenn die ist, dass der Gesundheitszustand momentan auf einem bestimmten Level stagniert?

    Das muss sogar dein Hautargument sein!


    Wenn du dich nicht entwickeln kannst, insbesondere nachdem es dahingehende Versprechungen gab, ist es konsequent, das Unternehmen zu wechseln. "Nicht ganz positives Betriebsklima" kannst du anklingen lassen, aber das sollte nur am Rande stehen, denn das könnte auch gegen dich ausgelegt werden: "... er ist nicht ausreichend teamfähig".


    Generell gilt die Regel, nicht schlecht über bisherige Arbeitgeber zu reden. Daran solltest du dich halten wenn es um Dinge geht, die alte AG in schlechtes Licht setzen. Da, wo du aber deine Wechselgründe darlegen musst ist es legitim, die Grenzen der bisherigen Arbeitsstelle aufzuzeigen.


    Heißt im Klartext: dass da beschränkte Mitarbeiter arbeiten würde ich so nicht erwähnen, aber dass du die gewünschten Ziele nicht erreichen kannst - entgegen der Annahmen bei der Einstellung - darfst und solltest du erwähnen, denn das ist ein legitimes und "unverdächtiges" Argument, sich anderweitig zu bewerben.

    Weiterhin zu bedenken: solange alles gut läuft braucht man keine Datenübertragung. Man braucht sie wenn es brenzlig wird. Im Falle eines Triebwerksausfalls, wo mangelnder Hydraulikdruck und Strom wesentliche Probleme darstellen, kratzt man die absolut notwendige Energie, wie schon erwähnt, mittels einer RAT zusammen und ist froh wenn man die nötigsten Anzeigen hat und steuern kann. Es fällt kein überschüssiger Strom ab um auch noch Sendeanlagen zu betreiben...

    Die Daten im Auto werden vor allem auf diversen internen Speicherchips konserviert. Datenübertragung ist zwar auch vorgesehen, geht dann aber preisgünstig über das GSM-Netz. Es hat ja eh jeder sein Smartphone am Start, eine Datenflat und das Handy in der Autohalterung eingeklinkt. Beim Auto ist es also wesentlicher einfacher und kostengünstiger als das "Satellitentelefon", welches Flugzeuge nutzen müssten um Daten zu übertragen wenn sie über den Meeren fliegen.

    Natürlich kann ein Flugzeug auch mit einseitigem Schub geradeaus fliegen. Ohne diese Fähigkeit würde es niemals zugelassen. Zweistrahler schaffen das aerodynamisch betrachtet sogar besser als Vierstrahler weil die erstgenannten - um entsprechende Sicherheitsauflagen zu erfüllen - einen größeren Kraftüberschuss pro Triebwerk haben müssen, denn da muss das verbleibende Triebwerk mehr Schub bringen als die beiden Verbleibenden eines Vierstrahlers um die erforderlichen 50% Reserve zu haben. Aber selbst da muss es funktionieren. Ich habe das selber mal in einem Full-Motion-Simulator einer Boeing 747 ausprobiert: die beiden rechten Triebwerke während des Starts einfach auf Leerlauf gezogen und schauen, wie sich das anfühlt. Man hängt wie ein Schluck Wasser in der Kurve, muss das Seitenruder massiv trimmen und steigt nur schwerfällig, aber es geht. Erschwert wird das Ganze in diesem Fall dadurch, dass der Kraftvektor weiter außen auf dem Flügel sitzt, das äußere Triebwerk ist schließlich relativ weit vom Rumpf der Maschine entfernt. Bei Zweistrahlern befinden sich die Triebwerke relativ nah am Rumpf.


    Das Problem ist aber: beim Ausfall eines Triebwerks wird sich, wie bei jeder massiven Störung, das Flight Management System (landläufig: der Autopilot) verabschieden und der Pilot muss übernehmen.


