Der Unterschied ist, dass 239 Passagiere an Bord waren. Ein großer Teil der Bevölkerung in Industrienationen ist regelmäßig selber Fluggast, jeder hat oft Angehörige oder Freunde an Bord von Flugzeugen und im engen Europa, Deutschland ganz besonders, hat man ständig Flieger über dem Kopf. Die persönliche Betroffenheit ist daher nach einem Flugzeugabsturz anders als wenn in Asien/Afrika ein Frachtschiff mit 10 Seeleuten von den Philippinen und einem russischen Kapitän verschwindet.
Beiträge von Printus
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Es gibt solche miserablen Firmen, die nach der Strategie handeln "wir sind super, die Mitarbeiter schlecht, und wenn einer geht lag das IMMER an seiner Minderleistung, niemals an uns. Wir sind nämlich eine ganz, ganz supertolle Firma!".
Arbeitsgerichte sind sehr arbeitnehmerfreundlich. Wenn seitens des Ex-AG's also keine Nachweise für schlechte Arbeitsqualität vorgelegt werden können (Einträge in die Personalakte, protokollierte Mitarbeitergespräche, wiederholte Mahnungen vor Zeugen etc.) hat man nahezu narrensichere Chancen, mindestens ein durchschnittliches Zeugnis zu bekommen - also eins, mit dem man sich problemlos weiter bewerben kann. Der Ex-AG kommt dann nicht durch mit seinem schlechten Zeugnis und muss ein besseres schreiben.
Man sollte das aber schnell angehen und nicht zu lange warten. Wer mehr als ca. 10 Monate trödelt überschreitet die Zeitspanne, die Gerichte zur Prüfung des Zeugnisses gewähren, deswegen gilt das Zeugnis danach als akzeptiert. Aber mal ehrlich, wer braucht 10 Monate? Man weiß doch nach 2 Minuten, dass man schlecht weggekommen ist und sich gegen das Zeugnis wehren sollte.
Die 10 Monate sind nicht festgeschrieben, es gibt keine klar definierte Frist. Es ist aber der Teitrahmen, in dem Gerichte bereit waren, Klagen gegen ein Zeugnis noch anzunehmen.
Vorteil in diesem Fall: es ist 10 Jahre her und wer seitdem bessere Referenzen vorzeigen kann, dem nimmt man ab, dass es damals eher am Arbeitgeber lag. Oder man glaubt zumindest, dass sich der Arbeitnehmer seitdem leistungsgesteigert hat.
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Original geschrieben von Anja Terchova
Waere es da nicht am sinnvollsten gewesen die Cockpittuer zu oefnen um Luftwechsel zu haben und die Masken fuer Notluft aufzusetzen?Ich kenne die Systeme der B777 nicht so detailliert, dass ich das sicher beantworten kann.
Tendentiell würde ich aber annehmen, dass es nichts nutzt die Cockpittür zu öffnen da die Kabinenluft bei den meisten Verkehrsflugzeugen als sog. "Bleed air", zu deutsch Zapfluft, aus den Triebwerken abgezwackt wird. Diese Zapfluft wird heruntergekühlt und dann ins Innere des Flugzeugs geblasen.
Das Cockpit dürfte kein eigenes Versorgungssystem haben, d. h. das komplette Flugzeug wird mit derselben Zapfluft versorgt. Ob man die Cockpittür öffnet oder nicht würde dann nicht zu einer anderen Luftversorgung führen.
Da macht das Aufsetzen der Sauerstoffmasken schon mehr Sinn. Nur: wenn man das macht hat man ja schon einige Atemzüge der kontaminierten Luft aufgenommen. Teile des Nervengifts sind dann im Körper und der Germanwings-Fall zeigt, dass das Aufsetzen der Masken die Wirkung des Nervengiftes nicht mehr verhindern kann, wenngleich immerhin das weitere Einatmen des Giftes verhindert wird. Als Konsequenz können sich Piloten nur vornehmen, beim kleinsten Anzeichen von Gerüchen im Cockpit SOFORT die Masken aufzuziehen und nicht erst zu diskutieren, was da gerade so stinkt...
