Es geht "nicht nur" um Klinsmanns faktische Leistungen, sondern auch Symbolik.
In der Mannschaft brennt es, da muß der Trainer im Land und bei der Mannschaft sein, Engagement zeigen - es kommt in der Situation nicht gut wenn er ständig in Kalifornien weilt.
Dazu ist Deutschland in Kürze - beziehungsweise: jetzt schon - Mittelpunkt der Fußball-Welt. Auch das erfordert Präsenz des Bundestrainers, siehe diese Vorbereitungs-Veranstaltung, bei der er fehlte und vom Kaiser abgewatscht wurde.
Last not least sieht es sowieso blöd aus wenn ein Spitzenverdiener und der oberste Repräsentant der beliebtesten Sportart dazu "Steuerflüchtiger" ist. Privat ist es natürlich Klinsmanns eigene Sache wo er lebt, nur ist er kein reiner Privatmann mehr - er ist eine der wichtigsten Figuren im deutschen Sport.
Die Leute stossen sich einfach daran daß er hier Geld verdient, hier in einer schweren Phase arbeiten soll - und aber eigentlich in Übersee arbeitet. Kann er seinen Job dann mit gleichem Engagement machen als wäre er immer hier vor Ort präsent? Das stellen viele in Frage, und ich kann das verstehen, die Frage ist berechtigt.