Beiträge von Printus

    Zitat

    Original geschrieben von KX250
    Mit dem Stellen dieser Frage hier begehst du eine rechtlich bedenkbare Handlung und bringst die Foren-Administration in eine brenzlige Situation.


    Nein, das sehe ich nicht so. Hätte er hier eine Frage gestellt, die sinngemäß lautet "Wie schmuggele ich das Ding am Zoll vorbei?" wäre das bedenklich. Aber die Frage hier ist nur wie die Verzollung eines Geschenks verläuft. Er soll das Gerät von einem Verwandten geschenkt bekommen, und ich wüßte nicht was daran bedenklich ist sich zu erkundigen wie es mit dem Zoll funktioniert.
    Wir sollten auch mal die Kirche im Dorf lassen, man kann's auch übertreiben mit der typisch deutschen Hysterie alles regeln und absichern zu müssen. Über was kann man sich denn überhaupt noch austauschen wenn alles rechtlich bedenklich ist wo jemand einfach nur eine Auskunft haben möchte...?


    Weder in seiner Frage noch in meiner Antwort steht irgend etwas, das illegal wäre oder sein könnte.


    Zitat

    Original geschrieben von SvenBln
    Ich habe bei ebay.com Schuhe ersteigert (4 Paar). Daraufhin musste ich zum Zoll und das Paket öffnen. Dort sagte man mir, ich muss 16% MwSt. + 8% Einfuhrsteuer (o. ä.) zahlen. Also 24% auf den Gesamtwert (Kaufpreis + Versandkosten!). Wieso eigentlich Steuern auf die Versandkosten?


    Du zahlst 8% Zoll auf den Warenwert der Stuhe und einen Teil der Versandkosten. Das ist der Zollbetrag.
    Die Einfuhrumsatzsteuer beträgt 16% und die fallen an auf den Warenwert, die kompletten Versandkosten und den Zollbetrag. Einfuhrumsatzsteuer ist sozusagen dasselbe wie die MwSt.
    Die Gesamtabgabe sind dann natürlich Zoll und EuSt zusammen.


    Daß auch ein Teil der Versandkosten verzollt wird liegt daran daß ein Teil der Transportleistung außerhalb der EU stattfand und damit ebenfalls verzollt wird. Ab der EU-Grenze fällt kein Zoll mehr an, deswegen werden die Versandkosten nach gewissen Quoten anteilig verzollt.


    Daß Waren und Transportkosten besteuert werden ist im Grunde OK - was gemein ist ist daß auch die Zollabgabe besteuert wird; da zahlt man also im Grunde zweimal.


    Zitat

    Original geschrieben von SvenBln
    Muss ich einen so hohen Steuersatz zahlen, weil mein Paket nicht als "Geschenk" deklariert war?


    Ein Geschenk wäre natürlich preiswerter, aber Du hast ja ein Kaufgeschäft getätigt und bekommst kein Geschenk. Insofern ist das schon OK daß Du auch die üblichen Einfuhrabgaben zahlen mußt. Wenn jeder vorgeben würde Geschenke zu bekommen ist das Betrug und Du kannst auch von irgendwelchen Shops nicht erwarten daß die Dir gefälschte Geschenk-Frachtscheine schreiben.


    Zitat

    Original geschrieben von SvenBln
    Die Schuhe wurden mir natürlich nicht ausgehändigt. Sie wurden erstmal einbehalten und zwecks "Echtheitsüberprüfung" zu Adidas geschickt


    Weil Markenklamotten und Schuhe in extremem Ausmaß gefälscht werden und sich die meist chinesischen Nachahmer auf Kosten der originalen Hersteller bereichern. Sie nutzen das gute Image und die Designleistungen der Originale, bieten aber meist nicht die gleiche Qualität und schädigen außerdem die hiesige Wirtschaft weil Adidas Kunden verliert, die nun in schlechten Kopien herumlaufen anstatt echte Adidas-Treter zu kaufen.


    Mal abgesehen davon daß Adidas wie viele anderen Labels auch in Billigländern produzieren läßt sind das aber immerhin die legalen Originale.


    Der Zoll richtet sich übrigens immer nach dem Ursprungsland-Prinzip. Ein in Vietnam zusammengeklebter Adidas-Schuh ist vietnamesische Ursprungsware und wird nach den für Vietnam üblichen Zollsätzen abgerechnet - also weder nach amerikanischem Zollsatz weil Dein Paket aus den USA kommt und auch nicht zollfrei weil es eine deutsche Firma ist.


    Wenn Adidas die Schuhe als unecht entlarvt wird der Zoll sie einsacken und vernichten - wenn Du Pech hast aufd Deine Kosten... Man sollte sich gerade bei angeblich besonders preiswerten Markenklamotten gut überlegen ob sich das Risiko des Kaufs im Ausland lohnt.


