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Original geschrieben von D-Love
Es entspricht definitiv nicht mehr der Tatsache, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung christlich lebt und christliche Feiertage begeht.
Das ist eine Frage der Definition. Die Mehrheit geht nicht in die Kirche und richtet sich nicht primär nach den Geboten, die die Kirche im engeren Sinne definiert (ich meine damit nicht die 10 Gebote, sondern "Regeln" wie freitags kein Fleisch essen oder sowas). Klar, in dem Sinne spielt die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung nicht mit.
Aber allein schon indem man z. B. Weihnachten feiert begeht man ja doch einen christlichen Feiertag, oder wenn man an Ostern bunte Eierchen verspeist. Und so gesehen nimmt der überwiegende Teil der Bevölkerung sehr wohl Anteil an christlichen Feiertagen oder eben den Ausprägungen des Christentums in unserem Land.
Die allgemeinen Lebensgewohnheiten sind durchaus vielfach christlichen Ursprungs, dazu muß der Einzelne nicht unbedingt gläubiger Christ sein.
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Original geschrieben von D-Love
aber überall sonst ist es schlicht fehlangebracht und kann durchaus als Einschränkung der wirtschaftlichen und persönlichen Freiheit verstanden werden.
Dann müßtest Du aber konsequenterweise auch darauf verzichten daß der Sonntag als freier Tag definiert wird, es gäbe kein Weihnachten, kein Ostern, keine Pfingstferien, allgemein keine Brückentage mehr (außer um den 3. Oktober herum), und in manchen Bundesländern keinen Dreikönigstag am 6. Januar und kein Maria Himmelfahrt (?) am 15. August.
Man muß hier einfach 2 Dinge auseinander halten: Natürlich ist die überwiegende Mehrheit kein Volk frommer Kirchgänger mehr. Deswegen sind unsere Lebensgewohnheiten aber sehr weitreichend durch christliche Ursprünge geprägt. Und das ist auch gut so.
Anderswo sind die Lebensgewohnheiten islamisch geprägt - da tragen die Frauen dann Burkas und Kopftücher, da gibt es den Ramadan und die Scharia. Jeder wie er möchte, wobei ich sehr froh bin daß wir so sind wie wir sind und daß wir eben unsere Prägung haben. Auch wenn seitens der Kirche in früheren Jahrhunderten viel schief gelaufen ist, eins muß man trotzdem sagen: es geht uns heute nicht schlecht in diesem Land, jedenfalls darf hier jeder seine Meinung sagen, sich kleiden wie er möchte, wir sind ein Sozialstaat, der vergleichsweise immer noch gut auch für Schwache sorgt (anderswo verrecken die einfach), und wir haben einen freien Sonntag und Feiertage. Ich möchte solche Werte und Annehmlichkeiten nicht missen, und möchte das nicht in Frage gestellt sehen. Da kann ich gut damit leben daß das christliche Ursprünge hat und kann mich damit auch absolut identifizieren.
Nur weil man die aktuelle, erzkonserative Amtskirche nicht mag sollte man das nicht gleichsetzen mit christlichen Werten, die wir haben - die sind nämlich nicht schlecht.