ZitatOriginal geschrieben von Dexter
"Private" Videos!
Aus dem Netz oder haste Deine Freundin zur Aktrice gemacht?
Ist ja eigentlich auch egal... wenn Du das Material zur Verfügung stellt sodaß andere sich auch daran erfreuen können. :p
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ZitatOriginal geschrieben von Dexter
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Ist ja eigentlich auch egal... wenn Du das Material zur Verfügung stellt sodaß andere sich auch daran erfreuen können. :p
ZitatAlles anzeigenOriginal geschrieben von Bullson
Hallo,
ich würde beim Thema Umzugsgut gerne nochmal nachhaken
Habe gerade ein 40.000,- Auto zu importieren. Die EUst wär in dem Fall egal.
Jedoch würde ich mich gern vor dem Zoll drücken.
Ein guter Bekannter von mir wohnt seit drei Jahren in Chicago. Und zieht bald wieder hier her. Hat aber kein Auto mit her zu nehmen. Könnte der "meinen" Wagen als Umzugsgut mitbrigen? Wären ja schließlich einige gesparte Piepen.
Sonstige Umgehungstatbestände?
Du fragst also hier nach Ratschlägen wie Du Zoll- und Steuerhinterziehung begehen kannst? :mad:
Nicht nur weil das nicht in Ordnung ist: "egal" ist die EUSt nicht weil Du die nur dann als durchlaufenden Posten behandeln kannst wenn Du vorsteuerabzugsberechtigt bist. Für private Importe funktioniert es nicht.
Für Übersiedlungsgut von Privatpersonen gilt:
- die Ware muß seit mindestens 6 Monaten in Deinem Besitz und in Benutzung gewesen sein
- der Zollbeteiligte muß seinen gewöhnlichen Wohnsitz mindestens 12 aufeinanderfolgende Monate außerhalb des Zollgebiets der EU gehabt haben
- der Zollbeteiligte muß Anmeldebestätigung, Miet- oder Arbeitsvertrag im Zollgebiet der EU vorlegen
- die Waren unterliegen für einen gewissen Zeitraum der zollamtlichen Überwachung, d. h. der Zoll kann jederzeit kommen und Kontrolle machen. Man darf die Ware deswegen in dieser Zeit weder verkaufen noch ver- oder beleihen.
Fazit: laß es bleiben. Es ist illegal und Du kommst in Teufels Küche wenn es (was wahrscheinlich ist) auffliegt. Hier geht es immerhin um viel Geld - da schaut der Zoll womöglich doch nach, und wenn das angeblich Deinem Freund gehörende Auto nicht in seinem Besitz ist hat er sich strafbar gemacht - und Du gleich mit.
Auto-Importe werden in aller Regel, wie das hier ja auch schon einige gesagt haben, von entsprechenden Dienstleistern importiert. Das macht auch Sinn weil die Ahnung haben wie das ganze Procedere ablaufen muß und die Behörden diese Firmen auch als erfahrener oder seriöser betrachten als einen einzelnen Privatmenschen, der in Eigenregie tätig ist.
Insofern kann ich Dir also auch nur raten Dir eine solche Firma zu suchen. Die kassieren dann zwar Geld für ihre Dienstleistung, aber dafür hast Du einen Dienstleister, der die Sache fundiert abwickelt.
Ein Kumpel hat mal einen VW Golf aus Mexico gefahren - äußerlich im Style des US-Marktes. Der Wagen stammte als Gebrauchter von einem Händler, er hat den Import also nicht selber gemacht. Mit den Papieren oder beim TÜV gab es keine Probleme, aber die Elektronik war relativ anfällig und suboptimal für unsere Verhältnisse konfiguriert, weil der Wagen einfach für ein tendentiell wärmeres Einsatzgebiet gedacht war und hier regelmäßig kleinere Problemchen (unruhiger Motorlauf etc.) mit unserem Klima hatte. Wäre vielleicht auch etwas, was man bedenken sollte.
