Beiträge von Printus

    Deine Freundin erstellt eine Proforma-Rechnung, die den Wert des Camcorders dokumentiert. Dieses Begleitdokument muss sie sowieso beilegen weil im internationalen Versand Rechnungen die gängigen Dokumente sind; da keine Bezahlung stattfindet ist in diesem Fall eine Proforma-Rechnung richtig.


    Darauf schreibt deine Freundin die erforderlichen Angaben (Absender, Empfänger usw.) und gibt als Warenbeschreibung die genaue Bezeichnung des Camcorders inkl. Seriennummer an. Und dann sollte sie genau hier dazuschreiben, dass sie dir das beim Besuch vergessene Gerät zurücksendet.


    Außerdem sollte sie die damaligen Einfuhrunterlagen hinzufügen, so wie es vom Vorposter vorgeschlagen wurde. Natürlich keine Originale zu ihr schicken, sondern einscannen und als pdf an sie mailen.


    Eine passendes Formular für eine Proforma-Rechnung auf Excel-Basis kann ich dir per Mail senden, schreibe mir bei Bedarf eine PN mit deiner Email-Adresse.


    Generell muss man hier Folgendes beachten: der Camcorder wurde damals durch die Verzollung von Nichtgemeinschaftsware zu Gemeinschaftsware, über die innerhalb der EU frei verfügt werden konnte.
    Wenn du den Camcorder dann während einer Urlaubsreise ins Nicht-EU-Ausland mitführst, akzeptiert der Zoll, dass die Ware bereits verzollt ist und den Status als Gemeinschaftsware nicht verliert. Das sollte man bei teuren Geräten jedoch immer absichern indem man vor Antritt der Reise beim Zoll eine sog. Nämlichkeitssicherung durchführen lässt. Der Zoll erstellt dann ein Dokument, indem er Seriennummern und auffällige Merkmale (Kratzer etc.) notiert und man hat bei der Wiedereinreise einen Beleg in der Hand.


    Ein dir nicht zugetaner Zöllner könnte hier argumentieren, dass die Ware durch die Ausfuhr ihren Status als Gemeinschaftsware verloren hat, also wieder zu Nichtgemeinschaftsware wurde - dementsprechend jetzt auch erneut verzollt werden muss. Auch dass die Freundin das Gerät benutzt hat, würde dem Zöllner im Falle dieser Argumentation die Hände spielen.
    Deswegen würde ich es auf der Proforma-Rechnung so deklarieren, als sei das nur das Nachsenden eines Camcorders, den du dort vergessen hast, den du aber normalerweise im Rahmen der Reise wieder mitgebraucht hättest.

    Klingt soweit gut. Aber es ist immer ein bisschen Kaffeesatzleserei wenn man nicht das komplette Zeugnis vorliegen hat: stimmen die äußeren Rahmenbedingungen/Anforderungen an ein Zeugnis? Gibt es den erforderlichen guten Schlusssatz usw.?


    Man hat oft verstärkende Adjektive (fundiert, effektiv, stets, ...) Aussagen benutzt, was die Beurteilung aufwertet.


    Ein Standardsatz wie "Ihre Leistungen waren stets zu unserer vollen Zufriedenheit" etc. fehlt. Kein Weltuntergang, fällt einem aber auf weil das eigentlich die Zusammenfassung in einer Note ist (bestimmte Formulierungen kann man als Synonym für eine bestimmte Note interpretieren).


    "Ihr Kontaktvermögen, ihre Kommunikationsstärke und ihre Gradlinigkeit führten zu einer positiven und erfolgreichen Zusammenarbeit mit unseren Partnern. Unser Unternehmen wird von ihr stets vorbildlich repräsentiert." klingt tendentiell etwas sehr kunden- und weniger auf den Vorteil des eigenen Unternehmens orientiert... Aber das ist halt Interpretation, die auch falsch sein kann. Wie gesagt, unvollständige Zeugnisse kann man nur bedingt beurteilen.


