Beiträge von Printus

    Na das sehe ich nicht so.


    Wenn Leute verheiratet sind - und in vielen Fällen keinen Ehevertrag haben - haften beide gesamtschuldnerisch, auch für Verpflichtungen, die nur einer von beiden zu verantworten hat.
    Das ist immer dann ganz doof wenn jemand Dritte betrügt, verschwindet und der eh schon gestrafte - weil verlassene - Partner aber für die Schulden des/der Ex haften muß.


    Aber in den Fällen, die hier beschrieben werden, kann ein Vermögen ja nur deswegen beim Partner "geparkt" werden weil regelmäßig - das darf man wohl unterstellen - ganz bewußt finanzielle Modelle geschaffen werden, die es ermöglichen in Saus und Braus zu leben, mit rechtsstaatlichen Mitteln aber nicht angreifbar zu sein. Der Dumme ist hier ganz klar der Gläubiger.


    Natürlich mangelt es hier an konsequenten Handlungsmöglichkeiten durch den Gesetzgeber. Es darf eigentlich nicht sein daß Leute mit solchen Maschen durchkommen weil das Gesetz keine wirksame Handhabe dagegen bietet. Hier wäre der Gesetzgeber gefordert endlich Abhilfe zu schaffen.


    Es geht ja auch weniger darum Schuldner fertig zu machen, die einfach nichts haben und selber nicht wissen wie sie finanziell überleben sollen. Wirklich übel sind diejenigen, die ganz bewußt unter Ausnutzung der Gesetzeslücken andere über's Ohr hauen, Geld abzocken, luxuriös leben, und denen auf gerichtlichem Wege aber ärgerlicherweise nicht beizukommen ist.


    Aus Sicht eines wirklich verarmten Schuldners, der von "der Russenmafia" zusammengehauen wird, muß man natürlich sagen sind solche Inkassounternehmen absolut inakzeptabel.


    Aber die - nennen wir es mal "seriösen Inkassofirmen" sind IMHO eine gute Möglichkeit für Gläubiger an Geld zu kommen und sich abseits von staatlicher Untätigkeit vielleicht doch noch in den Besitz ihres Geldes zu bringen.


    Das im Film gezeigte Unternehmen kümmerte sich ja in der Tat um Leute, die wirklich auf kriminelle Weise ihre Gläubiger verarschen und an den Rand des Ruins treiben. Da kann ich es dann moralisch nicht verurteilen wenn Moskau-Inkasso der Zahlungsbereitschaft der Schuldner nachhilft, vor allem wenn das primär allein durch psychologische Wirkung, also das Auftreten, erreicht wird.


    Gewalt ist aber absolut abzulehnen.


    Das unangenehme ist eben daß die psychologische Wirkung solcher Unternehmen nur dadurch erreicht wird daß sie eben im Ruf stehen nicht zimperlich zu sein.
    Selbst wenn ein einzelnes Unternehmen de facto niemandem ein Haar krümmt und nur durch den Auftritt überzeugend wirkt beruht es natürlich darauf daß diese Branche insgesamt brutal vorzugehen bereit sein muß, denn sonst würde sich ja früher oder später niemand mehr beeindrucken lassen.


    Und insofern hab' ich da schon gewisse Bauchschmerzen. Ich verstehe aber gut daß man als Gläubiger, wenn man sich anders nicht mehr zu helfen weiß, eines solchen Unternehmens bedient.

    Wobei man andererseits auch sagen muß:


    Es wird nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird.


    Wer DVD's, Elektronik oder Medikamente oder oder oder... bei einer gewerblichen Quelle im Nicht-EU-Ausland einkauft wird regelmäßig schon deswegen beim Zoll auffallen weil der Name des Absenders auf ein Kaufgeschäft schliessen läßt. Man würde wohl in der Klappse landen wenn man behaupten würde daß Amazon.com der Name der Schwiegereltern aus den USA wäre oder Medshop.com die private Homepage der eigenen Tante sei.


