Beiträge von Printus

    Wie teuer der Zoll ist hängt davon ab was für eine Hose es genau ist. Das bestimmt nämlich den Zollsatz (also Material, gewebt oder gewirkt, usw.). Du kannst aber davon ausgehen daß der Zoll bei 12% liegt, gerechnet auf den Warenwert und ungefähr 70-90% der Versandkosten - die werden teilweise mitverzollt.


    Dazu kommen 19% MwSt., die auf Warenwert, die kompletten Versandkosten und den zuvor berechneten Zollbetrag erhoben werden.


    Der amtliche Umrechnungskurs im Februar ist 1 EUR = 1,30050 USD.


    Ganz, ganz grob überschlagen paßt es bei Klamotten oft wenn man als Gesamtabgabe davon ausgeht daß die Hälfte des Warenwertes in USD nochmal in EUR als Einfuhrabgabe anfällt - bei einer Hose von 90 USD kann deine Schwester also von gaaaaaaaaaaanz grob geschätzten 45 EUR Abgaben beim Zoll ausgehen.


    Der Fehler, der hier passiert ist, ist daß der Versender keine ordentliche Begleitdokumentation ins Paket gelegt hat, deswegen soll deine Schwester die Rechnung nachreichen. Ebay-Ausdruck reicht normalerweise, am besten ein Ausdruck der Benachrichtigungs-Email von Ebay (weil da auch die Daten, also Name und Adresse, der am Handel Beteiligten aufgeführt sind.)


    Vergiß' die Mär vom Gift, dieser Vorschlag wird immer von irgendwem aufgebracht, in vielen Fällen funktioniert das aber nicht weil es nicht reicht wenn das auf's Paket/die Papiere geschrieben wird, sondern auch Bedingungen erfüllt sein müssen - die hier gleich mehrfach nicht erfüllt sind.

    Ich habe keine juristische Ahnung, aber rein gefühlsmäßig kommt mir das alles ein wenig zu easy vor.


    Hinter solchen Geschichten steht ja in der regel daß es Ärger gab und man dann von einem auf den anderen Tag nicht mehr kommen will um den AG "hängen zu lassen" weil man sich unersetzlich fühlt (oder es vielleicht auch ist).


    Ich könnte mir aber gut vorstellen daß es der Gesetzgeber so einfach nicht macht, also nach dem Motto "ich hab' eh noch Urlaub" nicht mehr zur Arbeit zu erscheinen - das scheint mir auf den ersten Blick etwas dubios. Es gibt womöglich Regeln, nach denen man durchaus gezwungen werden kann einen ordentlichen Übergang/Abgang zu gewährleisten, und dann sitzt man schon zwischen den Stühlen. Wer weiß schon verbindlich ob der Urlaubsanspruch mehr wiegt als die Notwendigkeit einen Übergang zum Nachfolger auf Arbeitsstelle sicherzustellen?


    Vor allem sollte man bedenken daß der AG ein Zeugnis schreibt, und wie heißt es in der Physik so schön, "actio = reactio". Wenn man den AG tatsächlich im Streit verläßt und am Ende nochmal richtig auf die Pauke haut führt das sicher nicht dazu daß man ein im Rahmen des Machbaren positives Zeugnis bekommt, sondern schafft er die Grundlage für ein möglichst schlechtes Zeugnis. Ob man das riskieren will? Mit dem Ding muß man sich später sein restliches Berufsleben lang (und das geht zukünftig bis 67...) weiter bewerben.


    Deswegen wäre es nicht schlecht neben Meinungen und Halbwissen - mein Posting ist ja bis hierhin auch nicht besser - aus einem Handyforum vielleicht wirklich einen Fachkundigen zu konsultieren.
    Macht man nämlich Fehler und ist abwesend obwohl das rechtlich nicht OK ist... landet man in Teufels Küche. Auch wenn man geht - es ist eben nicht egal wie es abläuft, auch wenn man die Firma verläßt. Man hat eben doch etwas zu verlieren...