Das erste Flugzeug, bei dem man nicht mehr mit Zapfluft arbeitet, ist der Dreamliner Boeing 787. Der hat dafür andere Probleme...
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Du hast Recht.
Ich wurde dadurch verwirrt, dass nicht - wie üblich - in der Einleitung die Gesamtdauer der Beschäftigung genannt wird, sondern der Termin des Ausscheidens erst im letzten Satz steht.
Okay, damit fällt dieser Kritikpunkt weg.
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"Aufwachphase, die womöglich lange dauern kann" klingt doch viel besser als "Hirnschaden, dessen Prognose unklar ist". Man hält sich die Sensationspresse besser vom Hals wenn man es mit der erstgenannten Formulierung verkauft, weil dann bleiben die Rührstories, dass der arme Mann womöglich nie wieder zu Bewusstsein kommt, aus - jeder versteht es ja so, also ob es nur eine Frage der Zeit ist, bis wieder alles gut ist.
Die einen nennen es Wachkoma / apallisches Syndrom, die anderen nennen es "Aufwachphase, die lange dauern kann".
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Original geschrieben von beesdo77

Nach der genauen Betrachtung dieses bekannten Bildes bin ich der Auffassung, das sich das Flugzeug wohl noch im "Golf von Thailand" befindet.
Ich bin der Auffassung, das die auf dem Bild gezeigte möglichen Flugverlauf recht ungewöhnlich sind, weil diese jeweils einen Kreisbogen mit dem Satellit Inmarsat-3 F1 als Mittelpunkt darstellen. Flugzeuge, ob von Hand oder per Autopilot gesteuert, fliegen in der Regel geradeaus und bei einen Kurswechsel mache sie doch ein recht engen Bogen von vll. 10-100km um dann wieder geradeaus zufliegen. Es besteht natürlich die Möglichkeit, das ein Flugmanöver eingeleitet und nicht beendet wurde, dass das Flugzeug in eine große Kreisbahn lenkte, aber ausgerechnet mit dem orteten Satelliten als Mittelpunkt. Doch recht unwarscheinlich.Du missverstehst hier etwas. Der Satellit hat Pings aus einer bestimmten Entfernung empfangen. Die roten Linien kennzeichnen diese Entfernung. Das Flugzeug ist nicht entlang der roten Linie geflogen, muss sich aber zum Zeitpunkt des letzten Pings auf dieser Linie befunden haben.
Nimmt man die anhand der Treibstoffvorräte errechenbare Reichweite hinzu ergibt sich, dass MH370 ungefähr im Endbereich des südlichen roten Strichs abgestürzt sein müsste. Dass es der südliche und nicht nördliche Korridor sein muss hat sich aufgrund des Doppler-Effekts ergeben. Wären die Pings aus dem nördlichen Bereich gekommen, wären sie anhand der Wetterlage etc. "anders" angekommen als es tatsächlich der Fall war. Ergo muss es der südliche Korridor sein.
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Original geschrieben von stanglwirt
das wichtigste ist erstmal ein unglück zu verhindern und erst wenn sich das nicht abwenden lässt, denkt man darüber nach, wie man die folgen des unglücks möglichst gering hält.ich frage mich aber ganz stark, wieso die flugzeuge im jahre 2014 nicht gefunden werden. und sei es noch so weit in der pampa. das wirft ein ganz schlechtes licht auf alle beteiligten. airline, flugzeughersteller und auch das militär in der region.
kann mir keiner erzählen, dass es technisch unmöglich ist.Die Satellitenbilder müssen gesichtet werden und das dauert ein bisschen. Wir reden hier ja nicht über Flächen von der Größe eines Fußballfelds, sondern riesengroßen Arealen. Ich weiß grad nicht wie das aktuell abgesteckte Suchgebiet dimensioniert ist, aber es war mal die Rede von der Größe Bayerns und Ba-Wü's zusammen. Kannst du dir vorstellen, wie lange man sich da durch Bilder klickt?
