Beiträge von Printus

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    Original geschrieben von Martyn
    Der ICE1 und ICE2 ist vielleicht schon nicht wesentlich komfortabler als ein IC, aber alle neuen ICE haben schon ein wesentlich besseres Flair, ordentlicher Teppich, Glastüren, Holzdekore und die Sitze sind einfach viel wertiger.


    Naja, "besseres Flair"... Sie sind neuer und haben dementsprechend ein zeitgemäßeres Design. Sowas liegt in der Natur der Sache. Ein modernes Auto hat auch andere Formen, anderes Interieur und eine andere Ausstattung als ein 20 Jahre alter Wagen.


    Es kann aber nicht meine Aufgabe als Kunde sein unterschiedliche Preise zahlen zu müssen obwohl ich sowieso nicht die Wahl habe welcher Zug zu der mir angenehmen Zeit eingesetzt wird, und schon dreimal nicht wo ich allein schon aufgrund des Fahrplans und der unterschiedlichen Preise der verschiedenen (Spar)Tickets mehr oder weniger "gezwungen" bin bestimmte Verbindungen zu nutzen.


    Aber selbst wenn ich absolut freie Wahl hätte: primär will ich sicher, preiswert, schnell und angenehm an ein Ziel kommen. Sicher kann man, je nach persönlichem Gusto, auch die Reise in einem mehr oder weniger schönen Waggon geniessen, aber das ist für 99,999% aller Kunden nicht der primäre Anlaß ihrer Zugfahrt (mal von den Martin Reichers dieser Welt abgesehen :D).


    Würden Kunden der Lufthansa auch akzeptieren daß das Ticket preiswerter wird wenn eine alte Mühle zum Einsatz kommt? Sicher nicht. Billigairlines sparen am Service, niemals an der Sicherheit. Sollte irgendwann ein Billigflieger abstürzen werden sofort die Spekulationen losgehen, und wenn sich dann tatsächlich herausstellen würde daß an der Sicherheit gespart wurde - das wäre der Tod der No frills-Airlines.


    Aber zurück zur Bahn. Ich zahle für eine ordentliche Beförderung, nicht für einen schönen Zug. Insofern sind die Preisunterschiede mit der Begründung "datt is aber ein besonders moderner Zug..." ein Ärgernis.

    Es ist aber doch tatsächlich so daß nicht nur weil es die Rechtslage so hergibt, sondern auch die praktische Lebenserfahrung zeigt daß Raucher viel häufiger Pausen machen und in der "Endabrechnung" sehr viel weniger Zeit an ihrem Arbeitsplatz zubringen als Nichtraucher.


    Würde man tatsächlich strikt darauf achten daß die 5 Minuten Zigarettenpause auf die normale Pausenzeit angerechnet wird, hätte jemand, der nur 3 Zigaretten konsumiert, die übliche halbe Std. Pause schon zur Hälfte verbraucht.


    Tatsächlich lümmeln die Raucher aber trotz Raucherpausen fast genauso lange in der regulären Pause herum wie die Nichtraucher - meistens ist es so.


    Man kann nicht argumentieren daß Automaten trotzdem weiterlaufen etc., denn man schuldet seinem Arbeitgeber eine definierte Arbeitsleistung - und die wird bei enger Auslegung nicht erbracht wenn man neben der Mittagspause noch ein paar mal vor die Tür geht um eine zu paffen.


    Wenn ein Arbeitgeber das nicht hinnehmen will sondern mal ausrechnet welche Abwesenheitszeiten sich da summieren, kann ich das verstehen.


    Ähnlich sieht es mit Verspätungen aus. 5 Minuten zu spät sind in einer üblichen 5-Tage-Woche fast eine halbe Stunde Felzeit, wenn das täglich passiert. Man kann das locker sehen falls die Betroffenen genauso kulant länger bleiben, aber oft geht's ja nach der Taktik "wer später kommt kann auch früher gehen". Ich verstehe einen AG der sich dagegen irgendwann wehrt.
    Meistens kommt sowas ja auch nicht aus heiterem Himmel sondern weil sich entsprechendes Fehlverhalten häuft und der Chef irgendwann die Nase voll hat...

