Beiträge von Printus

    Ich halte von den Dingern generell gar nichts. 13 Jahre Rettungsdienst haben mich gelehrt daß die manuelle Messung das einzig Wahre ist.


    Ein manuelles Blutdruckmessgerät und ein Stethoskop bekommt man für weniger Geld als die digitalen Geräte, und wenn man einmal erklärt bekommt wie und warum es funktioniert ist das die preiswerteste und beste Meßmethode.

    Zitat

    Original geschrieben von yamakazi2003
    Je mehr ich mir mein EF81 anschaue, desto mehr merke ich, was für eine lieblose, schäbige Kopie es doch vom Motorola V3x ist.
    Und je mehr ich lese und höre über Benq-Siemens umso mehr bestätigt es mir meinen fatalen Fehlkauf, ein bitterer Beigeschmack.


    Was stört Dich denn ganz konkret (nur eine rethorische Frage)?


    Mein Eindruck ist daß die ganze Situation in der Öffentlichkeit nicht mehr darum geht wie gut oder schlecht die Geräte wirklich sind - weil für einen Großteil der 08/15-Nutzer sind die Handys absolut ausreichend - sondern es kommen jetzt irgendwelche Marktmechanismen ins Spiel... und die werden BenQSiemens wirklich das Genick brechen.


    Die Diskussion ist jetzt nicht mehr wie gut die Geräte wirklich sind, sondern der Otto Normalverbraucher hat nur mitbekommen daß BenQSiemens-Handys heiße Eisen sind und man die Finger davon lassen soll. Es ist nicht das Seebeben, das wirklich schlimm ist, sondern der Tsunami, den es auslöst...


    Der Markt für BenQSiemens-Handys bricht jetzt völlig ein - oder ist schon eingebrochen - aber nicht weil die Geräte schlechter sind als vor 3 Wochen, sondern weil die Schlagzeilen und Medienberichte über die Pleite jetzt Wirkung zeigen und das Image des Herstellers völlig ramponiert ist.

    Zitat

    Original geschrieben von kues
    Ja, Argumentationen mag sich ja jeder ausdenken, ob die dann anerkannt werden ist eine andere Frage...


    Aber es ist eben letztlich Willkür, die die Kunden verärgert, denn wenn ich einer Interessengruppe mit irgendeinem Argument eine Vergünstigung biete fragt sich eine andere Interessengruppe zu Recht (!) warum sie nicht gleich behandelt wird. Natürlich kann o2 theoretisch nach Lust und Laune Argumentationen anerkennen oder ablehnen, nur lassen sich die Kunden das nicht gefallen. Und das berechtigt, weil ich möchte als Kunde fair behandelt werden, und nicht nach willkürlichen Maßgaben in Kathegorien "guter Kunde / schlechter Kunde" eingestuft werden.


    Zitat

    Original geschrieben von kues
    Aber du hast recht, weg mit den ganzen Subventionen, das würde schon mal vieles leichter machen.- Und es würde sofort ein neues riesiges Geschrei ausbrechen... ;)


    Ja, auch hier wieder: man hat die Kunden vor Jahren massenweise mit subventionierten Geräten angelockt, und hat dadurch gewisse Preisvorstellungen verankert. Nach wie vor werden Handys und Nutzungsmöglichkeiten zusammen mit den dazu passenden Tarifen beworben und Leute - siehe o2 Flatrate - geradezu dahin gedrängt solche Verträge zu schliessen um preiswerte Geräte mit dutzenden Funktionen zu bekommen (egal ob man sie braucht oder nicht).


    Und jetzt, wo man die Kunden über Jahre hinweg dressiert hat, sollen sie plötzlich den tatsächlichen Preis des Gerätes, 500 EUR oder mehr, zahlen?


    Nein, das sehe auch ich nicht ein. Ich als einzelner Kunde und auch "wir Verbraucher" haben nie einen Anbieter gezwungen Handys zu subventionieren oder allen möglichen Schnickschnack einzubauen, für 95% der Leute würden Geräte reichen, mit denen man telefonieren und SMSen kann. Tatsächlich führte die Gier der Anbieter dazu daß immer mehr Funktionen eingebaut wurden, von denen man sich letztlich Einnahmen versprach. Kameras z. B. wurden anfangs deswegen in Handys gebaut damit die Leute ihre Bilder teuer als MMS verschicken sollten.