    Scheint aber insgesamt ein sehr gutes Zeugnis zu sein, ganz anders als bei dem Kollegen oben. ;)

    Zitat

    Original geschrieben von Martin Reicher
    Die Firma Flixbus wirbt mit "Beinfreiheit, Kostenloses W-LAN, Snackbar oder die Freiheit auf Toilette gehen zu können wann immer man will, ohne gleich einen Reisestopp einlegen zu müssen. Dazu noch ein zuverlässiger Fahrplan. Das sind Vorteile die ganz klar für Busreisen durch Deutschland sprechen."
    Die angeblich geringe Beinfreiheit in den Neubaufahrzeugen des Nahverkehrs wird ständig kritisiert und behauptet es sei so eng. Die Erfahrung zeigt, dass die Beinfreiheit in einem neuen Nahverkehrszug immer noch deutlich größer ist als die in einem Flixbus. Der Fahrplan war auch nicht zuverlässig.


    Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Längere Strecken verbringt man üblicherweise nicht im Nahverkehr. Natürlich kommt es vor, dass Leute 3 Regionalzüge hintereinander fahren weil das die beste Lösung ist (hab ich seinerzeit aus Kostengründen auch schon gemacht als es aus der Eifel über Köln/Bonn, Siegburg, Gießen/Marburg nach Kassel ging). In der Regel wird man Strecken von 300 Kilometern aber in Fernverkehrszügen verbringen.


    Die Beinfreiheit mag da einen Tick größer sein als in manchem Bus, aber dafür kostet das Ticket ein Vielfaches. Sitzplatzreservierung kostet nochmal soviel wie bei den Busangeboten ein halbes Ticket. Ohne Sitzplatzreservierung stehen die Chancen gut, dass man sich im Gang drängelt und dann fährt man für teures Geld ganz ohne Beinfreiheit.


    Wenn alles optimal verläuft ist ein Platz im Fernzug sicher komfortabler als ein Platz im Bus. Aber man muss auch den Preis sehen, es kostet schnell das drei- bis vierfache und die Chance ist nicht klein, am Ende doch in einem überfüllten und damit auch engen Zug zu stehen.


    Sitzplätze im Reisebus sind nicht so schlecht, eng und ungemütlich, dass es per se eine Zumutung für den Kunden wäre. Wenn der Sitz nebenan frei ist schon dreimal nicht.


    Zitat

    Original geschrieben von Martin Reicher
    Flixbus behauptet "Stau kommt zwar vor, doch unsere ortskundigen Fahrer werden meist rechtzeitig gewarnt und können ihn so umfahren."
    Umfahren wurde der Stau auch nicht.


    Manchmal dauert das Umfahren länger als auf der Route zu bleiben und zeitweilig etwas langsamer durch den Stau zu rollen. Richtig schlimm kann der Stau hier nicht gewesen sein, denn bei 12 Minuten Verspätung am Ziel, während es noch eine verlängerte Pause zwischendrin gab, können weder der Stau noch der eingeplante Zeitspielraum dieser Strecke allzu unpassend gewesen sein.


    Zitat

    Original geschrieben von Martin Reicher
    Das Schienenverkehrsnetz dürfte deutlich komplexer sein. Hier kann man auch nicht überall die Spur (Gleis) wechseln, es gibt deutlich weniger Ausweichmöglichkeiten und man hat auch hier mit einer Vielzahl (etwa 400) von Verkehrsunternehmen auf den Gleisen von DB Netz zu tun.


    Wen interessieren denn die ganzen Regionalbahnen, insbesondere in ländlichen Regionen am anderen Ende der Republik? Die werden normalerweise wenig Einfluss auf den Fernverkehr in 1000 km Entfernung haben. Im Fernverkehrsnetz gibt es nur eine kleine handvoll Wettbewerber, im Großen und Ganzen ist die Bahn hier unter sich, sowohl was das Netz, als auch was die Züge angeht.


