Beiträge von Printus

    Nachdem ihr bisher schon so gute Ratschläge hattet habe ich nochmal eine Nachfrage.
    Ich habe jetzt einen Text aufgesetzt in dem ich den Arbeitgeber mit Fristsetzung um eine Ausstellung eines neuen Zeugnisses auffordere und das alte unsägliche Zeugnis dabei geradezu "in der Luft zerreisse".


    Lange Rede, wenig Sinn - ich möchte gerne zumindest ein durchschnittliches Zeugnis haben. Ich denke daß mein Sozialverhalten überdurchschnittlich war und die Arbeitsleistung auch nicht sooo schlecht. OK, da wird der AG sagen daß die Schulung verrissen wurde, aber objektiv denke ich kann man auch bei einer firmeninternen Vorgabe von 85% jemandem, der zwischen 70 und 80% erreicht, nicht ohne weiteres eine so schlechte Bewertung reinwügen, denn objektiv ist auch das noch ein ganz gutes Ergebnis. Die Arbeitsleistung in der Abteilung war sicherlich wirklich durchschnittlich - "normal" eben.


    Insofern würde ich gerne einen Formulierungsvorschlag einreichen. Auch wenn man dem wahrscheinlich nicht entsprechen wird - Versuch macht kluch... Ich denke daß ein durchschnittliches Zeugnis als Gesamtbewertung drin sein sollte (gerade weil ich das vor Gericht eh erstreiten könnte, wie Mephisto schrieb).


    Was haltet ihr von der folgenden Formulierung? Ist das "durchschnittlich genug"? Wo sollte ich dicker oder dünner auftragen?


    "[Stellenbeschreibung unverändert]


    Herr Printus erledigte die vorgenannten Aufgaben selbstständig, effizient und sorgfältig. Er zeigte Einsatzbereitschaft und war stets motiviert.


    Seine Leistungen fanden unsere volle Zufriedenheit. Er war ein stets pünktlicher, ehrlicher und zuverlässiger Mitarbeiter.


    Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen war immer einwandfrei. Kunden gegenüber trat er jederzeit höflich, sicher und gewandt auf. Er ist ein guter Teamworker und erarbeitete sich in seiner Arbeitsgruppe sehr schnell seinen Platz.


    Das Arbeitsverhältnis endet in beiderseitigem besten Einvernehmen. Wir danken Herrn Printus für seine guten Leistungen und die angenehme Zusammenarbeit. Für seinen weiteren beruflichen und privaten Lebensweg wünschen wir ihm viel Erfolg und alles Gute."

    Zitat

    Original geschrieben von Kuh127
    aber "Arbeitsbescheinigung" hört sich für mich eher nach einer nicht qualifizierenden Bestätigung an, in die der Personalchef dann doch noch ein paar Kommentare reingepackt hat.


    Aber wird es denn nicht durch Aussagen dieser Art zu einem Zeugnis? Ich meine - rechtlich hin oder her - allein wenn man sich diesen Thread ansieht begreift jeder den Text als Zeugnis, auch wenn etwas anderes drüber steht.

    Zitat

    Original geschrieben von FedEx
    Die Sache ist nur die, warst du auch tatsächlich so ein guter Mitarbeiter wie du behauptest? Ich geh nur mal von ein paar meiner Kollegen aus. Wenn die sich mal selber beschreiben müssten, würden sie vom Schwärmen garnicht mehr loskommen. Das Schlimme dabei ist, dass sie das Ganze wahrscheinlich auch noch ernsthaft glauben. Man neigt ja oft dazu sich selbst etwas besser zu sehen, als man tatsächlich ist. Das soll jetzt aber nicht heissen dass es bei dir genauso ist, nur mal zum Verständnis.


    Sagen wir mal so: ich tendiere im Allgemeinen sogar eher dazu mich kritischer zu sehen als andere es tun. Die Rückmeldungen in regelmäßigen Probezeitgesprächen kritisierten korrekterweise regelmäßig das nicht passende Schulungsergebnis. In allen anderen Punkten waren die Aussagen für meinen Geschmack aber ausdrücklich sehr positiv.


    Die Versetzung in die andere Abteilung deutet ja auch an daß man mich grundsätzlich durchaus in der Firma halten wollte.


