Beiträge von Printus

    Ich hab' mir gerade einen Bürostuhl vom Aldi zugelegt weil ich es gerade leid bin in meinem Betrieb immer auf so einem Ding zu hocken. :D


    Ich weiß ja nicht ob dieser originale Swopper noch ein anderes Sitzgefühl als ein baugleiches Billig-Imitat bietet - aber ich finde das Ding eher unpraktisch. Man kann sich nicht anlehnen oder zurücklehnen, sondern wird geradezu gezwungen sich immer aufrecht halten zu müssen.


    Mir leuchtet zwar ein daß das für den Rücken theoretisch besser sein soll, in der Praxis ermüdet mich das Ding allerdings mehr als daß ich es angenehm und nützlich finde. Ich bin dann wohl doch mehr der Typ für einen echten Bürostuhl oder Chefsessel :D


    Mit den Kniestühlen ist es ähnlich. Das ist eine nette Idee und in der Theorie stimmt das mit dem Rücken auch. Aber ich stehe dann doch mehr auf einen Stuhl, auf dem ich mich selber bequem hinsetze und mich auch mal entspannt zurücklehnen kann als stundenlang in eine - wenn auch gesunde - Haltung gezwungen zu werden.

    Aber auch deswegen weil man ihnen auf dem Arbeistmarkt fast keine Chance gibt.


    Älter als 35? Kein lückenloser Lebenslauf? Keine 3 Fremdsprachen? Nur Begabung und Wille, aber keine nachweisbare Ausbildung? Überhaupt - arbeitslos, und das schon seit mehr als 1 Jahr?
    Dann hat derjenige verloren. Er wird kaum eine Stelle bekommen. Das ist einfach die weit verbreitete Realität in Deutschland.


    Wer von 345 EUR monatlichem Kostgeld leben soll hat es mit Sicherheit verdammt schwer. Es gibt ja, nicht zuletzt im Netz, mehrere Berichte wo Leute einfach mal probiert haben wie ein Sozialhilfeempfänger zu leben und mit dem Geld hinzukommen. Und die waren alle ganz, ganz schnell von der Meinung "geheilt" daß man mit diesem Geld ein lustiges Leben führen kann während andere Blödmänner für einen arbeiten.


    Natürlich ist das moralisch verwerflich, aber als jemand, der finanziell rechnen muß um klarzukommen verstehe ich daß Leute versuchen geringe Gehälter irgendwie aufzubessern.
    Mein Verständnis endet wenn gutverdienende Mitbürger ihre Putzfrau schwarz anstellen anstatt sie korrekt zu entlohnen oder ohne Not Geld sparen, daß sie problemlos auch leggal ausgeben könnten.

    Zitat

    Original geschrieben von AdministratorDr
    Ich finde, das wir hier einfach auf hohem Nievau jammern. Uns geht es noch verdammt gut, trotz der hohen Arbeitslosigkeit. Natürlich ist das Geld immer verlockend, aber ich persönlich hab nen Ruf zu verlieren, den ich nicht aufgebe, nur weil ich dadurch nebenbei Geld scheffeln könnte.


    Und bevor hier jemand sagt ich verdiene sowieso genug, dem sei gesagt, das ich nur als einfacher Angesteller bezahlt werde. Das reicht mir aber um zu leben, was will man denn mehr?


    "Einfacher Angesteller" sagt nichts aus. Weder über die Relation zu anderer Leute Einkommen noch über Deine finanzielle Situation insgesamt. Die Ansprüche der Leute sind unterschiedlich, der eine muß von seiner Kohle eine Familie ernähren, während der andere Single ist oder einen ebenfalls Geld verdienenden Partner hat, der Dritte hat vielleicht mal im Lotto gewonnen oder ne Erbschaft gemacht...


    Wenn Du Dich alleine oder gar noch eine Familie ernähren mußt, für Deine Rente vorsorgen sollst und keine weitere Geldquelle oder "Vermögen" hast sind 1000 EUR oder knapp mehr "fast nichts".
    Wenn Du davon Miete und Nebenkosten abziehst, vielleicht ein Auto brauchst, etwas für später sparen sollst und Dich ernähren mußt ist diese beispielhafte Summe schon äußerst knapp ohne daß Du irgendwelchen "Luxus" genossen hast, wobei ich ein Hobby, mal eine preisgünstige Reise oder sowas nicht als "Luxus" betrachte. Wovon bestreitest Du denn dann noch Kosten für notwendige Raparaturen oder Neuanschaffungen, wenn Auto, Waschmaschine, Fernseher oder PC mal den Geist aufgeben?