    Das gilt z. B. auch für die Türkei-Urlauber, die mit Koffern voller angeblich echten Schmucks, Uhren oder Klamotten heimkommen. Wer vom Zoll gefilzt wird und Plagiate mitführt kann schnell Probleme bekommen. Allein wegen der Masse der Urlauber macht der Zoll de facto nichts wenn man nur ein paar wenige Teile dabei hat weil dann müßte man fast jeden Reisenden rankriegen. Aber wer mengenmäßig zu großzügig auftritt bekommt Ärger.

    Re: Geschenkter IPod aus den USA - Kommt ausser Einfuhrsteuer noch was dazu?


    Zitat

    Original geschrieben von Cocho
    1. Wenn er das ganze als Geschenk deklariert, fallen weitere Zollgebühren ausser der Einfuhrsteuer von 16% an?


    Wenn er es als Geschenk deklariert ist es bis zu einem Warenwert von 45 EUR ganz zollfrei.
    Maßgeblich ist hier der Wert, den Dein Freund auf die Begleitpapiere schreibt. Er kann hier aber nicht einfach 45 EUR oder weniger angeben um unter der Grenze zu bleiben, sondern es muß einen realistischen Wert angeben. Ich kenne die Preise der iPods nicht, aber es wäre sicher unrealistisch wenn da stehen würde daß der nur 10 EUR wert wäre. Wenn er einen unrealistischen Warenwert angibt geht das beim Zoll nicht durch, er muß also schon einen glaubhaften Wert hinschreiben.


    Zwischen 45 und 350 EUR wird der Zoll pauschal 13,5% vom angegebenen Warenwert kassieren. Eine detaillierte Verzollung entfällt dann der Einfachheit halber und auch mit den 16% Einfuhrumsatzsteuer hast Du nix am Hut.


    Ich würde diesen Weg der Einfuhr vorschlagen da es sehr einfach ist und Du einfach nur pauschal 13,5% vom Warenwert zahlen mußt - eine detaillierte Verzollung ist dann nicht mehr nötig. Du zahlst nur bei Lieferung an den Postboten Deine Zollabgaben - und fertig.


    Also: am besten einen preiswerten, aber glaubwürdigen Warenwert angeben, und der sollte natürlich dann unter 350 EUR sein. Es geht nicht darum daß es ein Geschenk und für Dich kostenfrei ist, sondern der Zoll kassiert immer anhand des Wertes, den ein eingeführter Artikel hat.


    Dein Kumpel soll "gute" Begleitpapiere beilegen: Oben drüber schreiben "Proforma Invoice - for customs purposes only", dann nochmal deutlich "gift" dazuschreiben, dann eine ganz genaue Warenbeschreibung ("iPod xyz in grün, Seriennummer ...., hergestellt in USA / China, ..., Wert x USD"), dazu Deine und seine Adresse inkl. Telefonnummer (damit der Zoll Dich bei Fragen einfach zurückrufen kann), außerdem Datum, Ort, Unterschrift.


    Zitat

    Original geschrieben von Cocho
    2. Auf welchen Wert werden die 16% berechnet (Einkaufspreis in den USA, Marktpreis in D, oder das was er bei der US-Post angibt)?


    Auf den auf der Handelsrechnung (muß als Begleitschreiben ("Frachtschein") im Paket liegen) angegebenen Warenwert. Wenn der Kumpel also hinschreibt "Warenwert: X USD" werden die Zollabgaben auf diesen Warenwert und teilweise auf die Frachtkosten berechnet. Der iPod wird unter der Warentarifnummer 8520 9090 900 geführt und man zahlt 2% Zoll dafür: EZT
    So hat man schon mal den Zollbetrag. Die 16% Einfuhrumsatzsteuer sind das Pendant zur Mwst. und die werden gerechnet auf den Warenwert, dieses Mal die kompletten Frachtkosten UND auch den zuvor berechneten Zollbetrag.


    Das ist sehr kompliziert und wird teuer - deswegen mein Vorschlag der "Pauschalisierung", also ein Geschenk zu deklarieren, den Warenwert aber möglichst unter 350 EUR zu halten - das ist die preiswerteste und einfachste Abwicklung.


    Zitat

    Original geschrieben von Cocho
    3. Wenn er die Verpackung nicht mitschickt, geht das Teil als gebraucht durch? Wie sieht es dann mit dem Zoll aus?


    Genauso. Verpackung oder nicht interessiert nur im Reiseverkehr, wenn der Zoll sich fragt ob man den Fotoapparat bereits mit auf die Reise genommen oder erst im Urlaubsland erworben hat (dann müßte man nämlich Zoll und EuSt zahlen und da wäre eine Verpackung ein "Beweis" daß man das Gerät frisch gekauft hat).