    Daß dann aber doch noch "aus Prinzip" Kündigungen für alle 3 Schulungs-Nichtbesteher kamen (die allesamt schon für andere Abteilungen vorgesehen waren) läßt wohl schon naheliegend vermuten daß hier von weiter oben eine Anweisung kam, der dann unabhängig von der persönlichen Beurteilung der Mitarbeiter Folge geleistet wurde.


    Zum Umgang der Firma mit ihren Mitarbeitern könnt ihr auch mal einen Blick auf diese Seite werfen.


    Ich denke daß ich schon aufgrund einer realistischen Einschätzung zu der Meinung gelange daß ich kein so ganz schlimmer Mitarbeiter war und das nicht nur so hinsage weil ich nicht ausreichend selbstreflektierend denke.

    @ Goodzilla: vollständiger Text:


    "Arbeitsbescheinigung


    Herr Printus, geboren am 16. Juli 1972, war vom 1. Juli 2004 bis zum 31. Dezember 2004 als kaufmännischer Angestellter in unserem Unternehmen, Niederlassung Troisdorf-Spich, beschäftigt.


    Sein Einsatz erfolgte nach einer firmeninternen Schulung in unserer Importabteilung mit nachfolgender Aufgabenstellung:


    - Einreihung (Rating) der eingehenden Warensendungen in die Warengruppensystematik des "Deutschen Gebrauchszollterifs" unter Nutzung der firmeneigenen Informations-/ Onlinesysteme (ISPS und TTS).
    - Auswertung der die Warensendungen begleitenden Dokumente (Frachtbriefe, Handelsrechnungen, Ursprungszeugnisse und Präferenzen)
    - Berechnung der zu erhebenden Eingangsabgaben (Zölle und Steuern)
    - Administrative Tätigkeiten


    Herr Printus erledigte die ihm übertragenen Aufgaben korrekt und in angemessener Zeit. Der guten Ordnung halber sei erwähnt, dass er eine pünktlicher und zuverlässiger Mitarbeiter war. Aufgrund der kurzen Beschäftigungsdauer kann eine detaillierte Beurteilung leider nicht erstellt werden.


    Für seinen weiteren beruflichen und privaten Lebensweg wünschen wir ihm viel Erfolg und alles Gute.


    Firma


    i. V. Personalleiter "


    Ich habe übrigens zwischenzeitlich mit einer Ex-Kollegin gesprochen, die zusammen mit mir gekommen und gegangen ist. Sie hat wortwörtlich denselben Text in der Arbeitsbescheinigung.

    Hi,


    vielen Dank für Eure Hilfe! Nochmal zur Klarstellung:


    Es geht mir nicht primär um die 2 Wochen Buchhaltung. Die Frage in dieser Richtung war nur ob es auch ein Mangel ist daß diese Zeit nicht explizit erwähnt wurde. Hier überzeugt mich aber die Argumentation daß, selbst wenn das ausdrücklich bescheinigt würde, der Eindruck entsteht "Wir haben's probiert, es hat aber nix gebracht." Insofern halte ich in dieser Hinsicht die Füße still.


    Die ganze Aktion hier kam ins Rollen weil mir ein in Personalangelegenheiten erfahrener Mensch wörtlich gesagt hat daß er so eine schlechte Beurteilung noch nie gesehen hat und daß selbst bei Praktika teilweise ausführlichere Zeugnisse oder Beurteilungen geschrieben werden als das, was ich hier für immerhin ein halbes Jahr Arbeit in dem Verein bekommen habe.


    Insofern widerspricht dieser Schrieb schon mal generell dem Grundsatz daß ein Zeugnis mindestens wohlwollend formuliert sein muß. Darüber hinaus fehlen aber auch formal Bestandteile, die einfach in ein solches Zeugnis gehören: Sozialverhalten, Engagement, Verhältnis zu Kunden und Kollegen...


    Es mag ja sein daß man einem Mitarbeiter, der seit 10 Jahren bei der Truppe war mehr schreibt als einem, der ein halbes Jahr lang da war. Aber hier ist es wohl etwas sehr kurz geraten und vor allem ist diese Beurteilung meilenweit von einer wohlwollenden Schreibe entfernt. Noch dazu sind gerade die Pluspunkte, die ich trotz allem für mich verbuchen konnte und die immer sehr für mich sprachen, gar nicht erwähnt. Stattdessen ein Text, der sich offenbar liest als wäre ich eine völlige Null gewesen.