    Da kommst Du schnell an Grenzen bei denen Du nicht mehr nur "auf hohem Niveau jammerst", sondern schlicht und einfach rechnen und sparen mußt um unter hiesigen Umständen ordentlich leben zu können. Sicherlich sind 1000 EUR in Afrika enorm viel Geld und hier verhungert man nicht, aber ich finde daß man solche Vergleiche nicht ziehen kann. Die Lebensumstände sind immer in Relation zur eigenen Umgebung zu sehen, und nicht dazu was am anderen Ende der Welt los ist.


    Wenn ich mich recht erinnere hast Du kürzlich geheiratet? Dann kommt zu Deinem "einfachen Angestellten-Gehalt" vermutlich der Verdienst Deiner Frau und steuerlich steht ihr auch gut da. Wahrscheinlich lebt ihr gemeinsam in einer Wohnung. Klar, da geht's einem dann auch mit einem "einfachen Angestellten-Gehalt" ganz gut und man muß sich nicht unbedingt Gedanken ums Geld machen.


    Das ist aber nicht so ohne weiteres auf andere Leute übertragbar, die eben finanziell ganz anders rechnen müssen obwohl sie vielleicht auf den ersten Blick dasselbe Gehalt bekommen wie Du.

    Zitat

    Original geschrieben von forenxx
    ATU kann man vergessen, kein Service, keine Prouktauswahl aber undfreundliches Personal und hohe Kosten für miserable Arbeit.


    Jede HInterhof Werkstatt kann das besser(auf Rechnung) und jeder kleine Autozubehörshop ist da Kundenorientierter.


    Ich habe allerdings mit 2 ortsansässigen freien Werkstätten insofern keine guten Erfahrungen gemacht als die eine als Schlampladen verschrien ist und die andere mich seinerzeit ernsthaft 1 Woche warten lassen wollte bis sie eine kleine, aber absolut notwendige Sache erledigt hätten. 1 Woche auf ein damals täglich für den Arbeitsweg notwendigen Wagen verzichten weil die nicht in der Lage sind einen Öldruckschalter (oder wie das Ding hieß...) zu tauschen? Das war dann an anderer Stelle eine Sache von nicht mal 5 Minuten. Seitdem ist dieser Betrieb in meinem persönlichen Ranking ebenfalls komplett durchgefallen und hat nmich als potentiellen Kunden verloren.


    Bei ATU kann man auch noch abends um 19.45 Uhr kommen und bekommt trotzdem noch komplett neue Bremsbeläge. :top: Als Kunde freue ich mich da über eine Werkstatt, die erstmal sowieso bis um 20 Uhr geöffnet hat, und die dann auch noch umständlichere Arbeiten problemlos erledigt damit man am nächsten Tag seine wichtige Tour problemlos fahren kann. So gefällt mir das und ich habe vor allem in diesem, aber auch 1, 2 anderen Fällen nur gute Erfahrungen mit ATU gemacht.

    Hi,


    ich habe gerade eben bei ATU angerufen und kurzerhand nachgefragt. ;)


    Meister Krause erzählte etwas von ca. 25-30 EUR für's Material und dasselbe an Lohn. Man solle mit ca. 50 EUR rechnen...


    Mein Ausgleichsbehälter steht schon gut über MAX. Es ist, da ich nie an der Kühlflüssigkeit dran war, seit mindestens seit 2 Jahren und 20.000 km auf diesem Füllstand und deswegen offensichtlich problemlos.
    Einfach neuen Frostschutz zukippen ist aber bei der Füllhöhe wohl nicht der Weisheit letzter Schluß. Interessanterweise sind die MIN-MAX-Markierungen im unteren Bereich des Behälters, da würde also noch eine Menge reinpassen und einen
    Überlauf gibt es auch noch.


    Aber da man das Mittel wohl nicht nur auffüllen sondern auch mal tauschen sollte wäre es wohl nicht falsch das nächste Woche mal durchführen zu lassen - oder sich zu informieren wie es geht und es selber machen.

    Bei all diesen Dingen sehe ich aber weniger den einzelnen Bürger in der Bringschuld - weil viele gar nicht in der finanziellen Situation sind sich das so einfach aussuchen zu können, sondern die können vielleicht mal eben den Schwarzmarktpreis finanzieren oder müssen gleich verzichten - sondern da müssen staatlicherseits andere Rahmenbedingungen geschaffen werden.


    Solange hier legale Arbeit so horrend teuer ist und die Leute aber andererseits so wenig Geld in der Tasche haben wird es nicht besser werden.


