Der Sinn ist "Abstimmung mit den Füssen", man tut seine Meinung als Verbraucher kund indem man keine Produkte von Unternehmen kauft, deren Geschäftsgebahren man mißbilligt.
Beiträge von Printus
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Original geschrieben von Almeyda0711
Der Kündigungsschutz bewirkt nicht nur, dass Stellen erhalten werden, Nebeneffekt ist dass sich Unternehmen 2x überlegen ob sie neue Stellen schaffen. Wer als Unternehmer in guten Zeiten Leute einstellt, hat in Schlechten das Problem die Mitarbeiter wieder "loszuwerden".
Daher bietet sich doch gleich die Möglichkeit, die Stelle im Ausland zu schaffen, wo man solche Probleme nicht hat.Dies passt aber nicht mit der deutschen (Beamten-) Mentalität zusammen, bei der jeder Mitarbeiter seinen Job gerne auf Lebenszeit hätte und so eine hohe Zukunftssicherheit (errinnert mich an Japan, bei denen das besonders ausgeprägt war)
Das ist aber längst schon nicht mehr die Realität. Die Realität ist daß es die tollen Schutzregeln für Arbeitnehmer zunehmend nur auf dem Papier gibt.
Faktisch stellen Unternehmen neue Mitarbeiter wenn überhaupt nur noch mit befristeten Verträgen ein, man muß also nach 6 Monaten offizieller Probezeit darum fürchten ob der Vertrag nach 1 Jahr verlängert wird. Faktisch fühlt man sich das ganze Jahr über als sei man in der Probezeit.
Nach dem 1. Jahr wird der Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert, und auch da muß der Mitarbeiter darum fürchten 12 Monate später wieder auf der Straße zu stehen. De facto hat man 2 Jahre Ungewißheit und eine Situation, die der einer Probezeit entspricht.Besonders schlimme Unternehmen schmeissen die Mitarbeiter nach den 2 Jahren tatsächlich raus und holen sich den nächsten Mitarbeiter, und das Spiel beginnt von neuem.
Außerdem ist es inzwischen eine weit verbreitete Unverschämtheit daß Menschen als Praktikanten angestellt werden, dabei handelt es sich aber um ausgelernte Kräfte, die zum Nulltarif (!!!) arbeiten.
Offensichtlich ist es eben gerade nicht so wie von Dir angenommen, daß der Kündigungsschutz hierzulande zu streng wäre, sondern er wird de facto schon jetzt völlig untergraben. Wenn dann jetzt noch weitergehende Freigaben stattfinden - dann gute Nacht.
Bei 5 Millionen Arbeitslosen können sich die Unternehmen wie im Schlaraffenland Mitarbeiter aussuchen, sind in einer besonders starken Situation. Wenn also jemand Schutz braucht, dann Arbeitnehmer - und nicht Arbeitgeber.
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Aber Sorgen machen und mich sehr ärgern würde ich mich dann auch. Natürlich bleibt das Telefon Eigentum des jeweiligen Besitzers und man wird es wohl auch zurück bekommen. Das wäre ja auch noch toller wenn das Gerät dann einfach wegkommen würde.
Nur: wenn ich das Ding einschicke damit es repariert wird und ich bekomme dann wochenlang mein Telefon nicht wieder, oder es kommt unrepariert zurück - na schönen Dank. Als ob man nicht schon genügend Ärger hat wenn das Handy nicht funzt.
Man kann also nur raten: Finger weg von Siemens- / BenQ-Geräten! Es ist zum einen nicht mehr angesagt so eine Firma zu unterstützen und zum anderen steht man ganz schön blöd da wenn ein Defekt am Gerät ist.
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Original geschrieben von milky
Printus:
Jetzt bist Du aber zu einfach in der Denkweise bei der Angelegenheit und zu uneindeutig. Denn Du nimmst an, dass jede Firma eine Existenzberechtigung hat und diese nur und alleine durch das Manegement gesichert oder in Frage gestellt werden kann. Die Faktoren sind hier mannigfaltig und eine einfache Verurteilung der "Herren an der Spitze" ist zu einfach und zu uneindeutig. Genausowenig wie man sagen kann, dass die Mitarbeiter schuld sind, kann man einen Generalverdacht gegen andere aussprechen. Denn auch der Mißerfolg hat viele Väter, nur wollen die diese Vaterschaft weder wahrhaben, noch anerkennen, geschweige denn Alimente dafür zahlen.CU Oliver
Das Management hat die Aufgabe die strategische Ausrichtung der Firma zu bestimmen, und sie bekommen ihr horrendes Gehalt genau dafür, daß sie eben das Ohr am Markt haben, Trends setzen (und nicht nur mit 2 Jahren Verspätung folgen), und dafür sorgen daß sich das Unternehmen im Markt positioniert.