    Allein wenn ein privater Absender die Waren verschickt und sie als Geschenk ausweist könnten die theoretisch als solches angemeldet werden, obwohl es vielleicht gar keins ist.
    Da stellt sich dann aber regelmäßig die Frage der Nachweisbarkeit - und in der Tatsache daß man diesen Zusammenhang erklärt kann ich noch nicht erkennen daß darin schon eine Anstiftung/Beihilfe zu einer Straftat liegt.


    Was aber in der Tat richtig ist: Ich habe hier bei entsprechenden Fragen immer wieder lang und breit erklärt daß die Zollanmeldungen genau und korrekt gemacht werden müssen, und daß es, wenn es Komplikationen gibt, ganz unangenehm für den Warenempfänger werden kann.
    Bei Nachfragen oder Diskussionen wurde das oft mehr oder weniger stark bezweifelt und gesagt "mir ist bisher nie etwas passiert", "ich mache das immer so", "was kann ich dafür wenn der Versender irgendwelche Sachen verschickt".....
    Mehr als darauf hinweisen daß man das Thema nicht zu sehr auf die leichte Schulter nehmen darf - weil man als deutscher Einführer zollbeteiligt + haftbar ist - kann ich aber nicht tun, gelle ;)


    Insofern: überlegt euch demnächst genauer daß ihr als Warenempfänger vor dem Zoll haftet und für die ordnungsgemäße Zollanmeldung verantwortlich seid. Wenn euch z. B. der Paketdienst anruft und fragt ob er die Verzollung in eurem Namen machen darf ist es klug dem zuzustimmen :) (abgesehen davon daß es eh keine Alternative gibt). Und die Angaben, die ihr dann macht, müssen stimmen - weil ansonsten gibt es schnell etwas auf den Deckel.

    Als "Otto Normalzuschauer" hätte ich mich auch sehr geärgert weil die Tickets ja in der Tat ein Schweinegeld kosten.


    Allerdings: ich wüßte nicht warum es so furchtbar wichtig wäre ausgerechnet bei den Amis F1-Rennen zu fahren. Wenn die Formel 1 dort nicht mehr fährt weil verschiedene Parteien es jetzt nicht mehr wollen - na und??? Man ist doch nicht darauf angewiesen in Amiland Rennen zu fahren. Die Welt ist groß und es gibt genügend Alternativen...


    Die Rennstrecke scheint ja auch nicht toll zu sein wenn Zuschauer


    1. ihre Dosen nicht abgeben müssen (ist hier bestimmt anders - in Stadien kommt man nicht ohne Kontrolle herein)


    2. bis auf Wurfdistanz an die Strecke herankommen


    3. die Staatsmacht nicht sofort eingreift und diese lebengefährlichen Schwachmaten einkassiert


    4. es mehr Begrenzungsmauern als Kies-Auslaufzonen mit Reifenstapeln gibt.


    Deswegen, ganz provokativ: Kein Rennen mehr in den USA. Alle Beteiligten haben es sich redlich verdient.


    Ach, noch etwas: Was hat Porno-Ralle den eigentlich gesagt? Ich lese hier immer von einem "Amok-Interview", kenne aber den Inhalt nicht...

    Es gibt viele Leute, die gar nichts über Brandings und Simlock wissen. Sowohl auf der Verkäufer- wie auch der Käufer-Seite gibt es dann regelmäßig Probleme weil sich ein Teil der Leute über's Ohr gehauen fühlt ("Der hat mit ein defektes Gerät verkauft!!!") während sich die Gegenseite keiner Schuld bewußt ist (sogar glaubwürdig).


    Dem könnte Ebay leicht abhelfen indem sie eine Pflichtabfrage machen. Ebay kann für seine scheißteuren Gebühren wenigstens ein Minimum dazu betragen daß die Geschäfte dort zufriedenstellend ablaufen, und sich nicht immer hinstellen und heraushalten - weil sie ja ihr Geld verdient haben. Hier geht's um einen ganz einfach zu verwirklichenden Käufer- aber auch Verkäuferschutz und Markt-/Preistransparenz.


    Was spricht denn dagegen daß man dafür sorgt daß ein wichtiges, noch dazu für den Preis relevantes Merkmal eines Handys abgefragt wird?
    Ich verstehe einfach nicht wie man da etwas gegen haben kann. Wir hier brauchen die Info nicht und sind selber schlau genug um ggf. nachzufragen. Andere wissen es nicht besser und fallen dann mit ihrem Geschäft auf die NAse weil sie erst später merken daß mit dem Gerät "etwas nicht stimmt".