    Deswegen - Vorsicht. Man ist schnell dabei sich aus der Wut heraus etwas zu konstruieren daß man einfach nicht mehr kommen müsse, von heute auf morgen. Ich kann mir aber schwer vorstellen daß das ohne Weiteres geht. Zumindest wenn der AG einem auch nicht wohlgesonnen ist riskiert man viel Ärger, den es vielleicht nicht wert ist wenn man mit einem Unternehmen nichts mehr zu tun haben will.

    Das Problem ist: seit dem 1. Februar sind die Lokalzeiten Duisburg und Bonn hinzugekommen - und die werden aber nachts nichtz wiederholt. Das nächtliche Programmschema ist noch so ausgerichtet wie früher, wo Bonn in der Kölner Sendung und Duisburg in sonstwas integriert war. Sollte es also tatsächlich die Bonner Lokalzeit gewesen sein sieht's schlecht aus, davon kommt keine Wiederholung.


    Der Name Lemmerz sagt mir was. Sitzen die nicht an der B42 im Bereich Bad Honnef/Königswinter? Ich meine mich zu erinnern im Vorbeifahren diese Firma gesehen zu haben...


    BTW: Was ist denn das für ein Scheiß daß es "Op Jück" nicht mehr gibt? Das war doch der eigentliche Kult der Kölner Sendung!


    Das ist echt ne Kult-Sendung, vor allem weil man die, wenn man sie 3x gesehen hat, selber moderieren kann. Die Texte sind IMMER haargenau gleich.


    [Intro und kleiner Film beginnen, Moderator(in) labert dazu - wobei es in 80% aller Sendungen um das Wetter geht], dann kommt
    "Und das sind weitere Themen in der nächsten halben Stunde." [dann die Vorschau].
    Schließlich: "Und was sonst noch in unserer Region passierte - hier ist Lokalzeit Kompakt".
    Schließlich "Und jetzt noch der Blick auf's Wetter" und dann kommen Wetterdaten völlig unvermittelt gemischt mit irgendeinem Blablathema, zu dem es keinen Zusammenhang gibt.


    Und "der" Kultmoderator ist Ralf Henscheid :D Ein richtig braver Schwiegersohn, die perfekte Besetzung! Wenn die Omas da nicht reihenweisde schwach werden...


    Meine Schwester und ich amüsieren uns immer königlich, das ist ne echte Kultsendung geworden und am geilsten war immer "Op Jück" - und das muß auch wiederkommen!

    Zitat

    Original geschrieben von Nebelfelsen
    Interessant fände ich ja einen Versandservice USA->DE. Wenn es eine Firma gäbe, über die man in den USA bestellte Artikel an eine USA-Anschrift schicken lassen könnte und die würden das dann nach Deutschland gg. Gebühr weiterverschicken, wäre das schon ganz praktisch.


    Praktisch wäre es, aber das könnte niemand bezahlen. Überleg' mal welcher bürokratische und finanzielle Aufwand betrieben werden müßte um alleine "Sicherungen" einzubauen - was ist wenn ein Paket auf dem Versandweg verschwindet oder beschädigt wird? Wenn man Garantieleistungen in Anspruch nehmen will oder die Waren wegen Nichtgefallens zurücksenden will? Allein die Arbeitszeit, die logistischen Herausforderungen (riesiges Lager, ggf. Verpackstationen...), also das Handling, wären sehr kostenintensiv. Sowas kann niemand bezahlen.


    Bei Elektroartikeln kann ich mir vorstellen daß dem normalen DAU nicht klar ist daß amerikanische Geräte weder vom Stecker noch der Spannung in unsere Steckdose passen und man daher solche Artikel lieber nicht hierher versendet - zu viele Probleme mit Nutzern, bei denen das böse Erwachen erst kommt wenn die Sendung hier ist und man mit Netzgeräten und Steckeradaptern herumfummeln muß.