    Wenn man den Leuten immer teurere bzw. umfangreicher ausgestattete Geräte andient, letztlich mit dem Ziel Kunden zu fangen, kann man nicht andererseits kommen und nun erwarten daß die dafür immer tiefer in die Tasche greifen.


    Man hat hier eine künstliche Preiswelt geschaffen, dafür andererseits auch die Verarbeitungsqualität und Wertschätzung herabgesetzt - und das sind nicht die Kunden schuld, sondern die Anbieter. Ein Kunde will gute Qualität und nicht als Betatester fungieren, diesen Eindruck gibt man ihm aber nicht. Die Joghurtbecher von heute machen eben auch nicht den Eindruck 500 EUR wert zu sein, und wenn man alle 2 Jahre ein neues Gerät für 10 EUR Zuzahlung bekommt dient das auch nicht dazu zu verstehen daß das Ding aber tatsächlich 500 EUR wert sein soll.


    Inzwischen haben die LEute auch kein Geld mehr in der Tasche, die können nicht alle 2-4 Jahre 500 EUR für ein Handy auf den Tisch legen.


    Wenn man mit künstlich preiswerten Gerätepreisen und massenhaft unters Volk geschleuderten Karten (kostenlose Prepaid-SIMs etc.) ein entsprechendes Umfeld schafft, über Jahre hinweg aufgebaut, ist das jetzt eben die Quittung. Die Verbraucher haben Recht daß sie jetzt auch keine teuren Geräte ohne Subvention mehr akzeptieren.


    Zitat

    Original geschrieben von kues
    Mal in eine andere Richtung gedacht: In den BSW-RV von o2 kommst du nicht vielleicht günstig rein (Ein Mitglied in der Verwandtschaft würde z.B. schon reichen...)? Wären auch die bekannten 5€ Gesprächsguthaben.
    Obwohl: warum bekommt eigentlich dies Studentenpack und sonstige Verbände und Vereine Vergünstigungen... ;)


    Ja, meine Geschwister und Vattern erfüllen die Bedingungen für o2-Rahmenverträge, eigentlich sogar ich selber. Man kann wohl etwas machen, denke ich.
    BTW - wenn z. B. mein Bruder im BSW ist, kann ich dann trotzdem einen Vertrag auf meinen Namen laufen lassen - oder muß der Vertrag dann über ihn abgewickelt werden?

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    Original geschrieben von Martyn
    Anklopfen, Halten, Makeln, Konferenz, UMTS, Datendienste, ...


    Für wieviele % der Kunden ist das interessant? Ich denke daß selbst unter den TT-Mitgliedern nur ein kleiner Teil sowas nutzt, und wir sind schon eine herausgehobene Nutzergruppe.


    Es kann aber ja nicht sein daß Merkmale, die nur 1% der Kunden nutzen, als Argument dienen warum 99% zu teure Preise zahlen sollen.

    Letztlich ist das die Folge der generellen Ungleichbehandlung.


    Wie gha in seinem Vergleich dargelegt hat - und dem stimme ich zu - kostet ein Bier / ein Handy immer gleich viel, der Preis ist nicht anders ob ein guter oder ein mittelmäßiger Kunde es kauft. Die Argumentation, daß man einem umsatzstarken Kunden bessere Konditionen bei der Zuzahlung einräume weil er das durch seine höheren Rechnungen ausgleiche, funktioniert einfach deswegen nicht weil das eben eine Ungleichbehandlung ist, die sich der benachteiligte Kunde einfach nicht gefallen lassen will.


    Dann muß man eben eine Mischkalkulation bei den Zuzahlungen machen, aber nicht einem Teil der Kunden den Eindruck vermitteln daß sie schlechter wegkommen als andere indem unterschiedliche Gerätepreise kursieren.


    Wer viel telefoniert zahlt eine höhere monatliche Rechnung, aber dafür hat er das Netz ja auch mehr beansprucht. Was hat das mit der Zuzahlung zum Handy zu tun?


    Die Argumentation, die man für die verschiedenen Gerätepreise bringt, führt immer dazu daß sich...


    a) Kunden benachteiligt fühlen oder


    b) der Eindruck entsteht in Tarife gezwungen zu werden (z. B. Flat), die man eigentlich nicht will, im Interesse einer preiswerten Zuzahlung aber buchen "muß".