Zum Zoll: Ich weiß nicht genau was das für ein Wagen ist, aber wenn ich das hier richtig mitbekommen haben: ein Koreaner mit Ottomotor, zwischen 1500 und 3000 ccm, dann sieht der Zoll folgendermaßen aus:
klick. Zu beachten ist daß ein in Korea gebautes Auto als koreanische Ursprungware betrachtet werden muß, auch wenn der Import jetzt aus den USA kommt! Wie man sieht fallen 10% Zoll an, außerdem 16% Einfuhrumsatzsteuer, als Pendant zur Mehrwertsteuer, die man bei Kaufgeschäften im Inland zahlt. Beides wird nicht nur auf den Warenwert, sondern auch anteilige Frachtkosten draufgeschlagen.
Sollten dann noch Kosten für Umbauten oder Zulassungen etc. auftreten muß man scharf rechnen ob sich das unter dem Strich alles lohnt. Letztlich ist der Sinn der ganzen Verzollung den Kauf im Ausland uninteressant zu machen damit die Bürger möglichst innerhalb der EU einkaufen und damit die hiesige Wirtschaft stützen.
Bei einem günstigen $-Kurs können sich Importe aus den USA finanziell lohnen, grundsätzlich wird der Zoll aber immer so gestaltet daß der Kauf im Nicht-EU-Ausland möglichst uninteressant werden soll.
Ich bekam heute eine Email von Guenstiger.de: Das S75 sei nun lieferbar.
Warum 2 Tage vor Weihnachten? Es wäre verkaufstaktisch ziemlich sinnvoll gewesen es Anfang Dezember in die Läden zu bringen um das Weihnachtsgeschäft mitzunehmen. Das Gerät hätte bestimmt unter vielen Weihnachtsbäumen gelegen...
ZitatOriginal geschrieben von VFBler
Printus
Dass dir die Beamten am Zoll sagen an welcher Schlange Du dich anstellen sollst hat schon seinen Sinn. Damit werden die verschiedenen Schalter am Zoll gleichmäßig mit Besucher gefüllt und es entstehen keine langen Schlangen an einem Schalter. Das ist aber ein typisches Deutsches „Phänomen“: An einer roten Ampel sind zwei Fahrspuren. Nur auf der rechten Fahrspur stehen meterlange AutoschlangenIch kann über so ein verhalten nur den Kopf schütteln.
Das war nicht der Zoll, sondern die Immigration in Atlanta - und ich bin mit Britsh Airways aus London gekommen, also nur eine handvoll Deutsche an Bord, sonst nur disziplinierte und im Schlange-bilden erfahrene Inselaffen. Mal abgesehen davon daß sich das Publikum schon aus eigenem Interesse möglichst so verteilt daß sie schnell weiterkommen, denn wer hat schon Lust dort unnötig lange herumzustehen... also es wäre auch ohen Mrs. Oberwichtig problemlos gelaufen, und ich habe sogar still grummelnd länger gewartet als wäre ich in meiner ursprünglichen Schlange geblieben.
Ach ja, einen Tip habe ich noch: Das Restaurant "Planet Hollywood" in Downtown. Dort mußt Du unbedingt mal auf die Toilette gehen! Der Klomann ist ein sehr netter Schwarzer, der ein riesiges Arsenal Parfumflakons auf einem Tisch aufgebaut hat und Dir - ohne Aufpreis, man legt halt nur wie üblich ein paar Cent auf den Teller - eine Erfrischung per Eau de Toilette bietet. Sei es mit Deinem eigenen Stamm-Duft, oder wenn Du willst bekommst Du von ihm eine Empfehlung welches Duftwasser zu Dir paßt und dann ein vom Meister persönlich aufgebrachter Sprühstoß rechts und links ("Hey man, this ist a sexy fragrance for you! The girls will love you!").
Der hat mir damals wirklich einen total angenehmen Duft empfohlen, von dem ich mir 2 Tage später wirklich eine Flasche gekauft habe . :top:
Doch, das ist in D anders!
Ich habe die Erfahrung naturgemäß nie gemacht weil ich als Deutscher und nicht als Nicht-EU-Bürger vor der Bundespolizei am Airport erscheine - aber ich wette daß jeder Ami, der hier am Schalter erscheint, freundlicher abgefertigt wird als die Amis mit ihren Gästen bei der Einreise umgehen.