    Nun wird es aber in dem Fall, den wir gerade durchspielen, kaum so sein, dass das 2. Triebwerk lange weiterläuft. Wenn der Treibstoff zu Ende geht ist auch das bald am Ende, nur halt nicht auf die Sekunde zugleich wie Nr. 1 weil der Treibstoff in den Tanks und der Verbrauch nicht so haargenau gleich sind.


    Wenn beide Triebwerke ausgehen kann das Flugzeug aerodynamisch gesehen zwar weiterhin segeln, aber es werden dann auch Hydraulik und Elektrik ausfallen. Auch das ist beherrschbar, die im Wind drehenden Triebwerkseinlässe und eine bei manchen Flugzeugen ausfahrende RAT, ein kleiner Propeller, sorgen für ausreichenden Notstrom und notfallmäßigen Hydraulikdruck. All dieses wird aber nicht mehr automatisch erledigt, da bedarf es der beiden Piloten, die unter einer Menge Stress dafür sorgen müssen, alles im Griff zu halten.


    Was die permanente Datenübertragung angeht: technisch machbar wäre das. Nur betrachtet man es bisher so, dass die Kosten dafür in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen. AF447 und MH370 sind insofern atypische Unglücke als die Flüge im Nirgendwo der Meere verschwanden. Das ist aber selten. Flugzeuge stürzen eh selten ab und wenn, dann meist kurz vor oder nach der Landung (also an Land oder in Küstennähe) und so ist es regelmäßig keine große Suche nach den Black Boxes. Dass man lange nach den Boxes sucht ist eine ziemliche Ausnahme.


    Die Triebwerke versenden bei Malaysian keine Daten weil die Airline diesen Dienst nicht nutzt. Das System, sozusagen serienmäßig verbaut, meldet sich dann zwar kurz mit einem "Hallo, hier bin ich" (= den vieldiskutierten Pings) beim Satelliten, es kommt aber zu keinen Datenübertragungen. Die würden auch nur Betriebsdaten den Triebwerke übermitteln, keine Standortinformationen weil die für Triebwerksmechaniker unwichtig sind.
    Ein Airbus überträgt, wenn man den Dienst freischaltet, auch wichtige Systemmeldungen. Daher wusste man im Falle von AF447 um die massiven technischen Ausfälle in den Augenblicken vor dem Absturz.

    Das ist kompletter Schwachsinn.


    Es werden nie beide Triebwerke zugleich ausfallen, ein Triebel wird aufgrund geringfügig unterschiedlicher Treibstoffzufuhr für einen Moment länger arbeiten als das andere. Das Flugzeug wird dadurch auf der einen Seite durch das noch Schub erzeugende Triebwerk mit Reisegeschwindigkeit vorwärts getrieben, auf der anderen Seite kommt es in Ermangelung gleichen Vortriebs und zunehmendem Luftwiderstand zu einer starken Verzögerung. Das Flugzeug wird dadurch zur Seite gerissen.


    Die noch arbeitende Elektronik wird versuchen, das Flugzeug zu stabilisieren, aber es wird irgendwann eben doch ins Meer stürzen und dabei nicht genau senkrecht eintauchen. Das wäre entgegen jeder Wahrscheinlichkeit. In Fällen, in denen Flugzeuge bewusst in dieser Weise gesteuert wurden, brachen jedes Mal bei zunehmender Geschwindigkeit Teile ab.


    Der Aufprall auf die Wasseroberfläche mit hunderten Stundenkilometern ist fast derselbe wie auf einen Betonboden. Nie im Leben bleibt ein Flugzeug dabei intakt. Die kindliche Vorstellung der BILD-Schreiberlinge, die ganze Maschine würde dann nach unten blubbern wie ein Entchen in der Badewanne, ist lächerlich.


    Selbst wenn es zuträfe, dass das Flugzeug relativ senkrecht eingetaucht wäre, wäre es durch den Aufprall auf die Wasseroberfläche in alle Teile zerlegt wurden. GERADE dann müsste man diverse Kleinteile finden, anstatt metergroßer Trümmerteile, die es nämlich gerade dann nicht gäbe.