ZitatOriginal geschrieben von gha
liege ich weit daneben, daß es o2 schlichtweg nicht nötig hat?! Sie haben ihren Stamm, denen teilweise die Tarife egal sind, sie bekommen durch die Verknüpfung durch die Telefonica einiges an Geschäftskunden (las ich, wie es hinter den Kulissen aussieht würde ich gerne mal wissen!) im FN- wie Mobilkundenbereich, da dürften (!?) ein paar Tausend Privatkunden, die jetzt nicht nur kündigen, sondern wechseln, eher marginal sein, ODER?!?
Kann ich mir nicht vorstellen. Bei Siemens (nicht im Handy-Bereich, weil dann könnte man ja sagen "siehste, hat nicht gestimmt :D) heißt eine der Grundregeln:
"Stillstand ist Rückschritt."
Gerade in einer Branche wie Mobilfunk, gilt das sicher genauso wie bei Elektronik und EDV aller Art.
Natürlich kann man sich auf den Standpunkt stellen daß die Leute immer nur zwischen einer Handvoll Netzbetreibern und Handyherstellern wechseln können, und für jeden "Nie wieder o2"- oder "Nie wieder Nokia"-Kunden gibt es dann einen anderen, der das von einem Konkurrenten sagt und am Ende bewegen sich doch alle nur wie Ameisen auf einem großen Haufen, der zwar munter wuselt, aber doch immer bleibt wie er ist.
Dieses Denkmodell mißachtet aber daß sich die Größenordnungen verschieben können, und es sich eben nicht unbedingt im Sinne von actio = reactio immer ausgleichen muß, sondern es kann auch sein daß einer wächst weil ein anderer verliert. Eher also so wie an der Börse. Der Verlust des einen ist der Gewinn des anderen, insofern wird das Kapital nur hin- und her geschoben - die Gefahr ist nur daß sich Verluste nicht durch gleichhohe Gewinne egalisieren, sondern einer besonders wächst und dafür ein anderer pleite geht.
So einfach kann o2 es sich nicht machen mal eben ganze Kundengruppen zu vergraulen. Vor allem sind das oft auch Multiplikatoren, weil z. B. in vielen Köpfen immer noch steckt daß man im selben Netz sein sollte wie diejenigen, mit denen man kommuniziert. Das haben die Netzbetreiber den Kunden ja seinerzeit selber aufgezwungen, und nun kann aber genau das zum Boomerang werden, gerade für die kleinen Anbieter...