Allein der Tonfall - ich wurde seinerzeit angeherrscht in welcher Schlange ich mich anzustellen hätte, also ob das nicht scheißegal wäre und nur mir schadet wenn es anderswo schneller geht - ist eine Unverschämtheit.
Es passiert hier mit Sicherheit niemandem daß "oberwichtige" Einweiser (IQ in umgekehrt proportionalem Verhältnis zur Wichtigkeit des Auftretens) einem im Befehlston sagen in welcher Schlange man anzustehen hat oder einen korrekt ausgefüllte Einreisepapiere aus reiner Schikane neu schreiben lassen.
Da dürfen sich ganz eindeutig Leute austoben, die offenbar an anderer Stelle ein Autoritätsdefizit haben und sich hier vor Gästen aufspielen können, die blöderweise an ihnen vorbei müssen und aufgrund nicht perfekter Sprachkenntnisse oft zusätzlich in einer doofen Situation stecken.
Ich war mehrfach in den USA und damals mehrfach in der DDR, und finde nicht daß es da einen echten Unterschied gibt. Nur weil die DDR "böse" und die USA "gut" sind ist die Behandlung trotzdem keinen Deut besser. Das muß man einfach so sagen dürfen und das hat auch nichts mit USA-Bashing zu tun - weil es ja so ist wie beschrieben.
Nun aber ein paar Takte zu Atlanta.
Je nachdem mit welcher Airline Du ankommst wirst Du womöglich an "Concourse E", das ist der allerletzte, ankommen. Von da aus hast Du 4km bis ins Hauptgebäude :top: Ich wußte das seinerzeit nicht und bin gelatscht, gelatscht, gelatscht, und dachte irgendwann "Das gibt's doch nicht!". Bis ich kapiert habe daß es es im Erdgeschoss eine U-Bahn gibt, die einen von den Concourses zum Hauptgebäude bringt.
Du wanderst zuerst durch die Immigration, das ist der Zirkus, der hier so heftig diskutiert wird, dann bekommst Du deinen Koffer und gehst damit durch den Zoll, dann nimmt man Dir den Koffer wieder weg weil der per Laufband ins Hauptgebäude fährt, und Du kannst dann die U-Bahn dorthin nutzen. Im Hauptgebäude holst Du dir Deinen Koffer dann endgültig.
Ich denke mal daß sich da nicht viel geändert hat, jedenfalls war Hartsfield Intl. seinerzeit so organisiert.
Im Hauptterminal gibt es eine riesengroße, schöne Kuppel, die vor ein paar Jahren weltweit berühmt wurde weil es einen Werbespot von Delta Air Lines gab, bei dem man einen Flieger über diese Kuppel düsen sieht...
Dann holt ihr euch einen Mietwagen oder werdet abgeholt, alternativ gibt es in Atlanta im Gegesatz zu vielen anderen amerikanischen Städten auch eine Metro, die MARTA heißt. Sie fährt vom im Süden gelegenen Airport in die City.
Achte bei der Fahrerei mit dem Auto pingelig darauf nicht zu schnell zu fahren und im Verkehr mitzuschwimmen. Amis dürfen auch rechts überholen, also aufpassen! Dafür gibt es dann auch Autobahnabfahrten links weg, also noch mehr aufpassen!
In Atlanta selber gilt: Tagsüber ist die Innenstadt OK, abends: wegbleiben! Die City besteht aus diversen Bürohäusern, abends ist es wie ausgestorben, dann sollte man da nicht mehr herumturnen weil es gefährlich ist.
Halte Dich aus "eigenartigen Stadtteilen" ("Sweet Auburn") fern, das sind hauptsächlich schwarze Armengebiete. Als Touri und als Weisser fällst Du dort extrem auf und das sind Gegenden, aus denen man sich am besten einfach heraushält.
Autotüren IMMER verschlossen halten (also verriegelt, im Gegensatz zu dem was wir hier in D machen) und wenn vor der Ampel komische Leute auf Dein Auto zukommen: rechtes Pedal treten und weg...
Was muß man ansehen?