In diesem Fall war es sogar so daß Siemens über viele Jahre hinweg eine Art "Selbstläufer" war, es gab in Deutschland 2 namhafte Handy-Anbieter, Nokia und Siemens. Alle anderen waren damals Randfiguren.
Das Management hatte also nicht mal die Aufgabe andere vom Markt verdrängen zu müssen, man hätte den Platz einfach nur halten müssen. Es ist schon bemerkenswert daß ein deutscher Industriegigant, ein Weltkonzern, nicht in der Lage ist das zu schaffen und einfach nur mitzuhalten.Wie ich dargestellt habe ist es ja auch nicht nur ein einzelner Ausfall gewesen, der Siemens mobile kaputt gemacht hat, sondern über einen längeren Zeitraum sind diverse Fehlentscheidungen getroffen worden. Und da finde ich es durchaus angebracht zu fragen wer die Verantwortung trägt.
"Der Markt", den Du gerne anführst, ist ja nicht ein unbeeinflußbares Etwas, wo man wie in einer Lotterie gewinnen oder verlieren kann ohne Einfluß auf das Ergebnis, sondern die einzige Aufgabe der Chefetage ist es dafür zu sorgen daß die Produkte des Unternehmens an diesem Markt partizipieren und am besten sogar noch eigene Akzente setzen.
Wer aber nicht mehr agiert, sondern nur noch reagiert, hat natürlich schlechte Karten, insbesondere dann wenn die Reaktionen um 2 Jahre zu spät kommen, und das über mehrere Handygenerationen hinweg. Es ist schon bemerkenswert wie man es schaffen kann einen Spitzenreiter im deutschen Handy-Gerätemarkt zum Pleitegeier zu manövrieren...
Wenn die Managementetagen das gleiche Gehalt bekämen wie die Produktionsmitarbeiter und auch Sozialfälle würden wenn das Unternehmen pleite geht wären die Anstrengungen, den eigenen Job und die eigene finanzielle Zukunft zu sichern, sicher wesentlich intensiver ausgefallen.
Und wenn die Manager nur halb so viel Interesse an ihrem eigenen Unternehmen gehabt hätten wie mancher Liebhaber von Siemens-Geräten hier bei TT hätten sie sich sicher auch anders auf den Hosenboden gesetzt. -
Nee, nee, das ist mir alles zu einfach gedacht und andererseits wiederum zu uneindeutig.
Der Job eines hochbezahlten Managers ist es den Kurs seiner Firma zu lenken und das Schiff auf Kurs zu halten. Der Mann wird fürstlich dafür bezahlt daß er eben keine Trends verschläft, den Markt beobachtet und sein Unternehmen so ausrichtet daß es zwischen den Konkurrenten mithalten kann.
Wenn es dann den Bach heruntergeht hat der Manager Fehler gemacht. Das muß man ganz klar so sagen, vor allem weil es ja nicht ein einzelner Depp ist und nicht ein einzelner Fehler, der ein Unternehmen Kopf und Kragen kostet, sondern längerfristige Fehlentscheidungen und Fehlausrichtungen.
Kaum ein Unternehmen hat den Luxus einer so großen wirtschaftlichen Macht, Siemens hätte, bei einem einzelnen verspäteten oder am Markt vorbei produzierten Gerät, in dem jeweiligen Jahr weniger Umsatz gemacht, und dann hätte es wieder bergauf gehen können.
Es gab auch bei SE fette Pannen, und das mehr als einmal. Ich errinnere an den kein-Netz-Bug des T39m, dem Rausch-Bug bei den frühen T610 oder bei Nokia an die unmöglich schepperneden Lautsprecher von 7210 usw.
Bis zur 45er-Serie war Siemens hier in Deutschland neben Nokia Marktführer und die Handys waren zugleich preiswerter wie auch zusätzlich meist besser ausgestattet als die Vergleichsmodelle der Konkurrenz. Ich erinnere mich gut daß das S55 wegen dem schlechten Display verrissen wurde, aber die Ausstattung, und das bei der kleinen Größe, war toll.
Hätte man die Schwäche des S55 mit einem wirklich guten S65 wieder ausgeglichen könnte Siemens auch heute noch in der ersten Liga mitspielen, denn das Trauerspiel zieht sich über 3, 4, 5 Jahre und ist nicht wegen einer einzelnen Fehlleistung im Management entstanden.