    Und Du schränkst es ja weiter ein: warum werden Alt-Genion-Kunden besser behandelt als andere Kunden? Warum buhlt man um einen (Neu)kunden mehr als um einen (Alt)kunden ohne Genion? Beide können zu anderen Anbietern gehen, also wollen beide Kunden umworben werden, und nicht einer Wertung unterliegen, so nach dem Motto "Du bist ein unwichtiger, aber der andere ein wichtigerer Kunde".


    Wenn man schon mit solchen verqueren Argumentationen kommt und verschiedene Gerätepreise ausgibt darf man sich nicht wundern daß jeder immer seine persönlichen Argumente hat warum er auch einen besseren Preis bekommen müßte. Und derjenige, der den besseren Preis aber nicht bekommt, fühlt sich verarscht. Zu Recht, irgendwie.

    Chung,


    Du hast da IMHO eine falsche Sichtweise auf ein paar Dinge.


    Auch wenn das vielleicht faktisch anders war sind Spesen eine Aufwandsentschädigung für die Unkosten, die Du durch Abwesenheit von zuhause hast. Das ist keine finanzielle Dreingabe um Dein Gehalt zu verbessern - auch wenn's für Dich immer so wirkte.


    Eine Abfindung bekommst Du in dem vom Vorposter genannten Fall.


    Du hast aber weder faktisch noch moralisch ein Anrecht auf eine Abfindung und es ist total unsinnig jetzt krampfhaft Geld aus Deinem bisherigen AG herausleiern zu wollen, obwohl der Dir in keiner Weise etwas schuldig ist. Ganz im Gegenteil sogar! Du schuldest ihm Arbeitsleistung, und das notfalls bis zum Ende der Kündigungsfrist. Du bist auf sein Entgegenkommen angewiesen und schwimmst momentan völlig auf der falschen Welle wenn Du meinst daß Du da irgendwelche Zuzahlungen zum Weggang erwarten kannst oder Dir sowas zusteht.


    Du mußt froh sein wenn Dir keine Steine in den Weg gelegt werden und Du ein gutes Zeugnis bekommst - und das würde ich nicht durch irgendwelche kindischen Spielchen gefährden, weil Du die Geschäftspolitik nicht nachzollziehen kannst.
    Ob es Sinn oder Unsinn ist wann welche Leute wohin geschickt werden ist für die Betroffenen ein Thema, hat aber rein gar nichts mit deiner Kündigung zu tun!


    Also nochmal: vergiß diesen ganzen Zirkus und die Idee da nun irgendwelche Abfindungen kassieren zu können, das ist völliger Unsinn. Sieh zu daß Du den terminlich heiklen Wechsel ordentlich hinkriegst, und sei zufrieden wenn es klappt. Alles andere ist unnötige Diskutiererei über Hirngespinste.

    Vorsicht... wer preiswert ist und wer nicht hängt immer sehr vom eigenen Telefonierverhalten ab. Jeder Anbieter kann gerade das Tarifmodell haben, was einem selber zusagt oder hat gerade in der Gegend, wo man sich aufhält eine gute oder schlechte Versorgung.


    So allgemein war es zumindest lange so daß TM und VF eher teuer waren und man bei E+ und o2 eher preisgünstig davon kam - nur daß die beiden erstgenannten bessere Netze haben sollten und wesentlich mehr Kunden, was zu Zeiten, in denen netzinterne Gespräche anders abgerechnet wurden als Gespräche in Fremdnetze, auch ein Aspekt sein mußte.


    Heute verwischt sich das immer mehr weil zum einen die E-Netze besser werden und die D-Netze preiswerter - jedenfalls manchmal.


    Aber das nur am Rande.


    Die Netzbetreiber werden jetzt die Geister, die sie riefen, nicht mehr los. Da hat man seinerzeit noch die letzten paar Kunden abgreifen wollen indem man "Billigmarken" schafft bzw. solche im eigenen Netz duldet. Die Gier, damit sparsame Kunden auch noch melken zu können, noch ein bißchen mehr Profit machen zu können, rächt sich jetzt weil die Kunden kapieren daß sie zum SMSen und telefonieren keinen Premiumanbieter brauchen, sondern das kann man bei Tchibo genauso gut wie bei o2 selber. Bei E+ und Aldi dito.