- CNN (Studio-Tour mitmachen!),
- World of CocaCola (Durst mitbringen! Am Ende kann man alle weltweiten Cola-Erfrischungen probieren!),
- daneben ist gleich Atlanta Underground mit vielen netten Lädchen,
- Olympic Parc,
- auf das "Wie hieß das Ding nochmal, Westin Peechtree?"-Gebäude hochfahren und die Skyline von oben ansehen
- dann gab's noch das Wissenschafts-Museum (Name? ähm.... keine Ahnuung mehr)
- und man muß im "Varsity" gewesen sein um fette Onion rings und bestes Fast-Food zu probieren ![]()
- Geburtshaus und Grab von Martin Luther King. Die Lokalität selber ist unproblematisch, ich bin damals allerdings zu Fuß dorthin gelatscht und fand den Weg durch's Schwarzenviertel nicht so wirklich angenehm - wobei Touris dort wohl öfter entlang kommen dürften. Biege aber dann bitte nicht in Querstraßen ab sondern bleibe auf der Auburn Av. und bitte keine Fotos vom Elend machen... sonst kriegste Ärger mit unangenehmen Zeitgenossen. Und wundere Dich nicht daß der Wechsel vom "noch normalen" zum heruntergekommenen Viertel total plötzlich kommt. Ist sehr überraschend.
Ansonsten gibt's verschiedene nette Malls, mir hat damals aus bestimmten Gründen (Hallo Detta... :D) besonders die Cumberland Mall gefallen - liegt aber etwas außerhalb.
Auf jeden Fall sehenswert ist der Stone Montain Park. Erst mit der Western-Bahn fahren, dann zu Fuß rauf auf den Stone. Geile Aussicht, aber irrer Wind wenn er weht. Dort unten wo die Western-Bahn hält und man den Aufstieg beginnt ist ein kleiner Imbiß, mit preiswertem und irre geilem BBQ-Fraß. Es hat zwar etwas von Kantine, aber das BBQ-Zeug schmeckt irre gut dort. Dann mit der Western Bahn zurück zum Ausgangspunkt und dann kannste noch so im Stone Montain Park chillen, ist eine nette Gegend dort. ![]()
Es ist leider schon ein paar Jährchen her seit ich in ATL war, aber vieles von dem was ich hier beschrieben habe dürfte noch aktuell sein.
Wenn Du Geld tauschst nimm keine größeren Scheine als 20$-Noten, da Fuffies oft falsch sind und die wirst Du dort nicht los weil sie keiner nimmt. Ab 10$ aufwärts zahlt man sowieso alles mit der Kreditkarte... Ohne eine solche geht's übrigens nicht - Kreditkarten sind wichtig für nahezu ALLES.
Wundere Dich nicht wenn Dein Cola-Glas zu 3/4 mit Eis gefüllt ist und man es permanent nachfüllt, auch wenn Du erst 2 Schlücke genommen hast und es noch fast voll ist.
Beim Essen macht man den Teller nicht komplett leer, sondern läßt einen kleinen Rest zurück um zu zeigen daß man satt geworden ist - wer den Teller leer ist hatte offenbar nicht genug...
Wenn Du Klamotten anprobierst kann Du die nicht passenden Teile in der Umkleidekabine lassen - das Personal räumt es weg. Ist nicht nur praktisch, sondern es hängt später auch wieder geordnet am richtigen Ständer - und nicht wie hier beim Kaufhof, zerknüllt im falschen Regal.
Noch etwas zum Zoll und zum Einkauf: 175 EUR darfst Du mitführen, ansonsten wird bei der Rückreise Zoll fällig. Bei Klamotten würde ich die Schilder entfernen, dann merkt niemand daß die Levi's neu ist. Allerdings solltest Du keine 10 Hosen dabei haben wenn Du 2 Wochen unterwegs warst - das ist auch verdächtig, ne...
Einfuhr von Medikamenten ist reuizvoll - aber verboten! "Eine der Reise angemessene Menge" ist OK, aber bitte keine 1000er Dose Aspirin oder sowas. Wenn Dich der Zoll erwischt ist es futsch und Du zahlst auch noch Strafe und Gebühren.
Die Familienverhältnisse sollte man als Außenstehender nicht kommentieren - es gibt in vielen Familien Meinungsverschiedenheiten und Ärger. Daß man, wenn man aus bayrisch-katholisch-konserativen Verhältnissen stammt natürlich erst recht auf Unverständnis in der Familie stößt wenn es einen hinaus in die weite Welt zieht, ist mir auch aus eigener Erfahrung bekannt. Im Seppelland geht's halt immer noch etwas weniger weltoffen zu als im Rest der Republik.