    Klar, die Schulung habe ich vergeigt. Wie viele andere auch und es ist nur eine interne Schulung mit hauseigenen Maßstäben, aber nun gut - das ist innerhalb dieses Unternehmens eben kein befriedigendes Ergebnis, selbst wenn die Ansprüche nach objektiven, marktbezogenen Maßstäben völlig überzogen sind und objektiv auch ein Ergebnis von knapp 80% in jeder anderen Prüfung noch halbwegs gut oder zufriedenstellend wäre.
    Fakt ist daß es nach den Maßstäben dieses Unternehmens nicht akzeptabel ist und sie deswegen gekündigt haben. Ich erwarte auch nicht daß die mich jetzt trotzdem in höchsten Tönen loben.


    Ich erwarte aber wohl daß mir Fleiß, Engagement, die positive Beziehung zu Kollegen und Kunden, also die rundum guten und ordentlichen Leistungen, die ich unabhängig vom Prüfungsergebnis gezeigt habe und die mir mündlich auch immer wieder zugute gehalten wurde, auch in einer solchen Beurteilung positiv zugute kommt.


    Es kann nicht sein daß ich mir unabhängig vom Schulungsergebnis "den Arsch aufreisse" und dann eine Beurteilung bekomme, die mich darstellt als sei ich an jedem 2. Morgen ne Stunde zu spät betrunken ins Büro getorkelt und hätte dort nur Mist abgeliefert.

    Zitat

    Original geschrieben von Bob_Harris
    Ja ok, aber was erwartest Du denn? Natürlich sieht es nicht gut aus, dass Du bei der Prüfung durchgefallen bist. Das ist nunmal ein Fakt, den Du nicht mehr ändern kannst.


    Korrekt, das ist Fakt. Dagegen wehre ich mich auch nicht.


    Zitat

    Original geschrieben von Bob_Harris
    Hier kann keiner beurteilen, ob die Prüfung unverhältnismäßig schwer war oder eben einfach nur für Dich zu schwer.


    Ich denke schon daß es einen gewissen Aussagewert hat wenn regelmäßig 3 von 4 Mitarbeitern durch diese Schulung rasseln. Übrigens hatte ich mich bei der Einstellung gegen 35 Mitbewerber, zum Teil interne Bewerber, durchgesetzt. Insofern kann man nicht so einfach davon ausgehen daß es immer nur an der Blödheit der Teilnehmer liegt.
    Konkurrenten übernahmen in der Vergangenheit, wie ich mehrfach hörte, mitunter sehr gerne Leute, die an der 85%-Hürde gescheitert sind - man weiß in dieser Branche also offenbar durchaus wie man die Schulungsergebnisse zu beurteilen hat.
    Aber auch das ist nicht mein Punkt.


    Zitat

    Original geschrieben von Bob_Harris
    Einer Deiner Kritikpunkte ist ja, dass die Tätigkeit in der Ersatz-Abteilung nicht hinreichend gewürdigt wurde. Hatte diese fachlich übrhaupt etwas mit dem Test zu tun?


    Nein. Aber ich frage mich ob die Nicht-Erwähnung (falls es nicht ausreichend unter "administrative Tätigkeiten" subsumiert werden kann) nicht ein weiterer Mangel dieses Zeugnisses darstellt.


    Ich bin zum einen sehr verwundert und enttäuscht wie grottenschlecht die Beurteilung offenbar ist, denn Schulungsergebnis hin oder her, diese Beurteilung entspricht trotzdem überhaupt nicht dem gezeigten Engagement, dem Ehrgeiz, den Leistungen und der Beliebtheit bei Kollegen und Kunden.


    Zum anderen strotzt dieser Wisch offenbar vor rudimentären, formalen Fehlern weil Aussagen über die Führung, das Sozialverhalten usw. vollends fehlen und man einen Mitarbeiter nach 6 Monaten ausführlicher bewerten kann und muß.


    Zitat

    Original geschrieben von Bob_Harris
    Vielleicht bringt ein freundliches Gespräch mit der Personalabteilung mehr als alles Spekulieren hier...