    Ich frage mich immer - was auch Leute in diesem Thread noch behaupten - daß der Service bei den sogenannten Premiumanbietern besser wäre. Welcher Service? An der Tchibo-Hotline sind sie genauso freundlich wie bei o2, ich hänge genauso lange in der Warteschlange, .... Was ist denn da bitte besser beim Premiumanbieter? Welchen Service bietet o2, den Tchibo nicht bietet? Mal ganz abgesehen davon daß 95% aller Leute eh nur telefonieren und SMSen, und allen weiteren Schnickschnack nicht brauchen...


    Für mich ist diese Situation die Quittung aus falschen Management-Entscheidungen, nur dieses Mal ausnahmsweise mit den Kunden als Profiteuren.


    Diese ganze Billigmasche kann nicht funktionieren ohne daß die Premiumanbieter dabei verlieren, das ist beim Handy wie in der Fliegerei. Kein Mensch zahlt mehr den früheren Lufthansa (oder auch jeder andere herkömmliche Airline)-Preis wenn man ohne Einbuße bei der Sicherheit oder dem Komfort genauso mit Germanwings und vergleichbaren Billigablegern aus dem gleichen Stall fliegen kann.


    Solange es keinen Unterschied mit Nutzen für den Otto Normalverbraucher gibt wird sich am Ende immer der preiswertere Anbieter durchsetzen, in Zeiten knapper Kassen erst Recht. Das sind aber nicht die bösen Verbraucher schuld, die kapieren daß man bei Tchibo für die gleiche Leistung viel preiswerter bedient ist, sondern diejenigen, die die Leute erst mit entsprechenden Werbeversprechen zu den Billiganbietern bugsiert haben, also die Manager selber.

    Ich kann da nur an Vernunft und Menschenverstand appellieren.


    Mit dem neuen AG würde ich absprechen daß Du erst dann beginnen kannst wenn Du bei dem alten fristgerecht gekündigt hast. Alles andere funktioniert nicht und es kann auch niemand von Dir erwarten daß Du irgendwelche Dinger drehst nur weil der neue AG ein Interesse daran hat. Das würde mir auch sehr zu denken geben weil ein solcher AG später sicher genauso "flexibel" ist wenn es gegen Deine Interessen geht.
    Also muß der neue AG schlichtweg akzeptieren daß Du sauber erst zum Datum X zur Verfügung stehen kannst und das muß auch so im Vertrag stehen.


    Mit Vertrag in der Tasche kannste dann zum alten AG stiefeln und kündigen. Ich würde alles lassen was den alten AG verärgert, denn dazu gibt es erstens überhaupt keinen Grund und zweitens schlägt sich das im Zeugnis nieder.
    Auch wenn Du einen neuen Vertrag hast - Du weißt nie wie lange die Zukunft beim neuen AG dauert, und wenn Du irgendwann mal wieder den Job wechselst ist es saublöd wenn Du später ein schlechtes Zeugnis von Deiner jetzigen Firma vorlegen mußt.


    Ich würde im Interesse aller Beteiligten, vor allem Deinem eigenen Interesse, darauf achten daß alles sauber und korrekt läuft. Du wirst keine Abfindung etc. rausschlagen können wenn Du kündigst - und der AG wird nicht von sich aus kündigen, denn offenbar braucht er Dich im Moment. Vergiß also einfach daß da etwas zu holen wäre.
    Du empfindest es zwar so als sei Dir zuletzt Geld durch die Lappen gegangen, nur muß man es offiziell so sehen daß der AG Dir keine Spesen zahlen muß wenn Du nicht verreist, und wenn Du in Berlin bleibst obwohl Du in Velbert arbeitest kann der AG da erstmal nichts für. Ich verstehe das zwar, aber das ist trotzdem Dein Problem und immerhin zahlt der AG Fahrtkosten und Hotel, wenn ich das richtig verstanden habe. Jedenfalls benimmt sich Dein jetziger AG nicht unfair, und Du solltest Dich auch nicht dazu herablassen unkorrekt zu werden.


    Geld ist nicht alles, der neue AG muß auch ansonsten korrekt bleiben, und dazu gehört die Akzeptanz daß Du Kündigungsfristen einhälst und sowieso erst dann kündigst wenn Du einen sicheren Arbeitsvertrag in der Tasche hast. Wenn das nicht akzeptiert wird würde ich mich fragen ob ich bei der richtigen Firma bin, denn offenbar herrscht da eine sehr lockere Einstellung gegenüber Verträgen - und das würde mir sehr zu denken geben ob ich dort arbeiten möchte weil ich Sorge hätte daß man mir gegenüber eine ähnliche Einstellung zeigen könnte wenn meine Interessen mal zur Debatte stehen...