Obendrein ist die Auflösung nicht die allerbeste, da sehen meterlange Objekte immer noch aus wie eine Handvoll grobrastiger Pixel - und es gilt zu unterscheiden zwischen Wellenkämmen und möglichen Objekten im Wasser.
Man las, dass die Strömung in dem Bereich dort Objekte pro Tag gut 50 km weit fortträgt. Wenn das Satellitenbild ausgewertet ist und mögliche Fundstellen an die malaysischen Behörden gemeldet wurden, die es an die Australier geben und diese wiederum beauftragen die Suchtrupps, dann sind 2-3 Tage um und die im Meer schwimmenden Teile, wenn es denn nicht nur Wellenkämme waren, sind schon wieder 100-150 km weit weg. Bis ein Schiff bei den riesigen Entfernungen an der jeweiligen Stelle eintrifft, sind weitere Tage um und die Objekte sind 300 km weiter.
Man muss am Ende mehr zufällig auf Trümmer treffen, aber wenn man sich vor Augen führt wie riesig das Suchgebiet ist, dass man in meterhohen Wellen immer nur einen kleinen Bereich des Meeres rundum übersehen kann, viele Teile untergegangen sein dürften und die anderen nach 3 Wochen um tausende Kilometer abgedriftet sein dürften... da wundert es dann nicht, dass man trotz intensiver Suche lange nichts findet.
Nach dem Absturz von Swissair 111 vor Halifax war das größte Körperteil, das man fand, eine Kniescheibe. So makaber das ist, aber die Insassen hat es damals sozusagen in ihre Zellen zerlegt... Es gab damals zwar größere Flugzeugteile, aber es gibt eine Vorstellung davon, welche Kräfte wirken.
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Original geschrieben von yampel
Und diese Kasper Systems hat nen guten Namen weil Sie behaupten das alles super sicher ist und threema übelst gehypt wurde?Wie ich weiter oben schon schrieb: im Gegensatz zu WhattsApp/Facebook habe ich bei Kasper Systems bisher keinen Grund davon auszugehen, dass deren App dazu da ist, Userdaten auszuspähen und zu benutzen. Indem man eine Verschlüsselung der Nachrichten zum Hauptargument für sein Produkt macht, gehe ich davon aus, dass man Kunden, denen das wichtig ist, ansprechen möchte. Der Kunde zahlt den Preis für die App, dafür bekommt er von Kasper Systems das beworbene Produkt.
Obendrein war irgendwo hier im Thread ein Podcast verlinkt, wo der Chef von Kasper Systems 45 Minuten interviewt wurde. Ein sehr sympathischer Mann und das, was er sagte, klang glaubwürdig und nachvollziehbar.
Natürlich könnte es sich um Betrügerei handeln und die beworbene Verschlüsselung gibt es gar nicht. Aber warum sollte ich das unterstellen? Ich habe keinen Anlass, an der Seriösität von Kasper Systems zu zweifeln und solange gilt für mich ein Vertrauensvorschuss.
Genau den hat WA nach der FB-Übernahme überhaupt nicht mehr. Schon früher war das ein amerikanisches Unternehmen ohne Verschlüsselung der Daten und mit großen Nutzerzahlen, ergo interessant für NSA und Co, ebenso für Betrüger, die hier eine riesengroße Nutzergemeinde als Beute vorfinden. Das habe ich mir noch gefallen lassen obwohl es mich störte. Aber es gab keine Alternative weil niemand nur im Ansatz auf die Idee kam, WA in Frage zu stellen. Andere Messenger waren kein Thema.