Mein Thema ist einfach daß ich gestern gehört habe daß es seitens der deutschen Botschaft seit Monaten mehrfach explizite Warnungen an Frau Osthoff gegeben hatte und es auch schon 1 Entführungsversuch gegeben hat - der allerdings scheiterte.
Bekannt ist auch daß es im Irak geradezu ein "Geschäft" mit Geiselnahmen gibt und es sowas wie "Scores" gibt, welche Geiseln "am meisten Wert" sind. Ganz oben auf der Liste stehen Frauen aus westlichen Staaten.
Vor diesen Hintergründen zieht einfach das unkritische Gerede über die humanitären Hilfen der Frau Osthoff nicht. Ich will ihr das Engagement nicht absprechen, nur kann man sich nicht in so leichtsinniger Weise in Gefahr begeben und dann müssen andere einen mit Mühe und Not (und viel Geld, wobei ich nicht allein die Kosten eines eventuellen Lösegeldes, sondern auch die Unkosten der Krisenstäbe meine) herausholen.
Irgendwo ist ein Punkt, an dem man an die Eigenverantwortung der Leute appellieren muß und wo man nicht mehr so tun kann als sei die Frau Osthoff ein unerwartetes, zufälliges Opfer geworden. Es ist im Gegenteil so daß die Wahrscheinlichkeit, daß die entführt werden würde, extrem hoch war.
Vor diesem Hintergrund muß man das Verhalten der Frau Osthoff kritisieren dürfen und es ist wohl mehr als berechtigt wenn man ihren Leichtsinn als grobe Fahrlässigkeit interpretiert.
Ginge es vor einem Gericht um Schadensersatzansprüche und wären die Unkosten einklagbar würden der Frau Osthoff sämtliche Kosten bis auf den letzten Cent um die Ohren gehauen, weil noch gröber fahrlässig kann man eigentlich nicht sein.
Für mich ist ihr Verhalten letztlich genauso blödsinnig und gefährlich wie das anderer Leute, die betrunken Auto fahren oder sich sonstwie in Lagen bringen, in denen sie mit hoher Wahrscheinlichkeit Schaden nehmen.
qwasy hat es ganz gut auf den Punkt gebracht: in den Medien wurde, weil das natürlich am Besten kommt, immer wieder das Bild der selbstlosen Helferin gezeichnet, die sozusagen "aus braven, intakten bayerischen Verhältnissen" stammt und als Mittelpunkt aus der idyllischen Familie gerissen wird.
Was man nicht so direkt gesagt, sondern bestenfalls angedeutet hat, ist eben die Story daß die Frau Osthoff ihr Kind hier in ein Internat gesteckt hat um selber in ihren Ausgrabungs-Aktivitäten im Irak unterwegs zu sein und dabei geradezu eine Besessenheit an den Tag gelegt hat.
Der Kontakt mit der Familie war wohl teilweise abgebrochen - und das nicht allein weil die Telefone nicht funktionierten.
Auch bezüglich des humanitären Engagements - ich stelle das nicht in Frage, ganz im Gegenteil, allerdings war die Frau Osthoff in erster Linie Archeologin und aufgrund von Kunstschätzen und Grabungen im Irak unterwegs.
Das sind Zwiespalte, die in den Medien nicht berichtet werden und damit auch im Bewußtsein der Öffentlichkeit nicht wahr genommen werden - weil es medial natürlich viel besser kommt wenn man das Bild einer selbstlosen Helferin zeichnet, die ihr eigenes Leben riskiert um das anderer zu retten.
Man hätte genauso die Story schreiben können "verrückte Archeologin läßt Kind und Familie im Stich um Ausgrabungen neben den Schlachtfeldern im Irak zu machen", nur wäre das natürlich nicht halb so interessant und keine rührende Adventsgeschichte wie die, die man stattdessen anbringt.