    Dass auch die Bahn nicht perfekt für ein tausende Kilometer langes Schienennetz garantieren kann (wer weiß schon, welcher Bauer auf dem Bahnübergang stehenbleibt oder wo Kinder und Suizidanten auf den Gleisen herumturnen, irgendwo wird das immer gerade so sein) sehe ich der Bahn gerne nach. Deswegen würde ich mich auch dort nie über 12 Minuten Verspätung aufregen, denn auch bei der Bahn ist es respektabel, dass man weite Strecken fahren kann und manchmal auf die Minute pünktlich am Ziel ist.
    Ärgerlich wird es nur wenn man den Anschluss verpasst. Aber das muss sich die Bahn anrechnen lassen wenn sie kurze Anschlüsse verkauft. Würde sie immer 30 Minuten Umsteigezeit vorgeben - okay. Wenn ich es aber anders verkaufe muss ich dem Anspruch an das Funktionieren enger Verbindungen auch gerecht werden. Das haben nicht Kunden so verlangt, sondern die Bahn baut diesen Anspruch an sich selber so auf wenn sie solche Verbindungen anbietet.


    Zitat

    Original geschrieben von Martin Reicher
    Dann muss man die Fahrpläne entsprechend anpassen. Von der Bahn erwartet man auch, dass sie bei schlechten Schienenverhältnissen genauso pünktlich ist, ebenso bei Eis und Schnee.


    Nicht unbedingt. Wenn klar ist, dass es sich um höhere Gewalt handelt (Stürme, in denen Bäume umstürzen, beispielsweise) versteht jeder normale Mensch, dass die Bahn dem ausgeliefert ist wie jeder andere auch. Dass sich Leute trotzdem aufregen mag sein, die regen sich aber auch auf wenn sie im Auto vor dem umgestürzten Baum stehen. Das kann man dann nicht persönlich nehmen sondern ist auf die Situation an sich bezogen.


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    Original geschrieben von Martin Reicher
    Den entstandenen Stau laste ich denen auch gar nicht so an, abgesehen von der fehlenden Kundeninformation.
    Das man unnötigerweise ewig in Chemnitz rumstand und die Verspätung dadurch sogar noch erhöhte halte ich allerdings nicht für akzeptabel.


    Was die Kundeninformation angeht müht sich die Bahn, aber das war lange ein wunder Punkt und perfekt ist es noch lange nicht. Senk you for träwelling... :) Man sieht das Bemühen, aber nicht jeder Zugchef hat das Zeug zum Entertainer oder zum frei sprechenden und Kunden informierenden "Informatiker". Manche sind mundfaul und nuscheln. Oder halten den Mund solange es geht, so wie dein Busfahrer eben auch... wobei: was soll der denn sagen? Dass man im Stau steht sieht doch jeder. Bei der Bahn sieht man in der Regel nicht, warum man steht und nicht weiterfährt.

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    Original geschrieben von Jens Groß
    Mit Billigtickets macht aber auch der Fernbus auf Dauer kein Geld. Flixbus bietet oft 1 Euro Tickets an.
    Für einen Euro kann man sowas tatsächlich nutzen, wenn man drauf angewiesen ist. Aber dabei handelt es sich natürlich um ne Marketingaktion - damit könnte Flixbus nicht lange überleben. Und das auch unabhängig vom Gehalt der Fahrer, das durch den Mindestlohn zumindest auf ein normales Maß ansteigen dürfte.


    Das sehe ich auch so. Langfristig sind diese Preise nicht zu halten. Vermutlich will man die Kunden erstmal mit günstigen Preisen auf das Fernbus-Angebot aufmerksam machen und zugleich die Wettbewerber unterbieten. Langfristig ist zu erwarten, dass die Preise ein höheres Niveau erreichen und das ist auch okay damit die Mitarbeiter fair verdienen und die Unternehmen funktionieren. Aktuell kann man aber Schnäppchen machen und das ist im Augenblick der Maßstab.


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    Original geschrieben von Jens Groß
    Diese investiert er wieder in DB-Netz. So subventioniert die Bahn sich selber und andere Bahnen.
    Busse nutzen Straßen - also Anlagewerte, die von allen Steuerzahlern subventioniert werden.


    Die KFZ-Steuer und auch die Mineralölsteuer werden nicht von allen Steuerzahlern finanziert, sondern denen, die die Straßen nutzen. Die subventionieren dabei noch diverse andere Töpfe.