Der Aufkauf von WA durch FB brachte aber das Fass zum Überlaufen. Indem der Datensammler Facebook die App kauft und viel Geld für jeden einzelnen Nutzer zahlt, muss ich einfach davon ausgehen, dass meine Daten genutzt werden sollen - wie und wann auch immer. Plötzlich wurden auch andere wach und alternative Messenger wurden zum Thema - siehe diesen langen Thread, den es sonst nie gegeben hätte.
Das war für mich der Zeitpunkt, ein Zeichen zu setzen und WA den Rücken zu kehren. Auch wenn heute überall der Facebook-Mist propagiert wird und jedes Unternehmen mit FB wirbt, wo es früher reichte, auf seine Internetseite hinzuweisen - nee, ich muss den ganzen Mist nicht mitmachen.
Indem man moderne Medien nutzt liefert man sich den einhergehenden Gefahren und Missbrauchsmöglichkeiten aus. Man profitiert andererseits aber auch vom Nutzen der Dinge. In einem normalen Gleichgewicht ist das okay, aber wenn irgendein Imperium, hier FB, reihenweise Unternehmen strategisch zukauft mit dem Ziel, Datenherrscher der Welt zu werden, dann muss ich das nicht freiwillig mitmachen. Zumal es Alternativen gibt. Meine Kommunikation funktioniert mit Threema und SMS. Andere nehmen Telegram oder Viber oder, oder, oder - auch gut. Aber man muss nicht aus Bequemlichkeit und weil es alle machen bei bedenklichen Entwicklungen mitschwimmen.
ZitatOriginal geschrieben von yampel
Bei mir und meinem Freundeskreis hat man nicht nur Freunde in seinen Kontakten, sondern auch Leute die man irgendwo irgendwann mal kennengelernt hat...und die nun mal keine „Nerds“ wie wir alle hier im Forum sind...Das sind einfach Leute mit denen man einfach in Kontakt bleiben will ohne das man wie ein Missionierer ankommt und diese zu textet mit „Ach WP ist doch blöd weil, nimm x weil…“, oder das man drauf achten muss wie man jmd. nun am besten erreicht…
Aber genau diese Nerds kann man ins Grübeln bringen wenn man denen als etwas besser Durchblickender erklärt, dass man WA aus Datenschutzgründen gelöscht hat und nun mit Messenger XYZ unterwegs ist. Ich kann denen dann Argumente nennen, warum ich zu Threema gewechselt bin. Manche verstehen das und ziehen mit, andere lassen es. Das ist auch völlig okay, die können mir zukünftig SMS schreiben. Ich habe über 30 Jahre prima ohne Witzbildchen und -filmchen über WA gelebt und lebe gut damit, dass die jetzt über Threema oder gar nicht kommen.
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Ganz miserabel.
Ist es auf Firmenpapier geschrieben oder ist das ein blanko-DIN A4-Blatt? Es muss Firmenpapier sein.
Zum Fachlichen gibt es dann nur einen einzigen Satz - und der ist auch noch unterdurchschnittlich. "Herr xxx führte die ihm übertragenen Aufgaben stets zu unserer Zufriedenheit aus." Das ist schon vom Text her viiiiiiiiiiel zu knapp. "Übertragene Aufgaben" ist oft das Synonym für mangelnde Eigeninitiative. "stets zur Zufriedenheit" ist eine 4, wenn man das in Zeugnisnoten ausdrücken möchte. Dass nicht mehr zur Leistung dasteht als nur dieser Satz sagt, dass man überhaupt nicht viel von dem Mitarbeiter hielt.
Auch zum Sozialverhalten gibt es nur 1 Satz. Auch das viel zu wenig. Insbesondere wenn jemand mit Kunden zu tun hatte und Mitarbeiter geführt hat, müsste es viel ausführlicher zugehen. "Aufmerksam im Umgang mit Kunden" ist scheiße, "korrekter Vorgesetzter" ist scheiße und dass die Reihenfolge Vorgesetzte, Mitarbeiter, Kunden umgedreht wurde ist auch scheiße.