    Klar, das werde ich natürlich in jedem Fall führen. Ich würde aber gerne von Erfahrungen anderer profitieren und frage deswegen hier nach was andere erlebt haben oder raten können, denn ich habe mich mit dem Thema bisher nie befassen müssen und bin daher entsprechend unerfahren.

    Blöderweise habe ich keine Rechtsschutzversicherung - und als Arbeitsloser (mit umständehalber fast weniger Kohle als Sozialhilfeempfänger :flop: ) auch schlichtweg kein Geld für einen Anwalt.


    Sicherlich kann ich es erstmal einfach im Guten versuchen und um eine Änderung bitten, denn ich bin ja nicht im Streit von diesem Arbeitgeber weggegangen.


    Aber auch dann gibt es ja "Do's" und "Don'ts", deswegen die Nachfrage.

    Dieses Zeugnis ist besonders wichtig, weil die Schulung in diesem Unternehmen einzigartig ist und in der Vergangenheit diverse Absolventen, obwohl sie an der 85%-Hürde gescheitert sind, von Konkurrenzunternehmen mit Kußhand genommen wurden.


    Auch ich bin dabei mich nicht zuletzt aufgrund der Schulung in dieser Branche weiter zu bewerben.


    Die bisher versendeten Bewerbungen dürften aber trotz sorgfältigster Erstellung und Bemühungen völlig für die Katz gewesen sein weil so ein Zeugnis natürlich ein totales Gegenargument ist einen Mitarbeiter nur ansatzweise für dieses Themengebiet kompetent zu finden... :o

    Hallo zusammen,


    ich habe ein sehr schlechtes und zudem unvollständiges Arbeitszeugnis erhalten und möchte gerne wissen was ihr mir raten würdet was ich tun soll. Der Hintergrund:


    Nach der Einstellung erfolgte zunächst eine extrem anstrengende 3monatige interne Schulung, bei der ein Prüfungsdurchschnitt von 85% erwartet wird. 3 von 4 Mitarbeitern, darunter ich, haben die 85% nicht geschafft und erfüllten damit die Einstellungsvorraussetzungen nicht - übrigens kein "Ausreißer" zufällig unfähiger Mitarbeiter, sondern die übliche Durchfallquote in dieser Schulung.


    Es kommt zur Kündigung wegen Nichterfüllens der Vorraussetzungen für die geplante Tätigkeit. Die 3 Mitarbeiter bewerben sich intern auf andere Stellen, in der Tat erfolgen Versetzungen in andere Abteilungen (bei mir: in die Buchhaltung).


    Überraschend wird nach 2 Wochen verkündet daß es "aus Prinzip" doch bei den ausgesprochenen Kündigungen bleibe, es bestehe allerdings die Möglichkeit in der ursprünglich vorgesehenen Abteilung bis zum Ende der Probezeit, also noch etwa 2,5 Monate, tätig zu sein - offensichtlich schätzt man die Fähigkeiten der Mitarbeiter, die nur knapp an der 85%-Hürde gescheitert sind, nicht wirklich so schlecht ein und das herannahende Weihnachtsgeschäft erfordert hohen Personalbedarf.


    Die Mitarbeiter erledigen die Arbeit mangels Erfahrung natürlich nicht so schnell und perfekt wie die langjährigen Kollegen, erfüllen die Aufgaben aber gemessen an ihrem Können besonders engagiert weil sie hoffen sich durch gute Arbeit doch noch qualifizieren zu können (es gab in der Vergangenheit solche Fälle). Beliebtheit bei den Kollegen, Zufriedenheit der Kunden usw. sind sehr positiv, wie mehrfach bestätigt wird, und auch von der Geschäftsleitung zur Kenntnis genommen worden sein müßte.
    Trotzdem: die Mitarbeiter scheiden zum Ende der Probezeit doch aus dem Unternehmen aus, von Vorgesetzten wird versprochen aufgrund der guten Führung und weil die Kündigungen nur auf dem Ergebnis der bekannt anspruchsvollen Schulung beruhen, ein positives Zeugnis zu schreiben.


    Was ich dann aber 1 Monat später bekommen habe, war das hier:


    "Herr X, geboren xx.xx.xxxx, war vom 01. Juli 2004 bis zum 31. Dezember 2004 als kaufmännischer Angestellter in unserem Unternehmen, Niederlassung yyy, beschäftigt.