Hier wurde über einen langen Zeitraum und mehrere Geräte-Generationen hinweg nicht verstanden wohin der Weg führt und wohin der Trend bei Mobiltelefonen geht. Das hat weder mit hohen Produktionskosten noch unglücklichen Arbeitszeiten im Vergleich mit China zu tun. Ich bezweifele sowieso daß die Lohnkosten einen so großen Einfluß haben. Die haben vielleicht einen Anteil von 10% am Gerätepreis. Die Siemens-Geräte waren eigentlich immer relativ preiswert, im Vergleich zu den jeweiligen Konkurrenzmodellen von Nokia und SE. Man hätte hier also ein bißchen zulegen können und fertig.
Nein, nein, das Problem ist ganz allein in den Chefetagen durch krasse Fehlentscheidungen, Nieten in Nadelstreifen, entstanden, und nicht durch die Entwickler und Menschen in der Produktion. Die haben sicher nicht gewünscht daß sie verlatete Displays verbauen wollen...
Das Management hatte über mindestens 1-2 Gerätegenerationen, und damit locker 2 Jahre Zeit, die Zeichen der Zeit und die Trends zu erkennen, und sie haben es nicht kapiert. Das ist niemand schuld außer denjenigen, die es im Management verbockt haben.
Und jetzt wäscht man Pilatus-like die Hände in Unschuld weil man es so eingefädelt hat daß nicht Siemens selber, sondern BenQ die Leute rauswirft. Man steht also nicht mal zu seiner Verantwortung, sondern zieht einfach nur billig den Kopf aus der Schlinge, und gönnt sich dafür aber 30% Lohnzuwachs auf eh schon exorbitant hohe Gehälter, während am anderen Ende des Unternehmens 3000 Leute arbeitslos werden.Das ist von einer unglaublichen Arroganz und Respektlosigkeit, ein Egoismus sondergleichen, und da kann ich nur zu gut verstehen wenn es heißt "kauft nichts mehr von Siemens". Wie denn sonst als durch einen Boykott soll der Verbraucher zeigen was er von diesen Machenschaften hält?
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Ähem,
ich will kein Spielverderber sein, aber ich würde jetzt gar kein Handy mehr von diesem Hersteller kaufen. Die gute alte Zeit, in der Siemens neben Nokia ein Spitzenhersteller war und man mit dem Besitz eines Gerätes aus einem dieser beiden Häuser vorne dabei war, sind lange vorbei.
Schon in den letzten Siemens-Jahren ging es bergab und seit BenQ eingestiegen ist erst Recht. Jetzt macht BenQ für den Siemens-Konzern die Drecksarbeit und setzt mehr als 3000 Leute auf die Straße. Das ist nicht nur ärgerlich und katastrophal für diese Menschen, die nun in Kamp-Lintfort und München arbeitslos werden, sondern läßt viele hier - mich auch - zu der Meinung gelangen daß ich einen solchen Konzern jetzt nicht mehr unterstützen will. Nebenbei sei bemerkt daß sich das Siemens-Management gerade jetzt 30% Lohnerhöhung genehmigt! Schlimmer geht's eigentlich nicht mehr.
Die Zeiten der "guten Siemens-Handys" sind leider Vergangenheit und es stellt sich auch ganz praktisch die Frage ob man sich mit einem BenQ-Siemens-Gerät einen Gefallen tut. Nicht nur daß die Geräte ausstattungs- und qualitätsmäßig hinterher sind, hier im Forum schreiben auch viele die Angst um die Rückkehr ihrer Geräte, die gerade zur Reparatur eingeschickt sind, haben.
Für die Zukunft ist ungewiss wie es mit Gewährleistung, Garantie etc. für die Handys weitergeht.Wenn Du an alte Siemens-Glanzzeiten erinnert werden willst rate ich Dir bei Deinen kampferprobten Siemens-Urahnen zu bleiben, da weißt Du, was Du hast. Wenn Du etwas modernes Neues kaufen willst: schau Dich bei Nokia, Sony-Ericsson, Samsung, und wie sie alle heißen, um.
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Original geschrieben von m0nza
Hast du den Anfangspost überhaupt gelesen?
Gehaltsvorstellung ist in der Stellenausschreibung gefordert..Es wird aber allgemein empfohlen sich dazu nicht im Bewerbungsschreiben zu äußern, auch dann nicht wenn es in der Stellenanzeige gefordert wird.
Wenn man meint sich zu diesem Thema äußern zu müssen und diesen Punkt nicht einfach ignoriert, dann nur indem man sinngemäß hinschreibt daß man die Gehaltsfrage gerne im Vorstellungsgespräch diskutieren möchte. Das macht ja auch Sinn, denn bei einem ansonsten guten Draht zueinander wird man nicht wegen ein paar EUR mehr oder weniger Gehalt eine ansonsten attraktive Stelle / einen interessanten Bewerber ablehnen.
