Beiträge von Printus

    Es ist mir jetzt nicht wichtig genug deswegen 15 Minuten Lebenszeit zu verplempern. Aber weiß jemand aus dem Stegreif heraus welchen Gewinn, welche Marge Ebay hat?


    Zwar arbeiten dort ein paar Hanseln, aber deren Kosten sind doch absolut lächerlich gegen das, was Ebay aufgrund seiner prozentualen Beteiligung am Verkaufserlös (also ohne Gegenleistung!) erwirtschaftet. Bei den vielen Transaktionen...


    Wahrscheinlich kippt man um wenn man hört was diese Firma verdient. Wo bleibt dieser Geldberg, wer profitiert davon?

    Ich habe Ebay immer schon für eine geldgeile Firma gehalten, die vordergründig den großen Nutzen verspricht, in Wirklichkeit aber nur Wert darauf legt maximal viel Geld abzuschöpfen. Für mich ist diese Firma auf einer Stufe mit den Ackermanns und Essers dieses Landes.


    Allein daß die sich prozentual am Verkaufserlös beteiligen ist eine absolute Unverschämtheit. Der verwendete Webspace, die Nutzung der Plattform, sind immer gleich, egal ob ein Luftballon für 1 EUR oder ein Diamant für 1 Million EUR verkauft werden.


    Die wahre Crux ist allerdings: wenn wir ehrlich sind ist Ebay ein Quasi-Monopolist, denn es gibt keinen vergleichbaren Anbieter. Das gehört zu den Dingen, die ich nicht verstehen kann, denn es wäre wahrlich einfach Vieles besser zu machen und fairer zu gestalten. Als kleiner Kunde habe ich aber fast keine Wahl als Ebay zu nutzen, wenn ich nicht ganz auf (V)ersteigerungen verzichten will.

    Ich liebäugele schon seit längerem mit einer Blue Jeans von HAEFTLING. Ich habe mal eine Reportage über die Herstellung der Hosen gesehen und fand die Idee gut und die Hosen sehr praktisch. Die blauen Jeans kann man tragen, finde ich. Manche der anderen Bekleidungsstücke sind schon an einer harten modischen Grenze... :-)

    Zitat

    Original geschrieben von strassl
    Sehr schön geschrieben finde ich die 3 zitierten Punkte. Das sagt eigentlich, dass es uns hier in D zu gut geht. Wir haben trotzdem alles, sei es PC, Handy, viele Möglichkeiten mit unseren Freunden schöne Sachen zu unternehmen.


    Aber wenn man sich in die Lage versetzt zu anderen Ländern, wo die Menschen um ihr Essen oder um ein wärmendes Zuhause sich sorgen machen müssen ist es dann ganz anders. Die tun einem dann schon leid, weil sie auch nichts dafür können und kaum was haben, schonmal kaum was zum Essen.


    Solche Vergleiche sind immer unpassend, und zwar in beiden Richtungen. Natürlich müssen Menschen in anderen Ländern teilweise um Basics kämpfen/fürchten weil sie nichts zu essen haben oder keine Freiheit haben.


    Geht es aber deswegen einem Hartz IV-Empfänger gut? Nein, denn dessen Lebensumfeld sind nicht irgendwelche 3.-Welt-Elendsgebiete, sondern der muß hier in dieser Umgebung leben und klarkommen. Das Niveau und die Umstände sind anders, es geht ihm nicht so elementar an den Kragen daß er konkret um sein Leben fürchten muß, aber so zu tun als habe hier jeder "Friede, Freude, Eierkuchen" weil der tagtägliche Kampf um andere Dinge geführt wird, das ist mir ein bißchen zu einfach.
    Man sollte hier ganz einfach nicht solche Vergleiche anstellen so als ob Deutschland ein kollektives Schlaraffenland wäre, denn das ist es für viele Menschen durchaus nicht.