Geradezu tödlich ist, dass bei jemandem, der mit Geld und Umsätzen zu tun hatte, nichts Positives über die jederzeitige Ehrlichkeit geschrieben wird. Es wird zwar im nächsten Satz kurz erwähnt, aber nicht "stets ehrlich" - also nur meistens.
Die anschließende Erwähnung Ehrlichkeit, Pünktlichkeit und Fleiß ist miserabel, denn wenn man über die Erfolge eines guten Mitarbeiters schreiben kann muss man sich nicht auf solche Kleinigkeiten verlegen, die normalerweise erst gar nicht erwähnt gehören weil sie selbstverständlich sind. Dass sowas da steht sagt, es gibt weiter nichts Gutes über ihn zu sagen.
Im Schlußsatz fehlt der Ausdruck des Bedauerns. Immerhin wird weiterhin alles Gute und viel Erfolg gewünscht, wobei man es auch so lesen kann, dass "weiterhin alles Gute" da steht und man den Erfolg zwar wünscht, aber eben nicht weiterhin. Ergo: bisher keinen Erfolg gehabt.
Dass das Zeugnis 2 Jahre nach dem Ausscheiden aus dem Betrieb geschrieben wurde ist auch schlecht. Hat man sich zwischenzeitlich über das Zeugnis gestritten, sodass es erst nach langer Zeit mit den Minimalanforderungen erstellt wurde?
Unter dem Strich ein saumäßiges Zeugnis, bei dem der Mitarbeiter ganz schlecht wegkommt.
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Original geschrieben von Senfdazugeber
Plausibler finde ich die Theorien wonach die Maschine gehacked worden sein könnte und jemand die Steuerung übernommen hat. Wobei der Verweis auf einen derartigen Hack durch einer App namens "PlaneSploit" Quatsch ist, denn die vermisste Maschine hatte kein WLAN und damit keinen Angriffspunkt aus der Kabine. Aber es gibt ja noch andere Wege Schadcode einzufügen."Einfach so" geht das nicht. Bei den relativ kleinen Stückzahlen und den extremen Sicherheitsanforderungen an Luftfahrttechnik ist die Entwicklung neuer Flugzeuge und neuer Systeme horrend teuer. Man greift deswegen in großem Umfang auf bereits erprobte Produkte zurück und entwickelt nur partiell neue Strukturen. Das gilt auch für die Computertechnik. Die hat ungefähr den technischen Entwicklungsstand eines Commodore 64, ist aber dafür millionenfach benutzt und optimiert worden - und somit beinahe narrensicher.
Dazu kommt, dass moderne Flugzeuge - mal ganz einfach dargestellt - meist von "Computer A" gesteuert werden, während "Computer B" parallel mitläuft. "Computer C" überwacht A und vergleicht bei Diskrepanzen mit B. Wahlweise kommt es dann zum "Mehrheitsentscheid" oder der Pilot muss eingreifen weil die Computer mit Hinweis auf ein Problem aussteigen. Die Rollenverteilung zwischen A, B und C wechselt nach Zufallsprinzip auf allen Flügen. Fällt ein Rechner aus, springt der nächste ein und und hätte immer noch Redundanz durch den Dritten.
Die Softwares von A, B und C werden immer von unabhängig voneinander arbeitenden Entwicklern geschrieben, die untereinander keinerlei Kontakt haben dürfen. Dass 2 oder 3 Softwares an genau derselben Stelle einen Fehler haben ist absolut unwahrscheinlich, wobei man die Programme sowieso auf Herz und Nieren prüft bevor sie eingesetzt werden.Um diese speziellen Programme zu verstehen muss man ein Fachidiot sein. Zeitgenössische Computerkenntnisse, mit denen ein Hacker agieren und Viren auf gängigen Betriebssystemen verbreiten kann, langen hier nicht. Da kann man auch nix über WLAN oder mittels USB-Stick einspielen und selbst dann müsste man mehrere Programme manipulieren. Kein Stoff für einen durchgeknallten Hacker, mit einer schnell programmierten App ist da nichts zu machen.