    Bei Mäusen oder Jeans verstehe ich aber nicht warum das selten hierher versandt wird. Ich vermute dabei auch eher daß es Knebelverträge seitens der Hersteller gibt, so nach dem Motto "wir beliefern euch nur mit unseren Produkten wenn ihr sie nicht außerhalb der USA anbietet" - der Grund dürfte dann, wie vermutet, sein daß man die hiesigen Verbraucher besser abzocken kann wenn die die Produkte hier teuer kaufen müssen.

    Das alles ist ein völlig unsinniger Hype, der seit 9/11 in Gang gesetzt wurde.


    Dazu gehört zum Beispiel auch daß deutsche Piloten eine Zuverlässigkeitsprüfung (ZÜP) absolvieren müssen - wer sich verweigert riskiert seine Lizenz. Man geht offenbar davon aus daß


    a) jemand garantiert kein Terrorpilot mehr sein kann weil er die ZÜP erfolgreich bestanden hat
    b) über unseren Köpfen nur deutsche Piloten fliegen, denn Ausländer sind nicht geZÜPt - gerade im internationalen Flugverkehr totaaaal sinnvoll.


    Auch werden Piloten mindestens so streng wie Passagiere an der Security gecheckt. Leatherman im Gepäck? Unmöglich!
    Daß im Cockpit aber eine halbmeterlange Axt für Notfälle hängt, interessiert nicht. Die kann man wohl, im Gegensatz zu einem Leatherman, nicht für einen Angriff nutzen.


    Überhaupt - daß ein Pilot sein Flugzeug einfach irgendwohin fliegen und irgendwo herein krachen lassen könnte, auch ganz ohne Waffe - das spielt außerhalb des Denkbereichs mancher Politiker.


    Genauso hirnrissig ist die Diskussion ob entführte Maschinen abgeschossen werden dürfen. Als ob ein Terrorist 2 Stunden vorher ankündigt was er plant... Die Bundeswehr braucht einfach ihre Zeit bis sie das entführte Flugzeug erreicht, ein Entführer wird sicher nicht abwarten bis die in die Gänge gekommen sind.
    Man kann das für jeden deutschen Großflughafen durchgehen, es dauert überall nur Sekunden bis man eine Innenstadt erreichen könnte, wenn man sich dort hinein stürzen wollte. In der Zwischenzeit ist die Bundeswehr nicht mal in der Luft, geschweige denn in der Lage das entführte Flugzeug abzuschiessen.


    Nach Lockerbie wurden keinerlei Gepäckstücke mehr verladen wenn dazu kein Passagier an Bord des Flugzeugs war. Spätestens 9/11 hat gezeigt daß Terroristen davon nicht abzuschrecken sind weil es Selbstmordattentäter gibt.


    Wer plant ein Flugzeug mit zahlreichen Menschen zum Absturz zu bringen hat sicher kein Problem damit ein paar Leute mehr oder weniger um die Ecke zu bringen.
    Was wäre wenn die einfach in einen Flughafen reinspazieren, am Gate ein paar Sicherheitsleute umballern und schlicht und einfach an Bord eines Flugzeugs gehen?


    Auch die Flüssigkeits-Geschichte ist wieder mal so ein völlig hirnloses Getue, das kaum einen Nutzwert hat, aber immensen Aufwand und Ärger verursacht.


    Manchmal ist es kaum auszuhalten wenn man sich das alles vor Augen führt und mit normalem Menschenverstand zu verstehen versucht was sich Entscheidungsträger bei diesen Bestimmungen gedacht haben. Es ist doch echt peinlich wenn man sich mal klar macht wie wenig Sinn solche Bestimmungen haben...

    Ich habe die Schlagzeile auch gelesen und mein erster spontaner Gedanke war: was ist schlimm daran?