    Man könnte jetzt auf die Idee kommen den iPod als Gebrauchtgerät zu deklarieren um dann einen niedrigeren Warenwert angeben zu können. Der Zoll richtet sich hier aber mehr nach Gebrauchsspuren am Gerät als danach ob das Gerät in einer Packung liegt oder nicht.
    Es bringt also nicht so viel die Verpackung zu entfernen wenn das Gerät ansonsten niegelnagelneu aussieht - denn der Warenwert des Gerätes ist ja nicht davon abhängig ob es in einer Packung steckt.


    Dein Freund soll also einen günstigen, aber glaubhaften Wert für das Gerät angeben, es als Geschenk deklarieren, die Verpackung ruhig mitschicken und wenn der Warenwert dann unter 350 EUR bleibt kann man es mitz 13,5% pauschalisieren.

    Kennt ihr das auch, daß man - insbesondere auf der Autobahn - von der Blenderei hinter einem fahrender Autos genervt ist?


    Nun sehe ich gerade eben ein Angebot für ein Sonnenschutzrollo von "Filtravedo", also sowas hier. Der Preis für ein Heckscheibenrollo soll 19,95 sein.


    Taugen diese Dinger qualitativ etwas und wäre das vor allem auch hilfreich gegen Blender? Ich mag mir ungern eine dunkle Folie ins Auto kleben - zu aufwendig und es würde mir auch optisch nicht zusagen.


    Ich will einfach nur eine einfache, preiswerte Lösung, mit der man weiterhin Sicht nach hinten hat, aber die Blenderei abmildern kann...

    Ich fange so langsam aber sich an mir Gedanken zu machen wie das weitergeht. Obwohl gerade die Deutschen erst sehr spät auf die Barrikaden gehen und sich wohl sehr lange alles gefallen lassen kommt irgendwann mal ein Punkt an dem die Leute diese Abzockerei nicht mehr mitmachen.
    Was passiert dann?


    Bleibt's bei - letztlich sinnlosen - Demos? Richten die sich dann eher gegen die Ölfirmen oder den Staat wegen seinen Steuern?


    Jedenfalls, wenn man das mal auf Jahrzehnte hinaus rechnet, irgendwann ist Schluß mit dem Öl, dann wird's zum einen spannend was die Mobilität der Weltbevölkerung angeht - denn bisher erkenne ich keine Lösung, die all das bietet, was bisher über fossile Brennstoffe betrieben wird - und zum anderen versiegt dann im wahrsten Sinne des Wortes die Geldquelle des nahen Ostens. Außer ihrem Öl sehe ich da im Moment nämlich wenig Bodenschätze, wenig technologisches Knowhow, dafür aber schwierige politische Verhältnisse... Ich glaube daß es dort irgendwann mal zappenduster wird wenn die Ölquellen leer sind und der momentane Reichtum nicht mehr finanziert werden kann.


    Ich höre daß die Ölvorräte noch für geschätzte 30 Jahre reichen sollen. Nicht besonders viel, denn man spürt ja jetzt schon daß es finanziell zu wackeln beginnt und wir alle werden, hinsichtlich unserer Lebenserwartung, wohl noch 30 Jahre und mehr vor uns haben und erleben wie das weitergeht...

    Das Problem ist: die Mehrheit der Leute wohnt eben nicht zufällig in einem 30km-Streifen entlang der deutschen Grenzen, sondern die meisten Leute wohnen im Binnenland und können nicht mal eben ins Nachbarland gurken um zu tanken...


    Und ein reiner Tankstellenboykott geht auch nicht weil viele Leute schlichtweg keine Alternative haben und mobil sein müssen. Funktionieren würde nur wenn es einen Generalstreik gäbe, wie man das aus Frankreich kennt: da stellen sich die LKWs an Knotenpunkten quer und dann steht das ganze Land still - so müßte es hier auch mal abgehen.


    Was mir ebenfalls auf den Keks geht: diese "Solange blablablablsbla ist der Sprit noch zu billig."
    Es gibt immer irgendwelche neureichen Idioten oder Manta-Mannis, die auch noch bei einem Spritpreis von 5 EUR wie die Bescheuerten durch die Gegend knattern. Das ist aber nicht symptomatisch für die Mehrheit der Leute. Die leiden inzwischen nämlich nicht unerheblich unter den Preisen, nur fällt ein hirnrissiger RAser auf der Überholspur eben immer mehr auf als ein armer Schlucker, der unauffällig mit 80-100 km/h rechts zwischen den LKW's mitschwimmt. :mad:

    An die Sommerreifen-Theorie kann ich nicht glauben... Da ist doch viel zuviel "Material" zwischen dem Fahrere und em Reifen als daß eine Aufladung über 1000 Bauteile von den Reifen zum Fahrer gelangt. Über die Strecke verliert sich die Aufladung - denke ich.