    Natürlich müssen wir uns unsere Werte nicht nehmen lassen und einfach hinnehmen daß anderswo andere Moralvorstellungen herrschen. Wenn es so wäre daß man alles hinnehmen müßte, was andere Menschen tun und denken weil die vielleicht Gründe haben oder entsprechend geprägt wurden, dann könnten Amnesty und andere Menschenrechtsorganisationen einpacken. Auch jeder Kinderschänder ist zu einem solchen geworden weil seine Lebensumstände, seine Erziehung, seine charakterliche Prägung ihn dazu gemacht hat. Insofern geht es natürlich nicht darum alles hinzunehmen und zu verstehen.


    Es geht aber auch nicht daß man nur die Folgen bewertet ohne über die Ursachen nachzudenken. Und dann muß man eben schon feststellen daß ein Milosevic oder Saddam vielleicht im Sinne juristischer Winkelzüge nicht in jedem Fall ganz sauber nachgewiesen bekamen wann sie individuell welche Schuld auf sich gezogen haben. Gerade bei solchen Leuten ist es aber vielleicht manchmal auch nur schwer beweisbar weil die sich natürlich nicht selber die Hände schmutzig machen, sondern die Greueltaten faktisch von Dritten ausgeübt werden. Klar, Saddam ganz persönlich hat natürlich nicht die Giftgasgranaten auf die Kurden geschossen und wer da wann welchen Befehl ausgesprochen, angedeutet oder sonstwie in vorrauseilendem gehorsam umgesetzt hat, das ist schwer nachweisbar weil die anderen Betroffenen, die gewöhnlich selber als Täter angeklagt sind, kaum wahrheitsgemäße Aussagen machen, die sie womöglich auch selber belasten. Also weiß immer keiner was davon, man hat das nie so gewollt, usw.


    Unter dem Strich ist das aber doch nur ein juristisches Problem, ändert aber nichts daran daß für den einfachen Mann auf der Straße solche Typen die Verantwortung tragen weil da ein Unrechtsregime am Werk ist, das auf entsprechenden Anführern und deren Marschrichtung ausgerichtet ist.


    Würde man immer nur die ganz persönliche Handlung des Einzelnen sehen könnte man auch jemanden wie Hitler nur schwer verantwortlich machen für das, was in der Nazi-Zeit abging, denn er persönlich hat keinen einzigen Menschen in einem KZ umgebracht.


    Die toten Kurden, die anderen Massaker im Irak, die Opfer aus dem Krieg gegen den Iran oder aus den beiden Golf-Kriegen, die sind letztlich auf Saddams Machenschaften zurückzuführen. Auch das Chaos, was daraus erfolgte und jetzt tagtägliche Realität im Irak ist, ist nicht nur Folge amerikanischen Fehlverhaltens, sondern auch gewachsen aus den Umständen, weshalb die Amis den Krieg überhaupt begonnen haben.


    Was ich damit nur sagen will: es ist immer schwer persönliche Verantwortung zu bewerten, denn das unterliegt sehr stark persönlichen Beurteilungen. Im Irak gibt es in manchen Bevölkerungsteilen nun mal einen starken Hass gegen Saddam, und das als Folge seines Verhaltens als Diktator. Sein Ableben entspricht den Landessitten...


    Kurze Nachfrage: Was ist schlimm an diesem Komplett-Video der Hinrichtung? Ich habe es nicht gesehen, aber da dürfte man doch zusätzlich zu dem bisher veröffentlichten Material nur sehen wie er herunterfällt, oder?

    Was mich an der Diskussion ein wenig stört ist daß hier sehr aus unserer westlichen Perspektive diskutiert wird.
    Ich habe mich ja auch als eindeutiger Todesstrafen-Gegner ausgesprochen und muß sagen daß ich im Hinblick auf diese Bilder, die gerade durch die Medien gehen, relativ schwach beseitet bin. Ich finde es erschreckend anzusehen, auch wenn man objektiv nichts Schlimmes sieht. Ich empfinde es aber trotzdem als ziemlich heftig und mache mir Gedanken darüber.


    Nun ist der Irak aber keine ruhige Demokratie nach unserem Vorbild und nach unseren Moralvorstellungen. Dort gibt es die Todesstrafe und Saddam selber hat persönlich Menschen ermordet und trägt die Verantwortung für den Tod tausender unschuldiger Menschen. Jetzt hat er dafür die Quittung bekommen, und hat sich das selber eingebrockt.


