Leicht off topic, aber wer diesen Thread aus Interesse anklickt mag es interessieren:
In Bonn ist gerade ein Opa zur Zahlung einer Summe an einen gemeinnützigen Verein genötigt worden, der nahe einer Kreuzung langsam rückwärts in eine Parklücke fahren wollte. Aus der Seitenstraße kommt gleichzeitig ein unaufmerksames, junges Gör mit ihrem Auto und fährt ihm leicht auf. Glück im Unglück, kaum sichtbare Kratzer im Lack, eigentlich nicht viel passiert, einmal mit der Politur drüber und man sieht nichts mehr. Die Frau will erst die Polizei holen, der Opa argumentiert erfolgreich daß ja eigentlich nichts passiert sei und man sich das auch sparen könne - es sei ja kein Schaden entstanden. Trotzdem tauscht man die Adressen und jeder geht wieder seiner Wege.
Nun überlegt sich die Tussi daß man ja vielleicht doch etwas herausschlagen könne und zeigt den Opa wegen Fahrerflucht an. :mad: Es kommt zu einem Ermittlungsverfahren, der Opa ist nun nicht mehr Zeuge, sondern Beschuldigter.
Vor Gericht hieß es dann das allein das Austauschen der Adressen nicht ausreichend sei. Es sei nur dann keine Unfallflucht wenn weitere Daten / Einzelheiten ausgetauscht werden. Der Opa hat dann, um einer Verurteilung zu entgehen, 600 EUR an eine gemeinnützige Organisation gezahlt, das Verfahren wurde daraufhin eingestellt.
Meine Konsequenz, nachdem ich von der Sache gelesen hatte: sollte ich ich jemals wieder in einen Unfall verwickelt werden, und sei der "Schaden" noch so lächerlich klein - ich rufe in jedem Fall die Polizei. Scheint in diesem überregulierten Land ja nicht anders zu gehen. Dann müssen es die Ordnungshüter eben ausbaden, ich sehe nicht ein mich in irgendeiner Weise rechtlich angreifbar zu machen. Den letzten beißen die Hunde...