Beiträge von Printus

    witzbold


    Gute Besserung!


    Ist ansonsten vielleicht gar nicht schlecht - Du kennst jetzt das Ambiente in der Sportallee und hast einen Einblick gehabt wie es dort abläuft. Das halte ich für einen psychologischen Vorteil für's nächste Mal.
    Ansonsten gewinnst Du noch ein wenig Zeit zum erneuten Üben - kann ja auch nicht schaden.


    Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Imho werden Business-Jets wie auch Verkersflugzeuge ja nur selten längerer Strecken per Hand geflogen, sondern nur gestartet und gelandet. Da hat dann der Pilot den Vorteil gegeüber kleineren Flugzeugen, das er sich nicht so lange konzentrieren muss.


    Da irrst Du. Zwar werden Verkehrsflugzeuge meistens nicht von Hand gesteuert, aber deswegen ist die Aufgabenstellung an die Piloten nicht weniger komplex.


    Ein "Autopilot" ist - der Vollständigkeit halber sei es erklärt - eine relativ simple Einrichtung um Höhe, Kurs, Geschwindigkeit usw. zu halten.


    Wirklich gesteuert wird ein modernes Flugzeug während des Fluges deswegen nicht vom "Autopilot", sondern dem Flight Management System (FMS). Das ist ein Computersystem aus verschiedenen Komponenten, und diese Systeme machen nichts, was die Piloten nicht programmiert und befohlen haben. Es kann zwar, wie jeder Computer, Abläufe automatisieren. Aber trotzdem muß jede Handlung programmiert und dann auch überwacht werden. Der Pilot lenkt die Kurve also nicht mehr selbst - aber er muß programmieren daß sie geflogen wird und schauen daß sie so geflogen wird wie er es möchte.
    Die Aufgabenstellung und die Handlungen der Piloten haben sich verändert - aber es ist nicht einfacher geworden. Im Gegenteil... manche Dinge erfordern fast mehr Konzentration wenn man sie nur beobachtet, trotzdem immer mitdenken muß und im Hinterkopf "canned decisions" haben muß - "was wäre wenn jetzt etwas ausfallen würde..." - als wenn man sie "einfach nur von Hand selber fliegen" würde.


    Der Workload nimmt natürlich etwas ab wenn man in Flugphasen ist, in denen man gerade "nur geradeaus" fliegt, aber auch dann ist der Funk zu beachten, Passagieransagen zu machen und ganz allgemein Systemparameter aller Art zu überwachen.
    Auch mitten über dem Atlantik muß der Pilot immer situation awareness haben und im Hinterkopf mitdenken was gerade passiert, was schief gehen könnte, wie man darauf reagieren könnte.


    Dazu sind Verkehrsflugzeuge sehr schnell unterwegs und insgesamt komplexer als Sportmaschinen, außerdem im Gegensatz zu kleinen Fliegern auch in suboptimalen Wetterbedingungen, bei Dunkelheit oder auf langen, vielleicht fremden Strecken unterwegs.


    Die Anforderungen unterscheiden sich also, aber es ist mitnichten so daß im Reiseflug nur Däumchen gedreht werden.

    Zitat

    Original geschrieben von Goodzilla
    Wie ist das mit den "Schwierigkeitsgraden"? Ist z.B. eine "aktuelle" MIG oder ein Eurofighter (jetzt rein vom Fliegen her, taktische Systeme ausgenommen) schwerer oder leichter zu fliegen als eine Boing 7x7? Und wie sieht es mit Helikoptern im Vergleich aus?


    Ich weiß nur, daß so 'ne kleine Cesna als relativ leicht zu beherrschen gilt..


    Sowas ist immer relativ. Ist es einfacher einen Sportwagen oder einen LKW zu fahren?
    Der eine ist schneller und erfordert schnellere Reaktionen usw., der andere dafür größer und unübersichtlicher. Da kann man schwer entscheiden wer schwerer zu fahren ist. Bei Flugzeugen ist das vergleichbar - als nicht vergleichbar :D
    Von der körperlichen Belastung her ist der Kampfjet natürlich die größerer Herausforderung.