    Sein Einsatz erfolgte nach einer firmeninternen Schulung in unserer zzz-Abteilung mit nachfolgender Aufgabenstellung:


    - blablablabla
    - blablablabla
    - blablablabla
    - Administrative Tätigkeiten


    [Aufgelistet werden an dieser Stelle nur die Aufgaben der ursprünglich vorgesehenen Abteilung, nicht aber die 2 Wochen in der Buchhaltung - oder wird das mit "Administrative Tätigkeiten" ausreichend abgegolten?]


    Herr X erledigte die ihm übertragenen Aufgaben korrekt und in angemessener Zeit. Der guten Ordnung halber sei erwähnt, dass er eine pünktlicher und zuverlässiger Mitarbeiter war. Aufgrund der kurzen Beschäftigungsdauer kann eine detaillierte Beurteilung leider nicht erstellt werden.


    Für seinen weiteren beruflichen und privaten Lebensweg wünschen wir ihm viel Erfolg und alles Gute."


    Das Zeugnis ist datiert auf den 31. Januar 2005 und ich habe es bisher nie hinterfragt weil ich bei einer langjährigen früheren Beschäftigung nie eine Beurteilung bekommen habe und nicht einzuschätzen wußte daß dieses Zeugnis extrem mies ausfällt. Nun habe ich mehr zufällig erfahren daß mich dieses Zeugnis unterirdisch schlecht beurteilt, aber auch allein schon formal diverse Anforderungen an ein Arbeitszeugnis nicht erfüllt.


    Meine Fragen dazu sind nun:


    - offensichtlich ist das Zeugnis sehr unvollständig, man sollte einen Mitarbeiter, der immerhin 6 Monate in dem Unternehmen tätig war, sicherlich differenzierter beurteilen können. Also liegt wohl auf der Hand daß z. B. Aussagen zur Führung etc. eingefügt werden müssen?


    - reicht "administrative Tätigkeiten" um 2 Wochen (die allerdings mit Einarbeitung verbracht wurden) in der Buchhaltung ausreichend zu beschreiben?


    - vor allem: in welcher Weise sollte ich jetzt generell reagieren, gerade auch weil das Zeugnis bereits 9 Monate alt ist und offenbar ein gewisses zeitliches Problem bei der Reklamation dieser Beurteilung droht? Man liest von max. 10 Monaten, innerhalb derer man ein Zeugnis reklamieren sollte...


    - Wie soll ich meine weiteren Bewerbungen jetzt gestalten? Im Anschreiben darauf Bezug nehmen daß ich ein neues Zeugnis angefordert habe weil ich diesen Wisch inakzeptabel finde? Oder diesen Wisch besser gar nicht erst hinzufügen? Oder...?


    - weitere Tips, Ratschläge, die ich jetzt beachten sollte?


    Ganz herzlichen Dank für's Lesen des langen Textes und mögliche Hilfe aus euren Erfahrungen heraus!

    Hey, jetzt hab ich nächtens so lange mit meiner Freundin telefoniert daß andere Dir schon die wesentlichen Tips gegeben haben. Meine Freundin hat gaaaanz viele Aquarien am Start und sagt sinngemäß dasselbe wie die Vorposter:


    Mach auf jeden Fall dringend einen Wasserwechsel, Du kannst 1/3 - 2/3 des Wassers austauschen. Auffüllen natürlich nicht mit ganz kaltem Wasser, sondern leicht erwärmt sodaß sich die Wassertemperatur im Becken möglichst nicht allzu stark verändert.
    Wasserwechsel solltest Du aber auf jeden Fall jetzt sofort machen.


    Dann fehlt Sauerstoff im Wasser - also Sprudel-Dingsbums ins Becken hängen und so positionieren daß möglichst die Wasseroberfläche bewegt wird und ein wenig plätschert.


    Ansonsten kann es gut sein daß Du viel zuviel gefüttert hast. Das ist oft ein typischer Anfänger-Fehler. Also halte dich sehr mit dem Futter zurück - weniger ist mehr, die Fische werden keineswegs verhungern, fast immer wird zuviel gefüttert.


    Ansonsten kannst Du dir morgen einen Wasseraufbereiter besorgen, vielleicht hilft es die offenbar explodierende Bakterienbelastung des Beckens zu verringern.