    Zitat

    Original geschrieben von Henry Spencer
    Ein anderer Verdacht ist ja, dass die Windkraftanlagen im Norden durch die starken Winde zuviel einspeisten und die automatische Reduzierung einiger anderer Kraftwerke nicht hingehauen hat[/url]


    Ist klar, es muß an der Windkraft liegen. Den (Atomkraft)-Lobbyisten ist Windkraft seit langem schon ein Dorn im Auge, ich erinnere mich an diverse Berichte zu dem Thema.


    Angeblich verschandelt es sowieso total die schöne Aussicht wenn mitten im "Niemandsland", wo es weit und breit nur Kuhwiesen gibt, ein Windkraftpropeller steht, und der Lärm stört auch alle Würmer und Schnecken.


    Und "wie durch Zufall" sind an dem gestrigen Stromausfall nun auch die Windkraftanlagen schuld. Ein Schelm wer Böses dabei denkt...

    Es kommt sicher auch auf den Standort und das Kundenklientel an. Unser Laden liegt in einer Stadt mit 25.000 Einwohnern und der nächste Großmarkt ist mindestens 25 km entfernt. Da fährt niemand für ein Patchkabel hin und das bestellt auch keiner im Internet.


    Gerade ältere Leute und Gewerbekunden schauen nicht auf den Cent wenn die Beratung stimmt und sie zu einem fairen Preis das bekommen, was ihre Bedürfnisse erfüllt. Die haben keine Lust auf Internetbestellungen und Fahrerei, sondern wollen einen Ansprechpartner vor Ort haben.


    Es stimmt schon daß man allein mit privaten Endkunden nicht leben kann weil die Preisvorstellungen haben, die unrealistisch sind. Zusammen mit einem Werkstattbetrieb und vor allem gewerblichen Kunden funktioniert's.

    Ich arbeite auch in einem kleinen Laden für PC's und Zubehör und teilweise stimmt es, da bieten große Händler Waren unter unserem Einkaufspreis an - aktuelles Beispiel: Aldi Süd hat gerade eine 2GB-SD-Karte für 29,99 EUR, mich würde sie bei unserem Distributor im Einkauf knapp über 30 EUR kosten und da können wir insofern natürlich mit dem Aldi-Preis nicht mithalten.


    Bei Waren, die einfach nur "durchgeschoben" werden, ist Service meist kein Argument. Wenn es aber z. B. um Komplett-PC's oder spezielle Lösungen geht rechnet sich der - scheinbare - Mehrpreis eines kleinen Händlers aber durchaus. Man bekommt dann eine ausführliche Beratung, die etwas wert ist, das ist Zeit, die sich jemand nimmt um einen zu beraten. Diese Leistung bekommt man bei MM und Co. nicht - und sooo viel preiswerter sind die oft nicht.


    Bei den Aldi-PC'S, um mal dieses Beispiel zu nehmen, bekommt man scheinbar sehr viel Computer für's Geld. Dafür ist z. B. ein schrottiges Netzteil eingebaut, das "seitenverkehrt" eingebaut ist (Lüfter oben statt unten - wenn's früher oder später den Geist aufgibt und ausgetauscht getauscht werden muß wird eine Sonderbestellung fällig, und es kostet natürlich mehr als wenn man irgendein bewährtes, gängiges Teil einbauen könnte)
    Oder man zahlt für ein großes Software-Paket, das man nie komplett nutzen wird. Windows ist in einer eigenen Aldi-Version installiert, auch bei Mainboard und anderen Komponenten sind teilweise abgespeckte Versionen bekannter Hersteller verbaut. Das liest sich dann erstmal gut, blöd nur wenn es Schwierigkeiten gibt und man neue Treiber braucht oder Probleme hat und die gängigen Lösungen nicht funktionieren, sondern man die Medion-Sondereditionen suchen muß...