    Kampfjets aber auch schon Bizz-Jets reagieren extrem direkt, nicht so träge wie ein Verkehrsflugzeug. Diese Empfindlichkeit ist erstmal schwerer zu beherrschen, dafür bewegen sich Verkehrsflugzeuge meist in komplexeren, engeren Zusammenhängen - enge Staffelungen an Verkehrsflughäfen, Abstimmungen von Zeitplänen, man muß sich um die Belange von Passagieren bemühen (einer wird krank, der andere randaliert, der Dritte ist "Mr. Oberwichtig" und will ... was weiß ich was).


    Kleine Sportflugzeuge (Cessna) stabilieren sich immer wieder selber. Läßt man den Stick los schaukeln sie irgendwann in komische Flugmanöver, fangen sich wie Stehaufmännchen, die ja auch immer wieder in ihre Position zurückkehren, aber auch immer wieder selber ab. Gepaart mit niedrigen Geschwindigkeiten und vor allem gutmütigem Flugverhalten kann man so ein Mopped also ganz gut händeln wenn man etwas Übung hat.


    Hubschrauber sind eine besondere Herausforderung weil sie instabil sind - die wollen wie ein Ball auf der Spitze eines Kegels immer in irgendeine Richtung wegkippen. Wenn man Fahrt aufnimmt stabilisiert es sich (wie beim Fahrrad) aber die Kunst ist es einen Hubi auf der Stelle zu halten. Wer den Schwebeflug beherrscht, als den Ball auf der Spitze des Kegels balancieren kann, kann wirklich Hubschrauber fliegen. Interessant übrigens: Modellhubschrauber gelten als schwieriger zu fliegen als ein Original, in dem man sitzt. :D

    Hi,


    folgende Links sind sehr nützlich:


    Homepage der DLR (beachtet die dort angebotenen Trainingsprogramme): http://www.hh.dlr.de/cockpit.htm

    "Die" Info-Quelle schlechthin ist http://www.pilotenboard.de/. In diesem Forum tauscht man sich über Erfahrungen und die Vorbereitung zu dem Test aus und dort findet sich auf jede Frage eine Antwort und ganz viele praktische Tips. Dieses Forum dürfte Deine perfekte Informationsquelle sein... :-)

    Ebenfalls sehr gut: http://www.dlr-downloads.de/.

    Hesse/Schrader sind Autoren, die viele Bewerbungsratgeber geschrieben haben und ein eigenes Buch speziell zum DLR-Test herausgebracht haben. Es ist allerdings sehr teuer... Inzwischen gibt es auch Trainingssoftware: http://www.pilotentest.de/

    Darüber hinaus gibt es zahlreiche professionelle Testvorbereiter (wie z. B. ATTC), also Firmen, die einen gegen entsprechend hohe Gebühren für die DLR trainieren. Ob das Sinn macht oder nicht ist umstritten.
    Manche Leute sind überzeugt daß sie nur bestanden haben weil sie bei einem Vorbereiter waren, andere halten es für Abzockerei und sagen daß man auch alleine lernen kann wenn man sich auf den Seiten, die ich Dir hier genannt habe, schlau macht und übt, während man für die FQ sowieso auch durch die Vorbereiter nicht wirklich trainiert werden könne.
    Welches Lager richtig liegt weiß niemand...

    Sei Dir von vorneherein darüber im Klaren daß der Test anstrengend ist und man Dich bewußt an die Grenze der Leistungsfähigkeit bringen will. Mit ausreichendem Training kannst Du die BU aber schaffen. Niemand kann alle Aufgaben perfekt lösen und bei einigen Aufgaben geht es weniger darum ob man die Aufgabenstellung lösen kann, sondern mehr darum wie man reagiert. Laßt euch also nicht verrückt machen wenn etwas nicht perfekt hinhaut! Die DLR interessiert oft nicht das Ergebnis, sondern euer Verhalten. Wenn was nicht gut läuft - egal. Im Kopf abhaken und weitermachen!