    An die Jeans glaube ich auch nicht weil ich noch nie mitbekommen habe daß Jeans sich elektrostatisch aufladen. Man kennt es wohl eher von Pullovern und Sweatshirts sowie von Schuhen - manchmal bekommt man auch auf Rolltreppen einen gewischt.


    Ich denke eher daß man mit dem Pullover an der Sitzfläche/Rückenlehne reibt oder mit den Schuhen an der Fußmatte, vielleicht auch mit den Händen über das Lenkrad.

    Vorgestern war ich zwischen Bremen und Bonn unterwegs und da ich einerseits unter einem relativen Zeitdruck war und andererseits aber tanken mußte blieb nichts anderes übrig als eine Raststätte. An der 1. und der 2. bin ich weitergefahren, an der 3. mußte ich dann tanken weil es nicht mehr anders ging: 1l Super 1,37!!!!!!!


    Ich könnte echt kotzen!


    Ich weiß aber auch nicht wie man sich dagegen wehren kann bzw. man kann sich nicht wehren weil die meisten müssen mobil sein und deswegen eben tanken und irgendwelche Boykottaktionen funktionieren letztlich nicht...


    Trotzdem... Dazu kommt daß gerade Leute mit geringen Einkommen doppelt und dreifach abgezockt werden, denn die zahlen wegen ihrer eher alten Autos besonders viel Mineralölsteuer und natürlich auch KFZ-Steuer.


    Die Pächter können übrigens nichts dafür. Die Zeiten, in denen die selber die Preise änderten, mit der Leiter und den Zahlen, die man an die Schilder schraubte, sind lange vorbei. Die Preise werden von der Konzernzentralen zentral geschaltet, und ich sage mal ganz böse: anders funktioniert es auch nicht weil meistens arbeiten in den Tankstellen 400-EUR-Kräfte und Schüler für ein Taschengeld, aber kaum noch hauptberufliche Tankwarte.

    Ein Kollege und ein Nachbar von mir haben mit dem Thema zu tun und von denen weiß ich daß Du wirklich am Besten einem entsprechenden Club beitrittst.


    Wenn Du einen Drachen steigen lassen willst geht das auf jeder Wiese, aber Modellflugzeuge darfst Du nicht so ohne Weiteres überall fliegen lassen. Die Modellflugclubs haben passende Gelände und es gibt keinen Ärger wegen Lärm und Sicherheitsvorschriften.


    Ein Heli ist nicht ungefährlich weil wenn der jemandem zu nahe kommt ist der Kopf ab - ich sage das mal so brutal weil sinngemäß erklärt es warum es nicht erlaubt ist das Ding überall fliegen zu lassen und warum der Club, bei dem ich ein paar Mal zum Tag der offenen Tür gegangen bin, hohe Fanggitter und Sicherheitsabstand zwischen den Zuschauern und den Flugzuonen hatte - und das waren immerhin geübte Piloten.


    Mein Kollege hat damals mit dem PC trainiert, wie das hier beschrieben wurde: es gibt da wohl ein Programm bei dem man die eigene Fernbedienung nutzen kann um ein Gefühl für die eigene Hardware zu bekommen. Danach nochmal 1 Woche lang Flugunterricht bei einem Lehrer und erst danach war er halbwegs in der Lage den Heli zu fliegen.


    Das ist wohl kein Hobby, was man mal so nebenher erledigt, sondern erfordert extrem viel Übung und Fingerfertigkeit weil ein Heli nicht stabil in der Luft liegt sondern permanent in irgendeine Richtung "abkippt" und ein kleiner Modellhubschrauber wesentlich agiler ist als eine schwere echte MAschine, in der man außerdem drinsitzt und rein gefühlsmäßig spürt was der Flieger macht. Beim Modell muß man sowas "ahnen" und dazu den seitenverkehrten Blick koordinieren wenn einem der eigene Hubi entgegen kommt. Länger als wenige Minuten schafft man es wohl auch nicht weil's zu anstrengend ist sich so zu konzentrieren.

    Stimmt, eine gewisse Sperre wird wohl kommen - habe ich vergessen zu erwähnen. Aber wenn er 4 Monate überbrücken konnte wird es vielleicht auch noch reichen um die Sperre "abzusitzen".


    Er soll auch fragen daß er ein Formular zur Erstattung von Bewerbungskosten bekommt. Das wird meistens nicht proaktiv herausgerückt, aber wenn man fragt sollte man es bekommen.
    Geld gibt es damit erst nachträglich, wenn man Belege einreicht daß man Bewerbungsunterlagen gekauft und verschickt hat (Zu- oder Absagen in Kopie beifügen). Aber besser spät als nie - die Kosten der Auslagen läppern sich nämlich auch zusammen.