    Es ist doch klar daß eine Fernsehshow, noch dazu eine von RTL, auf den Thrill und Emotionen aus ist und deswegen NATÜRLICH primär abgefahrene Freaks zeigt. Alles andere wäre ja auch wiedersinnig. Vor allem kann RTL seine Spielregeln selber festlegen.
    Haben sie jemals behauptet daß jeder Kandidat vor der Bohlen-Jury singt? Nein, haben sie nicht... insofern kann ich keinen Skandal darin erkennen daß irgendwelche Toningenieur-Castings stattfinden bevor man zu den Wichtigtuern vorgelassen wird.


    Ich habe in meinem Bekanntenkreis einen Kameramann vom ZDF, und wir haben seit Jahren ein geflügeltes Wort, daß spaßhalber bei solchen Sendungen gerne zitiert wird: "Ich will die Alte heulen sehen [weil - das sind schöne Bilder!]."

    Zitat

    Original geschrieben von siesam.de
    auch ich habe nun ein "Zoll-Problem"...
    Leider kenne ich mich mit der Materie überhaupt nicht aus.
    Habe zwar den Thread hier gelesen, muß aber zugeben, daß ich eher verwirrt als aufgeklärt bin. ;)


    Kein Problem, kriegen wir hin... ;)



    Also: Wenn es tatsächlich nur ein Handy und kein PDA, Smartphone etc. ist läuft es unter der Warentarifnummer 8517 1200 900 und ist zollfrei.


    Zu zahlen hast Du also bei normaler Verzollung nur 19% auf den Warenwert UND die kompletten Versandkosten, also die Einfuhrumsatzsteuer. Der amtliche Umrechnungskurs im Februar ist 1 EUR = 1.30050 USD, Du kannst also recht einfach ausrechnen was der Zoll von Dir wird haben wollen wenn normal verzollt wird.


    Wenn Du das Gerät von einem Bekannten geschickt bekommst gibt es aber die Möglichkeit der "Pauschalisierung". Vor der MwSt-Erhöhung zahlte man 13,5% auf den Warenwert, und das war's. Ich weiß im Augenblick nicht genau ob es diese Regelung noch gibt oder ob die seit dem 01.01.2007 verändert wurde.


    Pauschalisierung ist möglich bei "Kleinsendungen von privat an privat", also im Klartext wenn Dir jemand ein Geschenk sendet, und der Warenwert zwischen 45 und 350 EUR liegt. Diese letzte Bedingung ist bei dir ja gegeben.
    Insofern sollte man also eine Pauschalisierung versuchen, das ist preiswerter als die oben beschriebene normale Importverzollung mit 19%, bei der ja außerdem neben dem Warenwert auch die Lieferkosten berücksichtigt werden.


    Ich mache mich morgen mal schlau wie das mit der Möglichkeit der Pauschalisierung inzwischen geregelt ist...


    Eine Rechnung des eigentlichen Verkäufers bei Ebay brauchst Du nicht, aber Dein Bekannter in den USA muß als Begleitdokumentation eine Rechnung beifügen.
    Der muß also selber einen Text aufsetzen, Titel: "Proforma Invoice", mit seinem und Deinem Namen, Anschrift, Tel-Nr., und dann soll er eine genaue Warenbeschreibung hinschreiben um was für ein Handy es sich handelt, also die Modellbezeichnung und am besten auch gleich die Warentarifnummer - siehe oben. Dazu das Herstellungsland und den Wert des Gerätes, Datum, Unterschrift, und dann noch dick "Gift" dazuschreiben. Das war's - Handy kommt... ;)

    Du hast ja sehr genaue Vorstellungen wie das alles aussehen und funktionieren soll... Was soll die Community da noch beisteuern? Man wird Dir hier in diesem Rahmen schlecht noch konkretere Tips geben können, Du hast ja eh schon an alles Offensichtliche - und einiges mehr - gedacht.


    Bei grundsätzlichen Dingen wie "Soll ich es tun oder lassen?" kann dir auch keiner wirklich weiter helfen.


    Oder suchst Du eher nach Bestätigung daß Du das alles super im Griff zu haben scheinst? :D