    Relativ wenig Einfluß kann man auf den Ausgang der FQ nehmen weil man "einfach ins Raster der LH paßt" - oder eben nicht. Dort haut es ca. 95% aller Probanden heraus, was aber nicht heißt daß man ein schlechter Mensch oder kein guter Pilot wäre. Man ist eben nur nicht der Typ wie ihn LH sucht. Diverse "Durchgefallene" fliegen heute sehr erfolgreich und völlig problemlos bei anderen Airlines, es wertet einen also überhaupt nicht ab daß man vielleicht nicht ins LH-Schema paßt.
    Es gibt sogar Gerüchte, die behaupten daß reine Äußerlichkeiten eine Rolle spielen würden. Ob es stimmt sei dahin gestellt, vorstellen kann man es sich fast nicht, aber da die Kriterien der DLR vollkommen diffus sind und bisher von niemandem wirklich entschlüsselt wurden fragt man sich schon wie das sein kann...

    Dort eine Rolle zu spielen weil man glaubt daß manche Verhaltensmuster besser und andere schlechter ankommen funktioniert nicht: zum einen fällt man unter Streß irgendwann aus seiner Rolle heraus, die Psychos der DLR merken also letztlich doch daß man etwas vorspielt, zum anderen ist manchmal nicht ganz klar welche Verhaltensweise (Durchsetzungs- oder doch lieber Kompromißbereitschaft) gewünscht oder nicht gewünscht werden.


    Viele Absolventen haben allerdings beobachtet daß defensives Auftreten im Assessment Center eher honoriert wurde. Verschiedene Leute haben erlebt daß diejenigen, die zwar im Sinne der Aufgabe gut gearbeitet haben, ihren Standpunkt "hart" vertreten haben, aber dabei relativ deutlich über andere hinweg gegangen sind, rausgeflogen sind.
    Gut angekommen sind meist diejenigen, die ihren Standpunkt vertreten haben, dann aber doch auch zu Kompromissen bereit waren und ggf. sogar zurückgesteckt haben um die Gruppe insgesamt vorwärts zu bringen.


    Ganz wichtig war immer daß man in der Gruppe aktiv wurde, also bei Gruppenaufgaben das Zepter in die Hand genommen und sich sozusagen in die Rolle eines Moderators begeben hat. Es ging dann weniger darum den eigenen Standpunkt, die eigene Rolle perfekt zu vertreten, sondern mehr darum alle Mitglieder des eigenen Teams einzubeziehen, gerade auch die etwas Stilleren und das Team insgesamt vorran zu bringen.
    Daran hat sich nach meinen Erkenntnissen bis heute nichts geändert.


    Lest euch auf jeden Fall als wichtigste Info-Quelle beim Pilotenboard.de ein. Dort findet man ALLES, auch wenn man ein paar Last-Minute-Infos sucht.


    Viel Erfolg!

    Jap, hat Weihnachten bei mir auch funktioniert. Es gab aber auch eine Aussage daß Pakete, die bis zum 21. im Paketshop sind, bis Heiligabend zugestellt werden. Das hat bei mir in 3 Fällen funktioniert.


    Schade daß ich hier lese daß Hermes ansonsten doch nicht der angesagte Konkurrent zur Post ist. Die Preise von DHL sind eine Unverschämtheit.


    Wieso ist Hermes eigentlich Sieger bei Stiftung Warentest geworden wenn die Erfahrungen doch eher mittelprächtig sind?

    Dentist: Mein Beileid... kannste Dir zwar auch nix von kaufen, aber ich habe die Nummer vor 3 Monaten auch mitgemacht und weiß deswegen gut wie Du dich fühlst. Der Knall kam für mich damals ziemlich plötzlich. Es lief zwar seit längerem nicht mehr ganz rund, aber daß es dergestalt rappelt hatte ich dann, insbesondere zu diesem Zeitpunkt, überhaupt nicht erwartet.


