Das isses.
Man muß den Hund nicht überall mit hinschleppen weil es manchmal wirklich streßfreier ist wenn er nicht durch Innenstädte latschen muß. Für den Hund, den Besitzer und andere Spaziergänger ist es womöglich streßfreier wenn Hunde nicht generell immer dorthin mitgenommen werden.
Aber ich denke schon daß es ganz wichtig ist einen Hund an Situationen mit Menschenansammlungen, an Verkehr, unbekannte Geräusche und Gerüche, Kinderwagen, Fahrräder etc. zu gewöhnen. Nur so kann er lernen das als "normal" zu empfinden und damit auch später gelassen umzugehen weil er weiß, weil er gelernt hat, daß das harmlose Alltagssituationen sind.
Von einem "den Hund partout überall hin mitnehmen" halte ich nicht viel, aber ein "den Hund von allem fernhalten" genauso wenig. Ich habe im Augenblick einen guten Vergleich zwischen unserem und einem anderen Hund, der eben von allem ferngehalten wird - und der andere ist sehr schreckhaft und tendentiell aggressiv gegenüber allem Fremden weil er nicht lernt Dinge und fremde Menschen als Teil der Umwelt, die ihn erstmal nicht bedroht, zu erleben.
Diese Aggressivität ist also eher eine Angst vor unbekannten Bedrohungen, die eigentlich gar keine sind.
Deswegen ist das schon wichtig einem Hund Alltagssituationen nahe zu bringen - natürlich nur in dem Maße wie ihm und der Umwelt das zuzumuten ist.