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    Original geschrieben von Jens Groß
    Lol, bei der Bahn kannst du Kinder bis zum 15. Geburtstag sogar KOSTENLOS auf die Fahrkarte schreiben lassen. Die zahlen dann gar nichts ;)
    Du kannst schlecht Aktionspreise bei Flixbus mit Normalpreisen der Bahn vergleichen. (Bei der Bahn gibts auch Sparpreise, Aktionspreise, Bahncard-Aktionen etc.)


    Die wenigsten Reisenden sind mit Kindern unterwegs. Und Sparpreis hin, Sparpreis her - zwischen den Ticketpreisen liegen Welten.


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    Original geschrieben von Jens Groß
    Warum nimmst du bei Bus andere Standards als bei der Bahn? Die Bahn kann auch im Stau stehen -> sowas nennt man dann nur Gleisbesetzung. Diese tritt ein, wenn sich Reisende beim Ein- und Ausstieg zuviel Zeit lassen: Statt tausende Sonntagsfahrer also tausende Sonntagsreisende.
    Dies ist im Fernverkehr übrigens mit Abstand Verspätungsgrund Nr.1.


    Die Bahn organisiert sich selbst. Von ein paar Ausnahmen abgesehen ist im Fernverkehr nur sie auf den Gleisen unterwegs und zu welchen Stoßzeiten auf welchen Strecken viele Reisende unterwegs sind oder welche Standzeiten man in gewissen Bahnhöfen hat, müsste sie ungefähr einschätzen können.


    Im Straßenverkehr kann niemand genau planen wann und wie lange einen eine Hochzeitskutsche, die Müllabfuhr, Baustellen, oder Unfälle aufhalten werden.

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    Original geschrieben von Jens Groß
    Auch im Straßenverkehr kann man die Zeit ziemlich genau messen - mein Navi hatte auch schon über lange Strecken hinweg die Ankunftszeit auf die Minute genau angezeigt. Bei Stau oder höheren Gewalt geht das natürlich nicht mehr. Aber damit muss ja auch die Bahn zurecht kommen - da hat auch keiner Verständnis.


    Doch, dafür habe ich Verständnis. Ich unterscheide zwischen Verspätungen, die man beeinflussen kann und solchen, wo das nicht geht. Solange man in seinem eigenen System unterwegs ist hat man es weitgehend selber in der Hand, aber auf der Straße ist man so vielen nicht beeinflussbaren externen Faktoren unterworfen, dass da eine minutengenaue Planung nicht möglich ist.


    Dein Navi sagt dir zwar zu Fahrtbeginn eine Amkunftszeit, die bleibt aber nicht fix sondern verändert sich je nach Verkehrslage.


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    Original geschrieben von Jens Groß
    ps. und ja, ich weiß nicht warum, aber Busfahren mag ich gar nicht! ;)


    Kein Problem, ist dein gutes Recht. Dann würde ich das auch so vertreten anstatt Scheinargumente zu bringen, die sachlich nicht so recht passen. Z. B. Ticketpreise, da ist einfach ein riesiger Unterschied und wenn ich wesentlich weniger bezahle sagt der normale Menschenverstand, dass ich dafür weniger bekomme, also z. B. weniger Platz.

    Zitat

    Original geschrieben von Martin Reicher
    Ich bin einmal Nürnberg-Dresden mit dem Fixbus gefahren


    Hab gerade mal einen Routenplaner angeschmissen. Das sind demnach 316 Kilometer.


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    Original geschrieben von Martin Reicher
    Dresden erreichten wir 12 min verspätet, auch hier keinerlei Ansagen.


    Soll ich darüber lachen oder weinen?


    Ich verstehe, dass Du als Bahner den Bus schlecht finden musst. Aber dann bitte mit handfesten Argumenten.
    Was ich lese sind Peanuts. Bus und Bahn sind verschiedene Verkehrsmittel und dann gibt es halt auch Unterschiede. Dass man im Bus weniger Bewegungsspielraum hat als in einem Zug ist klar. Das weiß man vorher. Dass der Bus im komplexen Straßenverkehr unterwegs ist (anders als die Bahn, die in ihrem eigenen Netz fährt und nicht tausende fremde Sonntagsfahrer im Gleis hat), ebenso.