    Ansonsten bin ich im letzten Jahr arbeitslos geworden und sehe einen konkreten Zusammenhang zu der späteren Trennung. Wenn man ins Schleudern kommt dann richtig - wobei es mich keineswegs als einzelnen in dieser Doppelspitze erwischt hat, sondern bei meiner Suche nach Hilfe im Netz habe ich verschiedene Foren und Seiten für Arbeitslose und Schuldner gefunden und mitbekommen daß es sehr vielen Menschen so ergeht. Den Belastungen durch den Verlust des Arbeitsplatzes mit entsprechenden finanziellen Problemen sind sehr viele Beziehungen nicht gewachsen - ein Thema, das in der Öffentlichkeit nicht beachtet wird, da darf man sich dann auch noch zusätzlich als arbeitsscheuer Schmarotzer beschimpfen lassen.


    Es tat und tut gut wenn man sich dann mit Gleichgesinnten austauschen kann, denen es genauso gegangen ist und die mit den gleichen Problemen kämpfen. Gerade wenn es Dich gleich beruflich UND privat von den Socken haut und es dann naturgemäß auch mit der Kohle eng wird wirst Du plötzlich gezwungen an allen denkbaren Fronten zu kämpfen - obwohl das allerallerletzte, was Du hast, Kraft zum kämpfen ist und Dich eigentlich jedes einzelne Thema schon mehr als genug mitnimmt.


    Aber dann passierte doch etwas Seltsames: in dem Maße, wie es mir richtig Scheiße ging, tauchten in der Dunkelheit auch helle Lichter auf - Menschen, die mir ganz uneigennützig unter die Arme griffen und Kraft geben und gaben. Obwohl sie selber keinen Vorteil haben, aber trotzdem da sind. Ich werde denen nie zurückgeben können was mir ihr Support bedeutet, aber in meinem Herzen weiß ich es sehr zu schätzen und werde ihnen das nie vergessen.


    Es tut gut zu spüren daß sich für jede Tür, die zufällt, auch wieder neue Türen öffnen. Manchmal bekomme ich sogar das Gefühl daß die neuen Türen mich vielleicht sogar in bessere Bereiche vordringen lassen können. Ich bin sicher noch lange nicht über den Berg, weder emotional noch beruflich. Aber trotzdem sage ich jetzt, 3 Monate nachdem meine Ex weg ist, daß ich jeden Tag merke wie es aufwärts geht.


    Im Augenblick stehst Du unter Schock, weißt nicht wie es weitergehen soll und wie Du überhaupt weiterleben können sollst. Die nächsten paar Tage und Wochen werden eine böse Zeit, aber das geht trotzdem vorbei. Laß Dich nicht unterkriegen, Du bist nicht der erste und nicht der letzte, der eine Trennung durchstehen muß.


    Es geht IMMER weiter! Alles Gute und ich drücke Dir alle Daumen. Laß Dich nicht unterkriegen!


    PS: Allmählich müssen wir nachdenken ob es ein eigenes Unterforum für Beziehungsdramen geben sollte... :D

    Zitat

    Original geschrieben von OnRoP
    Und ich finde es zum Kotzen, das alles nur um Sex gehen muß oder der Sex in der Gesellschaft ausgeschlachtet wird.
    "wer ficken will muß freundlich sein" Geht es echt nur ums Ficken?


    Da können wir jetzt ne philosophische Diskussion drüber beginnen oder nicht.


    Der Satz ist natürlich provozierend direkt und es geht sicherlich nicht einfach nur ums Rammeln - weil das könnte man sich theoretisch ja ganz unspektakulär "kaufen" indem man in entsprechende Etablissements geht. Und reden kann man auch mit seinen Kumpels. Die reine Bedürfnisbefriedigung würde man also auch bekommen wenn man niemals verliebt wäre.


    Aber bei Verliebtheit geht's natürlich schon um Erotik, um Nähe, Anziehungskraft und Faszination eines bestimmten anderen Menschen. Letztlich ist die Triebfeder dann doch der Sexualtrieb.