Es gibt IMHO keine besseren oder schlechteren Datensätze. Man kann harte Fakten sicherlich momentan noch effektiver missbrauchen als Larifari-Geschwätze in einem Messenger, aber die langfristige Gefahr von allem ist, dass Erkenntnisse verknüpft und Profile erstellt werden, die das komplette Leben der Menschen abbilden.
Gemäß Murphys Gesetz führt allein die Möglichkeit, dass solche Wissensdatenbanken über jeden Menschen entstehen KÖNNEN, dazu, dass sie früher oder später entstehen WERDEN. Schon der NSA-Skandal ist der Beweis dafür. Hatten viele Leute bis dahin nur Bedenken, dass jemand sämtliche Daten zusammentragen und auswerten könnte, so hat Snowden die Erkenntnis gebracht, dass das längst schon die unglaubliche Realität ist.
Facebook und Google kommerzialisieren das. In einigen Monaten redet keiner mehr von der WhattsApp-Übernahme und dann kommt Zuckerberg irgendwann mit der nächsten Stufe zum gläsernen Bürger um die Ecke. Natürlich nur um die Menschen mit Vorteilen zu beglücken, ja nee, iss klaaar.
Ich denke auch, dass man sich der elektronischen Erfassung gar nicht mehr entziehen kann. Dazu müsste man sich als Waldschrat in die Wälder zurückziehen. Aber man kann sich wenigstens der ganzen Problematik bewusst sein und anders, als viele Zeitgenossen, die gar nicht erst drüber nachdenken, kritisch über die Datensammelwut denken und möglichst wenige Daten preisgeben. Und man kann Zeichen setzen indem man bei Facebook nicht mitmischt und auf Alternative Messenger wie Threema setzt.
Bei Threema sind jetzt bis auf 3 gelegentliche Kontakte alle wichtigen Personen aus meinem Umfeld erreichbar und ich bin sicher, dass Threema sich zu einer wirklich guten Alternative entwickelt. Wem 1,79 EUR zu teuer sind um seine Kommunikation abuzusichern und ein Zeichen gegen den Facebook-Wahn zu setzen, dem ist nicht zu helfen. Dann sammelt sich bei Threema eben die "Informations-Elite" derer, die verstanden haben, warum sich dieser läppsche Kaufpreis hundertfach lohnt.
Je mehr Nutzer bei Threema sind und entsprechende Bewertungen/ Kommentare abgeben, um so eher werden die Macher auch bisher fehlende Funktionen wie das nachträgliche Hinzufügen von Kontakten zu einer Gruppe implementieren.