Ich will die humanitäre Komponente ihres Tuns nichts kaputt reden, aber "gut gemeint" ist nicht immer "gut gemacht". Auch gut gemeintes Engagement wird IMHO dann fragwürdig wenn man sich und andere in Gefahr bringt und Dritte in irgendwelche Schlamassel hineinzieht. Das kann ich dann nicht mehr uneingeschränkt befürworten, sondern muß mich spätestens dann auch mal selber kritisch hinterfragen.
Gerade bei der Feuerwehr wirst Du in Deiner aller-aller-aller-ersten Lektion lernen daß Du NIEMALS etwas tun darfst wodurch Du dich selber gefährdest. Wenn es nämlich schief geht haben die Kollegen nachher einen mehr, um den sie sich zusätzlich kümmern müssen.
Daß es manchmal trotzdem anders läuft sei mal dahin gestellt und wenn es gut geht feiert jeder den Helden. Wenn's aber in die Hose geht ist das Geschrei groß, und dann geht die Suche nach den Verantwortlichen und den Kostenträgern los, wenn die Versicherung wegen grober Fahrlässigkeit die Zahlung verweigert oder Schäden entstehen, die mit Geld nicht reguliert werden können...
Ich habe ja auch nicht gesagt daß ich das Verhalten der Frau Osthoff rundum nur schlecht finde. Natürlich hat sie Gutes getan und das ist anzuerkennen. Allerdings finde ich es zwiespältig wenn man sich unnötig in eine gefährliche Situation manovriert.
Humanitäre Hilfe kann man auch aus dem sicheren benachbarten Ausland organisieren, da muß man nicht selber vor Ort sein.
Als Mutter und Familienmitglied würde ich mich darüber hinaus fragen was ich meiner Tochter und meinen Angehörigen zumute wenn ich in Krisengebieten unterwegs bin....
Das Steuerzahler-Argument war, wie ich ja geschrieben habe, absichtlich provokant plaziert. Mir geht's nur darum zu sagen daß ich in all der Lobhudelei über das tolle Engagement für den Irak und die Menschen auch gerne mal die Komponente bedacht haben möchte, kritisch hinterfragen möchte, daß es auch Möglichkeiten gibt sich humanitär zu engagieren ohne andere hinein zu ziehen und sich absehbar in Gefahr zu begeben. Der Grad zwischen Heldentum und Dummheit ist manchmal ziemlich eng. Was wäre gewesen wenn sie es nicht überlebt hätte?
Bei aller berechtigten Freude daß es gut gegangen ist sollte man das nicht vergessen.
ZitatOriginal geschrieben von DarkManX
hallo ,
finde deine einstellug ein wenig daneben wenn ich ehrlich bin.
klar weiss jeder bild leser das der irak gefährlich ist , weisst du auch warum? ganz einfach weil der irak durch die medien gefährlich gemacht wird !
Jeden Tag explodieren Bomben, gibt es Anschläge. Über die Art der Darstellung in den Medien kann man sicher geteilter Meinung sein, aber daß es passiert dürfte wohl nicht zur Diskussion stehen. Die Anschläge werden aber wohl kaum von Medienvertretern verübt - oder weißt Du mehr als ich? Insofern denke ich nicht daß man "einfach so" sagen kann daß die Medien den Irak gefährlich machen. Gefährlich machen ihn Terroristen und die Amis, die das ganze Schlamassel verursacht haben.
ZitatOriginal geschrieben von DarkManX
klar ist der irak momentan ein krisengebiet aber das bezieht sich nur auf verschiedene teile im irak und nicht über das ganze land. damals aus dem kosovo hat man nie so viel negatives gehört ,frag dich mal warum!
Kann ich nicht beurteilen. Ich würde mich dort nirgendwo sicher fühlen, einfach aus Prinzip heraus.
ZitatOriginal geschrieben von DarkManX
wenn es solche leute wie frau osthoff nicht geben würde die sich für humanitäre sachen einsetzten geht die welt zu grunde schonmal daran gedacht? sie ist dort nicht rumgeturnt sondern hat dort geholfen hat dort sogar gelebt und vielleicht sogar schon menschenleben gerettet weil sie die leute mit medizin versogt hat !