Sowas läßt sich in der Realität besser besprechen, deswegen ist es unüblich darauf im Anschreiben einzugehen, auch wenn in der Anzeige danach gefragt wird. -
ZitatAlles anzeigen
Original geschrieben von Pitter
Da würde ich mich z.B. mit einem 5-jährigem Kind, der in eure Stadt zieht, aber bedanken, wenn diese mir mitteilen würde, leider sind alle unsere Plätze in allen unseren Kindergärten (u.a. mit Zweijährigen) belegt, suchen sie doch in den Nachbargemeinden nach einem Platz.Was glaubst Du, wie schnell ich da mit Hilfe eines Gerichtes einen Platz in eurer Gemeinde finden würde?
Gruß
Pitter
Aber warum? Selbst wenn ich beruflich kurzfristig umziehen muß kann ich nicht erwarten daß am neuen Ort alles nach meinen Bedürfnissen ausgerichtet wird, sondern daß ich mich an bestimmte Gegebenheiten anpassen muß.
So sehe ich das auch im Hinblick auf einen Kindergartenplatz.
Wenn ich meine unbedingt ins Kaff X anstatt Y ziehen zu müssen, muß ich womöglich akzeptieren daß es dort keinen Kindergartenplatz gibt. Dann muß ich es eben in der Nachbargemeinde probieren.
Wenn ich in ein Dorf ziehe, wo es keine Post gibt, muß ich das auch hinnehmen und in den Nachbarort fahren. Es kann doch nicht sein daß man davon ausgeht daß eine Gemeinde ihre Strukturen nur darauf ausrichtet die Bedürfnisse Zuziehender zu erfüllen, sondern bevor man irgendwo hinzieht überlegt man sich ob man dort Verhältnisse findet, die einem zusagen. Ansonsten muß man eben einen anderen Wohnort aussuchen und vielleicht 5km weiter in ein anderes Dorf ziehen.
Aber was ist das für eine Einstellung daß man irgendwo hingeht und dann meint daß alle nach den Wünschen des Neubürgers tanzen müßten?
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Parken in der Innenstadt ist kostenlos unmöglich und im Parkhaus teuer.
Geheimtip: Fahr in den Vorort Rodenkirchen, da gibt es einen großen, kostenlosen Park & Ride-Parkplatz. Rodenkirchen ist von der Autobahn 555 aus sehr gut und schnell erreichbar, und alle 15 Minuten fährt die Linie 16 Richtung Dom / HBF.
Das Auto steht dort sicher, es ist ein gutbürgerlicher Vorort und die Tickets sind preiswerter als jedes Parkhaus weil man nur wenige Tarifzonen hat.Am besten fährst Du bis Dom / HBF, nicht nur damit Du das Kulturprogramm Dom auf der To Do-Liste abhaken kannst
sondern weil Du dort über die Domplatte auch gleich in die Hohe Straße kommst, bei der das Shopping beginnen kann. Wenn Du die Hohe Straße bis zum Kaufhof aufgerollt hast wendest Du dich nach rechts und kannst die Schildergasse runtergehen. Wenn Du dann am Neumarkt bist wendest Du dich nach rechts und kommst zu ein paar netten Malls, Olivandenhof, ein bißchen weiter rechts die WDR-Arkaden... Von da ist es über die Breite Straße auch einfach in die Ehrenstraße zu kommen, wo man Klamottenläden unsicher machen kann. -
Ich finde es einfach Argument genug daß man nicht vorhandene Plätze freihalten kann für virtuelle Kinder, die vielleicht niemals erscheinen. Das kann ja wohl nicht der Ernst dieser Gemeinde sein.
Wenn jemand zuzieht muß der sich eben seinerseits um einen Kindergartenplatz bemühen - wenn er Glück hat in der gleichen Gemeinde, ansonsten muß man's im Nachbarort versuchen. Aber ich sehe das auch so daß die Zuziehenden sehen müssen ob sie einen KiGa-Platz kriegen und nicht die bereits dort lebenden Einwohner vorhandene Plätze nicht nutzen dürfen.
Könnte es allerdings auch sein daß die Gemeinde hier ein vordergründiges Argument bringt um möglichst wenige Kinder aufnehmen zu müssen, weil das Personalkosten spart? Es wäre nicht das erste Mal daß das hinter der Sache steckt. Sowas ist heute sogar relativ wahrscheinlich und weit verbreitet...