    Ich verstehe die Werkstatt, die für die Reparatur des Wagens 3000-4000 EUR haben will, denn die müssen teure Kosten für den Unterhalt der Werkstatt zahlen, die ganzen Mitarbeiter müssen bezahlt werden, die müssen Luft für Reklamationen und Garantieleistungen haben, die müssen Steuern bezahlen und versichert sein. Das alles kostet sehr, sehr viel Geld. So ein Betrieb kann gar nicht anders als derartige Preise zu verlangen weil die eigenen Unkosten so hoch sind.


    Ich verstehe genauso daß Raix das nicht zahlen kann und nicht zahlen will, denn wir reden hier nicht von ein paar EUR mehr oder weniger, die man für legale Arbeit eines qualifizierten Betriebes sicher zahlen würde, sondern wir reden hier von 1500-2500 EUR Preisunterschied, das sind in richtigem Geld 3000-5000 DM Preisunterschied. Die kan kein normal verdienender Bürger und erst recht kein Student "mal eben so" mehr ausgeben für die gleiche Arbeit.


    Wer ein entsprechend hohes Gehalt hat und es sich aussuchen kann darf natürlich gerne alles legal und teuer machen lassen - aber viele haben gar nicht die Wahl. Da müssen staatlicherseits die Rahmenbedingungen geändert werden, und nicht Leute verfolgt und bestraft werden, die finanziell kaum eine Handlungsalternative haben.

    Ich fahre Ganzjahresreifen weil ich damit in meiner Gegend mit wenig Schneee und als eher Wenig-Fahrer ausreichend bedient bin. Der Wagen ist 15 Jahre alt, regelmäßige Inspektionen in der Werkstatt gibt's daher auch nicht. Ich schaue eben selber bei Bedarf was nötig ist...

    Tach zusammen,


    im Zusammenhang mit der herannahenden Kälte habe ich mir Gedanken über den Kühlerfrostschutz bei meinem Wagen gemacht. Ich habe das Auto vor 2 Jahren gebraucht gekauft und mich um dieses Thema bisher nie bemüht.


    Welche Kosten kommen auf mich zu wenn ich jetzt "mal eben" bei ATU vorfahre und mit neues Kühlwasser incl. Frostschutz einfüllen lasse? Geht sowas überhaupt auf die Schnelle oder ist sowas so aufwändig daß man dafür einen Termin braucht?


    Ich habe keine Ahnung und möchte einfach nur eine Größenordnung haben wie teuer das kommt und ob es sich prinzipiell lohnt jetzt kurzentschlossen sein Glück ohne Termin zu versuchen.


    Da der Wagen schon älter ist und der Vorbesitzer vor dem Verkauf länger schon keine "unnötigen" Wartungsmaßnahmen mehr gemacht hat dürfte die Maßnahme selber sicherlich sinnvoll sein.


    Vielen Dank!

    Lassen wir mal diese Einzelbeispiele weg - es gibt natürlich immer schwarze und ganz raabenschwarze Schafe.


    Ich mache gerade selber in einer 3-Mann-Firma die Erfahrung daß Arbeit da ist - mehr als genug - aber es fehlen schlicht und einfach die Mittel Leute anzustellen weil die Lohnnebenkosten so hoch sind daß es nicht finanzierbar ist.


    Im Augenblick wird das mit viel Engagement wettgemacht, aber ich verstünde sehr gut wenn der Cheffe auf die Idee käme jemanden schwarz arbeiten zu lassen.


    Aus Sicht von Arbeitnehmern genau dasselbe: mir wurde zuletzt ein Job angeboten, bei dem ich von 7 bis 19 Uhr arbeiten sollte, bei Bedarf länger, das Gehalt sollten sagenhafte 1200 EUR brutto sein, von denen netto etwas über 800 EUR bei mir angekommen wären. Hallo???
    Ich habe das dankend abgelehnt und kämpfe mich an anderer Stelle durch. Aber wie soll denn ein Arbeitnehmer von diesem Geld leben? Ich mache es zwar nicht so, aber ich verstehe absolut wenn Leute dann lieber schwarz arbeiten gehen oder sich gleich von Transferleistungen aushalten lassen.


    Es ist genau so, wie das weiter oben schon gesagt wurde: es mangelt nicht an Arbeit und auch nicht grundsätzlich am Willen von Arbeitslosen oder Arbeitgebern. Die Menschen würden arbeiten gehen und Firmen würden Mitarbeiter beschäftigen wenn sich das in finanziellen und bürokratischen Rahmenbedingungen bewegen würde, die tragbar sind und bei denen jeder profitiert ohne völlig über den Tisch gezogen zu werden.


    Die politischen Weichenstellungen müssen schlichtweg vollkommen verändert werden. Nur solange das hier alles so furchtbar bürokratisch und umständlich läuft wird sich nichts ändern.