Ich drücke es mal provokant aus: Würde es Leute wie Frau Osthoff nicht geben, würden keine abenteuerlustigen Motorradfahrer durch die Sahara fahren obwohl davor gewarnt wurde, hätte der deutsche Steuerzahler ziemlich große Summen an Geld gespart. Möglicherweise Lösegeld, aber auch die Kosten wenn Krisenstäbe im Auswärtigen Amt, beim BKA oder sonstwo über ein paar Wochen hinweg im IN- und Ausland mit ungezählten Mitgliedern an einer solchen Sache arbeiten und diverse Unkosten und Spesen verursachen.
Würde es Leute wie Frau Osthoff nicht geben hätte sich die Bundesrepublik nicht erpressbar gezeigt, wären ihren Angehörigen und ihrem Fahrer ein paar schreckliche Wochen erspart geblieben und würde die Tochter nicht im Internat leben, sondern daheim bei ihrer Mutter.
ZitatOriginal geschrieben von DarkManX
sie war halt zu falschen zeit am falschen ort so ist das leben halt. hier in deutschland kannst du auch als geisel enden nur hat es hier halt keinen politischen grund (zb banküberfall)
Der Irak ist für Ausländer momentan grundsätzlich der falsche Ort. Wenn ich in eine Bank gehe muß ich nicht unbedingt damit rechnen als Geisel genommen zu werden - wenn ich aber als Ausländer im Irak unterwegs bin muß ich das als ein ziemlich naheliegendes Bedrohungsszenarium einstufen.
ZitatOriginal geschrieben von DarkManX
bei frau osthoff war es in dem sinne auch kein politischer grund weil sonst wäre sie nicht freigekommen ,siehe bei den anderen geiseldramen.
Man hört daß es nicht immer nur um Politik geht, sondern bei vielen Entführungsfällen im Irak auch schlicht und einfach um finanzielle Interessen. Das seit Jahrhunderten weltweit gleiche Spiel: Wenn's ums Geld geht sind plötzlich alle christlicher als der Papst bzw. da schaut man dann auch mal großzügig über die Politik hinweg, Hauptsache es nützt dem eigenen Geldbeutel.
ZitatOriginal geschrieben von DarkManX
lasst uns froh sein das sie wieder frei ist :top:
in dem sinne frohe weihnachten
Da stimme ich Dir zu. Allerdings wollte ich meinen Zwiespalt ausdrücken weil ich finde daß die Frau Osthoff kein ganz unschuldiges Opfer ist, sondern sie schickt ihre Tochter hier ins Internat um im Irak Ausgrabungen zu tätigen und - das sei durchaus positiv erwähnt - humanitär tätig zu werden.
Was Ausgrabungen angeht muß ich ganz klar sagen: sich deswegen in einem Krisengebiet aufzuhalten ist IMHO nicht zu rechtfertigen. Da geht's schließlich nicht um Kunst und Kultur, sondern da herrschen Krieg und Bedrohung für das eigene Leben. Ich sehe da eher wenig Spielraum für Güterabwägungen, sondern da sollte klar sein was man zu tun hat. Nämlich die Grabungen ganz, ganz schnell vergessen und sich in Sicherheit bringen.
Ein Grundprinzip jeder Hilfsleistung ist "Eigenschutz geht vor!" und das muß für jeden überall gelten.
Ich finde es unverantwortlich wenn man sich zur Zeit als Ausländer im Irak aufhält und man sollte nicht so blauäugig sein zu glauben daß einem nichts passieren kann wenn das Heimatland nicht am Krieg beteiligt war. Es gibt zahlreiche Beispiele - z. B. auch bei den weiterhin entführten Franzosen oder den zahlreichen entführten Journalisten - wo diese Rechnung nicht aufgegangen ist.
Wenn man humanitär helfen will kann man das auch auf andere Weise, da muß man nicht gezwungernermaßen selber im Krisengebiet anwesend sein. Kontakte, um aus dem sicheren benachbarten Ausland heraus tätig zu werden, dürfte die Frau Osthoff bestimmt gehabt haben.
Nix gegen humanitäres Engagement, aber Heldentum wird ganz schnell zu Dummheit wenn man seine eigene Sicherheit aus den Augen verliert. Insofern finde ich schon daß man hinterfragen darf ob das alles nicht vermeidbar war.
Ändert natürlich nix am glücklichen Ausgang. Aber es hätte wohl auch anders kommen können.