    Außerdem gibt es im Internet immer mehr oder weniger große Versandkosten, und Service sucht man auch meist vergeblich. Beratung gibt's bei Ebay nicht, das könnte man verschmerzen wenn man halbwegs selber Ahnung hat und weiß was man braucht.


    Nur: Jemand, der an einem Artikel nur eine sehr geringe Marge verdient KANN später gar keinen Service bieten, wenn man ein Gewährleistungs- oder Garantiefall auftritt, denn an dem Artikel wurde gar nicht genügend verdient als daß solche Dinge im Preis berücksichtigt waren. Klar daß einen diese Händler dann nur abwimmeln können wenn sie nicht draufzahlen wollen.


    Ein PC aus unserem Laden mag erstmal einen Tick teurer sein, dafür enthält er keinen Billigkram, sondern erprobte Markenkomponenten. Man spart sich teure Versandkosten und bekommt eine ausführliche Beratung und einen maßgeschneiderten PC für die Bedürfnisse, außerdem sind wir als Ansprechpartner da wenn mal etwas nicht klappt.


    Es gibt letztlich 2 Kundenschichten: diejenigen, denen Beratung und Service etwas wert sind, die den persönlichen Kontakt haben möchten und denen klar ist daß der Preis dann erstmal etwas höher ist - was sich langfristig aber lohnen kann.
    Und die anderen, die nur nach Preis kaufen und wegen ein paar EUR Unterschied lieber anderswo kaufen.


    Beides ist OK, jeder wie er mag. Nur muß man eben wissen auf was man sich einläßt, daß der Service beim Internethändler oder gar Ebay meistens nicht so ist wie bei einem guten Händler vor Ort, wenn er seriös ist. Und wenn man alle Versandkosten etc. oder die Zeit, die man braucht um zum MM zu fahren (Benzin kostet auch...) und dort auf einen inkompetenten Verkäufer zu warten in die Überlegungen einfliessen läßt... der Unterschied ist am Ende nicht mehr wirklich groß. Viele Leute verstehen's aber nicht, die sehen nur den Preis der Ware und meinen daß MM und Co. immer tolle Angebote hätten - was oft weder qualitativ noch vom Preis her stimmt.


    Oder ein anderes Beispiel: manche Hersteller vertreiben Premium-Produkte nur über Fachhändler, nicht aber über Elektro-Märkte. So sucht man die hochwertige "blaue Linie" von Netgear in den großen Ketten vergeblich, dort gibt es nur die "orange 08/15"-Produktlinie...

    Den Gedanken hatte ich auch gerade: sollen doch die 1000 Händler eine Interessengemeinschaft gründen, mit einem einzigen Anwalt, der sie alle vertritt. Und der checkt dann alles, was irgendein Media-Markt oder Saturn anpreist. Es dürfte nicht lange dauern bis ein Fehler auftritt und dann wird der jeweilige Media-Markt von 1000 Händlern gemahnt...


    Könnte das nicht funktionieren?


    Ich denke daß dann ganz schnell Schluß wäre mit dieser unsympathischen Masche. Für mich ist die Sache ein weiterer Grund die unsympathischen Media-Märkte und Saturns zu meiden und andere Anbieter zu unterstützen.

    Welche Daten muß man eigentlich zur Anmeldung bei einer neuen Versicherung angeben?


    Bei meinem Auto ist der TÜV abgelaufen, ich kann das aber wegen der Kosten der fälligen Reparaturen erst im nächsten Monat richten lassen - wenn eine eventuelle neue Versicherung nun wissen will wie lange der Wagen TÜV hat... wird danach gefragt oder nicht?


    Falls ja kann ich den Gedanken an einen Wechsel nämlich gleich verwerfen...

    Ich finde es sowieso nicht mehr zeitgemäß daß nur gewisse Wagen mit Repeatern ausgestattet sind. Vor 10 Jahren, als Handys noch relativ exotisch waren und die Technik noch entwickelt wurde - da konnte man akzeptieren daß der Fuhrpark nach und nach ausgestattet wird. Heute finde ich es eigentlich selbstverständlich daß sowas in jedem Wagen funktioniert.