    Mit der Stoppuhr zu messen ob man bei 300+ Kilometern Entfernung auf die Minute genau ist, empfinde ich als bizarr. Ein Zug kann, wenn alles glatt geht, pünktlich sein. Aber der Straßenverkehr ist so heterogen, dass ich es schon beachtlich finde wenn man da bei solchen Strecken eine solche relative Pünktlichkeit schafft.
    Ja richtig, ich mache hier einen Unterschied zwischen Bus und Bahn!


    Der Bus ist in aller Regel sehr viel billiger - selbst mit Spartickets der Bahn kommt man nicht annähernd an den Preis ran. Außerdem nutzt es dem Otto Normalverbraucher nichts wenn es Bahncard-Spezial-Vorrausbuchungs-Trallala-Rabatte gibt, die ihm meist nicht geläufig oder zugänglich sind.


    Wenn ich nur 1/3 bezahle kann ich dafür verschmerzen, dass der Bus nicht immer auf die Minute pünktlich sein wird (ist die Bahn auch oft nicht) und dass es dort etwas enger zugeht als im Zug ist systemimmanent, auch das weiß ich und kann mich entscheiden, Bus zu fahren oder es zu lassen. Nachher zu kritisieren empfinde ich als nicht fair. Wenn du fliegst kannst du auch nicht bemängeln, dass du durch die Sicherheitskontrolle musst, sowas ist zwangsläufig Teil der verschiedenen Verkehrsträger.


    Thema WLAN: OK, wird beworben, dann möchte man es natürlich gerne benutzen. Soweit eine berechtigte Kritik. Aber auch hier vergleichst du Äpfel mit Birnen: in der Bahn bekommt der Normalkunde überhaupt keinen Internetzugang wenn er nicht Telekom-Kunde mit entsprechend teurem Vertrag ist. Was kostet es alle anderen nochmal? Waren das 7 EUR am Tag? Vor diesem Hintergrund ist das Angebot der Bahn ja wohl kaum ein guter Vergleich...


    Zitat

    Original geschrieben von Martin Reicher
    Das Publikum (etwa 25-30 Leute jeden Alters) dachte gar nicht daran sich zu beschweren. Ich bin sicher, bei der Bahn wäre das anders gelaufen! Ein Stau kann passieren, aber die Überschreitung der Haltezeit in Chemnitz lag im Einflussbereich von FlixBus.


    Weil den Leuten klar ist, dass man im Straßenverkehr unmöglich auf die Minuten genau fahren kann. Es ist nicht möglich, jede Ampelschaltung, jede Baustelle (mal hier und mal da), jeden Unfall und jede Straßensperrung perfekt so zu planen, dass man seine Ankunft auf die Minute genau einhalten kann. Dass man ein paar wenige Minuten länger an einer Raststätte stand - ok. Derartige Minutenverzögerungen regen auch bei der Bahn keinen normal geistesklaren Mitbürger auf solange er keinen Anschluss verpasst. Allerdings gehe ich davon aus, dass die Bahn ihre Züge durchgeplant hat, man also berechnen konnte wie lange man für gewisse Strecken braucht. Auch der Bahn macht erstmal keiner einen Vorwurf wenn Verzögerungen entstehen, für die sie nichts kann. Du wirst das Gegenteil behaupten, aber ich sehe es bei aller Kritik so, auch die Bahn kann nicht für 100%ige Befahrbarkeit bundesweit auf tausenden Schienenkilometern garantieren und wer das erwartet ist ein querulantischer Dummkopf. Das Problem sind aber nicht Unfälle an Bahnübergangen etc., sondern vermeidbare Dinge wie Ausfälle durch schlechte Wartung etc.

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    Original geschrieben von Martin Reicher
    Auch bei den Fahrgastrechten sind Busreisende schlechter gestellt. Erst ab 1,5 h Verspätung erhält man kostenlos Getränke, um eine finanzielle Entschädigung zu erhalten müssen es sogar mehr als 2 h sein. Ein klarer Vorteil der Bahn.