    Ich weiß daß ich mit meiner Meinung eher nicht den Mehrheitsgeschmack treffe, aber trotzdem ;)


    Es ist gerade ein paar Tage her seit über den Raikkonen-Unfall diskutiert wurde, als ihm - in Führung liegend - kurz vor dem Ziel ein Reifen geplatzt ist und er Glück hatte daß kein anderer in der Nähe war, in den er hineingecrasht ist.


    Meine Meinung ist nach wie vor: safety first - und das ist nicht verhandelbar.


    Ich halte es prinzipiell für einen falschen Ansatz seitens der FIA daß Reifen während des Rennens nicht so einfach gewechselt werden dürfen. Jedes Kind weiß daß die Reifen sicherheitsrelevant sind, und da ist es ein Unding wenn die Fahrer dieses Bauteil nicht tauschen dürfen um sicherzustellen daß sie immer eine sichere Bereifung am Wagen haben.


    Hier wird aus falsch verstandenem sportlichen Ehrgeiz seitens der FIA ein Zugeständnis an die Sicherheit gemacht. Das ist unverantwortlich! Und das war in gewisser Weise auch ein Faktor für das gestrige Debakel.


    Insofern gehört diese Regel geändert und man hätte seitens der FIA eine Schikane bauen können um das von den Teams gesehene Sicherheitsrisiko abzubauen. Das wäre man den Fans schuldig gewesen, denn immerhin zahlen die ihren Eintritt "erstmal" an den Veranstalter Ecclestone/FIA, und nicht direkt an die Teams. Also hätte die FIA als Verband auch die größere Notwendigkeit gehabt das Rennen für die Fans zu retten, gerade auch dann wenn man argumentiert daß man als Verband für diesen Sport steht.


    Irgendwelche Vergleiche von "Ja, aber Bridgestone hatte zuletzt auch Probleme und da kam man ihnen nicht entgegen" schlagen IMHO fehl weil es da nur um einzelne Teams ging.
    Aber hier ging es nicht um begrenzte Probleme einzelner Teams, sondern allein die Anzahl der betroffenen Teams hätte hier schon erfordert daß man anders reagiert und nicht einfach sagt: "Die Regeln sind aber so."
    Ab einer gewissen Größenordnung kann man es nicht mehr als "Einzelfälle" abtun, sondern da muß man anders mit umgehen als wenn es "nur" 2 oder 3 Teams sind, die mal nicht klarkommen.


    Mir ist auch nicht klar warum keine Schikane aufgestellt wurde. Was soll das heißen, "die Strecke ist so freigegeben und darf nicht verändert werden?" Hat die FIA etwa nicht das Zepter in der Hand und macht selber die Regeln? Von wem müssen die sich denn vorschreiben lassen wie Rennstrecken aussehen müssen?


    Daß es sich die F1 jetzt in den USA verscherzt hat finde ich auch nicht so furchtbar. Sind wir darauf angewiesen daß die Amis die F1 lieben? Ich denke nicht. Insofern finde ich es nicht so schlimm daß es in den USA passiert ist.


    Wirklich schlimm ist wie die Fans verarscht wurden. Vor allem wenn man sich überlegt daß die Tickets nicht für den selben Preis wie eine Kinokarte zu haben sind, sondern ein paar hundert EUR bzw. $ kosten. Jemandem, der hunderte Dollar aufbringt, sich Zeit nimmt und anreist, dann aber auf diese Art und Weise versetzt wird - das ist wirklich schlimm.


    Ansonsten finde ich auch daß RTL ein eindeutig parteiischer Schumacher-Sender ist. Allein die Wortwahl in den Kommentaren - alle anderen Fahrer werden mit Nachnamen genannt, bei Schumachers sind es immer "Ralf" und vor allem "Michael". Allein schon sprachlich wird sich auf die Duz-Kumpelebene begeben.
    Außerdem fällt mir immer wieder auf wie die Stimme der Kommentatoren aufgeregt gehoben wird wenn es um den "Michael" geht. Der Hype um seine Person ist unübersehbar, wenn man mal ein bißchen drauf achtet.