    Natürlich kann man den Prozessverlauf hinterfragen, die Rolle der Amis, usw. Fakt ist aber auch daß niemand von uns das beurteilen kann, weil keiner von uns das irakische Recht kennt und niemand im Prozess zugegen war. Es weiß hier auch keiner welche Interessen die Amis/Bush insgeheim haben. Es sind immer nur Vermutungen.


    Saddam ist jetzt letztlich ein "Opfer" der Grausamkeiten geworden, die er selber initiiert hat. Insofern gehen Diskussionen über die Rechtmäßigkeit des Urteils etc. in moralischer Hinsicht in eine müßige Richtung. In einer gewissen Weise hat der Typ verdient, was ihm passiert ist. So werden viele Iraker das sehen und das kann ich verstehen, auch wenn ich anders darüber denke.


    Es ist klar daß die Todesstrafe abgeschafft gehört. Aber man muß eben auch verstehen daß in einem Land wie dem Irak andere Spielregeln und Moralvorstellungen herrschen als hier. Diese sind sogar zu einem großen Teil von Saddam mit verursacht worden und man kann jetzt auch nicht einfach alles so hindrehen als seien die USA der ursprüngliche Verbrecher und Saddam ein Opfer.


    Saddam hat die Ursachen gesetzt warum die Amis jetzt dort herumturnen und alles ins Chaos gestürzt ist. Saddam war lange Jahre Staatspräsident und hat massenweise Menschen unterdrückt und ermordet sowie ermorden lassen. "Man sieht sich immer zweimal im Leben", sozusagen, und jetzt badete er aus was er angerichtet hat...


    Ich bleibe dabei, Abschaffung der Todesstrafe, nur fällt es bei einem Saddam schwer das zu vertreten, zu argumentieren, weil der Typ jetzt sozusagen die Quittung für seine Anordnungen und Verbrechen bekam und mit seinen eigenen Mitteln konfrontiert wird. Natürlich wird hier hauptsächlich der Rachegedanke bedient - aber wer will den Leuten das verbieten?


    Es ist schwer hier sachlich zu argumentieren, denn es ist was dran wenn man sagt "Siehste, Saddam, jetzt kommst Du die Quittung!"

    Jeans laufen unter der Warentarifnummer 6103 4200 000 (Männerjeans, aber ich denke das ist hier die Mehrzahl der Leser) und man zahlt dafür 12% Zoll, auf den Wert der Hose und einen Großteil der Versandkosten.
    Dazu kommen 19% MwSt (weil ihr es kaum noch schaffen werdet die Waren bis übermorgen zu importieren), die man auf Ware, den Zoll und die kompletten Transportkosten zahlt.


    Meine grobe Eselsbrücke ist immer gewesen daß man ungefähr die Hälfte des Warenwertes in USD nochmal in EUR als Einfuhrabgabe rechnen kann. Oft relativiert sich die Ersparnis dann so sehr daß es kaum noch lohnt den Mehraufwand für eine Bestellung in den USA zu treiben, sondern da kann man gleich in den Kaufhof gehen und die Sachen persönlich begutachten und anprobieren.


    Die 45-EUR-dann-zollfrei-Geschichte funktioniert nur bei "Kleinsendungen von privat an privat", also persönlichen Geschenksendungen! Die meisten Leute haben ein "gefährliches" Halbwissen und denken daß das immer gilt... Sobald man etwas bestellt zieht diese Nummer aber generell nicht.


    Manchen hier ist vielleicht auch nicht ganz klar - deswegen sollte man das dazu schreiben - daß die amerikanische Steuer nicht immer im genannten Preis enthalte ist. Da wird teilweise mit Nettopreisen geworben, brutto ist es logischerweise schon mehr - und wenn dann noch der deutsche Zoll zuschlägt...


    Wie gesagt, ganz, ganz grobe Grundregel: rechnet die Hälfte des Kaufpreises nochmal in EUR hinzu, das kommt in vielen Fällen ungefähr hin. dann könnt ihr abschätzen ob es sich wirklich lohnt in den USA zu bestellen. Wegen 3 EUR Unterschied würde ich es nicht machen...