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Original geschrieben von Mozart40
- Eine Firmenbeschreibung (1. Arbsatz) habe ich bisher in Arbeitszeugnissen nicht gesehen, kann man das so machen?
Nicht zwingend erforderlich. Wird aber oft gemacht und ist kein Problem.
Steht im ersten Satz "Herr Nachname, geboren am..."? Eigentlich schreibt man den vollständigen Namen. Sollte es so sein - okay.
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Original geschrieben von Mozart40
- Die Formatierung in der unteren Hälfte ist irgendwie unglücklich. Jeder Satz fängt vorn an, kein Blocksatz
Das ganze Zeugnis ist "unprofessionell". Die ungünstige Formatierung ist da nur ein Aspekt. Sowas fällt zwar nicht unbedingt auf dich persönlich, sondern eher den Arbeitgeber zurück, aber das kann man ja noch optimieren. 
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Original geschrieben von Mozart40
- Bei meinen Aufgaben, wurde auch mein Außendienst und meine Kundenkontakte aufgeführt. Inwieweit passt das zu den beiden Sätzen mit dem Verhalten? Der Kunde sollte doch da am Anfang stehen?
Da du die Aufgabenbeschreibung entfernt hast ist kaum noch eine seriöse Einschätzung des Zeugnisses möglich, denn gerade solche Dinge erkennt man dann nicht.
Die Sortierung ist:
Einleitung
ggf. Firmenportrait
Aufgabenbeschreibung des Mitarbeiters
fachliche Kompetenz
Führung (Sozialverhalten)
Schlusssatz
Absätze zwischen diesen Blöcken strukturieren ein Zeugnis auch äußerlich sinnvoll...
Die Reihenfolge muss sein Vorgesetzte - Kollegen - Kunden. Wer im Außendienst war sollte aber positiven Umgang mit Kunden attestiert bekommen. In deinem Zeugnis fehlt dazu aber jedwede Aussage. Auch wenn das Schreiben insgesamt recht ungelenk rüberkommt, aber gar kein Wort zu den Kunden ist schlecht. Umso mehr wenn du Kundenkontakt hattest.
Man kann sowas als beredtes Schweigen auslegen, also versteckte Kritik durch Nichterwähnen von positiven Erfolgen mit und bei Kunden.
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Original geschrieben von Mozart40
- Ich gehe im Guten und habe nach wie vor ein gutes Verhältnis zum AG (Geschäftsführung und Mitarbeiter). Meine Kündigung hat einige Wellen geschlagen und das Bedauern seitens des AG ist sicherlich aufrichtig. Inwieweit wurde da aber im Zeugnis vielleicht etwas zu dick aufgetragen?
Es wurde an manchen Stellen nicht nur zu dick, sondern auch missverständlich aufgetragen. Das relativiert sich durch die erkennbare Unkenntnis des Schreibers. Glücklich ist es trotzdem nicht. Beispiele:
"Bereits nach kürzester Zeit arbeitete er sehr selbstständig, mit größter Sorgfalt und Genauigkeit" würde man normalerweise auslegen als "schon nach kurzer Zeit ließ er sich nicht mehr viel von den Vorgesetzten sagen und hielt sich detailverliebt an Kleinigkeiten auf anstatt im Ganzen zügig zu arbeiten".
"Er besitzt übergreifendes Fachwissen, was er auch für das Unternehmen gewinnbringend einsetze." kann man verstehen wie "Herr Mozart hat in der Arbeitszeit nebenher Dinge erledigt, die nichts mit unserem Unternehmen zu tun hatten."
"... war sehr gut belastbar und unter Zeitdruck in der Lage..." Also musste erst Druck ausgeübt werden damit es klappt?
Das alles ist natürlich so nicht gemeint, aber es ist halt einfach ungeschickt und doppeldeutig.
Der Bereich Führung wird dann mit dem einen Satz zu deinem Verhältnis gegenüber Vorgesetzten und Kollegen abgetan. Deutlich viel zu wenig für jemanden, der jahrelang als beliebter Mitarbeiter zum Unternehmen gehörte. Und ein eklatanter Fehler, dass bei jemandem mit Kundenkontakt gar nichts zum Verhältnis gegenüber den Kunden erwähnt wird.
Der Schlussabschnitt ist gut.
Die Datierung auf den 19.02. ist, wie so vieles andere, "ungeschickt". Es ist nicht falsch und es steht ja auch da, dass du nicht an diesem Tag freigestellt wurdest (weil du womöglich Mist gebaut hast...) sondern regulär am Monatsende ausgeschieden bist.
Positiv ist, dass man den guten Willen des Unternehmens erkennt und den Eindruck hat, die waren mit dir zufrieden.
Ich würde trotzdem mal einen Zeugnisgenerator anwerfen und ein etwas standardisierteres Zeugnis entwickeln. Sieht einfach besser und professioneller aus, was ja auch im Sinne des bisherigen AG ist.
Alles Gute im neuen Job!