ZitatOriginal geschrieben von Senfdazugeber
Am wahrscheinlichsten halte ich aber immer noch, daß der Kapitän durchgeknallt ist oder aber es doch einen technischen Defekt gab und die Piloten beim Versuch die Maschine zurück nach Malaysia zu fliegen dann das Bewußtsein verloren hat.Daß die Kommunikationssystem ausgefallen sind, könnte auch daran liegen, daß man im Zuge der Brandbekämpfung diverse Stromkreise trennt. Dafür gibt es eigenes Prozeduren und ein Panel im Cockpit. Für ein Mayday hätte es aber dennoch reichen sollen/müssen.
Was ist wenn der Brand erfolgreich bekämpft werden konnte aber Rauchgase Besatzung und Passagiere außer Gefecht gesetzt haben?
Irgendwas in der Art Dekompression, Schwelbrand, Rauch im Cockpit, aerotoxisches Syndrom, halte ich auch für die Zielrichtung. Es muss relativ plötzlich aufgetreten sein, blöderweise/zufälligerweise ausgerechnet beim Übergang vom malaysischen zum vietnamesischen Luftraum. Gemäß dem Grundsatz "Aviate - navigate - communicate" haben die Piloten die Priorität darauf gesetzt, zuerst das gefährliche und zeitkritische Problem zu beheben. Im Cockpit entsteht Stress, die zeitliche und situative Kapazität, die neue Funkfrequenz einzustellen, ist nicht da weil man fieberhaft das Problem lösen will, sich um die Rückkehr/Navigation nach Malaysia bemüht, das Gefummel mit der Funkfrequenz kippt hinten über. Schnell verlieren die Piloten die Kontrolle - nicht schlagartig komplett, sie können noch letzte Eingaben z. B. bzgl. des Headings machen, sind dann aber nicht mehr weiter in der Lage, das Flugzeug zu steuern. Also fliegt es gemäß der zuletzt eingedrehten Werte immer weiter - bis der Treibstoff zu Ende geht.
Die zunächst unplausiblen Manöver wie der massive Steigflug oder die Flugrichtung über die Straße von Malakka bzw. Richtung Andamanensee, bevor man nach Süden abdrehte, sind IMHO entweder fehlerhafte Beobachtungen (das Informationschaos war ja teilweise erheblich und Vieles war dann nachher doch anders, siehe die angebliche Abschaltung des ACARS) oder es sind Steuereingaben von Piloten, die fernab vom Vollbesitz ihrer geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit waren und zwar noch schafften, irgendwas einzustellen, was dann aber schon nicht mehr reichte um das Flugzeug zu retten oder überhaupt nur sinnvoll und plausibel zu sein.
Es gibt auch ernstzunehmende Vermutungen, nach denen es sich bei den Radarsichtungen über der Malakka-Straße und der Andamanensee um Fehlinterpretationen handeln könnte, d. h. das sind nur Artefakte gewesen. Tatsächlich könnte MH370 nach der Umkehr Richtung Malaysia doch recht bald schon Richtung Süden abgedreht sein. Sollte das zutreffen gab es weder den ansonsten unerklärlichen Steigflug noch die sinnlose Routenführung nach Nordwesten.Interessant sind die Schilderungen über eine Germanwings-Maschine im Anflug auf Köln, da erlitten die Piloten ein massives aerotoxisches Syndrom. Mit Ach und Krach haben sie es im letzten Moment ohne Crash bis zur Landung geschafft. Dieselbe Situation draußen auf dem Ozean zwischen Malaysia und Vietnam - und es wäre schon eine mögliche Erklärung für den Verlust von MH370.
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