    Du mußt das nicht hier öffentlich beantworten, aber stelle Dir mal folgende Frage: Warum wurde bei Dir eingebrochen? Bist Du ein zufälliges Opfer, oder wußte vielleicht irgendwer daß es bei Dir Elektronik gibt?


    Könnte derjenige aus Deinem Haus stammen, wem wäre es zuzutrauen?


    Und, so banal das klingt: Ruf doch einfach mal auf Deinem Handy an oder schreib mit einer "unbekannten" Nummer, also irgendeiner SIM-Karte, wo dann nicht auf dem Display ein Name aus dem Telefonbuch steht, eine fingierte SMS. Ich denke spontan an eine nicht zuuuu übertriebene, aber doch verheißungsvolle (if you know what I mean...) SMS mit erotischem Inhalt, angeblich von einer Freundin, die auf dich steht - so muß es sich jedenfalls lesen. Vielleicht kann man den Dieb in eine Konversation ziehen und nebenbei irgendwelche Informationen herauskriegen... Müßte man mal drüber nachdenken ob oder wie man das nutzen kann...


    EDIT: Mist, die Karte ist ja gesperrt. Hatte ich vergessen. Damit hat es sich natürlich erledigt. :mad:

    Das Spielchen machen wir manchmal auch in unserem Laden. Die Leute meinen daß wir an einem 900 EUR-Notebook 400 EUR verdienen und nach Abzug unserer Unkosten immer noch 380 EUR Gewinn in der Tasche haben.


    Also lassen wir diejenigen, denen das alles zu teuer ist und "Im Internet gibt es aber einen der verkauft es für..." schätzen was sie glauben daß wir an dem Ding verdienen. Und dann zeigen wir ihnen die Kalkulation. Es war noch keiner dabei der nicht mit den Ohren geschlackert hätte...


    "Service" ist aber nicht nur andere für sich arbeiten lassen, weil oft sind die Verkäufer in den Großmärkten auch nicht fit bei dem was sie machen, sondern "Service" ist auch daß im Garantiefall kulant - oder zumindest fair, denn selbst das ist oft nicht mehr selbstverständlich - mit mir umgegangen wird.


    Beispielsweise Gericom - natürlich sind die sehr preisgünstig, aber wehe es gibt einen Defekt. Schmeißt einfach nur mal Google mit de Stichworten "Gericom" und "Erfahrungen" an - da gehen euch die Augen über.


    Es ist nun mal einfach so daß eine faire und kompetente Beratung Zeit kostet, allein die Möglichkeit von Garantiereparaturen und auch hier wieder die Zeit, die ein Mitarbeiter sich damit auseinander setzen muß, kostet.


    Zu den polnischen Bauarbeitern: klar können die billiger sein - die müssen hier ja auch nicht leben, sondern hausen im Sommer für 2,50 die NAcht auf dem Campingplatz und sind danach mit harten Euros wieder verschwunden. Ein deutscher Handwerker muß sein Geld ordentlich versteuern, und muß seine hiesigen Lebenshaltungskosten bezahlen - und eine Miete kostet nun mal wesentlich mehr als 2,50 EUR pro Nacht. Er muß sich hier krankenversichern, Beiträge zu irgendwelchen BErufsgenossenschaften zahlen, ein Gewerbe angemeldet haben etc. Und er muß für seine Arbeit gerade stehen, und ist nicht, nach seiner Abreise, wie der Pole nicht mehr greifbar wenn Pfusch entdeckt wird.


    Ich sehe das Problem mehr darin daß


    a) viele Menschen nicht mehr das Geld haben sich qualitativ hochwertig zu versorgen, weil einfach kein Geld für hochwertige und nachhaltige Käufe vorhanden ist (die im ersten Moment in der Anschaffung teurer sind) und


    b) daß die "Geschäftslandschaft" zunehmend nur auf Billiganbieter zugeschnitten ist und es nur noch die Wahl zwischen "Ramsch" und "Luxus" gibt. Ein Mittelfeld, bei dem man nicht den billigsten Schrott kaufen muß, aber auch nicht völlige Luxusartikel, bricht zunehmend weg.