    Dafür sind die Tickets um den Faktor 2-3 teurer. Und man sollte die Kirche im Dorf lassen: wer verdurstet weil er 1,5 Std. nichts trinkt gehört ins Krankenhaus, der sollte nicht reisen. Die Bahn mag hier nominell bessere Konditionen bieten, aber wir sind in einem Bereich, wo es wirklich nicht so ernst ist. Und wer auf einem kleinen Regionalbahnhof strandet hat da keinen Ansprechpartner mehr. Speisen und Getränke gibt es dort gar nicht. Kein Vorwurf an die Bahn, das geht nicht anders. Es ist nur ein Hinweis darauf, dass deine Aufrechnerei nicht funktioniert. Man kann immer Fälle schaffen, in denen der eine oder andere besser dasteht.


    Zitat

    Original geschrieben von Martin Reicher
    Zum Preissystem


    Preissysteme versteht man als Kunde nie. Klar ist aber: ein Bahnticket hätte ein Vielfaches des Zugtickets gekostet.


    Dass du aus Prinzip die Bahn präferierst ist ja ok. Kritik am Bus auch. Nur finde ich deine Argumente sehr kleinlich. Und ja, das empfände ich genauso wenn es gegen die Bahn ginge.

    Ich empfinde es generell als Unverschämtheit, wenn man Hunde im öffentlichen Bereich frei herumlaufen lässt. Zum einen kann kein Spaziergänger einschätzen ob der Hund, der auf ihn zurennt, verbeilaufen wird, nur spielen will - oder ob er aggressiv ist. Mit zunehmender Größe des Hundes steigt das Unwohlsein des Spaziergängers...


    Wenn ich ne frische Hose anhabe gefällt mir auch generell nicht wenn ein sabbernder Hund ankommt und schnüffelt. Noch toller wenn man irgendwo sitzt und hat plötzlich die Schnauze und den Sabber auf dem Schoß...


    Ich habe Verständnis für den TE. Angst vor Hunden wäre überhaupt kein Problem wenn Hundebesitzer dafür sorgen würden, dass keine Situationen entstehen, in denen ihr Hund Dritten nahe kommt.
    In anderen Lebensbereichen würde man niemals akzeptieren, dass man so erschreckt wird oder sich unwohl fühlt. Das ist eine Form der Aggression und der Unverschämtheit, die man sich anderswo niemals bieten lassen muss. In diesem Fall wird aber, wie bei Kindern, immer entschuldigend darauf hingewiesen, der Hund könne nichts dafür, es liege nur am Herrchen, der Hund ist so, das ist die Natur... das alles interessiert das "Opfer" aber nicht!


    Und mir kann auch der Lockerste nicht erzählen, dass er es witzig findet, wenn ein großer Hund auf ihn zurennt und das Herrchen ist 100 m entfernt und ruft erfolglos... Man kann doch gar nicht einschätzen, wie sich das Tier verhalten wird.


    Meine Ex hatte in der Familie 2 große und gegenüber Fremden auch bedrohliche Hunde. Mehr als einmal haben wir diskutiert, denn die Hunde liefen auf dem großen Grundstück frei herum. Das war eingezäunt und insofern zwar kein Fremder in Gefahr, aber in dem Kaff gab es keine Bürgersteige, dafür lag genau diese Straße an einem sehr beliebten Wanderweg. Regelmäßig haben da Leute einen Satz gemacht und man hat gesehen, wie denen das Herz in die Hose gerutscht ist, wenn plötzlich eines der Tiere am Zaun knapp neben denen auftauchte.


    Das ist nicht okay und da zieht nicht das Argument, die Hunde seien ja auf dem Grundstück und hinter dem Gartenzaun. Als Spaziergänger hätte ich den Hundebesitzer wahrscheinlich am liebsten windelweich geprügelt. Wenn man die Leute kennt und die Hunde auch findet man das alles weniger schlimm, die tun einem ja nichts, aber wenn man der Wanderer ist, denkt man anders.