    Daß man zugleich Regeln zur Handynutzung einführt steht dem ja nicht im Wege. Ich wäre genervt wenn alle 2 Minuten bei irgendeiner Labertasche oder einem Wichtigtuer angebimmelt wird oder man sich die sinnfreien Konversationen der Leute anhören muß. Insofern macht es natürlich Sinn irgendwie zu reglementieren daß Fahrgäste nicht gestört werden. Aber was wenn man einfach nur lautlos SMSe schreiben möchte? Das sollte eigentlich überall problemlos gehen...


    Ein anderes Ärgernis: ein völlig unzureichender Schutz von Nichtrauchern in den Großraumwagen. Zumindest in den IC-Wagen ist es ein schlechter Scherz, da ist nur eine seitliche, optische Trennwand zwischen Raucher- und Nichtraucherbereich - während der Mittelgang komplett offen ist. Das ist also nur eine optische Trennung, eine wirkliche Barriere gegen Rauch ist das gar nicht. Wenn man neben der Glasscheibe sitzt könnte man auch gleich im Raucherabteil Platz nhemen, und selbst am hinteren Ende des Wagen hat man noch einen leichten, aber deutlich wahrnehmbaren Rauchgeruch in der Nase. das ist absolut unzureichend. Bei Airlines und in öffentlichen Gebäuden gibt es heute komplette Rauchverbote - wie lange wird es dauern bis die Bahn auch mal die Zeichen der Zeit versteht?


    Und was die unterschiedlichen Preise für IC und ICE angeht: der eine sieht moderner aus als der andere, das war's aber auch. Ich finde die IC's keineswegs unbequemer, für jemanden, der einfach nur von A nach B fährt macht es letztlich keinen Unterschied ob man in diesem oder jenem Zug sitzt. Warum also muß ich mehr bezahlen wenn es ein ICE ist? Verstehe ich nicht... Bei den Verkehrsbetrieben kostet das Ticket immer gleich, egal ob es ein neuer oder ein alter Bus ist, und bei einer Airline ebenso. Ich will primär ordentlich von A nach B gebracht werden, und nicht mich daran aufgeilen daß es dieser oder jener Zug ist...


    Solche Dinge, genauso wie die Sache mit der Sitzplatzreservierung, sind IMHO Hinweise auf eine veraltete und überholte Denkweise bei der Bahn. Die denken und agieren auf einer Basis, die vor 15-20 Jahren OK gewesen wäre, aber heute einfach nicht mehr in die Zeit paßt.

    Ich habe in meiner bisherigen Mobilfunkkarriere sehr oft freie Geräte gehabt und es gab NIE ein Problem!


    Man kann wohl davon ausgehen daß ein beliebiges Gerät ohne Branding normalerweise in jedem gängigen Netz funktioniert. Ich glaube nicht daß ein Handy ein Branding braucht um besser in irgendeinem Netz zu arbeiten - da wird ja der Bock zum Gärtner gemacht. Die Argumentation, daß Branding und andere Fummeleien ein Gerät verbessern, kann nur von Vodafone oder Telekomikern kommen, kein normaler Mensch wird sich dieser Sichtweise anschliessen.


    Ich glaube eher daß o2 die Geräte deswegen spät kauft weil sie dann preiswerter geworden sind (vermute mal daß das zwischen Herstellern und Netzbetreibern auch so läuft) oder, ganz banal, weil in jedem Unternehmen fitte Leute und Deppen sitzen, und wenn man Schnarchnasen im Einkauf hat...


    Wenn ich mir anschaue was in den Firmen, die ich intern kenne, manchmal schief geht oder als Kunde erlebe wie in manchen Läden gearbeitet wird... das wird bei o2 kaum besser laufen.


    Es gibt sogar interessante Studien darüber wie sich frustrierte Mitarbeiter verhalten, wie sie durch Unterlassung Dinge schief gehen lassen oder sogar bewußt Fehler machen. Man schlackert mit den Ohren wenn man sich die Zahlen anschaut und liest wie verbreitet das bei Arbeitnehmern ist.