    Mag sein daß Michelin die Ursache für das Debakel gesetzt hat, mag sein daß die Teams anders hätten reagieren können (oder nicht... was sagen deren Versicherungen wenn es kracht und jeder weiß daß Michelin diese Reifen nicht authorisiert hat?).
    Aber ursächlich ist für mich die sicherheitsgefährdende Reifen-Regel (1 Satz muß reichen) und die Weigerung der FIA eine Schikane hinzustellen. Und die FIA hätte, gerade als Verband, dafür sorgen müssen daß die Fans befriedigt werden und dieser Sport nicht ins Zwielicht gerät. Einzelne Teams können "spinnen", die FIA nicht. Warum also wurde nichts getan um die Veranstaltung im Sinne der Fans zu retten?


    Insofern hat für mich die FIA den schwarzen Peter. Ich streite ja nicht ab daß man das Verhalten der Teams kritisieren kann. Aber der Verband ist am Ende in der Pflicht, nicht irgendwelche einzelnen "Schwachköpfe" a la Briatore, Haug, Theissen...

    Ich finde es eine gute Idee wenn Verkäufer bei Ebay zwangsweise mitteilen müssen ob das Gerät einen Simlock oder ein Branding hat.


    Wir hier wissen daß man aufpassen muß, aber ich bin auch in anderen Foren unterwegs und da posten alle naselang Leute, die über Ebay ein Handy gekauft haben und sich dann wundern warum es bei ihnen nicht funzt oder Funktionen nicht benutzt werden können.
    Fast immer liegt es dann daran daß die Geräte einen Simlock oder ein Branding hat - und dann ist der Ärger da.


    Insofern täte Ebay sehr gut daran wenn sie zwangsweise nach Simlock und Branding fragen würden. Dann weiß der Kunde woran er ist oder kann sich zumindest nachher nicht beschweren wenn sein Gerät nicht mit der eigenen Karte oder nicht dem vollen, erwarteten Funktionsumfang des ungebrandeten Gerätes aufwartet.


    Das macht sie aber nur so lange bis sie einmal vom Zoll erwischt wird. Dann kommt nämlich ein richtig dicker Hammer.


    Bei offensichtlichen Verstößen gegen Markenrechte und offensichtlicher Produktpiraterie versteht der Zoll keinen Spaß. Solange man nur 1, 2 Teile für den eigenen Bedarf dabei hat schaut der Zoll inoffiziell weg weil sonst 99% aller Türkei-Urlaubsrückkehrer ein Strafverfahren an den Hals bekommen müßten - und das ist schlichtweg nicht durchführbar.


    Wenn sie aber 40 Gürtel dabei hat unterstellt der Zoll -zu Recht, denn sie verkauft die Sachen weiter - daß es gewerbliche, illegale Einfuhr zoll- und einfuhrumsatzsteuerpflichtiger Waren ist.


    Ich kenne Louis Vuitton nicht und mir reicht der Gürtel vom Aldi :) aber wenn diese "Nobel"gürtel auch noch aus Produkten tierischen Ursprungs bestehen (richtig perfekt: Krokoleder oder Imitate, die als solche nicht erkennbar sind) hat sie perfekt alle Minuspunkte vereint daß es richtig böse Ärger gibt.


    Das geht dann nicht mehr mit einem Bußgeld wie beim Falschparken über die Bühne, sondern da gerät man in Teufels Küche. Da ziehen keinerlei Argumente mehr zugunsten des Betroffenen, und Unwissenheit schützt nicht vor Strafe. Wenn Deine Freundin erwischt wird bekommt sie wirklich ernste Probleme...

    WMF bietet auch ordentliche Qualität.


    Ich würde auch vorschlagen ein Messer nach der Qualität zu kaufen und nicht allein wegen dem Namen oder dem Design.


    Nix gegen Porsche, aber ich vermute daß es da sehr stark ums Design geht.


    Zwilling, Rösle, WMF, das sind die bei "Küchenschaben" ;) angesagten Hersteller.