    Absolut richtig. Mich nervt die Zeitumstellerei auch jedes Mal. Und man muss sich mal überlegen welcher volkswirtschaftliche Schaden dadurch entsteht:
    - diverse Industriebetriebe müssen ihre Fahr-/Zeitpläne und Produktionsmaschinen umstellen. Das verschlingt Arbeitskraft und Zeit - also Geld. Jede Uhr, die in einer Firma verdreht wird, wird von jemandem verdreht, der dort arbeitet - es kostet Unternehmen also viel Geld, dass die Uhren umgestellt werden.
    - Deutschland ist Exportnation. Es wird garantiert oft vorkommen, dass ausländische Kunden beim deutschen Lieferanten keinen Ansprechpartner mehr erreichen weil der ab heute 1 Std. früher das Büro verlässt als letzte Woche. Ärgerlich für den Kunden und wenn sich ein Kunde ärgert ist das zum Nachteil des Lieferanten.
    - viele Leute, die das mit der Zeitumstellung nicht hinkriegen, verpassen den Zug, den Flug, was auch immer. Also entstehen höhere Kosten, beispielsweise für diejenigen, die eine Zugbindung haben und ihr Ticket nun in die Tonne kloppen können. Normale Flugtickets sind von vorneherein an einen Flug gebunden und nicht auf andere Verbindungen umbuchbar.
    - Zahlreiche Geräte haben kein Funkmodul, dafür aber manchmal komplizierte Menüführungen und man fummelt herum bis man die Zeit korrekt eingestellt hat.


    Dieser unnötige und nervige Schwachsinn mit der Zeitumstellerei gehört abgeschafft. Eine große Mehrheit denkt so, leider passiert nix. :flop:

    Zitat

    Original geschrieben von herold
    Man ist heute in der Lage mit der Kamera eines Spionage-Satelliten, die Aufschrift auf einer Zigarettenpackung zu entziffern, die irgendwo auf dem Erdboden liegt. Hinzu kommt, dass man "nur" einen Bereich absuchen muss, dessen Radius mit der vorhandenen Treibstoffmenge erreichbar war. Sofern nicht wirklich alle Bestandteile der Maschine im Wasser untergegangen sind, sollten doch einige schwimmfähige Trümmer mal irgendwo angespült oder entdeckt werden können. ;)


    Blöderweise gibt es aber, wie wir jetzt lernen, in dieser gottverlassenen Gegend eher wenige Spionagesatelliten. Wen sollen die dort auch ausspionieren? Bei den vorhandenen Satelliten zieren sich die Militärs mit der Herausgabe von Daten weil dann offenbart werden müsste, über welche Technik man verfügt.


    Bei - grob gesagt - 800-900 km/h reichen wenige Nuancen Abweichung oder Messungenauigkeiten und schon kann sich ein Flugzeug, von dem man nur weiß, dass es 4 Stunden in eine Richtung flog, in einem ziemlich großen Zielbereich befinden. Winddrift und die unklare Geschwindigkeit, die zudem Auswirkungen auf die Reichweite/Treibstoffverbrauch hat, tun ein Übriges. Allein schon, dass man nicht weiß, wie lange die Maschine nach dem letzten Ping noch weitergeflogen ist, führt zu einem riesigen Suchgebiet. Im Augenblick eine Fläche groß wie Deutschland ohne Bayern.


    Die Strömung verschiebt Treibgut in diesem Teil des Indischen Ozeans um ca. 50 km am Tag. Das, was schwimmt, dürfte also längst tausende Kilometer weit weg sein und sich überdrein großflächig verteilt haben. Je mehr Zeit vergeht um so weniger wird man auf der Wasseroberfläche finden. Die Chance ist dann eher, dass man irgendwann Trümmer unter Wasser ortet.
    Dass irgendwelche Trümmer an einem Strand angespült werden ist nicht zu erwarten. Die Strömung kreist wellenförmig um die Antarktis herum. Treibgut braucht für eine Weltumrundung ca. 2 Jahre und ist dann wieder auf dem Breitengrad, wo die Reise losging... Die Dinge schwimmen also letztlich im Kreis und Inseln, an denen etwas angeschwemmt werden könnte, hat es dort nicht.

    Es hätte genauso einen Käfig voller Narren Flugzeug mit Deutschen treffen können; eins, das hier bei uns fliegt. Aber nur wenige Leute sind je in der Situation auf einem Frachtschiff in Asien/Afrika mitzufahren.